Gezielte Energiewendeargumentation

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Eindringliche Argumente?

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Wiedervorlage | 27. Dez. 2014 | Stadtwerke suchen nach Innovationen der Energiewelt von morgen.

Das Paradigma der Energiewende ist und bleibt die Einheit von Physik, Chemie und Mathematik. Und, unter dem Dach des Systems der Internationalen Einheiten – kurz „SI“ – ist man sicher, sich nicht zu verrechnen.

Das passiert aber bisweilen, wenn vor der Natur das Geld oder das CO2 als „Währung“ der Energiewende vor alles gestellt wird.

Was zählt, das ist Effizienz und Effektivität zu treiben und Stoff- und Energiebilanzen VOLLUMFÄNGLICH aufzustellen. Und das über Unternehmensgrenzen hinweg… Denn sonst gibt es den „beg thei neighbour effect“ oder auch das „Linke Tasche – Rechte Tasche-Syndrom“ in der Geschäftsmodellentwicklung genannt.

Ein Geschäftsmodell oder Unternehmensprozess kann in Hinblick auf die Minimierung von Energie- und Stoffeinsatz einzig ein so genannter „abgeleiteter Prozess“ sein. Sprich, Geld und „Business“ ergeben sich fast schon von selbst aus der physikalisch-technologischen Betrachtung. Creative Accounting ist in Sachen Energie sicher fehl am Platze, um dem Begriff der Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Eine gute energetisch-materielle Nachhaltigkeitsstruktur von Geschäftsmodellen hat sicherlich besser Erfolgschancen, als wenn man in Konglomeraten Firmen aufbaut, die jede für sich eine Wirtschafts- und Steuerbilanz aufstellen, um sie dann auf der politischen Ebene zu konsolidieren. Und, man spart sich teure Geschäftsführer mit ihrem Apparat! Friktionen werden so auch minimiert! Denn sonst kann aus dem Management schnell ein Schnittstellenmanagement erforderlich sein, wenn an zu vielen Ecken und Enden reingefunkt wird. Viele Köche….

Zielführend ist es im Bereich von Unternehmen, sie zu fusionieren, wenn das sachlich angezeigt ist. Das heißt nämlich nicht, daß dann keine Kontrolle mehr durchsetzbar ist. Ein starker CEO mit klarer Managementstruktur und professionellem Kader kann Erstaunliches bewirken.

Wenn die Politik sich nämlich zurückhält – oder oft auch im Zaume gehalten wird – und die Profis des technischen Managements machen lässt… Wenn es zu viele Politkommissare gibt, dann gibt es mit erhöhter Wahrscheinlichkeit einhergehend auch mehr Paritkularinteressen. So etwas fördert Inkonsistenzen. Denn, gerade in Zeiten klammer Öffentlicher Haushalte wird bekanntermaßen sehr gerne in die Kasse geschielt, sprich auf den Cashflow.

Tja, die Energiewende hat sehr wirkungsvoll in die Eingeweide unserer Energie eingegriffen und den Organismus geschwächt.

Man darf gespannt sein, wie die Netzstabilität bei den heute noch bestehenden politischen Ideen sichergestellt werden kann. Das Fiese des elektrischen Stroms ist nämlich, dass man bei der erfolgten Umwandlung entweder einen Verbraucher oder Speicher hat, um den „Saft zu verarbeiten“.

Sehr schnell  können dann nämlich die geltenden Grenzen von 50Hz +/- 200 mHz angekratzt werden. Manche Nachbarstaaten haben bereits an den Schaltstellen der eigenen nationalen Netze an den Staatsgrenzen technische Vorsorge dafür getroffen, das eigene Netz nötigenfalls zu schützen, sprich zu entkoppeln. Dann gibt es eine Reperkussion…

Eine essentielle Frage, die bisher noch nicht öffentlich diskutiert wird ist eine „piepseinfache“, die die Meister der Energiewende zu beantworten haben:

Ist man heute bereits in der Lage, die immer heterogen werdende Struktur der Stromerzeugung und die damit einhergehnde „Dynamisierung“ i.S. der Mess- und Regeltechnik HINREICHEND modellhaft zu beschreiben und entsprechend mathematisch fundierte Modelle beschrieben zu haben?

