Tihange wird wegen der deutschen Energiewende am Netz bleiben

Tihange soll unverzüglich abgeschaltet werden, ist die Forderung in Nordrhein-Westfalen und in Aachen. In selbenem Schulterschluß wird mobilisiert.

Nur, das wird alles in den nächsten Jahren ins Leere laufen!

Dies, da Deutschland die Welt mit seiner Energiewende beglücken mußte.

Das Fundament der Stromversorgung ist der so genannte „Grundlastbetrieb“. Wie ein Überseedampfer stampfen die Kraftwerke immer bei konstanter Leistung. Komme, was wolle. Solche Dampfer fahren typischerweise im Megawatt-Bereich. Sie sind die Garanten dafür, dass der Takt des elektrischen Stroms zuverlässig eingehalten wird und nicht aus dem Ruder geht:

Netzsicherheit bedeutet 50 Hz einhalten zu müssen

+/- 200 mHz,

also 0,2 Hz darf die Netzfrequenz nur schwanken

Die Leistungsklasse ist und bleibt regelungstechnisch der Taktgeber. Man kann es so sagen, sie bringen die Masse in das Netz, damit es nicht zappelt. Oder: ein Blauwal pflügt durch die See und plötzlich stößt ein Einhandsegler mit seinem Schwert gegen seine Rückenflosse: Der Wahl zuckt kurz und zieht weiter.

Wäre es ein Delphin, dann ginge es ihm richtig schlecht.

Wäre es eine Makrele, so würde der Blauwahl sie nicht einmal als leichtes Jucken spüren…

Darüber hat nämlich die Mathematik der physischen Umsetzung ihr Korsett übergestülpt, aus dem auch nicht die Kanzlerin Merkel, Ministerpräsidentin Kraft oder, irgenwelche Lokalverantwortlichen raus kommen können…

Das bedeutet, über dem Grundlastbereich liegt der Mittellastbereich. Hier werden vermeintlich „kleinere“ Kraftwerke mit dennoch nicht geringer Leistung eingesetzt, die ordentliche Leistung einspeisen können. Aber, es dauert auch eine Zeit, sie müssen angemeldet, eingeplant und eingereiht werden.

Dann kommen die „Feuerwehrkraftwerke“, die verbrennungstechnisch sauberen Gasturbinen, die auf Grund ihrer Konstruktion im Stande sind, pro Minute 1 Mega-Watt Leistung mehr einspeisen zu können.

Rechenaufgabe für die 4-Klässler in „unserer“ Politiker-Kaste:

Wir haben nur eine Gasturbine und wir müssen 50 Mega-Watt Leistung einspeisen.

Frage: wie lange brauchen wir, damit unsere Turbine das schafft?

„Richtig, Amanda! Du bist so blitzgescheit, es sind 50 Minuten, bis unsere kommunale Gasturbine, die schön warmgehalten werden muss, soll sie betriebsbereit sein, die 50 Mega-Watt einzuspeisen vermag!“.

Die Lehrerin testet die blitzgescheite Amanda weiter aus, weil sie meint, sie dürfte für das Gymnasium geeignet sein:

„Amanda, sag mal, wie viele Gasturbinen müssen wir kaufen, wenn ein großes Kraftwerk mit 1 Mega-Watt Grundlast ausgetauscht werden soll?“

Amanda, die Blitzgescheite: „Zwanzig [20], denn 1.000 Mega-Watt sind ein Giga-Watt und wenn man das durch 50 Mega-Watt teilt, kommt man auf 20 solcher Turbinen!“.

Bingo!

Da aber die Netzregelung dankenswerterweise nicht in Berlin und nicht in Düsseldorf und nicht von Politikern oder Teilen der Verwaltung geregelt werden kann, sondern qualifizierte „Anlagenführer“ sicherstellen, dass im Aachener Rathaus das Licht der RheinEnergie aus Köln – und komischerweise nicht das der STAWAG das Oberbürgermeister-Büro erhellt – nutzen kann, sollte es langsam allen Dämmeren, dass „Höheres“ den Takt gibt.

„Höheres“ heißt letztlich, daß die Höhere Mathematik und deren Anwendung bei der Strom-Infrastruktur den Takt angibt und nicht irgendwelche Politiker, die absolut keine Ahnung davon haben, wie das System des Netzes physikalilsch funktioniert, aber den Mund auftun, um zu sagen, wie es richtig gehen solle.

