Aachener Zeitung #Obama# Aixtron wird Fall für US Präsidenten

Der Verkauf der AIXTRON wird entsprechend Aussagen der Aachener Zeitung ein Fall für den #US-Präsidenten# #Obama#

Es stellt sich die Frage, wie man in #Aachen#, #Deutschland# und der #EU# derartige Unternehmen halten und vorantreiben kann?

Thema #Standortattraktivität#; #Start-Up#; #Wirtschaftsstandort#; #Wirtschaftspolitik#

Auf die Antworten auf diese Fragen wird man aber warten müssen. Denn, es gibt keine Antworten…

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Und wieder ein Sargnagel für den Wirtschaftsstandort Aachen | Hermann TÜCKS nimmt Stellung

Die Position von Hermann TÜCKS – siehe unten – legt den Finger in eine Wunde, die bereits infiziert ist: den wirtschaftsschwachen Standort Aachen.

Stadt mit dem kenntnisbefreiten Instrument der Abgabenerhöhung in der Luft rumzufuchteln, ist es höchste Eisenbahn, endlich strukturell seine Standorthausaufgaben zu machen, um endlich aus der Spirale des Niedergangs herauszufinden.

Eine Stadt wie Aachen, die Hort zweier hervorragenden Hochschulen – RWTH und FH – ist, sollte eigentlich im Stande sein, über mehrere Dekaden hinweg aus der Misere der strukturellen Arbeitslosigkeit herausgekraxelt zu sein. Ist sie aber nicht. Wenn eine Kommune in Zeiten wie diesen, sogar eine „9“ vor dem Komma hat, wenn es um die Arbeitslosenquote geht, dann sollte man endlich seine Wirtschaftshausaufgaben sachorientiert und logisch erfürllen. Das heißt, in Aachen eine Struktur zu schaffen, die für die Pflege und die Ansiedlung von Unternehmen wirklich attraktiv ist.

Erinnert sei, dass es im Süden der Republik, in Baden-Württemberg und Bayern, auch in Hessen oder Hamburg brummt. Nur hier in Aachen summt es noch nichteinmal.

Der beste politische Sargnagel der Unternehmensabschreckung ist die Erhöhung von Steuern. Übrigens, dass man sich steuerbilanziell auf dieses nicht hinreichend zuverlässig verlassen kann, ist evident, bedenkt man, dass die Einstellung in den Haushalt und verbunden mit der Steuerrückforderung eines Konzerns in Aachen die Kämmerei noch mehr in das Fahrwasser des Nothaushalts geführt hat. Sprich, bereits verplante Millionen gehen wieder zurück an den Steuerschuldner.

Wenn nun die hilf- und heillose Idee der Linken aufgetischt wird, an der Steuerschraube zu sehen, so ist das implizit ein Beleg dafür, dass die Mechanismen wirtschaftlichen Handelns in Zeiten des globalen Wettbewerbs wohl noch immer nicht so ganz verinnerlilcht worden sind.

Es gehört in die höchste Verantwortung einer Stadt – sowohl politisch wie auch wirtschaftlich – Sorge zu tragen, dass für die Vielfalt der Bürgerschaft ein Wirtschafts- und damit Unternehmensklima geschaffen und gepflegt wird, welche es ermöglicht möglichst für ALLE Menschen der Stadt Unternehmen vorweisen zu können, die entsprechende Arbeitskräfte benötigen.

Das bedeutet im Klartext auch, dass es Menschen gibt, die eben NICHT Akademiker oder Menschen mit hochqualifizierten Berufen gibt, sondern eben auch Menschen, die an dem untersten Ende der Leiter der Berufswelt stehen. Menschen, die gleichermaßen ein Recht darauf haben, dass die Bedingungen in einer Stadt auch ihre persönliche Situation und Position so berücksichtigen, dass man möglichst im Stande ist, staatsfrei sein Ein- und Auskommen samt Altersvorsorge abdecken zu können.

Allerdings, in einer Stadt mit einer derart hohen strukturellen Arbeitslosikeit und den korrelierten Sozialindikatoren, sollten sich die Menschen keine Hoffnung machen, dass sich strukturell was ändert, weil man sonst wieder einmal enttäuscht werden würde.

