Feinstaubmessstation – bei Rot kein Stau

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Feinstaubmessstation - bei Rot kein Stau

Nachdem die Feinstaubwerte vor Kurzem an der Wilhelmstraße hochgeschossen sind, hat sich wohl die Ampelschaltung auf eine neue Art und Weise verändert.
Nun sieht es nämlich so aus, dass bei Rot an der Ampel Wilhelmstraße/Ecke Gottfriedstraße, bergauf nur noch ganz wenige Autos stehen.
Wenn die Ampel dann auf Grün schaltet, dann sind sie zügig weg, im darüber liegenden Abschnitt.
Die Logik hinter der Ampelschaltung könnte sein, vielleicht vermeiden zu wollen, dass zu viele Fahrzeuge bei Rot in der Nähe des Mess-Containers für Feinstaub stehen, die dann ordentlich Gas geben, „um noch rüberzukommen“. Wer einmal Verbrauchsmessungen für eine Bergaufbeschleunigung analysiert hat, wird feststellen, dass für die kurze Zeit der Kraftstoffverbrauch durchaus auf über 20 Liter / 100km steigen kann. Bei einfach mal angenommenen 5.000 Autos pro Tag und 300 Arbeitstagen kommen da so einige beherzte Starts zusammen. Und immer muss es aus der Abgasanlage raus und bläst auch noch sinnigerweise in Richtung Container… Clever, clever könnte man sagen, wenn das so wäre;-)

Ist die Bahn nämlich frei, rollen die Autos vom Adalbertsteinweg für eine gewisse Zeit in die freie Bahn und flutschen durch.
Am Kaiserplatz aus Richtung Heinrichsallee, da staut es sich ordentlich.

An der Kreuzung Wilhelmstraße/Ecke Gottfriedstraße, lohnt es sich, eine so genannte „Multimomentaufnahme“ vorzunehmen und sich die Situation über eine längere Weile während der Aachener Rush-Hour anzusehen.

Die Grüne Welle im Verkehr hat, wie man sieht, schon seinen Wert.
Man darf gespannt sein, was denn passieren wird, wenn Scharen von Konsumenten ab 2016 von außerhalb sehr gezielt den Kaiserplatz ansteuern.

Was würde geschehen, wenn Aachen eine Umweltzone mit Grüner Plakette bekäme…?

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Wiedervorlage vom 14. Dezember 2013 | „Pocketparks“ Kongresszentrumspläne im Stadtpark: VDI-nachrichten über Stadtklima

Seitens des Eurogress – somit der Stadt Aachen – denkt man darüber nach, eine Erweiterung des Kongresszentrums im Stadtpark zu errichten.

In der Ausgabe der VDI-nachrichten [www.vdi-nachrichten.com] vom 13. Dezember 2013 wird ausführlich über die Wirkung und den Nutzen berichtet, der bereits von „Pocket Parks“ gestiftet wird. Damit in Zusammenhang werden auch die Probleme, die eine Verdichtung der Baustruktur einer Stadt mit sich bringt dargelegt. Ein Thema, bei dem sich die Stadt Aachen trotz seines PR-mässig gern hervorgehobenen ökologischen Anspruchs als Musterschüler in Sachen Nachhaltigkeit, nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Erinnert sei an die in den 1990er Jahren erstellten Wind- und Stadtbelüftungsgutachten am Fachbereich 6 der FH Aachen. Dort stand ein aerodynamisches Modell der Stadt Aachen, das es erlaubte, die Auswirkungen von Baumassnahmen in der Stadt in Bezug auf die Belüftung/den Luftaustausch beschreiben zu können. Man braucht hierfür nur in das Archiv der Tageszeitung zu steigen, um die seinerzeitigen Berichte finden und lesen zu können, um bessere Entscheidungen treffen zu können.

Nun wird sehr laut darüber nachgedacht, das aus allen Nähten platzende Eurogress auf dem Gelände des Stadtparks erweitern zu wollen. Die Größenordnung von angedacht 1.000 Plätzen bringt in Bezug auf die internationalen Tagungen von Instituten der RWT aber dennoch nicht den Hit. Wir berichteten bereits im Blog darüber.

Die Stadt Aachen sollte unbedingt überlegen, ob sie tatsächlich im Bereich des Kur- und Stadtparks weiter eine Linie der Bauerweiterung und -verdichtung vorsieht, ist doch dieser Bereich der Stadt das einzige größere und zusammenhängende Grünareal, das für circa 15.000 bis 20.000 Menschen für bessere Luft und die Möglichkeit der Erhohlung vor der Haustür sorgt.

Würde das Zentrum einen Teil des Stadtparks verschlingen, hieße das, negative Auswirkungen im Sinne des Erholungswertes für die Menschen – gleichgültig ob direkt oder indirekt – bedeuten. Auch wenn man nicht dort spazierengeht, so trägt die Luftverbesserung dazu bei, allen Menschen bis zum Kaiserplatz, bis in die Jülicher Trasse oder bis nach St. Ursula, etwas mehr O2 in die Blutbahn zu befördern.

Zudem, der steigende Tagungsverkehr würde kontraproduktiv im Sinne der Feinstaubdiskussion sein.

Geht es hier vielleicht einfach nur um die Möglichkeit zur Verbesserung der Wirtschaftsbilanz des Eurogress, das der Aachener Kämmerei „rapportieren“ muss?

Kongresserweiterung – im Sinne der Bürger muss man ein klares NEIN! sagen.

