Wiedervorlage, Oktober 2015 | Peinlich! „Boden des Jahres“ bis zum 8. Oktober würdigte die Stadt Aachen genau den Boden mit einer Ausstellung, der nun im Münsterwald für Windkraftanlagen weggebaggert werden soll… Das paßt zu Aachen!

Dipl.-Geol. Stefan August, Aachen, nimmt wie folgt Stellung:

Im Verwaltungsgebäude des Marschiertors fand bis zum 8. Oktober eine Ausstellung über die von Fachleuten zum diesjährigen „Boden des Jahres“ gewählten Stauwasserböden („Pseudogley“) statt. Interessanterweise handelt es sich hierbei um genau die Böden, die auch in den Baufeldern für die von der Stadt Aachen und der STAWAG geplanten Windkraftanlagen im Münsterwald vorhanden sind, und die bei einer Errichtung des Windparks großflächig unwiderbringlich zerstört würden. Auf die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieser Böden wurde durch die Umweltverbände bereits im Rahmen des Genehmigungsverfahrens detailliert hingewiesen, die Bedenken wurden jedoch, wie auch zu den übrigen Schutzgütern, von der Stadt Aachen als nicht relevant abgetan. Nun wird klar, dass die Naturschutzverbände mit ihrer Einschätzung anscheinend doch Recht haben.

Die Stadt Aachen zeigt paradoxerweise gleichzeitig, wie schützenswert die Böden sind, deren großräumige Zerstörung sie aus wirtschaftlichen Interessen in Kauf nimmt. Dies kann wohl nur damit erklärt werden, dass bei der Stadtverwaltung keine Fachkenntnisse über die tatsächlichen Gegebenheiten am Standort für die Windkraftanlagen im Münsterwald
vorliegen oder diese weiterhin hartnäckig ignoriert werden.

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Windpark: „Ist der Baum erstmal gefällt, dann wird vom Bürger nicht mehr gebellt!“

Am 1. Dezember 2015 sollen im Aachener Münsterwald bei Roetgen an der Grenze zu Belgien unzählige Bäume für die in dieser Woche genehmigten Windturbinen im Münsterwald gefällt werden!

Die Frage ist, ob zwischen dem Beschluß der Stadt Aachen und dem von ihr in der Sache festgelegten Datum für den Beginn der Rodungsarbeiten rechtlich betrachtet, die „angemessene Frist“ berücksichtigt worde ist oder nicht, um nötigenfalls den Rechtsweg beschreiten zu können?

Flugblatt_EUROGRESS – DANKE, LIEBE BÜRGERSCHAFT! 1. April: absoluter REKORD!!!!

[Artikel Nr. 322] Flugblatt_Eurogress:

Der Flugblatt-Text ist hinter dem blauen Kommentar (Zwischenbericht, 31.03.)

Kurznotizen ||| 3. April. 

1.) BÜRGERINITIATIVE BI „LEBENSQUALITÄT VERLAUTENHEIDE“

Kontakt: k_w_h_2001@hotmail.com

2.) LIEBE BÜRGERSCHAFT: Unsere aktuelle Flugblattaktion zeigt, dass Flugblätter auch in Zeiten der elektronischen Kommunikation längst nicht ausgedient haben! Durch die Verteilung kommt man mit sehr vielen NETTEN Menschen ins Gespräch und die Diskussion. Aus den Gesprächen und auch Rückmeldungen in Zusammenhang mit der „Flugblattaktion Eurogress“, können wir neben der absoluten Ablehnung auch feststellen, dass die Bürger – politisch querbeet – die Politik in Aachen als absolut schlecht sehen.

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 könnte zu einer „Zeugnisvergabe für die Bürger werden und die Quote der Sitzenbleiber wird hoffentlich sehr hoch sein!“, hoffte eine ältere Dame über 80 mit Rollator, die „Bei solch einem Politikverständnis geht bei mir der Blutdruck hoch, so dass ich Blutdtruck-senkende Tropfen nehmen muss. Wissen Sie, wäre ich jünger, dann würde ich eine Bürgerinitiative für die Abwählbarkeit von Stadtratsmitgliedern während der Wahlperiode gründen. Ich habe nämlich die Nase voll von dem Verhalten!“.  Gesagt, kam ein erhobener Daumen und der Wunsch, dass alle Bürger Aachens ein Signal setzen.