Aachen ist eine Stadt, die für die Menschen die auf – keinesfalls bewertend! – „untersten“ Jobs  arbeiten müssen, kaum sinnvolle Perspektiven aufzeigt. Wenn erst einmal Alibaba aus China, wie verlautbart, damit anfängt, den globalen Markt mit chinesischen Produkten zu versorgen, dann wird deutlich, dass der Druck im Low-Tech-Sektor steigt, die Chancen sinken…

Und, es kann wohl auch nicht Sinn und Zweck sein, was man früher ABM – Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen – einen Markt für „betreutes Arbeiten“ als Kompensat für Arbeitslosikeit zu sehen und zu verstehen, weil dies nämlich zusätzlich Geld kostet, das in letzter Konsequenz erarbeitet werden muss…

Sehr gerne veröffentlichen wir deshab die Position von Hermann TÜCKS aus Aachen:

Ankündigungspolitik“

Bravo Herr Deumens! Sie sind ganz offensichtlich der einzige Politiker in unserer schönen Kaiserstadt, dem aufgefallen ist, dass man sich auch ab und zu um die Einnahmen im Haushalt kümmern muss, wenn man auf der anderen Seite keine Gelegenheit auslässt, es mit vollen Händen zum Fenster wieder raus zu werfen.
Nur mit dem Verständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge scheint es noch nicht so recht zu klappen.
Versuchen Sie doch einfach im Rahmen einer Ratsanfrage mal heraus zu bekommen, wie viel weniger an Einnahmen die letzte Gewerbesteuererhöhung den der Stadt Aachen real eingebracht hat. Es gab doch Prognosen hierzu, sonst hätten Sie und ihre Fraktion doch bestimmt nicht zugestimmt. Alleine Ihre eigene „Ankündigungspolitik“ über eine weitere Gewerbesteuererhöhung nachzudenken bzw. sie zu fordern sorgt bei allen Gewerbetreibenden schon jetzt für helle Aufregung und provoziert weitere Maßnahmen zur Steuerflucht und Unternehmensverlagerung.

Aachen, 07. Dezember 2015
Hermann Tücks

Bezug:
Aachener Nachrichten
Ausgabe Montag, 07. Dezember 2015 – Nummer 285 – Seite 27 A1
LOKALES
Linke kritisiert reine „Ankündigungspolitik“
Harte Kritik an schwarz-roter Haushaltsplanung. Fraktionschef Deumens bringt weitere Anhebung der Gewerbesteuer ins Gespräch.
(gei)

 

 

 

Aachens hilf- und orientierungslose Wirtschafts- und Standortpolitik

Die Kritik an der Aachener Wirtschaftspolitik ist beileibe nicht neu. Bereits am 31.07.2014 nahmen dazu Stellung:

Dipl.-Ing. Hubertus Schonlau
Kronenberg 63
52074 Aachen
Tel: 0241 / 75784
Email: Hubertus@Schonlau.de

Siegfried Klinkhammer
Rosfeld 5
52074 Aachen
Tel.: 0241 / 94 36 47 90
Email: Siegfried.Klinkhammer@t-online.de

Aufstellung des neuen Flächennutzungsplanes

für die Stadt Aachen
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Bauleitplanung
Bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplanes (FNP) für die Stadt Aachen, der voraussichtlich 25 – 30 Jahre gültig sein wird, sollte nicht in der gleichen Weise vorge¬gan-gen werden wie bei dem vor 36 Jahren aufgestellten derzeitigen FNP. Die seit damals eingetretenen Veränderun¬gen der Rahmenbedingungen verlangen ein anderes Vorge¬hen. U.a. sind hier folgende Ak¬zente zu setzen:
• Der demografische Faktor
• Stärkere Gewerbeförderung
• Vergrößerung des Stadtgebietes durch Eingemeindung
• Berücksichtigung der Städteregion Aachen
• Berücksichtigung der EUREGIO

1. Demografischer Wandel
Am 31.12.2013 betrug die Einwohnerzahl Aachens 249.736. Die vom statistischen Lan-des¬¬¬amt in NRW im Jahre 2012 veröffentlichte Bevölkerungsprognose für das Jahr 2030 sagt für die Aachener Region einen deutlichen Bevölkerungsrückgang voraus, für die Stadt Aachen aber bei einem leichten Zuwachs von 0,8% gegenüber 2011 eine fast kon¬stant bleibende Bevölkerung.

