Geld falsch angelegt? ASEAG-Elektrobus dort geplant, wo er nicht benötigt wird!

Dipl.-Ing. Hubertus SCHONLAU, Aachen weist auf eine Implausibilität des geplanten Einsatzes des Elektrobusses der ASEAG hin, die dazu zwingt, revidiert zu werden. Er legt den Finger in die Wunde:
Für die 1,7 Mio. €, die die Stadt Aachen in das Projekt investieren will, könnte man 5 neue Gelenkbusse mit Euro-Norm6-Standard kaufen. Wie aus einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier des Verbands Deutscher  Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) hervorgeht, haben solche Busse die höchste Kosten- Nutzeneffizienz bezüglich Schadstoffverminderung. Man sollte zur Zeit alle Experimente  mit alternativen Antriebssystemen unterlassen, weil man damit zur Zeit bei gleichem  Mitteleinsatz weniger Schadstoffverminderung erreichen würde.

 

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STAWAG liefert keinen Strom an Mutter Aachen – das macht nun Köln…!

Die Stadtwerke Aachen, die STAWAG.de, schauen nun auf den großen Stromzähler für ihre Mutter, die Stadt Aachen. Aber da verlangsamt sich die Drehzahl der Scheibe ganz gewaltig. Auch der zähler geht von 100 auf 25. Das Klimpern der Sesterzen im Rahmen der so genannten Deckungsbeitragsrechnung wird vom satten metallischen Klang zum matten „Fffflppp“ einer früheren DDR-Münze aus Aluminium!

Man darf nun gespannt sein, wie die offizielle Begründung der STAWAG und der Stadt Aachen sein, warum man mit einem Preis in den Bieterwettbewerb gegangen ist, der schlicht zu hoch war.

Nun, zum Trost: zumindest bleibt das Geld im Rheinland! Damit ist das Karnevalsdreieck Aachen – Düsseldorf – Köln gerettet…

Allgemein gesprochen: die Preisgestaltung folgt neben einer Entscheidung der Unternehmensleitung stets und unvermeidbar auch der Strukur der gesamten Finanzrechnung. Und wer eben auf zu vielen Hochzeiten tanzt, wor Geldflüsse aus dem System erwartet oder gar festgeschrieben sind, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er auf dem Trockenen hängen bleibt.

Am Aachener Markt und auf der Lombardenstraße dürfte sicherlich schon die Nachricht angekommen sein, dass man nicht mehr das geschützte „Energie- und Wasserkombinat Aachen“ ist, sondern sich im Wettbewerb – wie man nun sieht – schlagen muss.

Wer dann in seinen Bilanzen sehr diversiviziert investiert und zu viel Mittel abzuführen hat, muss Preise hochhalten. Das führt dazu, dass Kunden von der Fahne gehen, auch wenn sie eigentlich gerne bei Mutter STAWAG bleiben wollen. Aber, letztlich zählt, was jeder einzelne Kunde in seinem Portemonnaie oder Budget ausgeben kann.

So als die Quizzfrage für Aachen – passend zum Thema:

Der private Verbraucher kann seit mehreren Jahren seinen Anbieter für Gas und Strom frei wählen. Was meinen Sie, wieviele frühere Kunden nun Kunden anderer Versorger sind:

a.) 364

b.) weit über 50.000 (i.W.: Fünfzigtausend)

c.) über 7 Millionen?

Man könnte möglicherweise aus der Beantwortung heraus erkennen, dass seitens Mutter Aachen schleunigst eine strukturelle Bereinigung der Bilanzen sowohl bei der Stawag wie auch den anderen Beteiligungsgesellschaften / Dachgesellschaften dringend angezeigt  ist.

Denn ansonsten kriegt man nicht nur eine vor dem Stromzähler gezockt – immerhin sind über drei Mios flöten gegangen – sondern schaut in die Röhre der Gasleitung, in der es dann den „Lall aus dem All“ der Realitiät gibt.

Zu hoffen ist nun zusätzlich, dass man seitens der Kämmerei der Stadt Aachen nicht auf Frakenkredite gesetzt hat.