Sie sollten sich den Belgischen „Netz-Mix“ anschauen, bevor sie suggerieren, etwas an Tihange oder Doel ändern zu können. Denn, wenn zwei Nuklearreaktoren in den Ruhestand gesetzt werden, dann gehen rund 2.000 bis 3.000 Mega-Watt aus der Grundlastabdeckung heraus.

Diese müssen aber kompensiert werden – Strom fließt bekanntermaßen nur dann, wenn er „gebraucht“, sprich, seine Leistung physikalisch gewandelt wird… – und wenn dann eben keine Kohlekraftwerke für die Grundlast gegeben sind, dann muß vom Belgischen Netzbetreiber die Antwort gegeben werden, „Woher nehmen, wenn nicht zaubern?“.

So bitter, wie es ist und so falsch die dumm organisierte Verteilung der Jod-Tabletten ist – nämlich erst nach dem Katastrophenalarm die Verteilung der Tabletten freizugeben und das Chaos dann aber sich richtig zu befuern – die ganze Tihange- und Doel-Debatte – ohne die Beurteilung der Erzeugung und Endlagerung selbst, also nur die Sicherstellung des Netzes – ist letztendlich nur ein kollektives Erlebnis, bei dem Politik und Verwaltungen sich auf die hohen Rösser setzen, ihre Standesfahnen heben und ins Diskussionsgefecht ziehen. Wie dereinst die Heerführer der Kavalerie, die den Menschen eine bessere Zukunft versprachen,  um mit ins Feld zu ziehen. Sie lagen zumeist irgendwann in großen Anteilen in einem Graben oder Erdloch…

Und all das passt zu dem Zitat der Kultusministerin, Frau Professor WANKA in Bezug zu der Rechtschreibereform:

„Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.“

Und so sei der Sonntag mit den Worten gegrüst:

„Du hast keine Chance, also nutze Sie!“

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Volksabstimmung zu Atomkraftwerken in der Schweiz am 27.11.2016

Hier finden Sie verschiedene Bürgerinformationen für Schweizer, die auch auf Deutschland bezogen, nicht uninteressant sein könnten. Stichwort „Atomenergie“ und Abstimmung Ende November:

https://www.ch.ch/de

Tihange – für den Forschungsstandort Aachen ein statistisches Risiko

Man muß die Logik und Statistik bemühen, um zu dieser Aussage zu kommen. Denn, wenn das statistische Risiko einer Tihange-Havarie ungleich Null ist (inkl. der Annahme, dass in dem Falle der Wind genau gegen Aachen bläst), dann ist auch der Forschungsstandort Aachen im Grund für immer und ewig abzuschreiben.

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2016/10/30/reaktorhavarie-tihange-behoerdenkommunikation-deutschlandfunk-sendebeitrag/

Denn: durch die in der Diskussion um die Unbewohnbarkeit gem. Deutschlandfunk zu bewerten, ist die Handlungskonsequenz für Aachen, daß Institutionen und Unternehmen im Sinne professionellen Risikomanagements bei Forschungs- und Industrieprojekten, die Risiken abwägen und v.a. bei Neuprojekten Regionen und Orte nach Kriterien des Risikomanagements aussuchen könnten. Erdbeben, Stürme, Hochwasser etc. gehört in den Katalog der Standortgrausamkeiten, die Standortförderer unverzichtbar bearbeiten müssen. Auch, im Rahmen ihrer Pläne – sofern möglich – zu kompensieren haben.

Da aber ionisierende Strahlung schlimmer als jede Flut, jeder Sturm und jede Insektenplage biblischen Ausmaßes ist, wie man in Fukushima und Tschernobil mit dem Geiger-Zähler messen kann, ist klar, schönreden kann es nicht geben.

Um Aachen nicht mit seiner „Kehle“ an das Messer des Standortwettbewerbs  zu führen – rein statistisch bewertet – sind die Stadt Aachen und die Städteregion Aachen mit dem Land NRW und der Bundesregierung gezwungen, unverzüglich transnational agieren zu müssen.

Hier ist dann Herr Oberbürgermeister Marcel Philipp gefordert, der seinen Parteikollegen Armin LASCHET, der in Berlin sein Regierungsbüro hat, anzufeuern, eine Motion in Gang zu setzen, die transnational Verhandlungen mit Belgien vorsieht.

Da Aachen noch seinen zweiten hochpolitischen Standortvorteil vom anderen Ende des politischen Spektrums mit europäischer Durchschlagskraft und Macht hat – Herr Präsidenten Martin SCHULZ, der sogar als MERKEL-Erbe der SPD nicht ausgeschloßen worden ist, ist klar, dass die beiden Städteregion Aachen Protagonisten aktiv werden müssen.

