Wiedervorlage, 4. November 2015 | BREXIT – Die nächste Lunte für das Jahr 2016 glimmt und funkelt bereits…

In Großbritannien steht das Plebiszit über den weiteren Verbleib oder Austritt des Vereinigten Königreichs, „UK“ im Jahr 2016 an. Premierminister CAMERON und Schatzkanzler OSBORN – beide Etonians – folgen dabei der Tradition THATCHER´s Position von 1984, als sie postulierte: „I want my money back!“.

Da Cameron und Osborne sicherstellen wollen, in der EU zu bleiben, weil das nicht uninteressante Vorteile für das Land hat und sich beide noch an die Schottische Volksabstimmung sowie die katalanische Abstimmung erinnern, ist klar: es geht um beider Herren politischen Überlebens!

Die Konsequenz ist, „they must deliver“, um zu überleben. Dies zu schaffen bedeutet wiederum, substantielle, somit nicht unerhebliche Vorteile aus den Verhandlungen herausholen zu müssen, damit das Volk sagen wird „a good deal!“.

Dies wiederum hat die Konsequenz, dass aus der EU nicht zu marginalisierende Gegenleistungen zu erbringen sein werden, die auch ihr Preisschild haben und die zu bezahlen sein werden.

Das Szenario weiter ausgerollt, heißt das, Deutschland wird für den Deal blechen dürfen. Denn Frankreich mit seiner Arbeitslosigkeit, Spanien oder Schweden, sie aller werden ausrufen „sorry, but we would not like to accept your kind offer!“.

Sprich, Deutschland wird die „benefits“ von UK maßgeblich zu tragen haben. Das aber ist in Anbetracht der Dynamik, die sich seit Anfang September 2015 in der EU entwickelt hat, etwas, wofür die deutschen Steuerzahler wohl nicht mehr bereit sein werden, geradezustehen, sondern, sie werden erwarten, dass sich die Bundesregierung nicht, wie bei vielen Dingen, wenn „EU!“ gerufen wird, in Duckhaltung gehen wird, weil nämlich das vermeintliche Solidaritätsempfinden überstrapaziert wurde und wird.

Die Griechenlandkrise, die längst nicht zu Ende ist und die Regierung in Athen, die insofern profiiert, weil das Flüchtlingsdrama alles überschattet und die Handlungsfähigkeit der EU und der Regierungen überstrapaziert ist, könnte nach einer gewissen Zeit wie der „klatschende Kasper Kai“ die hiesige Politik erschrecken und seine Rechte Hand mit dem Handteller nach oben gerichtet unter die Nase der dann regierenden deutschen Bundesregierung halten. Des lieben Friedens willen, würde dann auch die Schatulle zähneknirschend geöffnet und geleert werden.

Man darf und muss sich mittlerweile die Frage stellen, wie denn die EU in den nächsten 1, 2, 3, 5, 10, 15, 20 und 30 Jahren aussehen könnte…

Und, wie sähe es aus, wenn die Bürger des Vereinten Königreichs ein kraftvolles NO! ausrufen, Großbritannien aus der EU austritt.

Wie steht Deutschland dann „da“?

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Wiedervorlage, 23. Okt. 2014 | Wir bitten um Entschuldigung. Denn wir haben uns geirrt!

Liebe Leserschaft,

wir haben uns mächtig geirrt. Denn, wenn man heute die Aachener Zeitung aufschlägt, springt einem der fiskalpolitische Horror wie ein hungriger und fauchender Puma ins Gesicht.

Deutlich früher als in dem Bürgernetzwerk prognostiziert, steht die Stadt Aachen vor dem Scherbenhaufen ihrer Politik. Da Kämmerin Grehling bereits für diesen Fall strategisch vorgesorgt hat – durch Korrespondenz und Handlung – wird jemand anderem der Nothaushalt auf die Füsse fallen. Solche Sicherheitsschuhe gibt es nicht, als dass die Zehen nicht zerquetscht werden würden.

Der Rat der Stadt Aachen sowie der Vorstadt der ASEAG.de sollte den Bürgern, die das Volksbegehren gegen die Campusbahn zum Erfolg geführt haben, tatsächlich dankbar sein, obsiegt zu haben.

Denn ansonsten könnte man sich an der Neuköllner Strasse wohl bald überlegen, den ÖPNV à la „Beer Bikes“ betreiben zu müssen. Stadt Diesel-Kraftstoff betriebener Busse, gäbe es ein Loch im Unterboden, damit die Antrittsleistung der Passagiere, die auf Sätteln säßen, auf die grossen Reifen der Busse übertragen werden könnte.

