Aachen, Obdachlose, Verwahrlosung, Menschenwürde…

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Elend

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Über 90 Leerstände in Aachener Zentrum – Stimmung getrübt

In der Lokalausgabe der Aachener Zeitung vom heutigen Tage wird über die desolate Situation des Einzelhandels in Aachen berichtet – BITTE ZEITUNG KAUFEN ODER ORGANISIEREN!:

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/ueber-90-leerstaende-im-aachener-zentrum-1.1470312

Ja, es ist ein Trauerspiel. Denn zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil dieses Niedergangs hat die politische Klasse beigetragen. Genauer: das Geschäftesterben ist auch von ihr durch ihre „Stadtentwicklungspolitik“ zu verantworten. Im Grunde sieht niemand einen Unterschied in denkbaren „Konzepten“ im Spektrum von CDU, FDP, SPD, GRÜNEN. Die Piraten: abhaken, da versenkt.

Wir haben gestern, am Freitag wieder unsere Stadtbegehung gemacht: im Umfeld des Elisenbrunnens, plus 200 Meter, sind es drei Geschäfte, die offen ihre Schließung adressieren.

Gerade in Zeiten, in denen der „Internet-Handel“ nichts Neues, sondern Handelsalltag ist, müssen Leute in den Rat der Stadt Aachen, die jenseits von Ideologie sich für Aachen einsetzen. Mit Sachverstand, Offenheit und Unparteilichkeit. Mit der klaren Selbstverpflichtung, im Sinne der Stadt Aachen zu handeln.

Aber, wenn sich bei der nächsten Kommunalwahl nichts Bedeutendes ändern wird und die

„Aachener Einheitspartei SCHWARZROTGRÜNAACHEN

nicht tatsächlich „demontiert“ wird, um aus dem demokratisch verstümmelten Einheitsbrei herauszukommen, wird es der Geschäftswelt und der Bürgerschaft Achens so ergehen wie den Bürgersteigen: überall fehlen Steine, die Löcher werden größer und so mancher stolpert, legt sich auf die Nase, verletzt sich.

Infrastrukturell Aachen längst keine einladende städtische Zierde. Verwahrlosung aus welchen Gründen auch immer, ist das was Besucher allenthalben begleitet. Es wird rumgebettelt und angepöbelt. Es ist schmuddelig dreckig. Man muß zwingend gesenkten Hauptes „flanieren“, um sich bestmöglich vor Stürzen zu schützen. Seien es hochgehobene Platten, fehlende Pflastersteine oder auch graue Steinblöcke, die für Sehbehinderte eine Katastrophe sind, weil deren Kontrast gegenüber dem Umfeld zu klein ist. Letztere weiß man nach Aussagen von Sehbehinderten. Aber: die Stadt Aachen beharrt starrsinnig gegen Normen und Bauempfehlungen.

Zur Zeit muss man sagen – „Dank“ an die kleinkarierte „große Koalition“ und die zahnlos-opportunistische „Opposition“, so man die nicht regierenden Parteien umschreiben kann (s. Ratsbeschluß-Voten!) – haben Bürger und Geschäftsleute nicht viel zu erwarten. Man kennt sich, man liebt sich, man haßt sich – man übt den Schulterschluß des unteren Mittelmaßes, was man täglich sehen und erleben kann…

 

Polizeieinsatz, Krankenwagen – Kaiserplatz zur besten Sendezeit…

Ein Krankenwagen mit Polizeibegleitung war eine der Konsequenzen des Polizeieinsatzes am Kaiserplatz, der sich um die allerbeste Sendezeit – 20h15m – am Kaiserplatz abgespielt  hat.

Am berühmt berüchtigten Wartehäuschen der ASEAG am Reiterdenkmal könnte sich der Stress entzündet haben, weil dort der Krankenwagen zunächst stand. Die Situation war so gewesen, dass eines der Polizeifahrzeuge schnurstraks von der Wilhelmstraße mit Blaulicht kommend zum Krankenwagen raste.