Und, ein Student fand das Flugblatt so gut, dass er es auf Facebook gepostet hat. Wir danken ihr und wünschen ihr auch zukünftig freie Sicht auf den Kurpark!

<Kommentaranfang> Flugblatt sorgt für phantastische „pro-1000-Klickraten! Die RESPONSE-RATE liegt bei fast 30% !!! DANKE!! geschätzte Bürgerschaft!  –> Text nach dem blauen Kommentar. Bei der Response-Quote betrachten wir NUR: wieviele Flugblätter sind verteilt worden und wieviele Male ist die Meldung angeklickt worden. Definitiv können – und wollten – wir vor allen Dingen nicht tiefer in die Analyse steigen, weil für uns Datenschutz und Persönlichkeitsrechte höchstes Rechtsgut ist!!! Wir freuen uns über jeden Klick, auch von denen, die Anlass für den Klick sind. Wir bleiben mit Blick auf Kommunalwahl am Ball! Denken Sie heute schon an den      25. Mai 2014, wenn in Aachen der neue Stadtrat gewählt wird. Das rechtliche Institut der freien Wahl wäre idealserweise durch möglichst hohe Wahlbeteiligung staatsbürgerlich zu bestätigen! Analysieren Sie für sich die Wahlprogramme, die Kandidatenschaft, deren Leistungsbilanz, deren politische Verbindlichkeit, deren persönlich-politische Standhaftigkeit, deren politisch-administrative Fehlleistungen usw.  Die anstehende Kommunalwahl wäre interessant im Rückblick jeder einzelnen Person zu sehen. Vielleicht machen Sie für sich bis zum 25. Mai 2014 auf einem Schmierzettel eine Übersicht mit Schulnoten: Name der Person im Rat, eine Strichliste für „schlecht“, „mittelmässig“, „beispielhaft“ und ein Feld für freie Notizen wie „standhaft“, „gute Fachkenntnis“ etc. Und dann, in der Woche vor der Wahl rechnen Sie für sich ab, diskutieren Ihre Meinung mit der Familie, Freunden und Bekannten. Und dann wählen Sie, was Ihrer Meinung nach die beste Wahl für Aachen ist“. Fragen Sie sich: ist die noch laufende Amtsperiode eine, die man in der Rückschau als für Aachen „voranbringend“ gewesen ist und Sie sagen, „die wähle ich aus Erkenntnis heraus genau so, wie vor fünf Jahren!“, oder eine, von der Sie vielleicht sagen, dass sie Aachen „zurückgeworfen“ hat? Fragen Sie sich! Bitte!“

1. April (kein Scherz): wenn Sie in den Texten suchen, finden Sie auch Informationen, wie man nicht auf das Glatteis gebracht wird:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2014/01/23/tipp-burgerinitiativen-offentliche-diskussion-und-dissentierung/

<Kommentarende, 1.4.>

Sehr geehrte Bürgerin, sehr geehrter Bürger!

Die Politik bedarf zwingend des Selbstberständnisses der konsequenten Sach- und Fachorientiertheit bei ihren Entscheidungen. Es darf nicht so sein, dass man auf der einen Seite – wie letzte Woche von Seiten des Umweltamtes in den lokalen Medien moniert – die Luftverschmutzung als großes Problem für die Stadt anerkennt, alles tue, um die Qualität zu verbessern. Sich aber mit Händen und Füßen wie der Delinquent vor Gang zum Richtblock sträubt, die Einführung der Umweltzone umzusetzen. Übrigens, das Argument dagegen sei, dass es Probleme für die niederländischen und belgischen Besucher gäbe, weil die keine Plaketten hätten. Hier sei daran erinnert, dass es europäisches Recht gibt…

Und, auf der anderen Seite, keine 500 Meter Luftlinie entfernt, wird in der politischen Diskussion das letzte große Stück Grün in der Innenstadt zur Disposition stellt. Genauer gesagt, wollen Teile der Politik in Aachen das Eurogress erweitern. Um rund 1.000 Plätze. Die Konsequenzen sind klar: aufgestockt kann das nicht auf dem Eurogress, sondern, es muss Platz her, um dieses Gebäude samt Parkmöglichkeiten errichten zu können. Da das „Alte Kurhaus“, das Spielkasino augenscheinlich weniger geeignet ist, ist klar, dass ein Neubau her muss!

