Leben und Sterben in und für seine Stadt?

Welche Stadt ist es wert, Zeit seiner Gesundheit und seines Lebens zu opfern?

Welche Stadt ist es wert, Zeit seiner Gesundheit und seines Lebens zu opfern?

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Wiedervorlage, 5. Dezember 2015 | Wir freuen uns, dass die Stadt Aachen unsere Idee im Rahmen des Eingabeverfahrens zur Durchsetzung der Umweltzone aufgegriffen hat, Experimentalbusse einzusetzen

Die Aachener Zeitung vom 5.12.2015, Ausg. Aachen Stadt titelt im Lokalteil:

„Rollen E-Busse nach Heerlen?“

Wir freuen uns, dass die Stadt Aachen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zumindest eine Mini-Variante unsere Vorschlags im Rahmen des seinerzeitigen Eingabeverfahrens bei der Bezirksregierung Köln zur Durchsetzung der Umweltzone aufgegriffen hat.

Wir schlugen vor, im Rahmen des Einsatzes von neuesten Busmodellen mit effizienteren sowie „alternativen“ Antrieben wie Batterie, Erdgas oder Wasserstoff der unterschiedlichsten Linienbushersteller eine von Forschungsinstituten der RWTH Aachen betreute Testflotte zu betreiben, die turnusmäßig ausgetauscht wird. Denn Aachen bietet in besonderer Weise ein Testlabor für Linienbusse, da diese in Aachen praktisch immer eine Berg- und Talfahrt absolvieren müssen, was verbrauchsbezogen eine Art von „energetischer Katastrophe“ ist, das bei Bergauffahrt der spezifische Verbrauch massivst ansteigt, aber bei Talfahrt nicht einfach ausgekuppelt werden kann, um so den Verbrauch quasi auf Standgas halten zu können.

Für zeitgemäße und wirklich verbrauchsverbesserte Linienbusse ist es wegen der hiesigen Topologie zwingend erforderlich, Modelle einzusetzen, die so genannte Recouperatoren besitzen. Das heißt, technische Elemente, die bei Bergabfahrt die kinetische Energie, die eigentlich durch Bremsung dissipiert ist, zumindest teilweise wieder zu speichern. Sprich, vereinfacht mit einem Dynamo-ähnlichen Modell und einem Speicher – Batterie – die unvermeidbare Bremsenergie zu wandeln und zu speichern.

Vielleicht gibt es dann auch einmal Hoffnung, dass die Long-Waggon nicht über 80l/100km Diesel benötigen, die Gelenkbusse über 50 l/100km Diesel liegen. Dies zumal der Tatsache geschuldet, dass die Flotte der ASEAG doch als teilweise „abgefahren“ bezeichnet werden kann, sprich, NICHT über Abgasreinigungssysteme der Kategorie 6 verfügt.

Wenn eine Stadt sich als ökopolitischer Musterschüler geriert, die Verkehrsführung in höchst innovativer Strukturierung ausbremst, dann ist es die Pflicht dieser Stadt, selbst sicherstellen zu müssen, dass keine Miefer mehr durch den Kessel kutschieren und den Menschen, den Tieren und der Natur die Luft zum Atmen rauben.

Der nunmehr angekündigte Elektrobus kann nur und erst der erste Schritt der Mutation der „Roten Flotte Aachen“ sein. Die Initiative Kaiserplatz Aachen bittet die Verantwortlichen der Stadt Aachen für die Bürger im Kessel Aachens, zügigst die alte Flotte – inklusive der externen Betreiber – auszutauschen und das der Bezirksregierung per Eingabe vorgelegte Innovationsmodell umzusetzen.

Man stelle sich vor, wenn zehn Bushersteller jeweils zehn ihrer besten Pferde ins Rennen schickt, diese nach einem Jahr austauscht, welche Erneuerungswelle dann läuft. Zum Nutzen der Aachener Lungen, des Verbrauchs, der nicht unerheblich durch die alten Schleudern die Kosten in die Höhe jagt, aber auch im Sinne der Hersteller selbst.

