Feinstaubmessstation – bei Rot kein Stau

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Feinstaubmessstation - bei Rot kein Stau

Nachdem die Feinstaubwerte vor Kurzem an der Wilhelmstraße hochgeschossen sind, hat sich wohl die Ampelschaltung auf eine neue Art und Weise verändert.
Nun sieht es nämlich so aus, dass bei Rot an der Ampel Wilhelmstraße/Ecke Gottfriedstraße, bergauf nur noch ganz wenige Autos stehen.
Wenn die Ampel dann auf Grün schaltet, dann sind sie zügig weg, im darüber liegenden Abschnitt.
Die Logik hinter der Ampelschaltung könnte sein, vielleicht vermeiden zu wollen, dass zu viele Fahrzeuge bei Rot in der Nähe des Mess-Containers für Feinstaub stehen, die dann ordentlich Gas geben, „um noch rüberzukommen“. Wer einmal Verbrauchsmessungen für eine Bergaufbeschleunigung analysiert hat, wird feststellen, dass für die kurze Zeit der Kraftstoffverbrauch durchaus auf über 20 Liter / 100km steigen kann. Bei einfach mal angenommenen 5.000 Autos pro Tag und 300 Arbeitstagen kommen da so einige beherzte Starts zusammen. Und immer muss es aus der Abgasanlage raus und bläst auch noch sinnigerweise in Richtung Container… Clever, clever könnte man sagen, wenn das so wäre;-)

Ist die Bahn nämlich frei, rollen die Autos vom Adalbertsteinweg für eine gewisse Zeit in die freie Bahn und flutschen durch.
Am Kaiserplatz aus Richtung Heinrichsallee, da staut es sich ordentlich.

An der Kreuzung Wilhelmstraße/Ecke Gottfriedstraße, lohnt es sich, eine so genannte „Multimomentaufnahme“ vorzunehmen und sich die Situation über eine längere Weile während der Aachener Rush-Hour anzusehen.

Die Grüne Welle im Verkehr hat, wie man sieht, schon seinen Wert.
Man darf gespannt sein, was denn passieren wird, wenn Scharen von Konsumenten ab 2016 von außerhalb sehr gezielt den Kaiserplatz ansteuern.

Was würde geschehen, wenn Aachen eine Umweltzone mit Grüner Plakette bekäme…?

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Wiedervorlage | Umweltzone: Aachener Umweltamt verkauft Bürger für dumm!

Der lokale Aufmacher der Aachener Zeitung vom heutigen Tage ist das sich Echauffieren des Umweltamtes der Stadt Aachen in Bezug auf die Wirkungslosigkeit der am 1. Februar 2016 eingeführten Umweltzone.

Vorab: allen Interessierten sei an dieser Stelle die Kontaktaufnahme mit dem http://www.lanuv.nrw.de empfohlen. Das ist die „oberste Umweltbehörde“ in NRW.

Bevor nämlich in Aachen die Umweltzone ausgerollt worden ist, ist vom – Fachleuten bekannten – LANUV eine ausführliche, amtliche (logisch…) Untersuchung vorgenommen worden. Eine, bei der objektiv und damit gerichtsfest GEMESSEN worden ist.

So auch am unteren Teil des Adalbersteinwegs. Die Fachleute des Umweltamtes, die nun daherkommen und monieren, dass die Umweltzone nichts brächte, sollten zwei wichtige Stellen anlaufen und sie ins Gebet nehmen, weil dann nämlich der Hauptverschmutzer Aachens, die ASEAG, das städtische Busunternehmen ins Rampenlicht rückt.

Denn: die amtliche Studie des LANUV weist als Grundlage der Einführung der Umweltzone in Aachen aus, dass gerade der

ÖPNV der größte Luftverpester in Aachen

ist! Ja, Sie haben richtig gelesen! Wenn Sie beim LANUV in Recklinghausen anrufen – Telefon:

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV)
Leibnizstr. 10, 45659 Recklinghausen,

Telefon: +49 (0)2361 305-0

Telefax: +49 (0)2361 305-3215, e-mail:  poststelle(at)lanuv.nrw.de, Ust.-ID: DE 126 352 455

Das LANUV ist dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW nachgeordnet und wird vertreten durch den Präsidenten Dr. Thomas Delschen.

und vor allem die Messwerte vor ORT unter der Webadresse:

http://www.uvo.nrw.de/

abrufen, ergibt sich ein seitens des Umweltamtes der Stadt zwingend zu revidierendes Urteil. Anstatt über 10 Millionen Euro für die „Radfahrer-Highway“ nach Heerlen  „locker zu machen“, der nur für einen kleinen Teil der Bürgerschaft von Nutzen ist und gebraucht wird, hätte man rund 40 nagelneue Busse mit modernsten Abgasreinigungssystem anschaffen können.