Stellen Sie sich bitte für einen Moment gedanklich vor, wie es aussehen wird, wenn vielleicht im Bereich des Parkhauses Monheimsallee ein entsprechender Bau hochgezogen werden wird. Nehmen Sie für eine erste Orientierung mal ein „halbes Eurogress“ an. Und, es stellt sich auch die Frage, wohin mit den Autos und, welche Folgen hat das für den Verkehr? Weniger wird der bestimmt nicht.

Nicht wenige Bürger von der Nizza-Allee über die Krefelder Strasse bis hin zur Wilhelmstrasse waren aufgeschreckt, als sie das erste Mal von den Plänen in der Aachener Zeitung lasen. So hat sich die Aachener CDU für eine Erweiterung ausgesprochen.

Offensichtlich wurde dieser Parteibeschluss gefasst, als man noch nicht die o.g. Erkenntnisse in Sachen Luftverschmutzung auf dem Tisch hatte, die aus dem Dezernat Umwelt diese Woche verlautbart worden sind.

Würde die Aachener CDU nun weiterhin auf dem Standpunkt stehen bleiben, dass die Erweiterung des Eurogress´ durchzusetzen sei, so müsste sie sich zwingend vor der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 die Frage gefallen lassen, warum sie es dann weiterhin zuliesse, dass ein sehr wichtiger Bereich für die Naherholung der Bürger zu deren Lasten ginge, weil man auf die Bauerweiterung in der Innenstadt weiterhin beharre.

Beim Wahlvolk der den Stadt- und Kurpark betreffenden Bereiche käme das wahlpolitisch sicherlich schlecht an.

Bessere Lösung!

Anstatt nochmehr Verkehr in den Innenstadtbereich zu ziehen und wichtiges Innenstadtgrün zu vernichten, sollte die Politik in der Stadt Aachen  einmal darüber Gedanken machen, systematisch zu denken und zu handeln.

Systematisch heisst, sich zu überlegen, welches die Anforderungen an ein modernes Kongresszentrum sind, wo es sich bestens in die gegebenen Strukturen einfügt und, ob man wirklich die Stadt baulich noch weiter verdichten will, obgleich schon viel „dicke Luft“ in Aachen herrscht. Dies sowohl chemisch wie auch stimmungsmässig.

Und, man braucht gar nicht viel zu hirnen, um Lösungen entwickeln zu können. Denn, das Campusprojekt bietet Chancen, das Leben in der Stadt angenehmer zu gestalten, die dicke Luft sich verdünnisieren zu lassen und vor allem, als Kongress- und Tagungsstandort, mal richtig in der „global league“ mitmischen zu können.

Das heisst verkehrstechnisch gesehen, NICHT in die Stadt fahren zu müssen – die Bürger danken es der Politik – sondern direkt von der Autobahn über den Überflieger nach Melaten mit einer kurzen Strecke direkt zum „Aachen Campus Congress Center“ (ACCC) zu gelangen. Mit Parkplätzen, Infrastruktur und dennoch so gelegen, dass der Charme der Alstadt von Aachen auch bei Nacht für sich spricht.

Ein Zentrum, das bei wissenschaftlichen Kongressen sowohl einen Grosskongress mit 4.000 Teilnehmern im Stande ist, modern (!) Raum zu bieten, aber auch, das es gestattet, mehrere Kongresse parallel abhalten zu können, ohne sich in die Quere zu kommen oder, einen Kongress mit Räumlichkeiten für verschiedene „work-groups“ mit zeitgemässer Kommunikationstechnik zu ermöglichen, wobei abends dann noch verschidene Vorträge gehalten werden. Und, für bestimmte Veranstaltungen eine Alternative für das Eurogress zu sein.