FEINSTAUB + Stäube – wissenschaftliches, staatliches /behördliches Informationsmaterial

Staub auf Baustellen: „TRGS 559“. Beim Arbeitsschutz unterscheidet man vier Arten von Stäuben:

1.)  Krebserregend sind Tätigkeiten mit Quarzstaub

2.) Alveolengängiger Staub – auch als „A-Staub“ bezeichnet – dringt bis in die Lungenbläschen vor.

3.) Einatembarer Staub – „E-Staub“ genannt –

4.) Staub, der Asbest Enthält

In diesem Zusammenhang ist die Arbeit der Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu erwähnen. Es ist der so genannte „MAK-Wert“ für die alveolengängigen Fraktionen des allgemeinen Staubgrenzwertes auf den MAK-Wert von 0,3mg/m³ empfohlen worden. Das bedeutet, dass er nur noch 10% des früher gültigen Höchstwertes von 3 mg/m³ beträgt.

In diesem Zusammenhang sei auch die „TGRS 900“ zu benennen!

Für Bauarbeiten bedeuten die Festlegungen, dass zum Beispiel das Schneiden von Pflastersteinen, Ziegeln, Platten und anderem Baumaterial mit einem Trennjäger udgl. gesundheitsschädigend IST. Zudem wird hierdurch die Luft in großem Raume um die Baustelle für Stunden – vermeidbar – belastet.

Bedauerlicherweise wird diesen Umtrieben in Aachen zu wenig Bedeutung begemessen, wenn man den Betrieb von einem Teil der Baustellen dahingehend betrachtet – es muß eine intensivere Überprüfung von Baustellen in Aachen erfolgen <Foto>

Siehe auch:

Download:

http://www.baua.de/cln_104/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Glossar/Glossar.html

BAUA, Gefahrstoffe, Ausschuss für, „AGS“ (www.baua.de)

 

QUELLE:

„BAUPORTAL 11/2011“, http://www.baumaschine.de/Gefahrstoff

 

Staatliche, wissenschaftliche und fachliche Informationen zum Thema

Feinstaub und Gesundheit

Bundsamt für Umwelt, http://www.bafu.admin.ch, Bern, Schweiz:

Leipnitz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig, Prof. Dr. WIEDENSOHLER, Alfred

https://www.tropos.de/institut/ueber-uns/mitarbeitende/alfred-wiedensohler/

Download

http://www.bafu.admin.ch/luft/00575/00578/index.html?lang=de

Helmholtz Zentrum München | Institut für Epidemiologie I | Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Erich WICHMANN

„Umweltzonen aus der Sicht des Gesundheitsschutzes, Berlin, 7. April 2011.

Apotheken Umschau, Juli 2014

„Riskanter Feinstaub“

Emissionen, wichtige Partikel in der Luft können der Gesundheit schaden. Umweltzonen sollen die Belastung verringern, doch Experten fordern inzwischen weitere Schutzmassnahmen und Messmethoden.

Querverweis: Dr. MORFELD, Peter, Mathematiker, Universität Köln hat Daten von 19 Messstationen über mehrere Jahre analysiert. Sein Fazit:

„die Reduktion des PM10Feinstaubs durch Umweltzonen beträgt weniger als ein Prozent – selbst an Messstationen, die ganz nah am Verkehr stehen, bleibt die Wirkung unter fünf Prozent“.

Weiter:

„Rund 90 Prozent der Stadtbewohner in Europa leben mit einer Luftverschmutzung, die ihre Gesundheit gefährtet“, so die Europäische Umweltagentur in einem Report von Oktober 2013.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert überhaupt keine Überschreitungen des Grenzwertes zuzulassen.

Schweiz: Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Abteilung „Luftreinhaltung und NIS) [Anm.: „NIS“ = nicht ionisierende Strahlung]

http://www.umwelt-schweiz.ch

Literatur: BAFU 2010: NABEL – Luftbelastung 2009. Messresultate des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (NABEL). Umwelt-Zustand. Nr. 1016, Bundesamt für Umwelt, Bern. 142 Seiten.

DOWNLOAD:

http://www.umwelt-schweiz.ch/uz-1016-de

Feinstaub in der Schweiz 2013 – Statusbericht der Eidgen. Kommission für Lufthygiene (EKL)

DOWNLOAD: http://www.ekl.admin.ch/de/dokumentation/publikationen/index.html

Download WHO 2013:

http://www.euro.who.int/en/health-topics/environment-and-health/air-quality/publications/2013/review-of-evidence-on-health-aspects-of-air-pollution-revihaap-project-final-technical-report

Feinstaubablagerungen in der Lunge durch Kerzen!

Eine falsche Kerze kann dazu beitragen, dass die Lunge durch Ablagerungen geschädigt wird. Das Eidgen. Material- und Prüfungsamt, http://www.empa.ch hat mit der Anatomie der Universität Bern untersucht, welche Folgen Kerzen auf die Lunge haben können:

Das Video vom EMPA -TV:

Dennoch, frohe Weihnacht.

Die EMPA hat ein spezielles Feinstaublabor!

Feinstaub: es wird eng für die Stadt Aachen. Mitte März 2014

In Sachen Feinstaubbelastung scheint die Argumentation der Stadt Aachen zu kollabieren.

Hier sei an die Veröffentlichung des http://www.oevk.at erinnert, über die wir bereits auf unserem Blog geschrieben haben.