Der Prognosezeitraum bis 2030 verdeckt allerdings die wah¬re Dynamik des demografi¬schen Wandels, denn in den Jahren von 2030 bis 2060 wird die Be¬völkerung jährlich mehr als doppelt so stark sinken wie in den Jahren zwischen 2011 und 2030.

Außer der prognostizierten Gesamtzahl der Einwohner werden dringend Prognosen über die Verschiebungen in der Altersstruktur und über altersbezogene Wanderungsbe¬wegun-gen benötigt.
2. Stärkere Gewerbeförderung
Die Stadt Aachen hat zurzeit (2014) eine Arbeitslosigkeit von 9,5 %. und eine eher schwache Wirtschaftsdynamik und schwache Steuerertragskraft. Neben dem Ausbau des RWTH-Campus müssen daher im Gewerbebereich dauerhaft mehr Arbeitsplätze geschaf-fen werden. Dazu bedarf es natürlich ausreichender Gewerbeflächen im FNP. Leider ist im vorgestell¬ten neu¬¬¬en FNP die Summe der Gewerbe¬flächen um ca. 80 ha kleiner als im al¬ten FNP. Da die Stadtfläche von Aachen nun mal begrenzt ist und Gewerbeflächen star¬ken Auflagen un¬terliegen, muss man über den sog. Tellerrand des Stadtgebietes hin¬aus¬schauen und mittel- bis langfristig in größeren Ein¬heiten denken.

3. Erweiterung des Stadtgebietes
Es ist schwer vorstellbar, wie die wirtschaftliche Entwicklung Aachens langfristig gesichert werden kann, wenn nicht durch Eingemeindung von benachbarten Gemeinden wie z.B. Kohlscheid und Würselen ausreichend Gewerbeflächen bereitgestellt werden können.

Ein¬¬gemeindungen sind natürlich nur durch ein Landesgesetz möglich und dauern häufig 10 Jahre oder mehr. Daher sollten mit den betroffenen Gemeinden und mit der Landesre¬gie-rung umgehend entsprechende Ge¬spräche aufgenommen werden.

4. Berücksichtigung der Städteregion Aachen
Es verwundert, dass im Zusammenhang mit der Erstellung eines neuen FNPs bisher kaum über die Berücksichtigung der Städteregion Aachen gesprochen worden ist. Der juristische Einwand, dass ein FNP sich nur auf das Gebiet einer Stadt beziehen darf, ist formal zwar richtig, ist aber von der Sache nicht haltbar. Selbstverständlich muss parallel zum FNP ein langfristiger Abstimmungsplan mit der Städteregion erstellt werden. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, langfristig einen Zusammenschluss von Stadt Aachen und Städteregion Aachen anzustreben.

5. Berücksichtigung der EUREGIO
Die Stadt Aachen kann im Jahre 2014 bei der Aufstellung eines neuen FNP nicht so tun als läge Aachen Mitten in Deutschland. Der bereits erwähnte juristische Einwand, dass ein FNP sich nur auf das Gebiet einer Stadt beziehen darf, ist formal zwar richtig, ist in Aa¬chen aber nicht ziel¬führend. Wie der Gewerbepark AVANTIS zeigt sind grenzüberschrei¬tende Projekte durch¬aus möglich. Insbesondere in der niederländischen Provinz Limburg ist der politische Wunsch nach mehr grenzüberschreitender Kooperation sehr ausgeprägt. Bereits im Jahre 2007 hat die von der Provinzregierung beauftragte sog. Hermanns-Kom¬mission einen Bericht zu grenz¬überschreitenden Kooperationsmöglichkeiten vorgelegt, der den vielsagenden Titel trägt: „Die Zukunft Limburgs liegt jenseits seiner Grenzen“

D.h.: Es muss parallel zur Erstellung eines neuen FNP ein gemeinsamer lang¬fri¬stiger Plan für grenzüberschreitende Kooperationsprojekte mit den Niederlanden und Belgien erstellt werden.

 

Aachen – wenn 9,1 Prozent Arbeitlosigkeit als Erfolg verstanden werden…

„Markt ist weiterhin aufnahmefähig – Arbeitslosigkeit sinkt auf niedrigsten Septemberstand“

So titelt aktuell eine Publikation, die Bezug auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nimmt.

Seitens der Aachener Arbeitsagentur unterstrich man die Verbesserung in und für Aachen von 9,4% Arbeitslosigkeit im September 2014 auf 9,1%. Zudem wurde das statistische Spielchen getrieben, dass man kommunizierte, dass 1.400 nun aus der Arbeitslosigkeit gelangt sind.