Denn diese können ihre Lieblingspferde auf einen  Straßenparcours durch das tiefe Tal von Aachen jagen, der es in jeder Beziehung in sich hat: Kurven, Steigungen, Bergabfahrten und reichlich innovative Straßen- und Streckenführungen, wie sich das gerade am Kaiserplatz abzeichnet. Und das zu einer Zeit in der der Gegenverkehr um St. Adalbert noch nicht eingeführt ist.

Es wird Zeit, dass die Alten Stinker, die nicht EUR 4 haben, vollumfänglich aus dem Talkessel rauszuhalten sind.

Wer Grünes Wasser predigt, der soll bitteschön auch dafür Sorge tragen, selbst Wasser zu trinken und nicht einem „energetischen Fusel“, um es mal so zu umschreiben anheim zu fallen.

Die Aachener Lungen werden sich freuen, wenn endlich und tatsächlich ökologischer Linienbusverkehr installiert und betrieben wird!

 

 

Kaiserplatz: Stadt Aachen jammert wegen Parkplatzsuchverkehr

In der Aachener Zeitung vom heutigen Tage, Samsttag, 13.02.2016 wird laut über die Erhöhung der Parkgebüren nachgedacht. Die CDU, vertreten durch BAAL, Harald ist dagegen. Klar ist, dass die Stadt Aachen so kurz vor ihrem Nothaushalt alles an Geld in die Kasse hineinzukratzen versucht, was geht.

Haushaltsmittel mit Bedacht und ausschließlich für Sinnvolles auszugeben, das ist bis dato sicher nicht in der Planung gewesen. Man braucht nur die tägliche Lektüre der Tageszeitungen rekapitulieren, um mühelose Felder zu finden, die mehr Geld in den Kassen lassen. Nun ja, man braucht nicht davon auszugehen, dass sich aus der Denkstruktur etwas heraus verändern wird.

Die Idee, Parktarife zu erhöhen, ist nur vorgeschoben. Aus Studien des Handels, die die Rahmenbedingungen für Standorte betreffen, ist klar ersichtlich, dass Parken ein „Juckepunkt“ für den wirtschaftlichen, nachhaltigen Erfolg ist. Beispiele zur Anschauung braucht man nicht zu suchen.

Das Parplatzproblem und der Suchverkehr sind – wie die Haushaltsmisere – hausgemacht. Denn es gibt für Shopping-Centren Kennzahlen für die Parkrauminfrastruktur, die u.a. mit der städtischen Infrastruktur und den Verkaufsflächen gekoppelt sind.

Und man darf sagen, dass das, was jetzt passiert die Folge des städtischen Handelns vor etlichen Jahren ist, als man die Obergrenze von Parkplätzen im Shopping-Center kummunalerseiten festlegte. Mit nicht einmal 700 Stellplätzen verwundert es nicht, dass am Kaiserplatz so viele unökologischen Runden gedreht werden müssen…

Hätte man den normalen Rahmen der Größe angesetzt – zwischen 2.000 und 3.500 Parkplätze in der Liegenschaft – dann brauchte die Stadt Aachen nicht mehr zu heulen und, sie wäre eines Arguments beraubt, Kunden zur Kasse zu bitten.

Das nennt man „Engpassmanagement“…

Die Bürger „danken“ für die weitere Heraufschraubung der Emissionen, die durch Verflüssigung statt durch Ausbremsung des Verkehrs für ein besseres Klima gesorgt hätten.

Mit Ideologie und ergebnisorientierter Planung ist IMMER eine SICHER: man wird niemals einen Lösungsraum auch nur annähernd erreichen, den man mit „optimal“ oder „recht optimal“ beschreiben dürfte.

So heißt es auch hier wieder, wie so oft bei der Aachener Planung: „suboptimal!

 

 

 

 

 

Geld falsch angelegt? ASEAG-Elektrobus dort geplant, wo er nicht benötigt wird!

