Reaktorhavarie Tihange, Behördenkommunikation, Deutschlandfunk Sendebeitrag

Geschätzte Leserschaft,

der Deutschlandfunk hat dieses Gespräch gesendet, daß Sie sich /Du Dir unbedingt anhören mußt, um sich eine eigene Meinung bilden zu können:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2016/10/30/potentielle-folgen-des-tihange-reaktor-unfalls-deutschlandfunk-tihange-aachen-und-die-volksverdummung/

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Reaktor-Unfall in Tihange – Gefahr für den Großraum Aachen.

Nach der Berichterstattung der Aachener Zeitung über die Folgen eines Reaktorunfalls von Tihange/Doel in Belgien, die der Städteregionsrat Helmut ETSCHENBERG (CDU) noch zu beachten hat:

Warum versäumt er als Chef der Städteregion Aachen, der das Gesundheitsamt unterstellt ist, bei der erratisch handelnden Landesregierung in Düsseldorf, die Jod-Tabletten nicht sofort zu verteilen?

Denn bei der nun vorgetragenen Gefahrenlage, die gemäß Darstellungen als berechtigt hoch dramatisch zu bezeichnen sind, stellt sich die Frage der politischen, aber auch rechtlichen Haftung seitens der Städteregion.

Denn: Die Mutter aller Wissenschaften, die Mathematik hat ein Gebiet, das auch die Politiker gerne mögen oder abgrundtief hassen, die Statistik.

Das Übel ist, dass man von den so genannten „Eintrittswahrscheinlichkeiten“ spricht. Es dürfte zwar sehr unwahrscheinlich sein, dass Tihange havariert bevor die durch die Städteregion forcierte Verteilung der Jod-Tabletten erfolgt.

Aber, mathematisch ist das falsch: denn, im Sinne und den Gesetzen der Statistik folgend, ist der behördlich einzig richtige Entscheid der, die Tabletten unverzüglich verteilen zu müssen, um sich für einen Eintretensfall vor dem Unfall nicht dem Vorwurf der

„billigenden Inkaufnahme fahrlässigen Amtshandelns

in einem schweren Falle von Körperverletzung

mit nicht auszuschließender Todesfolge“

schuldig zu machen.

Denn: „Mutter Mathematik“ sagt:

Auch wenn höchst wahrscheinlich ist, dass:

1.) Ein Reaktorunfall nicht eintritt

und

2.) dass diese Havarie nach der Verteilung erfolgt,

so heißt das NICHT [i.S. der Logik]

3.) dass es nicht doch statistisch eintreten kann, dass am 25. Dezember 2016 um 04h23m die Tihange-Havarie eintritt und zu diesem Zeitpunkt massiver Neuschee von 23cm Schnee – Tendenz massiv anwachsend – in der Stadt liegt. Der Aachener Stadtbetrieb nicht im Dienst ist. Polizei und andere staatliche Organe auf Feiertagsbetrieb sind.

4.) Mit der Konsequenz, dass die Alarmierung die Stadt durch eine Panik so verstopft, dass nicht nur kein Durchkommen mehr gegeben ist, sondern auch die Angst der Menschen dazu führt, nicht auszuschließen, körperliche Gewalt einzusetzen, um der Pillen – ohne die Beurteilung der medizinischen Fragestellung – habhaft zu werden.

5.) Und, liebe Leserin, lieber Leser: wissen Sie, wie Sie aktuell handeln müssten? Bitte schreiben Sie uns unter

initiative.kaiserplatz.aachen@gmx.de

um Ihre Meinung mit aufzugreifen. Wie üblich: wir garantieren Vertraulichkeit. Das heißt, nach Lektüre und Prüfung des Sachverhalts wird Ihre Email definiv datenschutzkonform gelöscht und auch keine Mailadresse gespeichert. Wir sind groß im Vergessen, wenn es drauf ankommt…

Nun schnippisch gefragt:

„Was halten Sie nun von dem

behördlichen Umgang des Themas;

fühlen Sie sich nun  tatsächlich

bestmöglich von den Behörden geschützt?“

 

Tabletten-Jäger: immer noch nicht begriffen…

Der einzige Weg, die Jodtablettenabgabe zumindest organisatorisch ordentlich zu gestalten, ist der, die Tabletten vorab zur Verfügung zu stellen. Alles andere ist irrealistisch und steigert statistisch das Mortalitätsrisiko!

Der Innenminister von NRW muß sich die Frage gefallen lassen und sie amtlich korrekt beantworten, warum NRW im Gegensatz zu der Schweiz, die eine flächendeckende Versorgung mit Jodtabletten vorgenommen hat und dies auch weiterhin so tun wird, ob die Physiologie von Nordrheinwestfalen-Untertanen eine andere als die von in der Schweiz lebenden Menschen ist?

Denn dort ist klar: JEDER MENSCH ist versorgt worden und wird versorgt, indem die Tablettenpackungen in die Briefkästen geworfen worden sind.

