Reaktorhavarie Tihange, Behördenkommunikation, Deutschlandfunk Sendebeitrag

Geschätzte Leserschaft,

der Deutschlandfunk hat dieses Gespräch gesendet, daß Sie sich /Du Dir unbedingt anhören mußt, um sich eine eigene Meinung bilden zu können:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2016/10/30/potentielle-folgen-des-tihange-reaktor-unfalls-deutschlandfunk-tihange-aachen-und-die-volksverdummung/

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Lärmschutz Kinderleicht | Die „Mitmachbroschüre“ für kinderleichten Umgang mit Lärm

Es solle niemand sagen können – und vor allem dürfen – das Thema Lärm nicht „durchdringen“ zu können, weil es doch so schwer ist.

Hier eine Broschüre für die Aachener Politik und Verwaltungsspitze, sich mit dem Thema Lärm vertraut zu machen. Es liegt auf „Wiedervorlage“ der Bürgerschaft. Wann der Termin ist, das wird sich „ergeben“.

In jedem Falle besteht „zwingende politische Lesepflicht“

http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/akustik-laerm-eine-mitmachbroschuere-fuer-kinder-0

STAWAG: kann sich der Aufsichtrat in Sachen Infraschall jetzt noch taub stellen?

Für die STAWAG könnte sich der Dienstag 10. März 2015 a.d. als Datum einer denkwürdigen Erkenntnis erweisen, die möglicherweise einen nicht unerheblichen Teil ihres Geschäftsmodells durcheinanderwirbeln kann.

Mehr unter: http://www.burgerforumaachen.wordpress.com 

Krachende Wahlklatsche für Städteregionsratswahlen in Aachen

Auch wenn Städteregionsrat Helmut ETSCHENBERG (CDU) die Hürde zur absoluten Mehrheit im zweiten Wahlgang „gerade mal so“ genommen hat, so ist dieser „Erfolg“ dennoch kein Erfolg. Es ist ein sich an das andere Ufer rettendes Überqueren eines Flusses.

Denn die Prozentzahlen sind relativ zur Anzahl der Wähler.

Viel griffiger sind die absoluten Stimmenzahlen weil sie den Vergleich zwischen Wahlberechtigten und Wählern zeigen und sich dann sehr gut relativieren lassen.

Für die CDU in der Städteregion ist für die kommenden sechs Jahre sicher keine Freude angesagt, denn bei dem in absoluten Stimmzahlen hauchdünnen Vorsprung vor der SPD-Kandidatin (die im Internetz bei dreimaliger Suche nicht zu finden war „SPD“, „Städteregion Aachen“ und „Kandidatin“) dürfte eines klar sein, dass sich die Grünen in der Städteregion dieses instabilen Vorsprungs der CDU gewiss sind und vermutlich mit ihrem Machtinstinkt verstehen, für sich in der nun beginnenden Amtsperiode ihre politischen Pfründe zu sichern.

Vielleicht kann man politisch sagen „es ist Schluss mit Lustig“ in der Städteregion Aachen… Hiesse ein männlicher Kandidat mit Vornahmen oder Nachnamen „Ernst“, könnte der Spruch so enden: „nun kommt Ernst“.

Vielleicht wäre es nicht uninteressant, demnächst nach Kandidaten Ausschau zu halten, die einen klaren, eingängigen Namen haben? So wie bei Markennamen, die stellvertretend für Produkte wie Papiertaschentücher oder auch Klebeband auf Rollen sind.

Name – Bedeutung – Kandidatur. Das könnte vielleicht spannend werden und nicht immer nur der Listenplatz der im unsicheren Bereich zum listigen Listenplatz wird, weil man so innerparteiliche Wettbewerber elegant daran hindern kann, einen Sitz zu erlangen. Politisches Sitzenbleiben eben, wie man bei der Aachener CDU erfahren durfte, was es heißt, ordentliches Listenplatzmanagement bewerkstelligen zu können und führungstechnisch „re-inkarnativ“ erfolgreich zu sein, wie man bei der neuen Aachener CDU-Spitze feststellen kann.

Na mal hoffen, ob die aktuelle Ratsperiode der Aachener CDU nicht zum dejà vu wird und man sich mit der SPD darauf einigen kann, dass ab Januar eine Person für die Bekleidung des Amtes der Stadt- und Verkehrsplanung berufen wird, die imstande ist, ganzheitlich und zum Wohle der Bürger und Gäste Aachens zu planen und zu handeln.

 

 

 

 

 

Stadt Aachen und Städteregion: Gestaltung der Suchthilfe – wie soll die Lastenverteilung in der Städteregion aussehen…???