Wenn seitens der Stadt Aachen insinnuiert wird, dass sich die Situation am Kaiserplatz doch verbessert habe, dann irrt sie gewaltig.

Wenn immer mehr Obdachlose in den Eingängen von Liegenschaften im Großraum um den Kaiserplatz in Schlafsäcken campieren, Touristen entsetzt über die Verwahrlosung  und das auch teil aggressive Betteln am hellichten Tage sind, dann sollte man sich doch einmal ernsthaft Gedanken darüber machen, was man vielleicht veränder sollte.

Die Verelendung und ihre Folgen, aber auch die Angst unter Touristen ist in verschiedenen Sprachen, aber auch Reaktionen zu erkennen. Von Erschütterung bis Ekel.

Die niederländische Zeitung „De Limburger“ hat sich, wie in der Ausgabe vom Freitag, 13. August 2016 zu erkennen, die umfangreiche Mühe gemacht, auch die Belange und die Beurteilung von Süchtigen anzuhören und darüber zu schreiben. Es wäre allerhöchste Zeit für alle diejenigen in den Führungsetagen, die sich mit der Frage des Suchtmanagements in und für Aachen befassen, damit also ihren Lebensunterhalt verdienen, von den Kirchen, dem Staat und den Sozialträgern finanziert werden, zu überprüfen, ob sie nocht zeitgemäß handeln.

Weiterhin darauf beharren zu wollen – wie das im Artikel zu lesen war – den Kaiserplatz und das weiträumig marodisierte Umfeld im Grunde wie bisher „managen“ zu wollen, wird unabwendbar zu einer immer stärker führenden Erosion der wirtschaftlichen Basis des Handels führen.

Denn: welche Touristen und Einkaufstouristen sollen so verrückt sein, ihre heute immer knapper gewordene Erholungszeit in einem Umfeld von  Verelendung, Verwahrlosung, menschlich massivsten, schmerzenden Elend, aber auch Kriminalität, die auch Körperverletzung als Risiko nicht ausschließt, verbringen zu wollen.

Zwei Reaktionen sind immer häufiger zu beobachten:

1. ) Handtaschen werden vom Ellebogen an den Körper gepresst

2.) Menschen schauen sich ihr direktes Umfeld aktiv an. Sie „scannen“ gewissermaßen ihr Umfeld.

Bei rund 3.000 Schwerstabhängigen in der Stadt Aachen, die aber von der Städteregion Aachen letztlich „gemanaged“ werden, sollte sich die politische Spitze Aachens ernsthaft überlegen, ob sie – für eine viertel Million Bürger Aachens stehend – dem Städteregionsrat ETSCHENBERG, dem das Gesundheitsamt bei der Städteregion Aachen unsterstellt ist, proportional rund 1.500 Schwerstabhängige in die Städteregion übergibt. Denn gerade die Kleinteiligkeit von Kommunen erlaubt es, die Anonymität besser aufbrechen zu können.

Die frühere Drogenberatung in Eschweiler, die sehr klar geführt worden ist, belegte, dass Hilfe und Umfeld sehr wohl funktionieren können – wenn man es will und, wenn man es kann…

Wenn weiterhin nach einer halben Menschengeneration das Desolate, das Elend, die Kriminalität, die Verwahrlosung Charakteristika der Stadt Aachen beeinflußen, dann fragen sich Bürger, Touristen und Unternehmer, ob all das wirklich so im Sinne aller ist, oder nicht?

 

Es reicht! Entwürdigende Verwahrlosung in Aachen auf Vormarsch | Tourist Information | Impressionen…

Elend, mangelnde Betreuung und Verelendung sind die Kettenglieder einer Abwärtsspirale für die Stadt Aachen. In letzter Konsequenz kriminalitätsfördernd.