Denn eines darf man nicht vergessen: man muss als Veranstalter den Vorlauf und die Flexibilität einer Tagungsörtlichkeit im Auge behalten.

Das „ACCC“ (hier der guten Ordnung einer korrekten Zitation halber: das ist ausdrücklich eine Wortschöpfung der Initiative Kaiserplatz e.V.!) würde dem Eurogress Freiräume für eine offenere kulturelle Konzeption geben. Für internationale Kongresse ist es bereits seit Jahren am Limit. Und das heisst im Klartext: es können sehr viele Wissenschaftler nicht auf wissenschaftliche Tagungen nach Aachen kommen, weil ganz einfach mit rd. 1.800 Personen die Obergrenze erreicht ist.

Für ein Tagungszentrum, das im Sinne der wissenschaftlichen Kommunikation zeitgemäss ist, gilt, sich in einem Gebäudekomplex unter einem Dach mit Hotellerie und Parkplätzen einfinden zu können. Denn, wenn die wissenschaftliche Community beim schlechten Aachener Wetter auch noch Säle wechseln muss, dann ist klar, dass dann eine „Aachener Seufzer-Brücke“ ran muss, damit man ohne nass zu werden von einer zur anderen Session geben kann.

Zudem lassen sich durch ein neu gestaltetes Kongress-Zentrum auch wichtige Details verbessern wie das „Nasszellen-Logistik-Konzept“. Jeder, der im Eurogress schonmal eine Pause gemacht hat, weiss, wie was mit dem „Andrang“ gemeint ist.

Die Stadt Aachen sollte es sich im Sinne der Bürger der Innenstadt, der Luftqualität, des Lebenskomforts allen Ernstes überlegen, das Stadtgrün nicht weiter zu rupfen, sondern im Zuge des Campus-Projektes mit der RWTH Aachen, den Lehrstühlen, der FH Aachen und anderen, privaten Akteuren zusammen an EINE Zukunftslsöung zu gehen.

In Aachen wird zu wenig an einem Strang gezogen. Deswegen kommen auch solche Versatzstücke fast täglich auf den Tisch, an dem sich der Stimmbürger fragt, warum man heute schlechte Luft bejammert und morgen Geld in die Hand nehmen will (was man aber möglicherweise noch nicht hat), um die Grüne Lunge Aachens, den Kurpark und den Stadtpark zuzubetonieren.

Man sollte sich von den Bilanzen, der Erfolgsrechnung des Eurogresses einmal von dem Ort an der Monheimsallee anfangen zu verabschieden. Aus unternehmerischer Sicht, ist eine Geschäftserweiterung nicht an einen Ort gebunden. So kann man die Steine, die das Grün wegnehmen doch mit dem Campusprojekt dort zusammenfügen.

„Konzertiert handeln“ muss die Devise lauten!

Für die Stadt Aachen wäre der integrative Ansatz des ACCC sicherlich etwas, was übergeorndet noch mehr für das Image förderlich wäre, als ein Stück Grün in der Innenstadt zu opfern, was die Bürger absolut nicht mögen!

Unter diesem Link auf diesem Blog finden Sie die wichtigen Medienadressen unserer Region und vor allem die der Politik. Helfen Sie bitte der Politik bei der Entwicklung ihrer Entscheidungen. Melden Sie sich zu Wort. Teilen Sie bitte auch Ihre Meinung den Medien mit, damit sie die Themen verfolgen, aufgreifen und diskutieren können.

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2014/03/17/adressen/

Es geht um das Ganzheitliche, nicht das Parikuläre!

Vielleicht wäre es im Sinne der Luftqualität im Kessel Aachens auch ein wichtiger Impuls, dass der Rat der Stadt Aachen in der nächsten Wahlperiode entscheiden wird, dass in dem Kurpark und dem Stadtgarten keine weiteren Bauprojekte mehr genehmigungsfähig sind. Das alte Knappschaftsgebäude als „Grenzstein“ der Bebauung.