Wenn sich heute Kämmerer melden und unterstreichen, dass früher alles gut lief und dass  man  deshalb so gehandelt habe, dann kann man nur eines sagen: „Jung, du hast es nicht begriffen!“.

Denn, Finanzmärkte waren stets disruptive Märkte und, Wechselkurse bleiben bekanntlich niemals starr – selbst wenn sie gestützt werden – die Dynamik des Geldwertes ergibt sich aus Faktoren der Volkswirtschaftsbilanz, des Konjunktur, kontinentaler Wirtschaftsungleichheiten, globaler Entwicklungen etc.

Wer dann noch argumentiert, dass es früher gut war und dass man deswegen so und nicht anderes im Sinne seiner Stadt entschieden habe, der gehört ins Archiv ohne Fenster einer Behörde, weil mittlerweile jeder Simpel weiß, wie unberechenbar der Geldmarkt ist.

Und, seit der Einführung des Euros mit den Folgen der letzten Jahre, wäre es besser gewesen, eine vorzeitige Kündigung mit Aufschlag vorzunehmen, als jetzt auf schönes Wetter zu hoffen.

Jeder Kaufmann kennt diesen Spruch: „Der erste Verlust ist der billigste Verlust“.

Macht ja nix – der Bürger zahlt über Steuern und Abgaben…

Lustig ist das nicht mehr! Was wohl offensichtlich ist: in Kommunen muss ein Bürgerrevisor ran. Das heißt, nachgewiesen qualifiziert und mit bestem Leumund, prüft diese Person mit Helfenden den Haushalt. Und nur, wenn das Gremium des Bürgerrevisors grünes Licht gibt, dann darf die Kämmerei mit dem Kopf aus der Höhle und den Geldsegen – wenn er dann überhaupt noch möglich ist – sprechen!

Wird nun das Busfahren wieder teurer?

Was sagt Regio IT?

Welche Auswirkungen hat die Schwächung der fiskalpolitischen Milchkuh Aachens?

Ein weiterer Schritt näher am Abgrund zum Nothaushalt?

 

 

Energiepreise in der EU schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften

Während Bundeswirtschaftsenergieminister Sigmar GABRIEL darum ringen muss, eine Reduktion des garantierten kWh-Preises für Strom aus Windkraftanlagen durchzusetzen, werden anderswo bereits die Fakten geschrieben. Wenn die Bundesregierung diese Themenkomplexe nicht auf dem Radarschirm hat, könnte es für das Arbeitsministerium durchaus schlechte Nachrichten geben, weil Energiekosten in Bereichen wie der Stahlindustrie, der Chemie und der produzierenden Industrie einen erheblichen Anteil der Kostenbasis ausmachen. Wünschen ist das eine –  überleben ist das andere.

So hat die Internationale Energieagentur (IEA) durch ihren Chefvolkswirt die Zahlen analysiert. Fatih BIROL, ihr Chef, erinnert daran, dass alleine in Europa 30 Millionen Menschen (!!!) in der so bezeichneten „Schwerindustrie“ arbeiten, die auf niedrige Stromkosten angewiesen sind. 

Die USA, die derzeit von einem Energieboom – gleichgültig wie man die „Qualität“ des Energiemarktes (Schiefergas) bewertet – können von massiv günstigen Energiekosten profitieren, die  je nach Rechnung 2,5 bis 3 x billiger sind, als hier. Das sind Grössenordnungen, die man politisch – volkswirtschaftlich sowie betriebswirtschaftlich – nicht ignorieren kann.

BIROL verweist darauf, dass diese Situation für Europa in den kommenden zwei Dekaden dazu führen, kann, dass die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Volkswirtschaften leiden wird.

Logisch folgend ist dann auch, dass das auf die Arbeitslosenzahlen, somit die Steuern durchschlägt.

Einen Vorschlag hat das politische Berlin in diesem Kontext absolut nicht vorgedacht und vorgestellt.

 

 

 

Subventionen dürfen und können nur so etwas sein, wie eine „Übergangshilfe“.