Viele Junkies und Alkoholiker hängen immer mehr in ihrem bedauernswerten Elend herum. Würdelos sich selbst überlassen. Es ist zweifelsohne ein massives und abzulehnendes menschliches Elend und für die Stadt Aachen absolut keine Visitenkarte.

Hinzu kommt, dass es nicht nur eine Frage der „visuellen Empfindung“ und „Wahrnehmung“ ist, sondern auch die berechtigte Sorge, Opfer einer Straftat zu werden. Wenn Frauen und Senioren nach Eintritt der Dunkelheit nicht mehr das Haus verlassen, weil sie Angst haben, Opfer eines Überfalls, somit einer Gewalttat zu werden, so ist das keine „interpretationsfähige“ Auslegung oder ein „subjektives Angstempfinden“, sondern vielmehr und in aller Deutlichkeit der Beweis dafür, dass die Stadt Aachen die gesellschaftlichen Probleme mit all ihren Konsequenzen unzureichend bewirtschaftet.

Bei Einbrüchen geben sich die Kriminellen in Aachen die Klinke in die Hand. Sachen werden zerstört, verursachen Schäden. Irgendwann fliegt ein Geschäftsmann, wenn ihm seine Tür oder seine Schaufensterscheibe für tausende Euro zerschlagen worden ist, aus der Versicherung heraus.

Die Folge ist in solchen Fällen klar, dass beim nächsten Glasbruch der Laden gleich dichtzumachen ist. Mehrere Monate Arbeit durch einen Steinwurf oder ein anderes „Tatwerkzeug“ lösen sich dann in Wohlgefallen und massivem persönlichen Schaden aus.

Es hängt immer mehr Leuten – zu denen auch Besucher gehören, die sich bei zufälligen Gesprächen erschrocken zeigen – zum Hals heraus, mit welcher Gleichgültigkeit und Ignoranz die Verwahrlosung und auch die Schädigung der städtischen Infrastruktur gebilligt wird.

Da brauchen sich die „etablierten Parteien“ doch nicht wundern, wenn sie ihre Wählerschaft verlieren und die sich mit ihrem Stimmzettel für eine „harte Hand“ entscheiden. Es wird von der Politik einfach zu gerne weggeschaut, um sich nicht mit den Politikgeschäften befassen zu müssen, die Arbeit, Ärger und Anstrengung bedeuten.

Wie Mehltau hat sich über Aachen, wie auch das politische Berlin das Konstrukt der Großen Koalition gelegt. Große Koalition hier, große Koaliton dort. Die Verteidigung des kleinsten gemeinsamen Nenners aus dem jeweiligen Schützengraben der Politik heraus. Geplänkel, statt politische „Auseinandersetzung“, die zur Klärung für politische Entscheidungen unerläßlich ist.

Jede Menge faule Kompromisse und unklare Linie, die man mit dem „wenig zielführende Ideen!“ versehen muß. Die Angst, durch die Benennung und die Bearbeitung von politischen Amtsgeschäften in der großen Koalition, Nachteile zu erleiden oder „politische Rabattmarken zu sammeln“, die dann zum richtigen Zeitpunkt von einer Partei mit einem fiesen Grinsen eingelöst werden, führt zu einer Lethargie.

Oder besser zu einer politischen Anämie, deren pathologische Konsequenzen Ideenarmut, Antriebsschwäche, Gereiztheit sind, die dennoch letztlich zum politischen Exitus führt, wenn das Ruder nicht herumgerissen wird und Verbindlichkeit gepflegt wird.

Wie unkalkulierbar Wähler, bzw. „das Volk“ / „die Völker“ reagieren können, das erlebt man am Brenner: innerhalb von circa zwei Wochen ist die Lage dort soweit eskaliert, dass man wahrscheinlich den Brenner nicht mehr wegen der Flüchtlinge schließen muss, sondern vielmehr wegen der Scharmützel zwischen Tirolern und Süd-Tirolern.

