Veranstaltung: Grexit, Brexit – wohin steuert Europa? CHATZIMARKAKIS, Jorgos

Aus der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung heraus, wird Jorgos CHATZIMAKAKIS am 23. September 2016 um 19h00m im Haus St. Raphael, Strüver Weg 3a unter dem Thema

„Grexit, Brexit und Flüchtlingsproblematik – wohin steuert Europa?“

referieren?

Werbeanzeigen

Zwei NZZ-Leseempfehlungen zum Tage

1.) Ein Asylverfahren für die ganze EU:

http://www.nzz.ch/international/europa/nn-fluechtlinge-front-ld.105595

2.) Zur neuen Rolle der Bundeswehr unter von der Leyen:

http://www.nzz.ch/international/europa/sicherheitspolitisches-weissbuch-deutschland-will-sich-nicht-mehr-verstecken-ld.105614

3.) Regierungswechsel in Großbritannien | Die EU dürfte sich verhandlungstechnisch auf harte Bandagen und kluge Köpfe – Absolventen der Elite-Universität Oxford – einstellen.

Das könnte zum „3-D-Schach“ für Brüssel werden und man darf sich bereits jetzt schon fragen, wer letztlich den entscheidenen Schachzug machen wird…:

http://www.nzz.ch/international/europa/david-cameron-tritt-ab-die-unertraegliche-leichtigkeit-des-regierens-ld.105615

 

+++ Dublin in Sorge +++ so bekommt das DUBLIN-Abkommen seine

ironische Konnotation der neuen Art.

Das nunmehr im Grunde „alte Dublin-Abkommen“ und das nun BREXIT-basierte „neue Dublin-Abkommen“, dessen Vertragsgegenstand die Regelung der Aussengrenze der EU, der zum dann ehemaligen „Mutterstaat“ wird.

Bereits das zeigt, wie drigend erforderlich es ist, dass man sich in Brüssel besinnt, ob man nicht doch einen „Notausstieg“ – granting a pardon; gentleman-like – einräumt:

http://www.nzz.ch/international/brexit/eu-austritt-grossbritanniens-dublin-im-brexit-schock-ld.91730

Es gilt:

Und sich nötigenfalls den Dingen zu beugen, denen man sich zu beugen hat.  Oder auch nicht....

Und sich nötigenfalls den Dingen zu beugen, denen man sich zu beugen hat.
Oder auch nicht….

Gegenrede zu Rückzug vom BREXIT

Hier der andere Standpunkt in Sachen BREXIT-Diskussion. Anmerkung: interessant wäre die Frage, wie es politisch wie auch staatsrechtlich zu bewerten wäre, wenn die Wahlbeteiligung am BREGRET um – z.B. – 30 % höher läge und das Votum mit 70% für den Verbleib ausfiele. Wie wäre dann Folgendes zu beurteilen.

Wäre es nicht auch im Sinne der Versachlichung der Diskussion zwingend notwendig, dass seitend UK und der EU eine Website einzurichten wäre, die nicht im Sinne einer „Partei“ im juristischen Verständnis gestaltet wäre. Dann könnten sich die Bürger, wenn sie die Argumente studieren und die daraus ableitbaren Positionen bewerten wollen, wie ein Richter ein DIN A 4 – Blatt nehmen, parallel der langen Schnittkanten halb-auf-halb falten. Links ein „-“ und Rechts ein „+“ setzen, um in den Spalten Argument und eigene Position herauszukristallisieren.

Und unten dann, auf jeder Seite eine Tenorierung vornehmen, aus der sich die Tendenz abzeichnet, die letztlich zum höchstpersönlichen Urteil in der Sache führt.

Das Führen dieser positionsbefreiten Argumentations-Webseite – die man für alle wichtigen Entscheidungen staatlicherseits zwingend einzurichten hätte – würde viele Diskussionen und Entscheidungen zu versachlichen helfen, Zwist reduzieren und letztlich effektivere und punktgenauere Entscheidungen erwirken.

Was man jetzt sagen muss ist: die Phase der Ungewissheit, wie die vorgesehenen Austrittsverhandlungen ausfallen werden, kosten Geld, Nerven und implizieren das Risiko von im Grund vermeidbaren staatlichen Spannungen. Dies intra- wie auch extranational.