Dipl.-Ing. Hubertus SCHONLAU, Aachen weist auf eine Implausibilität des geplanten Einsatzes des Elektrobusses der ASEAG hin, die dazu zwingt, revidiert zu werden. Er legt den Finger in die Wunde:
Für die 1,7 Mio. €, die die Stadt Aachen in das Projekt investieren will, könnte man 5 neue Gelenkbusse mit Euro-Norm6-Standard kaufen. Wie aus einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier des Verbands Deutscher  Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) hervorgeht, haben solche Busse die höchste Kosten- Nutzeneffizienz bezüglich Schadstoffverminderung. Man sollte zur Zeit alle Experimente  mit alternativen Antriebssystemen unterlassen, weil man damit zur Zeit bei gleichem  Mitteleinsatz weniger Schadstoffverminderung erreichen würde.

 

Hermann Tücks über die „Ideen“ des Aachener Mobilitätsausschußes…

„Die Große Lösung wird weiter geplant“

Wenn man den Beitrag liest kommt einem spontan die Aussage der bösen Möchtegernkönigin aus dem heute in der ARD ausgestrahlten Märchen, „Prinzessin auf der Erbse“ in den Sinn. Auf den Ausspruch „Aber Majestät, das alles wird doch viel zu teuer – wie wollt ihr das jemals bezahlen“ antwortet sie ganz salopp und kühl: „Dann verkaufen wir einfach die Bauern…“!
Als Angehöriger eben dieses Bauernstandes kommt man sich als Aachener Bürger vor, wenn man sich mit den Gedankengängen unserer städtischen Verwaltungssachverständigen und politischen Entscheidungsträger konfrontiert sieht. Anders wie im Märchen reden die Politiker hier aber mit den am nächsten betroffenen Bürgern, um das Volk zu beruhigen, bleiben aber dann trotzdem bei ihrer, spürbar verordneten, Ursprungsmeinung.

Das ist dann wohl Demokratie. – Im Ergebnis aber noch eine Nummer härter für uns „Bauern“ denn wir sind jetzt an der Ergebnisfindung beteiligt. Wir dürfen dann über Generationen abbezahlen und das Gelächter der Nachbarkommunen über Aussehen und Zweckmäßigkeit dieser Variante D ertragen, auch dann noch, wenn die mutigen und sachkundigen Entscheidungsträger lange ihre schöne Altersversorgung, ebenfalls auf unsere Kosten erworben, genießen dürfen.

Liebe Politiker des Mobilitätsausschusses. Ihr habt doch schon sooft herben Schiffbruch erlitten. Wie wäre es, wenn ihr euch endlich mal kompetente Unterstützung von außen holt und über den Tellerrand blickt. Außerdem nehmen wir mit unendlichem Staunen eure rücksichtsvollen Aussagen über Denkmalschutz und zerstörte Grünbereiche zur Kenntnis. Das stört euch doch sonst nicht im Geringsten!
Aber wenn ihr dann schon der Meinung seid, dass an der Variante D kein Weg vorbei führt, denkt doch wenigstens mal über die LEGO-Technik im Brücken- und Autobahnbau nach. Gibt’s in den Niederlanden, auch direkt hinter der Grenze. Sie ist kostenmäßig unvergleichbar günstig, sieht gut aus, ist schnell geplant, noch schneller realisiert und bei nicht gefallen oder erwiesener Unzweckmäßigkeit auch schnell wieder beseitigt bzw. umgebaut.

Ließe sich auch bei Kreisverkehren mit „Kellergeschoss“ anwenden – siehe die Aufgabenstellung Kaiserplatz.
Aachen, 06. Dezember 2015
Hermann Tücks

Bezug:
Aachener Nachrichten
Ausgabe Samstag, 05. Dezember 2015 – Nummer 284 – Seite 17
AACHEN
„Die Große Lösung wird weiter geplant“
Erschließung Campus West: Auch die Politiker im Mobilitätsausschuss sehen keine Alternative zur Brücke über Pariser Ring und Bahn
Von Wolfgang Schumacher

Fäkasin und der Kack-Bus!