Das Technologiemanagement gibt dann den Takt an, um konsistente und wirtschaftlich sinnvoll-nachhaltige Geschäftsmodelle ermöglichen zu können. Nicht die poltischen Pöstchen. Der Betriebswirt möge dem Ingenieur, Physiker oder Chemiker gut zuhören. Sehr gut zuhören…

 Stadtwerke-Award 2015: Innovative Lösungen für die Energiewelt von
> morgen gesucht
>
>   Düsseldorf (ots) - Die Energiewende verändert alles: technische
> und organisatorische Strukturen, Geschäftsprozesse und Strategien.
> Neue Ideen braucht das Land! Der von Trianel, Energie & Management
> und EUROFORUM ausgelobte Stadtwerke-Award 2015 macht die besten
> Innovationen ausfindig. Im Rahmen der 19. EUROFORUM-Jahrestagung
> Stadtwerke 2015 werden am 5. Mai 2015 im MARITIM Hotel Düsseldorf die
> Awards verliehen.
>
>   Jörg Sinnig, Vorstandsvorsitzender der SIV.AG und Mitglied der
> achtköpfigen Jury beim Stadtwerke-Award, macht potenzielle
> Wettbewerbsbeiträge entlang der gesamten energiewirtschaftlichen
> Wertschöpfungskette ausfindig: "Mit der Energiewende verschieben sich
> die Marktstrukturen von zentralistischen Ansätzen hin zu regionalen
> Lösungen. Dies hat Konsequenzen sowohl für die Energieerzeugung als
> auch die Verteilung. Betroffen sind vielfältige Aufgaben und Themen
> wie Netzausbau, Vertriebsmodell, Abgabensystem, Netzfinanzierung,
> lokale Infrastruktur, Energiespeicherung oder Subventionen.
> Angesichts des stetig wachsenden Veränderungsdrucks müssen sich
> Energieversorger zunehmend auch einer strategischen Neuausrichtung
> stellen - nicht zuletzt durch innovative Produkte, ganzheitliche
> Vermarktungskonzepte und kundenorientierte, zukunftsstarke
> Geschäftsmodelle. Eine intelligente IT mit einem hohen Grad an
> Standardisierung und Automatisierung bietet dafür die Grundlage."
>
>   Stadtwerke sind die Keimzelle für Innovationen
>
>   Gerade Stadtwerke und regionale Energieversorger übernehmen bei
> der Umsetzung der Energiewende eine Schlüsselrolle und beweisen vor
> Ort Innovationsfähigkeit und Kreativität. Das haben schon die
> vielfältigen Wettbewerbsbeiträge zum Stadtwerke-Award in den
> vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen. Auch beim sechsten
> Stadtwerke-Award, der Ende November gestartet wurde, stehen wieder
> vorbildliche Projekte bei industriellen, gewerblichen, kommunalen
> oder privaten Kunden im Fokus. Die hochkarätig besetzte Jury wird bei
> der Ermittlung der drei Award-Sieger und des Sonderpreis-Gewinners
> (Thema: Stadtwerke 2020 - Strategien zum Erfolg") insbesondere darauf
> achten, ob die Projekte in die Unternehmensstrategie eingebettet
> sind, ob sie nachhaltig und auf Langfristigkeit angelegt sind, ob sie
> besonders innovativ sind und ob sie Modellcharakter für andere
> Stadtwerke und Kommunen haben.
>
>   Einsendeschluss: 13. Februar 2015
>
>   Teilnehmen können Einzelpersonen, Abteilungen, Cost-Center,
> Profit-Center, Arbeitsgruppen oder eigenständige Unternehmen aus dem
> Bereich der kommunalen und regionalen Versorgungsunternehmen.
> Einsendeschluss ist der 13. Februar 2015. Bewerbungsunterlagen können
> unter www.stadtwerke-award.de/bewerbung angefordert werden.
> Teilnehmen lohnt sich! Nominierte und Preisträger erhalten zwei
> Gastkarten für die 19. Euroforum-Jahrestagung "Stadtwerke 2015" sowie
> 50 % Ermäßigung für die Teilnahme weiterer Personen eines
> Unternehmens. Der Gewinner des "Stadtwerke-Award" erhält außerdem die
> Möglichkeit, sein innovatives Projekt auf dem Kongress der
> Stadtwerke-Community vorzustellen. Nicht zuletzt ist eine
> Auszeichnung für alle Preisträger ein idealer Aufhänger für das
> Marketing, die eigene Innovationskraft auch gegenüber Kunden und
> Kommunen herauszustellen.
>
> OTS:              EUROFORUM Deutschland SE
> newsroom:         http://www.presseportal.de/pm/6625
> newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_6625.rss2
>
> Pressekontakt:
> Philipp Schiwek
> EUROFORUM Deutschland SE
> Prinzenallee 3
> 40549 Düsseldorf
>
> Phone  0211-9686 3387
> Fax  0211-9686 4387
> Web www.stadtwerke-tagung.de
> Mail  presse@euroforum.com

Windpark wird erweitert + anderes zum Themenkomplex… [bitte scrollen!]