Böse kann man sagen, wenn das ein Erfolg auf dem Arbeitsmarkt ist, was wird dann der nächste Konjunktureinbruch zur Folge haben.

Ist in Süddeutschland der Arbeitsmarkt quasi leergefegt und werden sehr gute Löhne auch in den unteren Lohngruppen bezahlt, so suggeriert man hier, dass 1.400 Arbeitslose weniger und die Reduktion der Arbeitslosenquote um 0,3% ein Erfolg ist.

Bedenkt man auf der anderen Seite die hervorragende internationale Positionierung der Aachener Hochschulen, so muß man bitter-gallig konstatieren, dass Aachen wohl so etwas wie ein förderungswürdiges Zonenrandgebiet West ist.

Man stelle sich vor, wie es um Aachen bestellt wäre, wenn die aktuell rund 60.000 Studierenden nicht hier wären oder, deutlich weniger hier immatrikuliert wären. In das Verhältnis zu der Wohnbevölkerung von gerundet 250.000 Einwohnern hieße das, 190.000 Menschen Minus Bediensteten der Hochschulen. Und, weniger Mittel.

Wie sieht eigentlich die Wirtschaftsstruktur Aachens aus, bedenkt man die Quote der Menschen, die auf Unterstützung aus öffentlichen Mitteln angewiesen sind?

Lägen wir dann in Aachen bei 15% oder mehr Prozent?

Da es sich bei der Aachener Arbeitslosenquote nicht um ein kurzzeitiges statistischen Phänomen handelt, sondern um ein chronisches, ja geradezu notorisches Leiden der Menschen, so muss sich die Politik in Aachen die Frage gefallen lassen, was die Politik eigentlich in den letzten Dekaden getan hat?

Bei nunmehr 9,1% Arbeitslosenquote für den September 2015, wäre es

politischen euphemistisch bis unverfroren, von erfolgreicher Standort- und

Arbeitsmarktpolitik zu reden.

Nachdem – wir berichteten – ein IT-Unternehmen die Koffer gepackt hat und nach Baesweieler samt 400 Angestellten gezogen ist, kam am Wochenende wieder eine Hiobsbotschaft.

Ein Hochtechnologieunternehmen mit 100 Mitarbeitern, das ein Spin-Off der Hochschzullandschaft ist, schließt und, es zieht in die Vereinigten Staaten. Soweit zum Thema Start-up, Technologiestandort, Zukunftsstandort…

Möglicherweise liegt es daran, daß Aachen bereits seit mehr als hundert Jahren zu weit vom Schuss ist und es attraktivere Standorte gibt.

Hansemann und seine Bahn, das ist Geschichte. Eine, die man noch durch die Statue am dem nach ihm benannten Platz erahnen kann.

Was aber in Aachen nicht kommuniziert wird, das ist der Umstand, dass nach dem zweiten Weltkrieg ein Aachener Landtagsabgeordneter – der 2. Klasse mit der Bahn von AC nach D mit der Aktentasche in der Hand und neben seinem normalen Beruf – mit höchstem Einsatz für den Erhalt der Bahnstrecke nach Aachen arbeitete und Erfolg hatte.

Hätte es diesen Landtagsabgeordneten nicht gegeben, so sähe es noch düsterer aus.

In Aachen fragen sich nicht wenige Bürger, warum – Entschuldigung – die Aachener Politik

“ n i c h t   i h r e   F o t t    h o c h k r i e g t“

und endlich einmal erfolgreiche Standortpolitik auf die Beine zu stellen vermag.

Die Hochschulen in Aachen scheinen so etwas wie die lebensrettende fiskalpolitische Kochsalzinfusion zu sein, weil der Patient ansonsten wegen Flüssigkeitsmangels in   Ohnmacht fiele und schleichend stürbe. Manche Politik könnte als „Sterben auf Raten“ bezeichnet werden dürfen.

Warum bewegt die Politik seit zig Jahren nichts?

Was hat Avantis gebracht?

Wie sieht es mit dem pro-Kopf-Einkommen ohne den Öffentlichen Komplex der Hochschulen aus?

Welche Sozialhilfequote / -finanzlast hat Aachen zu stemmen?

Aber, man darf sich auch fragen:

Hat man in Aachen bei den Wahlen keine andere Wahl als auf „Bewährtes“ zu setzen?

