Kommentar zu Aachens Verkehr(t)planung von Thomas SAUSEN

Was soll denn dieses Gemecker und der destruktive Unterton!

ERFOLG, ERFOLG, ERFOLG muss es heißen.

Unsere Stadtverwaltung bemüht sich seit mehr als 25 Jahren jedem Besucher klarzumachen, dass er unerwünscht ist; es sei den er kommt mit dem Fahrrad.

Das Ziel ist endlich erreicht. Hurrrrra! Die Verwaltung kann endlich einen Gang runter schalten, wenn das überhaupt noch geht. Keiner muss sich mehr zwanghaft Gedanken wie man aus einer schlechten Verkehrsführung das absolute Chaos anrichten kann. Sinngemäß gilt das auch für die Parkplatzsituation.

Wenn ohnehin keiner mehr kommt, kann man die restlichen Parkstreifen entfernen und direkt Fahrradwege drauf pinseln. Wer denkt überhaupt an unsere arme Kämmerin?

Den ganzen Tag darf Sie überlegen, wie der Schwachsinn aus dem Stadtrat zu finanzieren ist.

In Zukunft ist das ganz einfach. In der Stadt wird kein Geld mehr verdient, dito keine Steuereinnahmen mehr. Folglich, wer kein Geld hat, braucht sich auch nicht zu überlegen für welchen Unfug er oder sie es ausgibt.
Weiter so.
Bis zur Vollnarkose der Innenstadt ist es noch ein weiter Weg, aber die Richtung stimmt.

Der Nothaushalt ist in greifbarer Nähe.

Schööö erstmal.
Ich trink mal ein Käffchen in der Stadt, solange sich da noch jemand bewegt.

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Wahrscheinlich sind die Haushaltsmittel schon am rollen: Radschnellweg Aachen – Heerlen: WEBSITE!

Mehr zum strittigen Thema, bei dem man davon ausgehen muss, dass die Karten bereits gemischt worden sind:

www.radschnellweg-panorama.info

 

 

 

 

Fahrradfahren am Kaiserplatz?

Sie soll es verkehrstechnisch mit dem Fahrradfahren um den Kaiserplatz weitergehen?

Bürgersteig, Umfahrung oder Heinrichsallee in Richtung Stiftstraße?

Maine Güte, Wettbewerb kommt in Aachen unter Spannung

Für die STAWAG wird der Wind stürmischer. Auch heute flogen die Flugblätter wieder aus den Briefkästen, die eine Stromkostenersparnis von rund 25% darlegten.

Wenn ein Konkurrent mit Preisen auf den Markt kommt, die derart geringer sind, als der energetische Platzhirsch, dann braucht es kein Orakel, um früher oder später feststellen zu müssen, dass das den Cash-Flow des kommunalen Unternehmens angreifen wird.

Für jeden gibt es eine Schmerzgrenze in der Geldbörse. Wenn man bis zu rund 25% weniger für Strom bezahlen kann, dann wird es ernst für den Platzhirsch!

Für jeden gibt es eine Schmerzgrenze in der Geldbörse.
Wenn man bis zu rund 25% weniger für Strom bezahlen kann, dann wird es ernst für den Platzhirsch!

Damit auch die Quersubventionen durch Transferzahlungen

– vielleicht besser auch als „indirekte Steuern Aachens“ –

beispielsweise für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) so abschmelzen, wie ein Eiswürfel im Cocktail zur Mittagszeit im Juni. Die Folgen ergeben sich aus der simplen Finanzrechnung in Kopplung mit der Fahrzeugflotte. Wobei man auch ehrlich sein muß und festlegen muß, will man tatsächlich den Mief in Aachen verringern, so muß man zwingend – also ausnahmslos – festlegen, dass auch sämtliche externen Dienstleister ausschließlich mit Bussen mit modernen Abgasreinigungssystem in das tiefe, manchmal arg dunkel erscheinende Aachen fahren dürfen.

