Patrouillen-Gang in Innenstadt sinnvoll: Der Deutsche schluckt und wird selbst nicht aktiv – das ist sein Problem…

Nicht im Groll verziehen, sondern sich rüheren und melden! 

Dann erst verändert sich eine Situation!

Adalberstraße

Adalberstraße

Egal, mit wem man sich wo über Aachen unterhält, die Kernaussage ist dieselbe:

Mit Aachen geht es durch die strukturelle Verwahrlosung bergab: Geschäftsschließungen bedingt durch die Restrukturierung des Handels, Bürgersteige in einem Zustand, der einen oft nur noch gesenkten Hauptes durch die Straßen gehen läßt. Graffity, demolierte Fenster und Türen von Geschäften. Mit der Folge der „Verbretterung“.

Es ist nicht der Zahn der Zeit, der an Aachen mächtig nagt, sondern vielmehr die „politische Konzeptionsfreiheit“ Aachens, die dazu beigetragen hat, dass es so ist, wie es nun einmal ist.

Wenn Fußgängerstraßen wie die Adalberstraße wie eine Autobahn aussehen, auf der jeden Tag der Schwerlastverkehr hin- und herfährt, derart kaputte Pflasterungen hat, dass man stets gewahr sein muß, auf den Boden zu sehen, um nicht zu stolpern, dann ist eines klar: man hat bei der Planung der Straße wahrscheinlich nicht die spezifischen Belastungen des Lieferverkehrs bedacht. Sprich, wenn ein Lkw-Rad über die – z.B. – gewinkelten Pflastersteine fährt, nur einer locker ist und so bei Regen Wasser einsickern kann, gibt der Grund nach und es greift dann die „Pflaster-Karies“ um sich: der erste „Zahn“ wackelt, zieht dabei die mit ihm verbundenen Pflaster-Steine mit, die ihrerseits auch anfangen zu kippeln und so bleibt es nicht aus, dass dann eine bauliche Kettenreaktion in Gang kommt, die nicht nur Gefahren für Fußgänger bedingt, sondern auch ein sehr ungepflegtes Bild der Innenstadt zu Folge hat:

„Rheinisch Bitterfeld vor der Wende“,

so könnte man sagen.

Bürgerschaft und Besucherschaft sei gleichermaßen der „Patrouillen-Schritt“ nahegelet. Denn er reduziert das Risiko, sich durch Stolpern auf die Nase zu legen, sich zu verletzen oder, in eine der vielen Lücken im Pflaster zu geraten, die sich als Loch, als Stolperfalle erweisen.

Die für Teile Aachens empfohlende Vorgehensweise funktioniert so:

  • Bein nach vorne bewegen
  • Mit der Ferse aufsetzen
  • Fuß von der Ferse ausgehen bis zur Spitze ABROLLEN
  • anderen Fuß hebend dieselbe Bewegung vollziehend.

Der Vorteil des Patrouillen-Schritts ist der, dass man sich nicht mehr auf den Zustand des Bodens konzentrieren muß, weil die Fuß-Sohle stets von oben auf die Oberfläche gelangt.

Allerdings ist der Patrouillen-Schritt dennoch keine Garantie dafür, nicht doch noch auf die Schnauze zu fallen: denn wenn wieder einmal Pflastersteine fehlen, dann ist eines klar: da kann man sich verfangen und richtig übel auf die Nase hinlegen. Gerade diese Stürze sind von ihren Folgen her bisweilen brutal: wenn sich nämlich der Fuß im Sturz im Loch verkeilt, man möglicherweise sich im Sturz dreht, der Fuß aber nicht hinausgelangt kommt, dann sind die mechanischen Risiken die eines potenziell/latent kritischen Bruchs im Bereich des Fußgelenks.

Und wenn man dann noch diagonal mit dem Knie aufschlägt, schon über 50 Jahre alt / jung ist, dann kann das das berufliche Aus für einen bedeuten.

 

 

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Wiedervorlage, 2. November 2013 | „Wollt ihr in Aachen kein Geld verdienen?“ Der Verkehrsfrust über Aachen

Kurzmitteilung

Anstatt sich in einem gemütlichen Restaurant zu treffen, hieß es zunächst irritierend „Fastfoodrestaurant“. Nach wenigen Minuten war sofort klar, warum dies nun der Ort der Wahl war. „Weißt Du, ehrlich gesagt mir hängt Euer Verkehrschaos in Aachen einfach nur noch aus dem Hals heraus! Ich habe wirklich keinen Bock mehr darauf, mich nochmal in die Innenstadt zu quälen!“, so die Worte eines befreundeten Niederländischen Unternehmers aus der Grenzregion, der das letzte Ehemaligentreffen im Sommer in einem Restaurant sausenlassen musste, weil er nach über einer Stunde Baustellengewirr – das natürlich nicht im Navi vermerkt sein kann – und erfolgloser Parkplatzsuche enerviert abbrach. Sein Fehler war: er kam mit dem Auto und nicht dem ÖPNV oder Fahrrad…

Pointiert meinte er: „Heute, am 1. November ist ja, wie Du vielleicht weißt der ´Tag der Deutschen´. Bei uns sind die Geschäfte brechend voll gewesen und die Leute lassen ihr Geld bei uns! Und das freut uns…“.

Er bedauerte, dass Aachen verkehrstechnisch so abschreckend sei.