Dann ist, sarkastisch formuliert, das Lied „ich kauf mir einen Tiroler-Hut“, ein alter Hut, der nämlich bildlich gesprochen durch Helme ersetzt werden muss.

Der Brenner zeigt in sehr eindringlicher und mahnender Weise, dass es wohl zum Wesen der Politik und des politischen Selbstverständnisses gehört, sich so lange hinter seinen Urpositionen zu verschanzen, bis die – Entschuldigung – „politische Kacke mächtig am Dampfen ist“. Dann jault man auf, wie es denn zu dieser Eskalation kommen konnte, dieser Vertrauensverlust so schnell Fuß faßte und das ganze Politikergewäsch der Sorgenbekundungen, weil man nicht rechtzeitig offenen Ohrs auf die Leute gehört und sie ernstgenommen hat.

Für die Stadt Aachen bedeutet die immer mehr grassierende Verwahrlosung, dass sie endlich dafür Sorge tragen muß, wieder ein eigenständiges Gesundheitsamt zu haben, um in Sachen sozialer Handlungskompetenz auf kommunaler Ebene tatsächlich handlungsfähig zu sein.

So, wie es jetzt läuft, muß man sagen, geht es nicht weiter. Denn, wenn durch die Ansiedlung des Gesundheitswesens ausschließlich bei der Städteregion Aachen die offensichtliche Erkenntnis greift, dass Aachen als Kompetenzzentrum sozialer Probleme gesehen wird, dann sollte sich die Aachener Politik einmal besinnen und auf Solidarität in Richtung Zollernstraße in Aachen pochen. Sprich, sicherstellen, dass qua organisatorischer Veränderungen bei der Trägerschaft und der LVR, die maßgeblich für Zuweisungen zuständig ist, ein angemessener Ausgleich erfolgt.

Aber, Amtsführung ist bekanntermaßen immer mit Persönlichkeiten verbunden. Hier muß man im Sinne der Stadt Aachen sagen, ist es erforderlich nicht nur auf den Tisch zu hauen und zu monieren, sondern politischen Handlungszwang zu bewirken, um zu vermeiden, dass sich bei anstehenden Wahlen irgendwelche Außenseiter positionieren.

Auch sollte endlich darüber nachgedacht werden, die große Koalition in Aachen offiziell dranzugeben und über das System der wechselnden Mehrheiten die Stadt Aachen zu führen. Das hat dann nämlich den Nutzen, dass mehr Ideen diskutiert und beleuchtet werden, die dann parteiunabhängig entschieden werden.

Aber, vor freien Gedanken scheint die Aachener Politik mächtig viel Angst zu haben, denn ansonsten handelte sich auch im Sinne Aachens, was aber bei dem immer offensichtlicher werdenden „Kommunal-Karies“ faßbarer wird.

Junkies hängen verlassen in Hauseingängen herum, vereleden und verwahrlosen sozial. Andauernd werden in Aachen Fenster und Türen von Geschäften zerstört. Die Kriminalität verängstigt Frauen und Senioren immer mehr, so dass nun, durch das Frühjahr und den Sommer die "Bürger-Ausgangszeiten" verlängert sind. Viele Menschen trauen sich nämlich nicht mehr bei Dunkelheit aus dem Hause. Das ist eine Einschränkung der Bürgerrechte, dass sich nämlich ein Mensch frei bewegen können müssen darf!

Junkies hängen verlassen in Hauseingängen herum, vereleden und verwahrlosen sozial.
Andauernd werden in Aachen Fenster und Türen von Geschäften zerstört.
Die Kriminalität verängstigt Frauen und Senioren immer mehr, so dass nun, durch das Frühjahr und den Sommer die „Bürger-Ausgangszeiten“ verlängert sind.
Viele Menschen trauen sich nämlich nicht mehr bei Dunkelheit aus dem Hause. Das ist eine Einschränkung der Bürgerrechte, dass sich nämlich ein Mensch frei bewegen können müssen darf!

DSCN4785 Aachen verwahrlost immer mehr