Vielleicht eine „antriebstechnische Zweiklassengesellschaft“ aus Haushaltserwägungen andenken und möglicherweise zulassen zu wollen, wird sich als schmerzhafter Boomerang erweisen: denn dann werden die Grenzwerte NOx u.a. weiterhin spürbar hoch bleiben, während der Individualverkehr längst weniger spezifische Emissionen verursacht, als der Busverkehr mit „alten Fleischschleudern“, wie alte Kisten gerne genannt werden.

Die Konsequenzen lassen dann auch nicht lange auf sich warten: die nächsten Maßnahmen werden auf den Weg gebracht und führen dazu, dass eine wesentliche Schmutzquelle – alte Busse ohne EURO 6 – weiterhin für Niveausteigerungen verantwortlich sein werden. Man schlägt den Esel anstatt den Eselstreiber…

Derzeit sollte ein genereller Busfahrerstreik laufen. Dies aus dem Grunde, weil nicht nur die Luft beim Streik spürbar geschmacksneutraler auf der Zunge abging, sondern auch eine herrliche Ruhe zu genießen war, weil nämlich das niederfrequente Dröhnen, das auf Grund der Konstruktion von Bussen und damit untrennbar zusammenhängend der technischen Akustik unvermeidbar ist, verstummte. Der Bus-Lärmstress war für einen Tag kein Thema. Für die Anschaffung neuer Busse und der Beauftragung von externen Dienstleistern im straßengebundenen ÖPNV heißt das, die Stadt Aachen muß auch schalltechnisch garantieren, den Stand der Technik ausnahmslos sicherzustellen. Denn – Achtung! – Lärmschutz wird zu häufig unterschätzt, beziehungsweise ignoriert, kann aber sehr wohl auf Basis geltenden Rechts durchgesetzt werden. Was zu kompensatorischen Maßnahmen führen kann.

Die Innenstadt Aachens ist in vielen Bereichen ein „Lärmkessel“

von dröhnendem Busverkehr und von harsch klingenden

Einsatzhörnern mit extrem scharfen akustischen Signaturen

durchtränkt. Lärmstress macht krank und tötet!

Nun, in Sachen Geldtransfer: den Markt zu ignorieren, negieren oder gar davon auszugehen, ihn gar überwinden zu wollen, hat schon viele Unternehmen die Existenz und viele Manager und Angestellte ihren Job gekostet.

Der Stadt Aachen wird nichts anderes übrigbleiben schleunigst an die fiskalische Grundstruktur herangehen zu müssen, zu sehen, wo man sinnvoll Geld sparen und punktgenauer einsetzen kann. Auch, zu vermeiden, dass durch unzureichende Planung so viele Projekte zum fiskalpolitischen Rohrkrepierer werden, die Kosten für die Bürgerschaft bedeuten.

Vor allem aber: schlechtes Finanzmanagement einer Stadt ist stets immer ein Abschreckungsinstrument für einen Standort, weil man nicht das tut, was man zu tun hat: sorgsam und weitsichtig mit dem Geld der Bürger und der Unternehmen umzugehen. Verschwendungsarm und fehlerarm im Vergleich zur Peergroup eben nicht die Spitzenpositionen anzustreben.

Man muss als Bürgerschaft und Unternehmerschaft Aachens hoffen, dass nicht der neue Resignationsspruch bei der nächsten Abgabenerhöhung in Aachen so lautet:

„Maine Güte,

die Abgaben steigen

und das Busfahren

kann man sich

immer weniger leisten!“

Klar ist haushalterisch auch, dass man das Prinzip nicht pervertieren darf und die Konsequenz in dem Managerspruch lautet:

„Wer mit Nüssen bezahlt,

der braucht sich nicht wundern,

Affen zu bekommen!“

 

Aachen: neues Verkehrskonzept im Gespräch

Bei der Verkehrsführung des Autoverkehrs könnte es in Aachen mittelfristig einscheidende Veränderungen geben. Und zwar laufen derzeit wohl bereits ernsthafte Orientierungsgespräche und Sondierungen darüber, ob und wie man das neu entwickelte und als „Coriolis-Konzept“ bezeichnete einführen könnte.