Nordwest-Zeitung   01.03.2016    http://www.nwzonline.de/wesermarsch/wirtschaft/windpark-wird-erweitert_a_6,1,663435776.html

www.ovelgoenne.de

 

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Nordwest-Zeitung   01.03.2016            http://www.nwzonline.de/brake/energieversorgung_a_6,1,663462845.html

 

Energieversorgung Thema bei Grünen

 

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Anzeiger für Harlingerland                       01.03.2016            http://harlinger.de/Nachrichten/artikel/windkraftanlagen-arbeiter-in-aurich-schwerst-verletzt

 

Windkraftanlagen-Arbeiter in Aurich schwerst verletzt

Sicherungsflansch fällt aus mehreren Metern auf Kopf eines 30-Jährigen

 

Von AH

 

Ostfriesen-Zeitung  01.03.2016    http://www.oz-online.de/-news/artikel/179112/Poppen-sauer-ueber-Klima-Vorstoss

 

 

Weser-Kurier                        01.03.2016    http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Hoch-oben-in-der-Gondel-_arid,1324315.html

 

 

Weser-Kurier                       01.03.2016    http://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Gruene-kritisieren-K%2BS-_arid,1324539.html

 

 

http://www.oz-online.de/-news/artikel/179001/Applaus-fuer-Redner-Pfiffe-fuer-Kreisraetin

 

 

http://www.nwzonline.de/friesland/wirtschaft/1000-meter-abstand-sind-eigentlich-noch-zu-wenig_a_6,1,621198542.html

 

Windenergie

 

„1000 Meter Abstand sind eigentlich noch zu wenig“

 

Bürgerinitiative begrüßt Teilnahme des Bürgermeisters am Infoabend

Melanie Hanz

 

( . . . ) gestern in der Presseauswertung

 

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Übermittelt von Manfred Knake:

 

Wattenrat-Rundbrief

Datum: 01. März 2016

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Anzeiger für Harlingerland, Wittmund/NDS, S. 6, 01. März 2016

 

BI: Schallbelastungen der Windkraftanlagen höher

WIRTSCHAFT Georg Janssen und Harry Persigla äußern Bedenken zu

möglichem Repowering

 

OCHTERSUM/AH – Den Bürgeriniativen in Ochtersum und Fulkum liegen nach

eigenen Angaben Informationen vor, wonach die

Schallimmissionbelastungen durch den Betrieb von Windrädern, die in

gängiger Praxis durch Schallimmissionsprognosen nach (DIN ISO 9613)

messtechnisch vor Ort ermittelt werden, oftmals erheblich niedrigere

Werte aufweisen, als später im tatsächlichen Betrieb. Dabei würden die

Differenzen mit zunehmender Entfernung größer, so Harry Persigla, für

die BI „Fulkum gegen weiteren WEA-Wildwuchs“ und Georg Janssen von der

BI Ochtersum. Oftmals wurden nach ihren Ausführungen in der Praxis in

der Vergangenheit schon Abweichungen von mindestens drei dB bis zu

zehn dB festgestellt. „Es wird also nicht selten lauter, und zwar für

das menschliche Hörempfinden mindestens doppelt so laut, wie von den

Betreibern bezahlten Gutachtern vorhergesagt wird“, so die

Bürgerinitiativen.

 

Persigla und Janssen empfehlen den Anliegern, den jetzigen Ist-Zustand

mit der bestehenden Vorbelastung der Windkraftanlagen durch

unabhängige Gutachter messtechnisch erfassen zu lassen. Sie messen vor

allem den Körperschall, heißt es weiter. So habe man eventuell noch

eine Chance, weitere geplante Anlagen zu verhindern oder deren Betrieb

einzuschränken. Persigla und Janssen weisen weiter darauf hin, dass es

in etwa fünf Jahren technisch möglich sein werde, Windräder mit einer

Höhe von 300 Metern und größer zu bauen, deren Leistungen noch

erheblich über den heute üblichen Modellen, wie zum Beispiel den

E-115, Gesamthöhe 193,30 Meter, liegen würden. Persigla und Janssen

befürchten, dass im Zuge eines Repoweringprogramms solche

„Riesenmonster“ gebaut würden. „Der Kölner Dom erreicht eine Höhe von

157 Meter und der Eiffelturm in Paris 324 Meter. Windkraftanlagen, die

ähnliche Höhen erreichen vor den Fenstern der Anwohner – was das

bedeutet, vermag sich heute bestimmt noch niemand vorzustellen“,

meinen die beiden Sprecher der BI’s.

