Desaster für Aachen – bitte, bitte nun endlich in den Nothaushalt!

 

Die Aachener Zeitung vom 6. Mai, 2016, Lokalausgabe Aachen über das Geld-Loch TIVOLI

„Mängel in der Sicherheitstechnik“:

Aachens letztes Hemd

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/tivoli-maengel-in-der-sicherheitstechnik-1.1351112

Der Tivoli könnte der Sargnagel der Stadt Aachen werden, – endlich! – in den Nothaushalt versetzt zu werden.

Man sollte, so bitter das auch für den Moment und die nahe Zukunft ist, hoffen, dass die Bezirksregierung Köln die Stadt Aachen nun endlich unter das finanzpolitische Reglement des Nothaushaltes stellt!!!

 

Das noch nicht so alte TIVOLI-Stadion kostet die Stadt Aachen nochmals Millionen. An der Sicherheitstechnik hapere es – ja, wer hat denn diesen Schuldenpalast baurechtlich zu verantworten und freizugeben gehabt?

Was geschieht nun mit der eigens gegründeten Gesellschaft?

Kann es sein, dass sie, um nicht qua geltendem Recht in ein Insolvenzverfahren geführt zu werden, nochmals Geldspritzen verabreicht bekommen muß?

Und wieder zu bezahlen von den Bürgern und den Unternehmen?

Es kommt der Tag,

da wird der Aachener Bürgerschaft das letzte Geld

genommen werden.

Dann reicht es nicht einmal mehr für das letzte fiskalpolitische Hemd von dem man dennoch denkt, es habe Taschen – der Aachener Tivoli steht für den fiskalpolitischen und entscheidungspolitischen allerletzten Hilfeschrei der Aachener. Für eine Politik der Abschreckung.

Abschreckung in Bezug auf die Qualität politischer und daraus resultierender Verwaltungsentscheidungen. Und so fragt sich der Bürger, wie lange das noch so weitergehen soll?

 

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Sehr erhellend: ein Spaziergang mit einem Blinden durch Aachen

Mit den Leuten reden, das schafft Einsichten und Erkenntnisse. Auch, wenn man erfährt, wie man mit dem weißen Stock ohne Sicht halbwegs, aber nicht ganz sicher durch Aachen zieht.

Um es vorwegzunehmen, das Urteil fiel nicht im Sinne der Stadt Aachen als alltagstaubliche Destination auf. Wackelnde Platten, fehlende Steine – eben das typische, was man in Aachen feststellt, ist nicht sicher  durch den Stock festzustellen. Die Begleitung zeigte sofort, dass sich Sehbehinderte und Blinde immer darauf gefaßt machen müßen, im nächsten Moment zu stolpern und sich zu fangen.

Auch wurde bemängelt, dass die bereits avisierten und beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Wege für Blinde und Sehbehinderte, die mit 50.000 Euro dotiert werden, nicht umgesetzt worden sind. Es harzt wohl etwas bei der konsequenten Umsetzung der Leitlinien in Aachen. Schade eigentlich.

Bei der Frage der Gestaltung der Gehwege im Innenstadtbereich war der Gesprächspartner auch nicht „amused“ und bemängelte in aller Deutlichkeit, dass die historische Anmutung im Vordergrund stünde und neben den teils morbiden und gefährlichen Stellen, an denen Steine emporstehen oder gar fehlen, auch die Frage der Singalanlagen noch unbeantwortet sei. Sprich, die konsequente Umsetzung der technischen Einrichtungen in Aachen, die Behinderten mehr Selbständigkeit ermöglichen.

Bezüglich der Argumentation in Sachen Historie meinte die betroffene Person, dass man dann aber eigentlich auch so konsequent sein müsse, um den tatsächlichen Zustand des Mittelalters sicherzustellen. Mit all den Gerüchen, die man vermutlich heute nicht mehr ertragen muss…

Vielleicht sollten mal die verantwortlichen Politiker und Behördenleiter, die sich mit der Umsetzung der Vorgaben und Möglichkeiten für Behinderte befassen, eine Schlafbrille und Kopfhörer aufgebrummt bekommen. Eine Einweisung und einen weißen Stock. Als Begleiter eine tatsächliche Person, die dann den Verantwortlichen den Freien Lauf lassen.

Bei der ein oder anderen Person könnte das schnell heißen, sich eine richtig blutige Nase zu holen.

Es wird immer vom nicht vorhandenen Geld geredet. Aber für den Tivoli, der für ´nen Euro über den Tisch ging, sicher Kosten vom mehrfachen Voluemen als € 50.000 p.a.  verursachen wird, da ist das Geld und der Blankoscheck da.

Da geht die Stadt Aachen wieder einmal quer zur alten Kaufmannsregel, wenn´s um Wechesl geht.

„Schreibe hin, schreibe her! Schreibe niemals quer!“.

Ein Alaaf für die Kämmerei!