Feinstaubmessstation – bei Rot kein Stau

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Feinstaubmessstation - bei Rot kein Stau

Nachdem die Feinstaubwerte vor Kurzem an der Wilhelmstraße hochgeschossen sind, hat sich wohl die Ampelschaltung auf eine neue Art und Weise verändert.
Nun sieht es nämlich so aus, dass bei Rot an der Ampel Wilhelmstraße/Ecke Gottfriedstraße, bergauf nur noch ganz wenige Autos stehen.
Wenn die Ampel dann auf Grün schaltet, dann sind sie zügig weg, im darüber liegenden Abschnitt.
Die Logik hinter der Ampelschaltung könnte sein, vielleicht vermeiden zu wollen, dass zu viele Fahrzeuge bei Rot in der Nähe des Mess-Containers für Feinstaub stehen, die dann ordentlich Gas geben, „um noch rüberzukommen“. Wer einmal Verbrauchsmessungen für eine Bergaufbeschleunigung analysiert hat, wird feststellen, dass für die kurze Zeit der Kraftstoffverbrauch durchaus auf über 20 Liter / 100km steigen kann. Bei einfach mal angenommenen 5.000 Autos pro Tag und 300 Arbeitstagen kommen da so einige beherzte Starts zusammen. Und immer muss es aus der Abgasanlage raus und bläst auch noch sinnigerweise in Richtung Container… Clever, clever könnte man sagen, wenn das so wäre;-)

Ist die Bahn nämlich frei, rollen die Autos vom Adalbertsteinweg für eine gewisse Zeit in die freie Bahn und flutschen durch.
Am Kaiserplatz aus Richtung Heinrichsallee, da staut es sich ordentlich.

An der Kreuzung Wilhelmstraße/Ecke Gottfriedstraße, lohnt es sich, eine so genannte „Multimomentaufnahme“ vorzunehmen und sich die Situation über eine längere Weile während der Aachener Rush-Hour anzusehen.

Die Grüne Welle im Verkehr hat, wie man sieht, schon seinen Wert.
Man darf gespannt sein, was denn passieren wird, wenn Scharen von Konsumenten ab 2016 von außerhalb sehr gezielt den Kaiserplatz ansteuern.

Was würde geschehen, wenn Aachen eine Umweltzone mit Grüner Plakette bekäme…?

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Adalbertsteinweg soll 2015 umgebaut werden

Im Jahr 2015 soll nach Pläenen der Stadt Aachen der Adalbertsteinweg umgebaut werden. So zu lesen in dem Artikel „Grüne: Steffensplatz soll umgebaut werden“.

Hierzu Fragen der Initiative Kaiserplatz e.V.:

1. Die Kaiserplatzgalerie wird erst 2016 fertig werden – aber, in Aachen weiß man ja nie – warum soll denn der Adalbertsteinweg zuvor umgebaut werden?

2. Ist das bereits beschlossene Sache?

3. Der Adalbertsteinweg ist eine Bundesstraße – genauer, die B 258 – in wie weit werden die Anwohner dann finanziell in Anspruch genommen?

4. Wer zahlt denn eigentlich die ganzen Straßenschäden, die durch den Lkw-Verkehr des Baus der Galerie am Kaiserplatz entstehen? Man schaue sich bereits jetzt die hinreichend dokumentierten Spurrillen an. Es kann ja wohl nicht zu Lasten der Bürger gehen, die vom Kaiserplatz aus in Richtung Josefskirche/Ecke Stolberger Straße Anlieger sind. Ebensowenig die Anlieger im Bereich Harscampstraße, Suermondt-Platz, Theaterstraße und Wilhelmstraße.

4. Was stellt sich die Stadt Aachen denn „so“ vor? So, wie beim großen Geschäftesterben vor über 20 Jahren?

5. In welcher Gremiensitzung ist der Plan des Umbaus des Adalbertsteinweges – geplant 2015 – erstmals besprochen worden. Im Sinne von Vorschlag / Ideenfindung?

6. War der Umbau des Adalbertsteinwegs bereits im Rahmen der Planungen der Champusbahn behandelt worden?

Stadt Aachen will Umweltzone vermeiden, so die SPD im heutigem Zeitungsartikel in Super Sonntag

Kurzmitteilung

Die Stadt Aachen will – so die SPD in Aachen – keine Umweltzone! 

„Die Argumente der Aachener Sozialdemokraten: Bestrebungen der Stadt die Einführung einer Umweltzone zu vermeiden, Verbesserungen der Luftqualität und allgemeine verkehrliche Entlastung.“ sic!

So im Artikel „Jobticket für das UKA “ im heutigen Super Sonntag vom 22. September 2013 zu lesen, das läßt einen schon staunen.

Vielleicht las man kurz die Titelseite der Publikation „Sind Umweltzonen sinnvoll?“, Dr. techn. Mag. Dipl.-Ing. B. Illini, Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik, ÖVK, http://www.oevk.at, Jänner 2011.

Darin ist nämlich zu lesen, woher die Feinstaubbelastungen besonders kommen, was aber die Argumentation der Stadt Aachen und der Beteiligten in Bezug auf die Automobile in eine argumentative Bedrouille brächte… Eine sehr, sehr aufschlußreiche Studie, die vom systemischen Ansatz her zu denken gibt und für Umweltpolitiker zu studieren ist!

Und, was man so aus dem medialen Buschfunk der Alpenrepublik hört, hat genau diese ÖVK-Studie seinerzeit wohl zur Beendigung der Regierungskoalition in der Stadt Graz geführt, an der die Grünen beteiligt waren, denen die Ergebnisse nicht geschmeckt haben sollen.

Die Fragen der Initiative Kaiserplatz e.V.:

1.) Warum will die Stadt Aachen keine Umweltzone?

2.) Wenn von der Stadt Aachen die Rede ist, ist damit auch die Rede der Partei Grüne im Stadtrat?

3.) Welche Parteien vertreten diesen Standpunkt tatsächlich?