Gefährden somit diejenigen Amtspersonen die Wohnbevölkerung in NRW statistisch erhöht, die durch ihre Position der nicht-ex-ante-Zurverfügungstellung das Wort reden? Machen sie sich nicht bereits schuldig in der Art, billigend in Kauf zu nehmen einen nicht auszuschließenden Schaden an Leib und Leben amtlich zuzulassen?

Denn: wer glaubt denn allen Ernstes, wenn in Tihange „die Kacke am Dampfen“ ist, daß dann noch die NRW-Pillenlogistik funktionieren wird? Logistisch ist das nicht zu bewerkstelligen – es ist ein Irrwitz zu Lasten der Menschen!

Auch deswegen, weil im Gegensatz zur Schweiz die Altersdiskriminierung von Menschen über 45 Jahre weiterhin gegeben ist. In der Schweiz ist die Verteilung NICHT eingeschränkt.

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit, http://www.bag.admin.ch bietet unter diesem Link weitere Informationen über die Versorgung mit Jod-Tabletten:

http://www.bag.admin.ch/themen/strahlung/15778/index.html?lang=de

Juristisch wird die Frage nunmehr sehr spannend – in Bezug auf NRW und Aachen gleichermaßen: Wenn die Verteilung der Jodtabletten in NRW und Aachen so erfolgt, dass sie nicht ex-ante vorgenommen wird, man also im Falle des Eintretens eines Alarms nicht im Stande ist, die Bevölkerung rechtzeitig mit Jod-Tabletten zu versorgen, ob hier ggf. sogar der Straftatsbestand der „fahrlässigen Körperverletztung“ im Amte oder gar von Amtswegen erfüllt ist.

Denn: die Information, wie es ex-ante flächendeckend und unabhängig von dem Eintretensereignis funktioniert, darf nunmehr – siehe obigen Link – als bekannt angenommen werden.

Wenn also eine Behörde wider besseren Wissens handelt – durch billigende Inkaufnahme – dann hat sie die Verpflichtung für sich alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, ihrerseits die fachliche Divergenz der Auffassung gutachterlich überprüfenzulssen und nötigenfalls in Eigenregie und gegen den Innenminister im Sinne der Bevölkerung zu handeln.

Nicht auszuschließen, kann die Logik NRW so lauten:

1.) Die Wahrscheinlichkeit, daß Tihange leckt, ist gegen Null gehend.

2.) Die Wahrscheinlichkeit, daß der Wind aus Westen kommt, ist gegen Null gehend.

3.) Die Wahrscheinlichkeit, daß die Straßen im Alarmfall, die für die Verteilung der Tabletten benutzt werden müssen, verstopft sind, ist gegen Null gehend.

4.) Die Wahrscheinlichkeit, dass im Falle des Eintretensfall nicht genügend Personal zur Distribution aufgebracht werden kann, ist gegen Null gehend.

5.) Die Wahrscheinlichkeit, dass im Falle des Eintretensfall die Menschen, die mit der Verteilung und ordnungsgemäßen Verteilung beauftragt sind, nichts anderen zu tun haben, ist gegen Null gehend.

Aus Sicht des Risikomanagements laufen hier so einige Annahmen in die Sackgasse und man muss sich allen Ernstes fragen, ob jemand überhaupt einmal logisch den Entscheidungsbaum zumindest skizziert hat.

So, wie das jetzt ausschaut absolut nicht, weil bereits ein grobes Risikoaudit ergibt, dass logische Fehler im behördlich gestalteten Vorgehen – höflich formuliert – „inkonsistent“ sind und sofort herleitbar sind.

Das wirft die Frage der Notwendigkeit der Behandlung des Dienstrechts auf: wer hat was wann wie auf welcher Basis entschieden?

Juristen haben ihre Stirn schon in Falten geworfen und nicht nur Mediziner und Logistiker…

Und wenn man weiterhin auf dem Standpunkt des derzeitigen Amtshandelns beharrt, bleibt einem nur noch zu sagen, wenn Tihange dahinschmilzt, dann

müssen SIE

zum TABLETTEN-JÄGER

werden, um das Sterbens- oder Erkrankungsrisiko nach Ihren Kräften statistisch minimieren zu können!

Hier sind die Telefonnummer und die Emailadresse des Gesundheitsamtes der Städteregion Aachen:

Tel.: +49(241)51985300

Gesundheitsamt@Staedteregion-Aachen.de

Der Link zur Web-Site:

http://www.staedteregion-aachen.de/wps/portal/internet/home/service/aemter/a53/!ut/p/c5/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP0os_gADxNHQ09_A0sLYzdHA08LC7cA70BTIzNLU_1wkA6cKkwMTCDyBjiAo4F-cEqqvp9Hfm6qfkF2dpqjo6IiAPZAxGo!/dl3/d3/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/