In der Diskussion, ob der BREGRET oder BREXIT die ultissima ratio ist, sollte dieser Zeitlauf und das jeweilige Schadenspotenzial nicht nur für UK, sonder die EU, Europa und global evaluiert werden.

Denn am Ende eines der beiden Verfahren, werden politische, volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Rabatt-Marken-Hefte eingelöst, die für einen politischen wie auch finanziellen sowie perspektivischen Preis stehen!

http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2016/2016_06_27_dav_aktuelles_brexit.html

EU-Hymne / EU-Anthem – „Ouch!“ im Zeichen von BREXIT: F… E… U… S…

mas

Klicken, hören, staunen, raunen:

Und, die Alten Männer aus Brüssel sollten sich im Sinne eines freudvollen, gemeinschaftlichen Europas diesen „Tube“ anhören, um verandwortungsvoll alles Erdenkliche zu tun, damit die Unklarheit, ja, die staatspolitische Agonie des weiteren Verlaufs möglichst bald zu einem konstruktiven Ende kommt.

Und, „konstruktiv“ heißt für kluge, weise Verhandler mit Blick und vor allem Verständnis das Grosse und das Ganze fähig und bereit zu sein, die Hand zu reichen. Und die Hand zu reichen bedeutet, nicht gleich „Njet!“ zu sagen, sondern IMMER eine Tür offen zu lassen. Tür offen zu lassen bedeutet eben auch, staatsmännisch den #BREGRET nicht zu verteufeln, sondern in sich  zu gehen und sich zu fragen, wie man im Rahmen des „REVERSIERENS“, das auf mittlere Sicht für den Standort Europa bereits profitabel sein wird, wieder zusammenkommt.

Fällt den beiden Brüssler „Nicht-Königen“ JUNCKER und SCHULZ denn nicht auf, dass sie nicht einmal einen Zacken aus ihrer Krone verlören, würden sie staatsmännisch, weitsichtig vor das Volk „da unten“, diesseits und jenseits des Kanals hinausschreiten, um aus der verhandlungsmetodisch unsinnigen binären Position endlich auszusteigen und rheinländisch-pragmatisch sagen: „Loss, rin in de Bütt! Die Sache wird mit allen geklärt!“.

Selbst die Briten würden mutmasslich mit einem Lächeln einen leicht bis mittelschweren Schwertstreich der EU als Sanktion akzeptieren, würde dies das höchstinstanzliche Urteil des „Court Marshall of BRUSSELS“ für den BREXIT für den politischen Straftatasbestand „defection from the European Union“ bedeuten.

Sicher, mit etwas britischer Reue, aber Gesichtswahrung ist allen Staaten in Europa und entsprechend dem Ansehen Europas in Bezug auf den Umgang mit Krisen besser gedient, als eine Art von „standrechtlicher Erschiessung“ aus verletzten Gefühlen des Politbüros heraus, weil sie sich vielleicht sogar persönlich beleidigt fühlen. Politisch hat es selten etwas erbracht, „ein Exempel zu statuieren“. Denn, es fördert die Rage der anderen Seite…

Drum höret diese neu interpretierte Ode – unten aufzurufen – auf der anderen Seite von La Manche. Manch einer möge kurz an La Mancha und den armen Don denken, der es aber nicht schaffte…

Und so könnte dann die politische Garde, die den BREXIT gegen jede Vernunft und auf beiden Seiten des Kanals als

„BREXETEER“

bezeichnet werden.

WHY NOT? BREGET – BREXIT zurück: „Zeit für Reflexion und Demut“, NZZ.ch, und, Financial Times (das Blutgericht hat schon getagt…“

… Europäische Union die kalte Schulter. Diese muss sich nach dieser Demütigung neu erfinden. Der Kurs einer immer engeren Integration ist gescheitert. Peter RÁSONYI:

http://www.nzz.ch/international/brexit/brexit-und-europa-zeit-fuer-reflexion-und-demut-ld.91471

Hier der NZZ-Blog:

http://www.nzz.ch/international/brexit/abstimmung-brexit-live-ld.91250

Und: es lohnt sich, die Financial Times vom heutigen Tage zu lesen! Denn, das Blutgericht hat schon an den Börsen getagt!