 

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Übermittelt von Manfred Knake:

 

Wattenrat-Rundbrief

Datum: 01. März 2016

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Anmerkung:

 

Der NABU ist mal wieder für die Quadratur des Kreises und gab

rechtzeitig vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg eine

Forsa-Umfrage in Auftrag; er schaft es tatsächlich, den

Windkraftausbau in einem Atemzug mit dem Naturschutz zu verbinden:

 

Zitat: „Doch obwohl der NABU sich dem Klimaschutz verpflichtet fühlt und den

Ausbau der Windenergie grundsätzlich befürwortet, gibt es aus Sicht

des Naturschutzes auch Probleme beim Ausbau der Windenergie. Diese

liegen vor allem in der Beeinträchtigungen für Vogel- und

Fledermausarten sowie deren Verluste durch Kollisionen der Tiere mit

den Anlagen.“

 

Auf das „Klima“ haben WEA überhaupt keinen Einfluss, das ist also

Zeitgeist-Geschwätz, sehr wohl aber auf Vogellebensräume und

Fledermausvorkommen. Hochrechnungen gehen von bis zu 250.000 toten

Fledermäusen in Deutschland durch WEA aus. Das wäre die Domäne des

NABU, nicht der imaginäre „Schutz“ des Klimas.

 

Interessant wäre die genaue Fragestellung der Forsa-Umfrage.

Bemerkenswert der umgehende Beifall vom BW-Umweltminister, siehe

Anlage .pdf.. Da weiß man doch gleich wieder, woher der Wind weht.

 

Bleibt abzuwarten, wie die Umfrageergebnisse nach Abschluss der

Ausbauziele aussehen werden….

 

Solchen „Naturschutz“-verbänden sollte man schleunigst den Rücken

kehren: austreten!

 

—-

 

 

NABU-Baden-Württemberg:

 

Windenergie muss ausgebaut werden

NABU unterstützt den Ausbau der Windkraft

Mit einem Anteil von ca. 9% am Bruttostromverbrauch und einer

Erzeugung von 53,4 TWh ist die Windenergie vor der Biomasse die

bedeutendste erneuerbare Energiequelle in der Stromerzeugung. Die

Windenergie leistet so einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. […]

https://baden-wuerttemberg.nabu.de/umwelt-und-leben/klima-und-energie/windkraft/

 

 

„Sonnenseite“ von Franz Alt

 

Neue Umfrage: Naturschutz wichtig für Wahlentscheidung

Spielen Naturschutzthemen eine Rolle, wenn die Menschen im Land am

  1. März einen neuen Landtag wählen?

 

[…] Auch der Klimaschutz liegt den Wählerinnen und Wählern am Herzen: Es

ist geplant, den Anteil der Windkraft an der gesamten Stromerzeugung

bis 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen. 40 Prozent der

Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger sind der Ansicht,

dass ein höherer Anteil angestrebt werden sollte, 41 Prozent halten

den geplanten Ausbau für genau richtig. Nur zwölf Prozent der

Befragten wünschen sich einen niedrigeren Anteil.

„Vor dem Hintergrund dieser Zahlen ist es völlig rätselhaft, dass

manche Parteien das Thema Ökologie stiefmütterlich behandeln oder den

Naturschutz schwächen wollen“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Andre

Baumann. „Naturschutz tut dem Land gut – und die Menschen in

Baden-Württemberg wollen mehr Naturschutz.“

.[…]

http://www.sonnenseite.com/de/politik/neue-umfrage-naturschutz-wichtig-fuer-wahlentscheidung.html

 

 

Stuttgarter Zeitung, online, 26. Febaruar 2016

 

Bei der Landtagswahl spielt nicht nur die Flüchtlingspolitik eine

Rolle. Laut einer vom Naturschutzbund Nabu beauftragten Umfrage sind

für 58 Prozent der Befragten auch Natur- und Umweltschutzthemen

wichtig bei der Wahlentscheidung. […]

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nabu-beauftragt-umfrage-fuer-waehler-ist-naturschutz-wichtig.4bad6d9c-3173-4619-91bb-c657a7699575.html

 

Ein Bündnis für rational belegbare Energiepolitik

Tja, man könnte sagen, „Deutschland dreht am Rad“, genauer gesagt, am Windrad.

