Lärm, Krankheit, Verkehr und die Stadt Aachen?

Das Umweltbundesamt.de zum Thema Verkehrslärm:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrslaerm/strassenverkehrslaerm

 

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Gesundheitliche Beeinträchtigung durch Infraschall hat nichts mit Hypochondrie, Politallergie oder notorischer Querulanz zu tun!

#2014.03.25_03#

Ausnahmsweise sei eine Publikation von einem Unternehmen empfohlen, in deren Geschäftsbericht Prof. Dr.-Ing. Detlef KRAHÉ detailliert auf die Thematik des Infraschalls eingeht.

Der Link: http://www.sennheiser-geschaeftsbericht.de/home/2011/index.php?page=schwingen&lang=de

Evident ist, dass Auswirkungen von Infraschall auf Strukturen und Lebewesen nicht mehr vom Tisch zu wischen sind. Für die politisch Verantwortlichen, die mit dem Geschäft der Windturbinen auf lokaler Ebene zu tun haben, bedeutet dies, Verantwortung dafür überzunehmen zu müssen, dass die Thematik in das Pflichten- und Lastenheft von WKA-Projektausschreibungen aufgenommen und angemessen begleitet werden muss.

Im Zweifel für die Gesundheit!

Lärmterror durch Windturbinen

Ein militärisches Instrument, den Gegner mürbe zu machen, um ihn dann effizienter zu neutralisieren, ist unter anderem, mit Lautsprecherbatterien auf Dauerbeschallung zu gehen. So etwas wird zum Beispiel gerne auf dem 38° Breitengrad betrieben. Oder, wie in den 1970ern in Nicaragua.

Eine ganz neue „Innovation“ ist der Infraschall von Windkraftanlagen, wenn die Blätter am Pylon vorbeiziehen. Im Rahmen einer Rotation werden drei Druckstöße evoziert, die zwingend akustische Phänomene hervortreten lassen.

Dies, weil es sich bei den Rotoblättern um aerodynamsiche Profile haben, deren Aufgabe es ist, eine Druckdifferenz zwischen beiden Rotorenblätterflächen zu bewirken.

Wenn nun ein Blatt die aerodynamsiche Wirkungsgrenze im Bereich des Pylons beginnt zu durchlaufen, baut sich ein Druck auf, der dann maximal ist, wenn ein Rotorblatt ebenfalls senkrecht ist. Der Grund: dann ist der Abstand am geringsten.

Die Frequenz – und damit die Wellenlänge des Schalls – liegt im sehr niederfrequenten Bereich ab. Sie hängt von Profil, Relativgeschwindigkeit und Abstand Profil/Pylon ab.

Wenn Sie eine Windkraftanlage in Ihrer Nähe haben und ein Wummern hören, dann sollten Sie bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zwei Dinge erfragen:

1.) Sind Schallpegel-/druckmessungen vorgenommen worden? Es gibt nur ein „ja!“ oder „nein!“.

2.) Fragen Sie, wo genau gemessen worden ist. Denn, wenn in einem so genannten „Schallknoten“ gemessen worden ist, dann ist es dort recht still. Frequenz und Wellenlänge sind nämlich korreliert und eine Messung muss zwingend, um ehrlich zu sein, entweder im Maximumsbereich oder Minimumsbereich der Wellenlänge liegen…

 

 

Neue Straßenbahnen in Zürich werden wohl lauter als die vorletzte Generation

Aachen steht mit seiner Campusbahn-Thematik nicht alleine.

In Zürich gibt es mächtig Ärger, weil man nun feststellen mußte, dass die für den Einsatz vorgesehenen zukünftigen Trams / Straßenbahnen lauter sein werden, als die vorletzte Generation.

Die Zürcher sind erstaunt und entsetzt darüber, weil man dort – was politisch bedenklich ist – hinter verschlossenen Türen über die Bücher gegangen ist und Entscheidungen getroffen hat.

Aufmerksam gemacht worden ist man in Zürich durch den Berliner Professor Markus HECHT von der TU Berlin.

Erinnert sei hier übrigens daran, dass in Basel eine gut ausgestattete Stiftung den Gleisbau um ein Theater/Konzertsaal finanzieren mußte, um sicherstellen zu können, dass das Gequietsche der Straßenbahnen nicht die Darbietungen geeinträchtigen konnte. Da der Zürcher Verkehrsbetrieb (VBZ), quasi so was wie die „Zürcher ASEAG“, finanziell wohl nicht so „dasteht“, wie die ASEAG, die sich nur mit Mühen neue Busse kaufen kann, die die Luft nicht verpesten, kann man mit Erleichterung sagen: „Gut, dass die Bürger in Aachen gegen die Champusbahn erfolgreich aufbegehrten!“…

In Aachen war die Straßenbahn auch künstlerisch eine Herausforderung. Wenn Tannhäuser das Publikum in die kulturelle Vergangenheit versetzte, der Chor voller Harmonie ertönte, mußten sich so manche Chor-Mitglieder darauf einstellen, dass es von hienten quietschte, weil die Radsätze der Aachener Straßenbahn ihre „akustische Signatur“ vernehmlilch werden ließen.