Immer mehr Aachener Bürger stellen sich die Frage und diskutieren darüber, ob die Stadt Aachen zukünftig als regionales Oberzentrum die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Süchtigen der Region Aachen werden soll, oder nicht. Und, wie sich die Städteregion das System „denn eigentlich so vorstellt“. Damit einher geht nämlich die im Raum stehende Frage, ob sich die Städteregion Aachen möglicherweise in gewisser und geschickter Weise – pointiert formuliert – von den Bemühungen, den kranken Menschen zu einem großen Teil in ihren eigenen Kommunen selbst absentieren will; „Lass die Aachener das mal machen!“, bemerkte jüngst eine 81-jährige Aachener Rentnerin, die seit je her am Kaiserplatz lebt.

Die plausible Argumentation: wenn sich nämliche sämtliche wesentlichen Hilfsangebote, die von der Drogenberatung über Spritzenraum, Wärmestube, ärztliche Hilfe, psychologische Untertstützung, Wohnen oder auch gerichtlichen Betreuung erstrecken, auf die Stadt Aachen als Körperschaft Öffentlichen Rechts erstreckten, dürfte die Neigung der Kranken wohl verstärkt darin bestehen, tendenziell ihren ersten Wohnsitz nach Aachen zu verlagern. Für die klamme Stadt Aachen damit zwingend verbunden, die den Menschen zustehenden Sozialleistungen erbringen zu müssen, die dann von den Kommunen der Städteregion nicht zu erbringen wären. Auch wenn es eine „finanzielle Umlage“ von der Städteregion Aachen in Richtung Kämmerei der Stadt Aachen geben würde, so muss ganz deutlich die ganze Thematik gesamtheitlich betrachtet weden. Und das bedeutet, die Suchtkranken in ihrem Gesamtkontext zu sehen. Sprich die Frage der Aufenthaltsmöglichkeiten, des ordentlichen Wohnens, der Pflege von Kontakten etc. Auch diese Aspekte sind Element der Betrachtung des Themenkomplexes „Sucht und Gesellschaft“.

Bei circa 2.000 Schwerabhängigen in der Stadt Aachen und etwa gleicher Anzahl in der Städteregion Aachen, sind mögliche Verlagerungen auf Grund der Gestaltung des Suchtkonzepts der Region Aachen eindeutig „relevant“.

Dass die Aachener Bürgerschaft im Zuge der Weiterentwicklung des gemeinsamen regionalen Suchtmanagements darauf Wert legt, dass eine der Einwohnerzahl angegelichene Balance in Sachen Suchtmanagement sicherzustellen ist, ist selbstredend. Denn, es ist nicht nachzuvollziehen, wie die besagte, betagte Dame es zum Ausdruck brachte, dass das alte Lied „Hannemann, geh Du voran!“ beim Suchtmanagement gelten darf. „Es ist ein gesellschaftliches Thema und somit auch verteilt auf die Schultern zu tragen!“, ergänzt sie.

Sicherlich, für einen Träger, der vergleichbar einem Unternehmen strukturiert sein muss und handelt, um effiziente Prozesse zu erreichen um somit möglichst dem betriebswirtschaftlichen Optimum entgegenzustreben, ist eine Konzentration an einen Ort praktischer, als eine Vernetzung, die von Roetgen bis an den Kreis Heinsberg kratzt.

Viele Bürger bemängeln in Gesprächen, dass in den Medien viel zu wenig über Transparenz von Budgets, Strukturen, Maßnahmen, Leistungen und statistischen Analysen zu lesen ist. Einzelprojekte würden sicherlich mit Aufmerksamkeit und Wohlwollen begleitet. Was aber im Sinne der Öffentlichkeit zu fehlen scheint, das sind detaillierte Berichte für die Öffentlichkeit, die Rechenschaftsberichte, in denen beispielsweise datenschutzkonform Klarheit darüber gegeben wird, wieviele Kranke beispielsweise in den Drogenentzug überwiesen wurden und wie es mit der Frage der Rückfälligkeitsquoten ausschaut, wieviel Menschen nun einer geregelten Arbeit nachgehen. Anm.: im Blog sind beispielhafte Rechenschaftsberichte als Links aufgeführt.

Für den Rat der Stadt Aachen und die Stadt Aachen bedeuten diese immer intensiver diskutierten Fragen in der Bevölkerung, in Zusammenarbeit mit der Städteregion Aachen – die immerhin auch für die Stadt Aachen das Gesundheitsamt verantwortet – in Sachen Information, Leistungen, Erfolge, Massnahmen etc. offensiver und vor allem detaillierter zu informieren!

Hier wird sich die Stadt Aachen sicherlich mit der Städteregion Aachen ordentlich ins Benehmen setzen müssen, damit die Kommunikation von der Zollernstraße aus deutlich klarer, regelmäßiger und ausführlicher erfolgt. Es muss für die Bürgerschaft deutlich werden, wo was wie mit welchen Erfolgen zu welchen Kosten etc. geschieht.

Es kann nicht sein, dass man von der Panoramaetage des Hochhauses an der Zollernstraße die Sucht aus der Entfernung betrachtet.