Die gibt´s im Bahnhof! http://www.ft.com

http://www.ft.com/home/uk

 

Anmerkung: Das Schlimme ist, dass SCHULZ und JUNCKER es noch immer nicht begriffen haben, dass die vermeintliche Krisenbewirtschaftspolitik der EU aus der Sicht und dem Verständnis von Verhandlungsmethodik sogar noch mehr Öl in das Feuer gießt.

Denn, wer vor einer Verhandlung das „Entweder Oder“ stellt, der hat sowieso schon verloren und provoziert in erheblichem Maße durch die Zuspitzung auf eine bipolare Entscheidungssituation die unvermeidliche Verschärfung des Konfliks.

Durch die aus Brüssel bereits unmißverständlich zu hörenden Töne, daß Großbritannien keinerlei Pardon zu erwarten hat, ist klar, daß dieses Brüssler Verhalten auch in anderen Staaten wahrgenommen wird. Es ist wie ein Affront, der früher schon bei der Kriegsrethorik eingesetzt wurde und unweigerlich zu Elend geführt hat:

„Willst Du nicht mein Bruder sein, dann hau´ ich Dir den Schädel ein!“.

Dieselbe „Schwarz-Weiss“-Argumentation also in Brüssel. Man hat nichts gelernt, man wird nichts lernen. Man wird in Brüssel die EU weiter demolieren. Dies, weil man von einem falschen, zentralistischen Machtanspruch ausgeht und nichts anderes zu akzeptieren bereit ist:

„Die Musik spielt in Brüssel, Europa!“

Damit ignoriert man wesentliche kulturgeschichtliche Gesellschaftsformen, die über die Jahrhunderte, gar über Jahrtausend gewachsen sind:

  • Das Slawische
  • Das Romanische
  • Das Germanische
  • Das Baltische
  • Das Balkanische
  • Das Skandinavische
  • Das Westeuropäische
  • Das Südeuropäische

Geschichte ist wie ein Reisekoffer kollektiver Erfahrungen und mit dem Erbe der Erzählung in Familien, sozialen Gemeinschaften, dem, was Historiker – zumeist mit die gebildetsten Menschen einer Gesellschaft – das „Narrativ“ bezeichnen. Auch in den Zeiten digitaler Datenexplosion, haben gerade die Erzählungen in Familien über die Familien, das Leben in der Vergangenheit, die Erlebnisse, die Erfahrungen und dergleichen ihre Rolle und Funktion.

Sie nämlich prägen auch in nicht zu vernachlässigendem Masse – was Verwaltungen und die Politik ignoriert, weil es uneingeschränkte geistige Offenheit bedingt und die Fähigkeit, bereit zu sein über seine beschränkte Persönlichkeit hinwegreichend, das Große und das Ganze zu erahnen. Von „Verstehen“ sollte man nicht sprechen, weil es die Auseinandersetzung mit den Dingen zwingend bedingt. Und, den Willen zeigt, auch Abstriche in seiner Position aus der Erkenntnis heraus folgend bereit zu sein, einzugheen.

Das aber ist von Brüssel aus sogar noch weit weniger zu erwarten, als vor der Abstimmung.

Und so darf man aus Sicht von Verhandlungsmethodik sagen, daß, sobald das Postulat für eine Verhandlung seitens einer Partei ist, ausschließlilch

„ENTWEDER ODER“

zu vertreten, bereits die Kapitulation ist. Die Kapitulation davor, Realitäten anzuerkennen, sie in einer

ERGEBNISOFFENEN VERHANDLUNGSWEISE

zu einem von allen zu tragenden und tragbaren Ergebnis zu führen. Das, was dann beschlossen ist, ist nicht der unterirdisch weiter

gärende KOMPROMISS,

sondern eine

TRAGFÄHIGE VEREINBARUNG

mit

hoher Bestandswahrscheinlichkeit,

da durch

Akzeptanz

getragen. Das FATALE der bereits verlautbarten EU-Position ist somit in der logisch brutalen Analyse das, daß man mit derselben Rhetorik politische Lösungen erzwingen will, wie das bei kriegerischen Auseinandersetzungen zumeist ein wesentliches Eskalationsinstrument ist. Beim Militär ist davon auszugehen, dass Entscheidungen, deratige Kommunikationsordnungen festzulegen, sie zu kommunizieren strategisch-taktisch durchdacht sind.