Und da hilft nicht, mit Eloquenz vor Kameras in die akustischen Lutscher zu blubbern, sondern aufzustehen, die Institutionen Europas und der Staaten auf Trab zu bringen. Da man mutmaßlich auf Grund des Baujahrs von Tihange kein angemessenes technolgisches Refurbishment mehr realisieren können dürfte, müssen die beiden halt herzhaft in den sauren europapolitischen Apfel beißen und mit Oberbürgermeister Marcel PHILIPP endlich Zähne in Brüssel zeigen. So oder so, denn Brüssel ist nunmal die Anlaufstelle der belgischen wie auch europäischen Regierung, um es mal so, lari fari zu subsummieren.

Nur „Mulle“ und nicht wirklich den Herd unter den politischen Töpfen anzufeuern, das wäre politische Feigheit gegen das Volk – inklusive der Ostbelgier und Südlimburger – die sich unter strahlender Zukunft wohl auch etwas anderes vorstellen. Aber, das ist ein anderes Thema, nämlich der erfolgreichen Standort-, somit Wirtschaftspolitik.

Weglächeln kann man die ganze Sache nicht von Aachen aus.

Die Oberpolitiker der Region müssen nun einmal, wenn sie es ehrlich meinen, wenn es um Tihange geht, aufstehen, sich anlegen und durchaus das politische Panoptikum mal aufmischen.

Entweder will man Tihange politisch nicht – dann sollen alle Verantwortlichen, die wiedergewählt werden wollen, von ihren Sitzkissen aufstehen – oder, wenn sie nicht willens sind, sagen „Sorry, wir sehen die statistischen Risiken statistisch so vernachlässigbar, dass es ehrlich müßig ist, hier seine Energie einzubringen. Wir strahlen auch ohne Tihange. In die Kameras des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks!“.

Rumeiern gilt nicht – Handeln zählt. Also ist es unverzichtbar, dass die Aachener Polit-Triade LASCHET-SCHULZ-PHILIPP das „Aachener Manifest 2016“ auf den Weg bringen.

Für die reichlich rundgelaufene, konturlos gewordene, weichspülerische Aachener CDU, die bei den nächsten Wahlen auf Grund ihres weniger erkennbareren und nicht richtig faßbaren Profils in der Defensive wiederfinden dürfte, sollte eigentlich der Kampfesgeist für Aachen, die Städteregion und NRW entbrennen!

Mit Mut und vor allem dem Versuch, es mit politischer Ehrlichkeit über Parteigrenzen hinweg zu substantiieren, qualifizieren und so ein Signal zu setzen.

Aber, da fehlt wahrscheinlich die Energie, Kraft und Weitsicht, so etwas wie ein paneuropäisches Fanal auszusenden. Gäbe es Kaiser Karl, der heute ein gebürtiger Belgier wäre, er hätte mit seinem Macht- und Politikinstinkt mit absoluter Sicherheit sein Ross und seinen Tross mobilisiert, um ein meritenreiches staatspolitisches Projekt durchzusetzen.

Anstatt dessen, geht die heutige politische Elite eben Himeeren im Öcher Bösch pflücken und redet einfach nur zu viel über den Protest, nicht aber das eigene, belegbare Tun…

Schönen, strahlenden Sonnensonntag dann noch!

 

 

Reaktorhavarie Tihange, Behördenkommunikation, Deutschlandfunk Sendebeitrag

Geschätzte Leserschaft,

der Deutschlandfunk hat dieses Gespräch gesendet, daß Sie sich /Du Dir unbedingt anhören mußt, um sich eine eigene Meinung bilden zu können:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2016/10/30/potentielle-folgen-des-tihange-reaktor-unfalls-deutschlandfunk-tihange-aachen-und-die-volksverdummung/

Potentielle Folgen des TIHANGE-REAKTOR-UNFALLS – Deutschlandfunk – Tihange, Aachen und die Volksverdummung

Das Kernkraftwerk TIHANGE ist in aller Munde. Die Jod-Tabletten sollen dummerweise erst nach einem Alarm verteilt werden, was totaler Schwachsinn ist. Man muss sich fragen, ob überhaupt noch rational gedacht und behördlich gehandelt wird.

Der Deutschlandfunk hat sich des Themas Tihange angenommen und Sie sollten / Du mögest Dir bitte unbedingt die Zeit nehmen, diesen Beitrag anzuhören, um Dir ein Bild der Staatskommunikation zu bilden:

http://www.deutschlandfunk.de/tihange-2-potentielle-folgen-eines-belgischen-nuklearunfalls.676.de.html?dram:article_id=369891

 

 

Reaktor-Unfall in Tihange – Gefahr für den Großraum Aachen.