Hierbei handelt es sich  um einen verkehrstechnischen Ansatz insbesondere für alte Stadtstrukturen, deren Hauptverkehrswege dadurch gekennzeichnet sind, dass sie mittelalterliche Ringstraßen mit so genannten „Speichen-Straßen“ darstellen.

Der wesentliche Punkt ist, dass man auf die möglichst flächendeckende Ordnung von Einbahnstraßenführung setzt, die innerhalb eines Ringes greifen. Also, nur noch Einbahnstraßen. Wie beim Coriolis-Effekt, so herrscht dann auch eine maßgebene Drehorienterung für sämtliche Verkehrsführungen vor.

Am Beispiel der Neupforte / Hirschgraben / Templergraben ist das gut nachzuvollziehen. Die Neupforte würde nur noch in Richtung Hirschgraben befahrbar sein. Die Fahrzeuge, die zum Beispiel in das Parkhaus am Markt, das in der Mostardstraße in einer Sackgasse liegt, würde über die Pontstraße anfahrbar werden. Vom Hirschraben-Templergraben-Segment würde man also in beide Richtungen fahrend, in die Pontstraße einbiegen und dann an der Querung Neupforte nach links geführt werden. So würde der Parkhausverkehr in die Mostardstraße wie bisher gelenkt werden und über die Neupforte in Richtung Hirschgraben ausgeführt werden. Die Anwohner würden so einen geglätteten Verkehrsfluß mit weniger haltenden Fahrzeugen haben.

An diesem Beispiel lässt sich die verkehrstechnisch effiziente Gestaltung der Verkehrsführung vor allem in alten Städte im Sinne von Verkehrsfluß fördern. Analog der Betrachtung  des Segments fährt man fort: in Höhe Wüllnerstraße ginge es dann auch in Richtung Kockerillstraße und mit einem Linksdrall.

Bei einer ungeraden Anzahl von Speichenstraßen lässt sich in bestimmten Segmenten eine Rechtsdrehung gestalten, so dass der Verkehrsfluß auf Speichen stets in eine Richtung geht.

Städtebaulich bietet das übrigens Platz für bessere Fahrradwege, die dann – endlich – von den Bürgersteigen getrennt werden.

Aachen, 1.4.

 

Wiedervorlage, 2. November 2013 | „Wollt ihr in Aachen kein Geld verdienen?“ Der Verkehrsfrust über Aachen

Kurzmitteilung

Anstatt sich in einem gemütlichen Restaurant zu treffen, hieß es zunächst irritierend „Fastfoodrestaurant“. Nach wenigen Minuten war sofort klar, warum dies nun der Ort der Wahl war. „Weißt Du, ehrlich gesagt mir hängt Euer Verkehrschaos in Aachen einfach nur noch aus dem Hals heraus! Ich habe wirklich keinen Bock mehr darauf, mich nochmal in die Innenstadt zu quälen!“, so die Worte eines befreundeten Niederländischen Unternehmers aus der Grenzregion, der das letzte Ehemaligentreffen im Sommer in einem Restaurant sausenlassen musste, weil er nach über einer Stunde Baustellengewirr – das natürlich nicht im Navi vermerkt sein kann – und erfolgloser Parkplatzsuche enerviert abbrach. Sein Fehler war: er kam mit dem Auto und nicht dem ÖPNV oder Fahrrad…

Pointiert meinte er: „Heute, am 1. November ist ja, wie Du vielleicht weißt der ´Tag der Deutschen´. Bei uns sind die Geschäfte brechend voll gewesen und die Leute lassen ihr Geld bei uns! Und das freut uns…“.

Er bedauerte, dass Aachen verkehrstechnisch so abschreckend sei.