Aber in Sachen Brüssel kann und darf man nicht davon ausgehen, dass diese so genannte

„Bipolare Verhandlungsführung“

zu einem konstruktiven Ziel führen kann und wird. Man somit bereits seitens der „EU-Generalität“ eine sprachlich implizit wahrzunehmende „Kriegserklärung“ gegenüber „Verrätern“ festgelegt und öffentlich gemacht hat.

À la Sir Winston CHURCHILL: „We do not surrender!“

Daran anschließend, durchaus die geschichtliche Rede von „Blood, Sweat and Tears“ im Ohr klingelnd.

Ipso facto: wenn eine Partei einer Verhandlung der anderen, der so genannten „Gegenpartei“ abspricht, mit ihren Positionen in die Verhandlungen einsteigen zu können (in Brüssel zu „dürfen“), dann ist klar, daß die ganze Sache aus der rationalen Ebene in die emotionale Ebene transponiert wird.

Dies auf individueller, sozialer und somit kollektiver Ebene.

Für die EU bedeutet dieses – Entschuldigung!!! – der anderen Seite in breitem Wienerisch zu bekunden: „Ach geh doch scheißen!“, mutwillig an der Eskalationsschraube zu drehen.

Dann aber ist es egal, ob dies vorsätzlich, überheblich oder realitätsverkennend ist, weil sich die in dem Verhandlungskomplex befindliche „passive“ Seite als „ausgeladen“ sieht, entsprechend nicht anders kann, als auch die Meldodie der Eskalation auf der Klaviatur zu spielen.

Und so spaltet man die EU. Und deswegen muß in der EU schleunigst disktiert werden, ob SCHULZ und JUNCKER überhaupt noch die Leute sein können, die ein Zusammenkommen in unterschiedlichen Positionen und Sichtweisen zu erreichen vermögen.

Da man hier nach den Verlautbarungen nach der Veröffentlichung der Amtsergebnisse des Referendums keine Signale der Konsilianz vernehmen konnte, bleibt nur eines, um ausufernde separatistische und nationale Strömungen in sich kollabieren lassen zu können, dass JUNCKER und SCHULZ das Verhandlungsmandat zu entziehen ist. Sprich, beide zurückzutreten haben.

Dass ein geistig-kulturell offenes Verhandlungskollektiv der Parteien gebildet wird, um die Versatzstücke des Malaise herausarbeiten zu können und nicht noch dazu zu führen, dass Schottland und Nord-Irland den Fanfarenstoß zum Verlassen der Union geben müssen; mit den fatalen Folgen in anderen Regionen.

Vielleicht probieren es die Verwaltokraten Brüssels, den Gedanken einer Art „europapolitischer Sonderwirtschaftszone“, um zu deeskalieren, zu klären und nicht zu polarisieren, was unweigerlich zum  Showdown und Shoot out führt, bei dem einer im Sand liegenbleibt.

Europa ist in seiner Vielfalt so schön, dass es schade wäre, dass ein kleines Gremium von Apparatschicks als Folge ihre fehlenden Kompromissfähigkeit der anderen Seite einfach – Entschuldigung – bei der Begrüßung im Hause „Sofort in den Koffer scheißt und klar signalisiert, dass die Gegenseite einem den Buckel runterrutschen könne“, wie es Handwerker praktisch und frei sagte.

Eitelkeiten haben nicht zu zählen.

Wenn man sich vergalloppiert hat, dann soll man im Schritt rückwärts gehen, um nicht selbst noch an einem Baumstamm zu enden.

Pro Europa!

Contra Verwaltokratur!

Contra bipolaren Verhandelns!

Contra Amtsträgern ohne Weitsicht und sozialem Sensorium!

Die Sovietunion ist daran gescheitert, die kulturelle Vielfalt einem standardisierten Gesellschaftsmodell unterzuordnen!

Will Brüssel 2017 das Moskau von 1989 werden?

Anscheinend ja, gerieren sich doch so manche wie Vorsitzende des Politbüros oder des Staatsrates…