Und, es kommt noch etwas hinzu: dadurch, dass man Wirtschaftsbilanzen/Jahresabschlüsse dadurch verbessern kann, in dem man letztlich bilanzstrukturell funktional identische Posten durch eine bilanziell-unternehmerische Restrukturierung „dynamisieren“ kann, kommt es dazu, dass nicht wenige Seelenverkäufer ohne EURO 4 gesichtet worden sind, in denen mehr als 9 Menschen ordnungsgemäß sitzend und stehend fahren dürfen.

Die Messstelle, die wesentlich für die Beurteilung der Luftbelastung ist, befindet sich auf dem Adalbertsteinweg zwischen Einmündung Ottostraße und Heinrichsallee auf der Seite der Sparkasse. Grob in dem Bereich eines Textilhandels.

Wen es interessiert, eine in-situ-Inaugenscheinnahme vornehmen zu wollen: bitte suchen Sie nach dem Laternenmast, an dem in ca. 2,5 Metern höhe ein weißer „Messbecher“ montiert ist. Dieser aggregiert die auf ihn „einwirkenden“, messtechnisch relevanten Stoffe.

Seine funktionsweise – amtlich anerkannt – ist kummulativ. Das heißt, über einen bestimmten, rechtlich festgelegten, somit umweltchemisch korrekten Zeitraum hinweg, wird der Messbecher durch die – für ihn – „Immissionen“ quasi „abgefüllt“. Nach einer festgelegten Zeit, wird der Meßbecher amtlich entfernt und dann amtlich im Fachlabor ausgewertet. Das führt dann zu der amtlichen Fesstellung von Schadstoffen in der Luft, die durch diesen Becher aufgenommen worden sind.

Da aber die Leute vom Umweltamt selbst nicht in dem Viertel wohnen, sondern in Bereichen der besser von frischer Luft durchspülten Stadtbereiche leben, fehlt ihnen die persönliche Kenntnis und Erfahrung der Umstände, was es nämlich heißt, durch die vielen stinkenden und lärmenden Busse vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein dröhnend belästigt zu werden.

Das Umweltamt der Stadt Aachen sollte einmal ideologiefrei und neutral ausrechnen, wie hoch die so genannten „pro-Kopf-und-pro-Kilometer-Emissionen“ einer Person im Bus und in einem modernen Pkw sind. Und vor allem auch, sich mal um die Menschen im tiefen Tal um den Kaiserplatz kümmern.

Und das hieße nämlich auch: endlich dafür zu sorgen, den Verkehr NICHT physikalisch wie auch ideologisch auszubremsen, sondern darauf zu achten, die Grüne Welle – aber bitte nicht in Bezug auf die Grüne Partei !!! denn gerade der haben die Menschen hier die dicke Luft zu verdanken – zu forcieren.

Denn, wer im Physikunterricht nicht geschlafen hat oder, ihn beim Abi nicht abgewählt hat, wird wissen, dass dann der spezifische Verbrauch eines Fahrzeugs ohne weiteres um 100 % bis 200 % zunehmen kann. Kummulierend bedeutet das über ein Jahr eine nicht zu vernachlässigende Menge unnötig verursachter Emissionen.

Auch wäre es erkenntnisfördernd, die Gelegenheit zu nutzen, an einer Haltestelle – z.B. „Scheibenstraße“ oder „Heinrichsallee“ – bei anhaltenden Bussen das Heck dieser Fahrzeuge aufzusuchen, um dann in den anschaulichen Genuss der vor einem erscheinenden russigen Abgase kommen zu können. Dann im Vergleich dazu, sich neben einen LKW zu stellen – z.B. modernen Sattelzug mit 25 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht – und dann dort denselben „Lungenzug“ zu nehmen.

Wer das einmal getan hat,  wird feststellen, warum man in der Innenstadt in Sachen Grünem Umweltamt nur Rot sieht und sehen kann!