Angemerkt: „Bürger für Aachen!“

Nicht zu vergessen ist, dass die Lebensarbeitsleistung einen erheblichen Einfluß auf die Rente hat. Startet man niedrig, kann die übliche Einkommensprogression nicht im andererorten möglichen Maße realisieren, dann ist klar, dass im Alter Lasten vorprogrammiert sind. Hinzu kommt noch die Bankenrettungspolitik des Staates, der die Verzinsung auf Null gebracht hat, was für die dringend erforderliche Kapitalbildung der privaten Säule der Alterssicherung unerläßlich ist. Auch hier schmilzt die Zukunft der Bürger durch die Zinseszinsrechnung „im Hundert“. Eine Art von geschluckter Inflation.

In Bezug auf das Beamtentum – das sei hier nochmal erinnert, auch wenn es manchen in den Ruhestand versetzten Pensioner schmerzen mag dies hier zu lesen – dort sind die Ruhestandsbezüge an die Bezügeentwicklung direkt gekoppelt. Das heißt für die nicht beamteten Menschen, dass die Schere noch weiter aufgeht. Denn hier wirkt in besonderem Maße die Struktur, dass Bezügeerhöhungen auf auf die Ruhestandsbezüge übertragen werden. Auch wenn sie mit einem Faktor versehen sind, nach 25 oder 35 Jahren der Arbeit kommt da einiges zu Stande, wenn man 65 Jahre ist und einen Teil des Lebens vor sich hat.

Und: was tut das Aachener Amt für Wirtschaftsförderung?

Wieviele Firmen sind durch das Amt in Aachen angesiedelt worden?

Wieviele Mitarbeitende sind durch diese Ansiedlungen in Brot und Lohn gekommen?

Was kostet das Amt pro Jahr und, was spielte es jährlich ein?

Ist der Saldo positiv oder negativ?

Natürlich gilt es auch hier, eine Personalvollkostenrechnung vorzunehmen. Sprich, die Aufwendungen der Stadt Aachen für die zukünftigen Pensionisten finanzmathematisch zutreffend zu berücksichtigen.

Auch das gehört zu einem Standort. Denn, jede Ausgabe in Bezug auf wirtschaftliche Bestrebunden, die im Rahmen einer Vollkostenrechnung negativ ausfällt, muss stets zur Disposition stehen!

Es kommt nicht darauf an, zu sagen, man habe eine neue Unternehmung angesiedelt, sondern vielmehr, es sind in absoluten Zahlen N1 neue Unternehmen hinzugekommen und durch das struktruelle Fortkommen der Kommune sind N2 zusätzliche Arbeitsplätze hinzugekommen. Auch, wie lange sie geblieben sind, wie viele weggezogen sind etc. Eben die allfälligen Parameter, die einen Wirtschaftsstandort qualizizieren oder disqualifizieren.

Das Aachener Motto „es hat schon immer gut gegangen“, hat bei solchen Dingen nichts zu suchen!

Man kratzt sich bei solch einer wirtschaftspolitischen lethargischen Herumwurschteilei, die unausweichlich auch zum Schaden des Sozialen ist, schon seinen glatzigen Nacken, wenn man die Peer-Group der Stadt vergleicht.

Baustellenstreit eskaliert – Anlieger des „Krugenofen“ haben die Nase voll

Die Aachener Zeitung, Lokalteil Aachen vom 3. September 2015 ist eine Pflichtlektüre, wenn es um das Thema

Wirtschaftsstandort Aachen

und

Wohnort

geht!

Der Betreiber des anliegenden Einkaufsmarktes Stenten meldet sich zu Wort:

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/krugenofen-stadt-will-zufahrt-zum-supermarkt-sperren-1.1171217

Die Lektüre ist selbsterklärend und läßt einen nur ratlos rätseln, was in Aachens Amtsstuben los ist.

400 Arbeitsplätze und 40 mio. Euro ziehen von Aachen weg! „Dank“ hoher Gewerbesteuer!

Mit Wirtschaftsstandorten ist es wie mit einem Gebiss: damit es schön strahlen kann, muss man es pflegen und sich die Zeit nehmen.

Tut man es nicht, dann gibt´s eben Standort-Karies…

 WDR-Lokalzeit, 27. August 2015, Mediathek, Lokalzeit Aachen, 14:00

Wirtschafts- und standortpolitische Ohrfeige für Aachen!