Nach der Berichterstattung der Aachener Zeitung über die Folgen eines Reaktorunfalls von Tihange/Doel in Belgien, die der Städteregionsrat Helmut ETSCHENBERG (CDU) noch zu beachten hat:

Warum versäumt er als Chef der Städteregion Aachen, der das Gesundheitsamt unterstellt ist, bei der erratisch handelnden Landesregierung in Düsseldorf, die Jod-Tabletten nicht sofort zu verteilen?

Denn bei der nun vorgetragenen Gefahrenlage, die gemäß Darstellungen als berechtigt hoch dramatisch zu bezeichnen sind, stellt sich die Frage der politischen, aber auch rechtlichen Haftung seitens der Städteregion.

Denn: Die Mutter aller Wissenschaften, die Mathematik hat ein Gebiet, das auch die Politiker gerne mögen oder abgrundtief hassen, die Statistik.

Das Übel ist, dass man von den so genannten „Eintrittswahrscheinlichkeiten“ spricht. Es dürfte zwar sehr unwahrscheinlich sein, dass Tihange havariert bevor die durch die Städteregion forcierte Verteilung der Jod-Tabletten erfolgt.

Aber, mathematisch ist das falsch: denn, im Sinne und den Gesetzen der Statistik folgend, ist der behördlich einzig richtige Entscheid der, die Tabletten unverzüglich verteilen zu müssen, um sich für einen Eintretensfall vor dem Unfall nicht dem Vorwurf der

„billigenden Inkaufnahme fahrlässigen Amtshandelns

in einem schweren Falle von Körperverletzung

mit nicht auszuschließender Todesfolge“

schuldig zu machen.

Denn: „Mutter Mathematik“ sagt:

Auch wenn höchst wahrscheinlich ist, dass:

1.) Ein Reaktorunfall nicht eintritt

und

2.) dass diese Havarie nach der Verteilung erfolgt,

so heißt das NICHT [i.S. der Logik]

3.) dass es nicht doch statistisch eintreten kann, dass am 25. Dezember 2016 um 04h23m die Tihange-Havarie eintritt und zu diesem Zeitpunkt massiver Neuschee von 23cm Schnee – Tendenz massiv anwachsend – in der Stadt liegt. Der Aachener Stadtbetrieb nicht im Dienst ist. Polizei und andere staatliche Organe auf Feiertagsbetrieb sind.

4.) Mit der Konsequenz, dass die Alarmierung die Stadt durch eine Panik so verstopft, dass nicht nur kein Durchkommen mehr gegeben ist, sondern auch die Angst der Menschen dazu führt, nicht auszuschließen, körperliche Gewalt einzusetzen, um der Pillen – ohne die Beurteilung der medizinischen Fragestellung – habhaft zu werden.

5.) Und, liebe Leserin, lieber Leser: wissen Sie, wie Sie aktuell handeln müssten? Bitte schreiben Sie uns unter

initiative.kaiserplatz.aachen@gmx.de

um Ihre Meinung mit aufzugreifen. Wie üblich: wir garantieren Vertraulichkeit. Das heißt, nach Lektüre und Prüfung des Sachverhalts wird Ihre Email definiv datenschutzkonform gelöscht und auch keine Mailadresse gespeichert. Wir sind groß im Vergessen, wenn es drauf ankommt…

Nun schnippisch gefragt:

„Was halten Sie nun von dem

behördlichen Umgang des Themas;

fühlen Sie sich nun  tatsächlich

bestmöglich von den Behörden geschützt?“

 

Publikation zu Jod-Tabletten der Strahlenschutzkommission: Verwendung von Jodtabletten zur Jodblockade der Schilddrüse bei einem kerntechnischen Unfall

Sehr geschätzte Leserschaft,

mit Datum vom 24. Februar 2011 veröffentlicht die Strahlenschutzkommission des Bundes folgende Leitlinie zu der Verteilung der Verwendung von Jod-Tabletten:

http://www.ssk.de/SharedDocs/Beratungsergebnisse_PDF/2011/2011_02.html

Bitte lesen Sie dieses Dokument ausführlich und vergleichen Sie es mit den Vorstellungen des Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen!

Viel Spass bei der Lektüre!

Ihre Initiative Kaiserplatz e.V. – immer da, wenn es um ein besseres Leben geht…