Keine Sorge, dahinter verbirgt sich nichts Böses gegen eine spezielle Buskonstruktion!

Sondern eine tatsächliche energetische Bus-Antriebs-Innovation!

In der 400.000 Einwohler zählenden, englischen Stadt Bristol gibt es den „Poo-Bus“, auf kräftigem Deutsch „Schiet-Bus“.

Er fährt mit den Aufbereiteten „humanoid-causal weggespülten Umwandlungsprodukten menschlicher Nahrung“, um es mal so zu formuliern.

Nun, die Nähe von ÖPNV-Unternehmen zur städtischen Kläranlage ist in Aachen gegeben.

Fahren statt es fahren lassen: Fäkasin!

Aachen will den Individualverkehr bannen und bekommt noch nicht mal die morgentliche Rush-Hour bewältigt…

Haben Sie sich nicht auch schon die folgende Frage gestellt?

Morgens sind die Busse in Aachen proppevoll. Die Campusbahn sollte es richten. Für € 300.000.000,-.

Für moderne Busse, die einem nicht die Luft rauben und die einen auch nicht vergiften, da hat man kein Geld. Man will lieber alte Gurken mit „Kits“ nachrüsten, um nicht zu sehr zu stinken. Aber, es wird über das fehlende Geld gejammert.

Auf Grund der massiv subventionierten Studententickets für den ÖPNV ist klar, dass Kapazitäten bereitzuhalten sind und, dass sie auch aus irgendeinem Topf bezahlt werden müssen.

Schaut man aber als „Normalzahler“ auf den Preis des „kleinsten Tickets“ der ASEAG, dann überlegt man sich das zwei mal, ob Leistung und Preis gerechtfertigt sind.

Über 5 DM für vier Haltestellen…

Nun stellt man sich in Aachen vor, durch die Abwehr der Umweltzone und den „Aachener Weg“, den Individualverkehr aus Aachen herauszudrängen. Hinauszuekeln träfe es besser. „Emissionsfrei“ solle Aachen werden. So, so. dass aber auch die favorisiterte Elektromobilität am Strommix hängt, somit auch auf Braunkohle fährt, das wird geflissentlich verschwiegen.

Wie stellen es sich Rat und Verwaltung der Stadt Aachen denn überhaupt vor, ihre verkehrs- und realpolitische Traumwelt zu finanzieren?

Vielleicht so, wie das in Wuppertal angedacht wird: durch ein Zwangsabonnement beim Verkehrsbetrieb? Ja, Sie haben richtig gelesen: Zwangsweise, daß Erwachsene Buskarten kaufen zu müssen. EUR 30,00 im Monat mal zwölf Monate pro Jahr, macht € 360,00 ÖPNV-Sondersteuer.

Wenn man dann die Sozial- und Finanzkennziffern Aachens betrachten würde und sich überlegt, was das für Aachen hieße, dann zeigt aber bereits die Idee der Wuppertaler, wie miserabel die Situation wirtschaftlich und gleichermaßen planerisch ist.

„They have a dream, nothing but a dream!“.

Wieviel Geld müßte die Stadt Aachen in die Hand nehmen – stellvertretend durch die Gemeindeumlage/den AVV – um sicherzustellen, dass die Menschen UNABHÄNGIG (Grundgesetz und der freie Wille des Menschen…) ihrer privaten und beruflichen Gegebenheiten folgend, so verkehren können, wie sie das wollen oder müssen.

Weiter gedacht: zu viel politoadministrative Einschränkungen der Verkehrsgestaltung könnte man auch als unzulässige politische Erziehungsmaßnahme verstehen, damit auch die Einschränkung der Lebens- und Entscheidungsfreiheit mittelbar als Folge des unplanerischen Denkens und Handelns ansehen.

Der Aachener Weg ist und bleibt eine Sackgasse. Aber, wer nicht rechnen kann, der glaubt bekanntermaßen eben gerne alles…

Tschö, wa!