Eines ist klar: wäre die Campusbahn durchgekommen, dann wäre dies eine fiskalpolitische Kernschmelze für die Stadt Aachen geworden, die sich noch tiefer und länger andauernder durchgebrannt hätte.

Politik und Verwaltung: Nutzt das Wissen und Engagement der Bürgerschaft, die ihre Stadt voranbringen will, anstatt „closed shop Politik“ zu betreiben. Auf Kurz oder Lang kommt eh alles Raus.

Auch Bilder-Geschichten.

Heftige Kritig an EZB-Politik [Anm.: wenn es nicht schon zu spät ist…]

Man kann ein Volk auch systematisch in die Armut treiben, seine Wirtschaft schleifen, um dann alles auf dem globalen Markt verhökern – inklusive der Menschen, die, was die Kanzlerin MERKEL bei der kommenden Bundestagswahl vermeiden will -, das Thema Renten zum Brandherd werden zu lassen.

Nur, im Gegensatz zum Beamtentum, wird das untere Viertel bis untere Drittel der Bevölkerung, das arbeitet, im Alter als Bittsteller beim Amt anklopfen müssen, um Wohnung, Brot und Kleidung zu bekommen.

Das Rententhema MUSS ZWINGEND IN DEN BUNDESTAGSWAHLKAMPF 2017 getragen werden, weil sich eine soziale Erosion – durch die Einführung des EURO – etabliert hat, die selbst beim Vollzeitjob mit Mindestlohn zu einem Flächenbrand der Verelendung führen wird.

Die Kommunen, die heute noch meinen, das Thema Wohnen und Soziales „managenen“ (sofern klar ist, was der Begriff tatsächlich impliziert…), werden in nicht allzuferner Zukunft durch den rasant enger werdenden Wohungsmarkt vor schier unlösbaren Aufgaben stehen: Flächen für Wohnraum zu genehmigen und zig Millionen Euro mobilisieren zu müssen.

Der Euro ist das Schleusentor der fiskalpolitischen Enteignung schlechthin, weil er als nominales Destillat dessen, was (noch) als „Währung“ bezeichnet wird, keinesfalls auch nur ansatzweise die Realität der sehr stark variierenden Leistungsfähigkeit der eingebundenen Volkswirtschaften auch nur ansatzweise strukturell abbilden zu können.

Der Euro war und ist der absolut finanzpolische Coup der Gleichschaltung zum Zwecke der Gängelung und des Absaugens von Vermögen aus Deutschland zum Zwecke der Verteilung. Man braucht sich hierzu einzig die maßgeblichen volkswirtschaftlichen Kennzahlen der Mitgliedsstaaten anzusehen, um feststellen zu müssen, das der „Spread“, wie man in der Finanzwirtschaft auch sagt, der beteiligten nationalen Wirtschaften viel zu groß ist, um überhaupt nur im Entferntesten eine fiskalpolitische Kohärenz denkbar zu machen. „Möglich“, das ist eigentlich unmöglich. Es wird Zeit, dass über die Zukunft des Euros, bzw. dessen Rückabwicklung, respektive der Liquidierung gesprochen wird, um Geld und Volkswirtschaft wieder in die erforderliche Kohärenzbandbreite der elementar-funktionalen Kennzahlen zu bringen.

Ansonsten bleiben diejenigen, die in Deutschland arbeiten bis zu ihrem jüngsten Tage die Deppen, die gemolken werden:

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/heftige-kritik-an-draghi-und-der-ezb-deutsch-und-deutlich-ld.14689

Man sollte darüber nachdenken, einen „Neu-Euro“ als ersten fiskalpolitischen Schritt zu gestalten:

1.) Zwingend, somit unverzichtbar verbindliche, harte Kennzahlen

2.) Mitglieder nur aus Volkswirtschaften vergleichbarer p.c.-Leistungsfähigkeit

3.) Rigoroses und mandatorisches Sanktionssystem für die beteiligten Staaten

4.) Uneingeschränkte, supranationale, EZB-unabhängige Auditierung der Staaten zum Zwecke der Sicherstellung der Vergleichbarkeit nationalökonomischer Kennziffern

5.) Volksabstimmung in Deutschland, den Niederlanden und Österreich!