Für die energiepolitische Diskussion dürfte die Initiative „VERNUNFTKRAFT“ interessant sein.

Die Webadresse lautet: http://www.vernunftkraft.de

Fadenscheinige Beschwerde: Ministerpräsidentin Malu DREYER, Rheinland-Pfalz moniert Windkraftplanung durch GABRIEL. Und Aachener Seitenblick

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu DREYER moniert die Pläne des Bundesumweltwirtschaftsminiserters Sigmar GABRIEL den Windkraftprojekten die Flügel zu stutzen.

Was sie nicht erzählt ist, dass das Land Rheinland-Pfalz einen sehr, sehr großen Teil der Landesfläche für die Nutzung der Winkraftenergieumwandlung freigegeben hat. Es sind über 10% (!). Logisch, dass dann das politische Gemäkele losgeht, weil nämlich durch die finanziellen Belastungen der Bürger beim Bezug von Strom/Energie indirekt dann ordentlich viel Geld in die Landeskasse gespült wird. Und diese mit großer Wahrscheinlichkeit in der Haushaltsrechnungen vorgemerkten Mittel könnten durch GABRIEL dann nicht mehr so ohne Weiteres „aktiviert“ werden, sprich einsetzbar sein. GABRIEL macht DREYER durch eine Anpassung der Subventionitis und „Finanzmittelschleuder“ einen Strich durch die Rechnung. Die Zeiten der Planwirtschaft sollten doch eigentlich nach der Wende aus den Köpfen gestrichen worden sein.

Es lohnt sich, im Bereich der Thematik Windkraft einmal detaillierter in die Fragestellung der Pachten für umgewidmete Landwirtschaftsflächen, auf denen WKA gebaut werden, zu schauen: wie hoch ist die Pacht für ein Hektar landwirtschaftlicher Anbaufläche (standort- und bodenabhängig)? Was springt für wen pro Hektar Fläche für eine Windturbine raus? Welche Auswirkungen hat das bei Gegenden mit guten Böden im Sinne der Agronomie? Wieviel steigen dadurch die Lebensmittelpreise?

Vor allem ist es hier sinnvoll, die Vertragslaufzeiten und die daraus kumulierten Erträge zu betrachten. Selbstverständlich inklusive der Zinseszinsrechnung. Diese Thematik wird viel zu wenig hinterfragt. Schade eigentlich!

Da alles als „Aufschlag“ – den ÖKOSOLI  sollte man das lieber benennen – beim Strom bezahlt wird, ist das eine staatliche Lenkungsabgabe von massivster volkswirtschaftlicher Wirkung, die nicht notwendigerweise den grössten Hebel in Bezug auf Arbeitsplätze bedeuten muss.

Denn, das Geld, das ein normaler Haushalt anteilig mehr für den ÖKOSOLI zahlt, wird bei anderen konsumatorischen Ausgaben reduziert und durch das staatliche „Hütchenspiel“ – nein, das ist keine Steuer… – umverteilt. Dann wird es nämlich interessant: in welche Töpfe fließen diese finanziellen Mittel, die ansonsten in die Geschäfte vor Ort zur Abdeckung individueller Bedürfnisse eingesetzt worden sind, nun politisch diktiert umgelenkt werden. Wären die Dinge wenigstens rational, dann wäre dieses Argument sicher „etwas gegenstandsärmer“. Auch hier lohnt es sich, die so genannten „Business Cases“ in der Fachliteratur seitens der Politik en détail anzusehen.

Also: wie hoch ist die Staatsquote in Deutschland durch den ÖKOSOLI gestiegen?

Viel Spass beim Rechnen! Rechnen lohnt immer, auch in der Politik.