Auf Grund der hohen Grundstückspreise und vor allem zu hohen Gewerbesteuer, hat sich ein Aachener IT-Unternehmen mit zur Zeit 400 Mitarbeitern von Aachen nach Baesweiler verabschiedt.

Dieser Wegzug sollte der Aachener Politik und Verwaltung ein Fanal sein!

Denn, wenn ein derart großes und wachstumsorientiertes Unternehmen der Stadt Aachen den Rücken kehrt, dann sollten die Alarmglocken klingeln.

Aber, solange man meint, der Ruf des Namens Aachen würde attraktiv genug sein, um Unternehmen in Aachen zu domizilieren, der gibt gleichzeitig zu verstehen, dass er von Wirtschaft und Unternehmensführung nichts versteht.

Nur wer Unternehmen in der Lage ist zu halten, der kennt die Bedürfnisse des Wirtschaftens.

In Sachen Standort Aachen kann man auch sagen, dass zum Beispiel Übach-Palenberg auch sehr gut dasteht.

In Aachen scheint die Wirtschaft ein Schicksal zu erleben, wie dereinst der Bergbau.

 

 

 

Standort Aachen – Beurteilung eines Untenehmers

Dipl.-Ing. Hermann TÜCKS nimmt zum Wirtschaftsstandort Aachen anläßlich der Publikation „AN, 13.12.2014, S. 19 A1, Lokales“ mit dem Titel „Quergedacht – Kreative „Querdenker“ liefern viele Ideen“ Stellung.

Kreative „Querdenker“ liefern viele Ideen

Die Technologieregion Aachen ist eine einzigartige Mischung aus Hochtechnologie – mit universitärer und privater Forschung – und Produktions-Know-how. Aus Internationalität – von Karlspreis bis Weltfest des Pferdesports – und liebenswerter lokaler Verwurzelung mit Tradition. Und aus einer lebendigen Unternehmenslandschaft mit europäisch bester Marktgeografie. So der Werbetext der AGIT.
Liebe Querdenker, wofür engagiert ihr Euch eigentlich – danach ist doch alles in allerbester Ordnung. Hiernach müssten uns die großen Industrieunternehmen mit Dependancen doch die Tür einlaufen.
Aber nein – wie schon richtig festgestellt hier ist der tote Hund begraben – außer Alemannia und Dom mit Kaiser Karl ist hier nichts, aber auch gar nichts los.
Kulturell können wir von Glück sagen, dass Köln und Düsseldorf mit ihrem Überangebot für einen Abendtrip per Zug – wenn er den pünktlich verkehrt – erreichbar sind.
Unternehmensgründer, die sollen es nun reißen, finden hier überhaupt keine Basis um zukunftsweisend etwas zu gestalten.
Wer soll hier die so neuen, Hochtechnologieprodukte verwerten – hier existiert weit und breit kein einziges Industrieunternehmen von Weltruf, wenn man von Schokolade und Printen mal absieht.
Wer soll denn die Unternehmensgründer unterstützen? Hier wird gerade mal für den eigenen Bedarf ausgebildet, es mangelt an allem, Handwerker, Industriearbeiter unterschiedlichster Sparten und Passion, Techische-Zeichnerinnen, Bürofachkräfte und Sekretärinnen mit überdurchschnittlicher Leistungsbereitschaft, wie sie ein Unternehmensneugründer wohl unbedingt braucht – Fehlanzeige.
Und wer denkt Geld wäre das Problem; Guten Morgen, das bekommt man als Unternehmensneugründer auch hier förmlich in den Hals gesteckt und eine Beratung inklusive Businessplan von einer gerade mal 25jährigen, überaus berufserfahrenen Assistentin der Wirtschaftsförderung gleich obendrauf. Und das alles bekommt man problemlos von den Institutionen, die spätestens nach 5 Jahren den mühsam aufgebauten Laden wieder zwangsschließen.
Der so mutige Unternehmensneugründer ist dann allerdings fürs restliche Leben ruiniert und kann nach Hause fahren, von wo er ja auch mal hoffnungsfroh nach Aachen kam um eine gute Studienausbildung zu bekommen.
Wenn das alles ist, was bei eurer Quer-Denkerei herauskommt, haben wohl die Falschen quergedacht!!!

Aachen, 15. Dezember 2014
Hermann Tücks