Wie wird´s mit der Betreuung der Suchtkranken in Aachen aussehen: Aachen wird in den kommenden Jahren 72 Millionen Euro weniger einnehmen. Grund: falsche Bewohneranzahl

Der Haushalt der Stadt Aachen ist bereits sehr stark gedehnt und er kratzt seit Längerem knapp am Haushaltssicherungsgesetz vorbei. Jetzt hängt auch noch das Damokles-Schwert von Kürzungen bis zu 72 mio. EUR während der kommenden Jahre über den Köpfen von Politik, Verwaltung und Bürgern.

Das ist ein Schlag ins Kontor! Kommen dann vielleicht noch Klagen von Eltern, die ihren Anspruch auf die Betreuung von kleinen Kindern gerichtlich durchsetzen, dann wird es, wie man in Aachen sagt: „zappenduster!“.

Suchtkrankenbetreuung und die Städteregion?

Für das ganzheitliche Suchtmanagement und die dafür erforderliche Infrastruktur in der Stadt heißt das vermutlich auch, den Gürtel möglicherweise noch etwas enger schnallen zu müssen. Aber, mit dem gemeinsamen Gesundheitsdezernat im Schoße der Städteregion Aachen sollte dies ein weiteres gewichtiges und plausibles Motiv für die Aachener Politik und Teile der Verwaltung sein, die von der Initiative Kaiserplatz bereits vorgeschlagene regionale Entzerrung vorzunehmen. Also, die Suchtkranken im Rahmen der allgemeinen Betreuung in die Kommunen der Städteregion zu bewegen, wo durchaus der Vorteil zu sehen ist, dass es auf Grund der kleineren Gemeinden und Städte doch etwas persönlicher zugehen kann. Was nicht immer von Nachteil für Menschen in persönlicher Not ist.

Der Grund für diesen fiskalpolitischen Tiefschlag ist dadaurch zu erklären, dass das Landesamt für Statistik Nordrhein-Westfalen (NRW) von 258.189 Bewohnern Aachens ausging, während man aber in der Stadt Aachen auf Basis der jüngsten Volkszählung nur 236.420 Bürger zählen konnte.

Dies wäre es vielleicht Wert, eine Promotionsarbeit am Lehrstuhl für Statistik der RWTH Aachen zu vergeben, um wissenschaftlich zu erforschen, wie man „überraschungsärmere“ Modellierungen definieren und nutzen kann. Auch in der Politik ist mathematische Kompetenz nicht zu unterschätzen!

Der Kommunalwahlkampf 2014 wird spannend! 

Neben den rein finanztechnischen Konsequenzen heisst das für die Politik, dass der Stadtrat verkleinert werden muss und somit spürbar weniger Ratsmitglieder Einsitz nehmen können. Damit ist unschwer zu erahnen, dass bis zu den nächsten Kommunalwahlen in NRW im Mai 2014 der Druck auf die Kandidaten merklich steigen sollte. Denn die stehen nun in ihren Parteien auch im verschärften Wettbewerb gegeneinander. Bekanntermassen belebt Wettbewerb ja das Geschäft, so dass man davon ausgehen kann, dass es nach den Bundestagswahlen wirklich spannend zugehen wird. Denn sie dürften eine Art von Indikator für die Großwetterlage sein, die derzeit für manche bestimmende Partei auch auf lokaler Ebene für die ein oder andere Überraschung sorgen können könnte…

Die große Campusbahn-Entgleisung vom 10. März 2013 durch die Bürger, die mittelbar zum Bruch der Grün-Schwarzen Koalition in Aachen geführt hat, kam bestimmt nicht aus einer Laune heraus. Und so hat es im politischen Karton der Stadt Aachen politisch „mächtig gerappelt“, darf man sagen.

Vielleicht trägt nun der sich abzeichnende „Mandatsdruck“ der reduzierten Sitzanzahl im Stadtrat auch dazu bei, dass der nächste Wahlkampf in Aachen profilierter geführt werden wird. Es dürfte auch spannend werden, wie dann die Kandidatenkür in den einzelnen Bezirken ausfallen werden wird, wenn der Rat um zehn oder mehr Sitze, somit Personen schrumpfen wird, die bis vor Kurzem davon ausgingen, sehr gute Chancen zu haben…

Und so könnte für manche Ratsdame und manchen Ratsherren das Spiel „Reise nach Jerusalem“ persönliche Realität werden.

Gruppendynamisch sind derartige Umstrukturierungen durch die so genannten „Kräftefelder“, die sich spürbar verändern ideenfördernd. Es ist wie ein großes Mobile, bei dem man den ein oder andere Figur entfernt hat.

Nach den Erfahrungen im Vorfeld der letzten Kommunalwahl, die sich nach der Wahl als „nicht so prickelnd“ erwiesen, sieht die Initiative mit größtem Interesse der lokalpolitischen Tektonik entgegen! H2J