Denn im Sinne der Ökologie und der ehrlichen Verbesserung der Umweltbedingungen sieht man nicht nur schwarz, sondern, man kann förmlich das Schwarz auf der Zunge spüren, wenn Windstille ist und man vom Pech getroffen ist, hinter einem antiken Abgassystem ohne den Schutz einer Klimaanalage im Auto auf einem Fahrrad sitzen zu müssen und sich seine Lunge – Entschuldigung – auskotzen zu müssen.

Das hat was von Kintop der frühen 1920er Jahre, als die Bilder schon laufen lernten und es zum schallenden Gelächter im Dorfkino führte, wenn jemand im rußgeschwärztem Gesicht zum Gespött geworden aus einer tragischen Situation entkam.

Allerdings, zum Leidwesen des Kaiserplatzbereiches und der wetieren Kessellage bis zu Elisenbrunnen, muss man sagen, dass man im Gegensatz zu den Werken der Früh-Cienasten nicht mit Theaterschwärze geschminkt wird, die man abwaschen kann,  sondern bis in die allerletzte Alviole zugerußt wird.

Kennt das Aachener Umweltamt die Statistik des LANUV? Denn darin steht geschrieben, dass der private Verkehr mit 22% – gegenüber 27% ÖPNV – an den Emissionen beteiligt ist.

Was aber auch hellhörig machen sollte, das ist der Betrieb der vornehmlich Euregiobahn, die Diesel-angetrieben auf den Schienen fährt. Was hier umweltmedizinisch übrigens interessant wäre, medizinisch-umwelthygienisch-epedemiologisch amtlich zu untersuchen, das ist die Frage, welche Auswirkungen die Diesel-Emissionen eigentlich auf das Umfeld um den Schienenweg hat. Genannt seien hier nur alleine schon die Fensterseite am Luisenhospital, von der man aus auf die Schienen blickt. Oder, die Anwohnerschaft an der Weberstraße, dem Reichsweg etc.

Hier schlagen gemäß LANUV alleine schon 1% zu Buche.

Was hier von realstatistischer Relevanz ist, das die Frage der Kapazität / Personenkilometer und der spezifischen Emissionen.

Im Bereich des Güterverkehrs auf der Straße ist man übrigens auch schon viel weiter: bei neuen Rasthöfen an den Autobahnen wird für die Stellplätze der Nutzfahrzeuge möglichst eine Distanz realisiert, die außerhalb des „Emissions- und Lärmtunnels“ liegt.

Hat das Umweltamt der Stadt Aachen im Sinne des Bevölkerungsschutzes an den Bahnstrecken, die an bewohntem Gebiet vorbeiführen eigentlich auch schonmal die Emissionen/Immissionen gemäß normgerechter – messtechnischer – Erfassung gesetzeskonform realisiert?

Mutmaßlich nicht, denn dann würde heute etwas anderes in der Zeitung stehen…

Objektivität ist einzig Massstab nachhaltigen Amtshandelns. Nic ht mehr, nicht weniger!

 

Lärmschutz Kinderleicht | Die „Mitmachbroschüre“ für kinderleichten Umgang mit Lärm

Es solle niemand sagen können – und vor allem dürfen – das Thema Lärm nicht „durchdringen“ zu können, weil es doch so schwer ist.

Hier eine Broschüre für die Aachener Politik und Verwaltungsspitze, sich mit dem Thema Lärm vertraut zu machen. Es liegt auf „Wiedervorlage“ der Bürgerschaft. Wann der Termin ist, das wird sich „ergeben“.

In jedem Falle besteht „zwingende politische Lesepflicht“

http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/akustik-laerm-eine-mitmachbroschuere-fuer-kinder-0

Dass die Stadt Aachen tunlichst von der Klage gegen die Umweltzone Abstand nehmen sollte, zeigt DIE WELT

Die wie versessen gegen die Umweltzzone klagen wollenden Aachener Politiker und Administratoren, könnten sehr gut beraten sein, heut DIE WELT zu lesen.

Drei mal so viele Menschen stürben hierzulande an den Folgen des Feinstaubs wie durch Verkehrsunfälle. Wer „Ampel“, „Abgase“, „eingenebelt“ bei http://www.welt.de eingibt, sollte auf den Artikel stoßen.

Im Umkehrschluß könnte bei einer weiterhin politisch halsstarrischen Positionen gegen die Umweltzone in Aachen – und damit sogar gegen die Bezirksregierung sowie das LANUV.nrw.de, die durch „politischen Ungehorsam“ aus Aachen desavouiert werden – wohl damit zu rechnen sein, dass die Quittung in Form einer Strafanzeige wegen Körperverletzung erfolgten können dürfte…