Wie bei allen Dingen der Vergangenheit: das Schlechte wird halt gerne ausgeblendet.

Verblendung bei politischen Entscheidungen kostet letztlich Geld und die Nerven von Bürgern. So, wie in der Nacht vom Sonntag auf den Montag, als es bis weit nach Mitternacht zu Auto-Corsi mit Hupkonzerten kam, was die Menschen von ihrer Nachtruhe abhielt. Stundenlanges Gehupe und Gejohle!

Es zeigt sich, dass „LÄRM“ ein physikalisches Phänomen ist, das seitens der Politik leider viel zu wenig behandelt wird…

Geschäftsperson will Steffensplatz nutzen und die Aachener Grünen befürworten den Umbau

Vielleicht haben die Aachener Grünen einen taktischen Fehler begangen, weil sie mit einer Idee zu früh raus sind? Denn im Jahr 2015 wird der mögliche Umbau des Steffensplatzes anvisiert. Erinnert sei: die Kommunalwahlen finden am 25. Mai 2014 in Aachen statt. Nun ja, die Radfahrerampel an der Ecke Ottostraße – sie brannte bereits in Rot.

Eine Geschäftsperson habe die Anregung zu einer Umgestaltung gegeben und würde den Steffensplatz dann gerne für sein Geschäft nutzen, so der Kern der Botschaft in der Aachener Zeitung vom Tage. Man wolle die Parkplatzsituation neu gestalten. Gespannt darf man sein – wie stets -, ob damit gemeint ist, die Anzahl der Parkplätze zu reduzieren, was den Parkdruck im Viertel noch weiter erhöht. Nicht zu vergessen: irgendwann kommt ein Shoppingcenter mit über 100 Geschäften und nur 625 Parkplätzen. Diese Zahl wurde dem Investor ins Buch geschrieben.

Aus Sicht der technischen Akustik hat man hier auch sehr innovative Ideen, die man sich mal auf der Zunge zergehen lassen möge (Zitat aus der AZ): „Mit einem plätschernden Wasserspiel könnte der Verkehrslärm zumindest teilweise geschluckt werden, so dass der Platz von Bürgern genutzt würde. Das wäre für das Viertel ein Gewinn.“

So, so, Wasser soll also den Verkehrslärm schlucken. Das ist für die Wissenschaftler im Bereich der Technischen Akustik – von denen es einige von Weltruf in Aachen gibt – vielleicht Anlass, wissenschaftliche Studien in Gang zu setzen. Man stelle sich vor, Lärmschutzwände an Strassen, bei denen einfach das Wasser aus Düsen plätschert, unten in einer Rinne gesammelt und wieder wesentlich in einen Kreislauf gebracht wird, der von PV-Zellen angetrieben wird, Feinstaub mitreißt, die Luftfeuchtigkeit ausbalanciert. Das Entrée für den ökologischen Garten Eden, die architektonische Musterstadt Aquis granum.

Tja, beim Bilde des „plätschernden Brunnens vom Steffensplatze“ stelle man sich vor, wenn am Steffensplatz vor der Roten Fußgängerampel stehende Menschen nach einem langen Einkauf in der Stadt und schwer bepackt bei auffrischendem rau(h)en Winde dieses Plätschern zu hören ist, das unwillkürlich und eindringlichst auf sich aufmerksam macht – vielleicht so manchen Rotlichtverstoß gem. StVO zu provozieren vermag, weil einem das Plätschern „auf den Zeiger geht“. Und, nicht zu vergessen: sind eigentlich die Anwohner um den Steffensplatz von dem Gedanken begeistert, wenn sie das Geräusch einer undichten Wasserleitung tagein, tagaus hören und über ihre Wasserausgaben bei der STAWAG mitbezahlen müssen?

Man kann sich nach Lektüre der Notiz nicht mehr des Eindrucks erwehren, dass Stadtplanung und Städtebau vielleicht etwas professionalisiert und damit auch demokratisiert gestaltet werden kann, bei dem die gesamte Bürgerschaft, die davon betroffen wird, einbezogen wird. Ergebnis offen. Sonst hat das was von der Mischung von Vivi Bachs und Dietmar Schönherrs „Wünsch Dir was!“ gemischt mit Robert Lembkes „Heiteres Beruferaten“. Und so gilt, wie schon die alten Römer weise insinuierend fragten: „cui bono?“.

– Aachen hat hier einige anerkannte Lehrstühle zu bieten – wäre ein plätscherndes Wasserspiel denkbar. Zitat: „Mit einem