Ach ja, Aachen jammert immer wegen des Geldes, dass es in der Haushaltsklemme hängt. Nur, wie heute – Samstag, 25. Januar 2014 –  in der Aachener Zeitung zu lesen ist, will man sich das Vorkaufsrecht für den Aachener Musikbunker sichern. Sehr interessant dürfte es sein, wer am Ende dann die Rechnung zahlen wird. Vielleicht ist Aachen dann eine der wenigen Städte deren Hebesatz bei der Gewerbesteuer mit einer FÜNF die dreistellige Zahl festlegt. Dann gibt es eine Stadtflucht der Wirtschaft, die vor Ort versteuern muss, die gerade für eine Stadt, die an Belgien und die wirtschaftsfreundlichen Niederlande grenzt, recht haarig werden kann. Aachen könnte dann so ausschauen wie ein Hippie Anfang der 70er.

Die Haushaltsargumentation ist wie ein alter Zopf eines immer jungen Hippies: man schneidet alte Zöpfe ab, wenn sie zu verfilzt sind. Nur, das Dumme ist, die Zotteln wachsen nach. Fiskalpolitisch wäre im übertragenen Sine wohl mal eine Art von „Epilation“ im Sinne der Fiskalhygiene überfällig, dass der lange Bart dann bei aller Freiheit doch nicht zu ungepflegt ausschaut.

Die Zeit der 70er war für die Bürger von deutlich mehr Zuversicht als heute geprägt. Auch hielt sich die Politik mit den Bevormundungstendenzen, denen man sich heute kaum noch entziehen kann, zurück. Es war eine Phase mit mehr Freiheit und Perspektive. Nun ja, es hat sich eben der Wind gedreht: die Politik spielt sich zum Oberlehrer unserer Gesellschaft auf, ist dabei sie immer mehr zu entmündigen und ist forsch dabei, die Geldflüsse für den normalen Bürger umzuleiten, so dass dann die Brunnen für einen immer größer werdenden Teil der Bürger immer mehr trocken fallen und bereits an so manchem Brunnen für eine Art von Algenwachstum sorgen. Und irgendwann fängt das an zu stinken und umzukippen.

Das politische Selbstverständnis hat etwas von Frivolität bekommen. Aber nicht in dem Sinne das man kichern könnte, weil einmal eine Grenze überschritten worden ist, nein, weil immer mehr Menschen in diesem Staat still aufschreien, weil sie immer mehr durch den politischen Apparat in die Enge getrieben und gegängelt werden. Bürokratieabbau wird durch andere Dinge substituiert. Der Bürger steht vor manchen Dingen wehrlos da.

Und, mehr Transparenz ist zwingend, um Vertrauen wieder herzustellen. Lesetipp: Transparency International.

Auch, dass Bürger den Haushalt einsehen und mitbestimmen können. In Aachen heißt es von höchster amtlicher Stelle, dass so etwas nicht ginge. Nun, da muss man sagen, scheint man falsch beraten und nicht à jour zu sein.

Denn, in Berlin gibt es den Bürgerhaushalt. Auch in Bezirken von der Grösse Aachens: http://service.berlin.de/buergerhaushalt/

Fa(r)cebook-Poliltik?

Vielleicht liegt es daran, dass Politik heute immer mehr so aufgefasst wird, jedermanns Freund sein zu wollen. Denn, je mehr Freunde man hat, umso mehr Stimmen bekommt man. Und, umso sicherer sitzt und bleibt man auf seinem Stuhle.

Erinnert sei an die Redewendung: „Jedermanns Freund ist Niemandes Freund“

Aus dem Archiv. WiWo: „Die Grüne Katastrophe“

Manchmal ist der Blick in das Archiv aufschlussreich!

Am 12.03.2013 erschien in der Wirtschaftswoche der Artikel „Die grüne Katastrophe“.

Wie beim Wein, steigert eine längere Lagerung im Dunkel auch schonmal die Reife eines Artikels. Da sich gerade auf Bundesebene die Schwarz-Rote Koalition ohne die Grünen zusammenrauft, darf man gespannt sein, wie man sich denn so die Energiewende nun vorstellt, ohne den grünpolitischen Mahnfinger in der Luft. Die Bundesregierung sollte es als Chance sehen, die Energie- und Umweltpolitik strikt auf naturwissenschaftlich basierten Zusammenhängen zu definieren und nicht mit irgendwelchem Holzgeld, das einfach Geld umzurubeln vermag. Vielleicht wird so dieses essentielle Themenfeld de-ideologisiert und von der Erkenntnis her, demokratisiert!

Interessant dürfte auch der praktische Spagat des neuen Energie- und Wirtsschaftsminsiters Sigmar GABRIEL werden, der das Ressort Wirtschaft und Energie vereinen muss.