Energiewende – EON-Chef TEYSSEN: Strompreise müssen sinken!

WAZ: Eon-Chef lobt Ökostrom-Reform Teyssen: Strompreise müssen sinken
– sonst bringen Populisten die Zustimmung zur Energiewende zum Kippen

Essen (ots) – Eon-Chef Johannes Teyssen hat davor gewarnt, dass
Populisten die Zustimmung der Bevölkerung zur Energiewende kippen
könnten, wenn das Ziel sinkender Strompreise verfehlt werde. „Den
Leuten wurde immer versprochen, dass die Energiewende langfristig
auch mit günstigeren Strompreisen einhergeht. Wenn wir das nicht
halten können, gleichzeitig aber unsere Landschaft verspargeln, wird
sich das rächen“, sagte Teyssen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung
(WAZ, Samstagausgabe). Derzeit sorge der relativ hohe  Wohlstand im
Land noch für Ruhe. Aber: „Wenn das kippt, haben wir ein Problem. Die
AfD hat die Energiewende bereits für sich entdeckt. Wenn das Thema
von Populisten besetzt wird, sollten wir sprechfähig sein und belegen
können, dass wir nicht Milliarden verschwendet haben“, sagte Teyssen.
Auch deshalb lobte er im Gegensatz zur Lobby seiner eigenen Branche
die am Freitag von Bundestag und Bundesrat beschlossene Reform der
Ökostromförderung. Sie macht Schluss mit garantierten Abnahmepreisen
und sorgt dafür, dass sich Anbieter ab 2017 in Ausschreibungen für
neue Wind- oder Solarkraftanlagen durchsetzen müssen. Das soll die
Preise fallen lassen. Umweltverbände wie Greenpeace und der BUND
kritisierten, damit sei der Boom der Erneuerbaren am Ende. Teyssen,
der nach der Aufspaltung der Eon den grünen Teil mit erneuerbaren
Energien und Netzen führt, rät der Ökostrom-Lobby zu „etwas mehr
Bescheidenheit“ und begrüßt den neuen Wettbewerb: „Wir können nicht
ewig im Streichelzoo sitzen bleiben und nie endende Garantiepreise
fordern, wenn der Rest der Welt die Erneuerbaren längst in den
Wettbewerb stellt“, sagte er. Das Geschäft mit Erneuerbaren werde „zu
einer ganz normalen Industrie, die sich im Ringen um Kunden
durchsetzen muss“.

————————– Autorisiertes Zitat von Johannes
Teyssen: „Wir können nicht ewig im Streichelzoo sitzen bleiben“

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Maine Güte, Wettbewerb kommt in Aachen unter Spannung

Für die STAWAG wird der Wind stürmischer. Auch heute flogen die Flugblätter wieder aus den Briefkästen, die eine Stromkostenersparnis von rund 25% darlegten.

Wenn ein Konkurrent mit Preisen auf den Markt kommt, die derart geringer sind, als der energetische Platzhirsch, dann braucht es kein Orakel, um früher oder später feststellen zu müssen, dass das den Cash-Flow des kommunalen Unternehmens angreifen wird.

Für jeden gibt es eine Schmerzgrenze in der Geldbörse. Wenn man bis zu rund 25% weniger für Strom bezahlen kann, dann wird es ernst für den Platzhirsch!

Für jeden gibt es eine Schmerzgrenze in der Geldbörse.
Wenn man bis zu rund 25% weniger für Strom bezahlen kann, dann wird es ernst für den Platzhirsch!

Damit auch die Quersubventionen durch Transferzahlungen

– vielleicht besser auch als „indirekte Steuern Aachens“ –

beispielsweise für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) so abschmelzen, wie ein Eiswürfel im Cocktail zur Mittagszeit im Juni. Die Folgen ergeben sich aus der simplen Finanzrechnung in Kopplung mit der Fahrzeugflotte. Wobei man auch ehrlich sein muß und festlegen muß, will man tatsächlich den Mief in Aachen verringern, so muß man zwingend – also ausnahmslos – festlegen, dass auch sämtliche externen Dienstleister ausschließlich mit Bussen mit modernen Abgasreinigungssystem in das tiefe, manchmal arg dunkel erscheinende Aachen fahren dürfen.

Vielleicht eine „antriebstechnische Zweiklassengesellschaft“ aus Haushaltserwägungen andenken und möglicherweise zulassen zu wollen, wird sich als schmerzhafter Boomerang erweisen: denn dann werden die Grenzwerte NOx u.a. weiterhin spürbar hoch bleiben, während der Individualverkehr längst weniger spezifische Emissionen verursacht, als der Busverkehr mit „alten Fleischschleudern“, wie alte Kisten gerne genannt werden.

Die Konsequenzen lassen dann auch nicht lange auf sich warten: die nächsten Maßnahmen werden auf den Weg gebracht und führen dazu, dass eine wesentliche Schmutzquelle – alte Busse ohne EURO 6 – weiterhin für Niveausteigerungen verantwortlich sein werden. Man schlägt den Esel anstatt den Eselstreiber…

Derzeit sollte ein genereller Busfahrerstreik laufen. Dies aus dem Grunde, weil nicht nur die Luft beim Streik spürbar geschmacksneutraler auf der Zunge abging, sondern auch eine herrliche Ruhe zu genießen war, weil nämlich das niederfrequente Dröhnen, das auf Grund der Konstruktion von Bussen und damit untrennbar zusammenhängend der technischen Akustik unvermeidbar ist, verstummte. Der Bus-Lärmstress war für einen Tag kein Thema. Für die Anschaffung neuer Busse und der Beauftragung von externen Dienstleistern im straßengebundenen ÖPNV heißt das, die Stadt Aachen muß auch schalltechnisch garantieren, den Stand der Technik ausnahmslos sicherzustellen. Denn – Achtung! – Lärmschutz wird zu häufig unterschätzt, beziehungsweise ignoriert, kann aber sehr wohl auf Basis geltenden Rechts durchgesetzt werden. Was zu kompensatorischen Maßnahmen führen kann.

Die Innenstadt Aachens ist in vielen Bereichen ein „Lärmkessel“

von dröhnendem Busverkehr und von harsch klingenden

Einsatzhörnern mit extrem scharfen akustischen Signaturen

durchtränkt. Lärmstress macht krank und tötet!

Nun, in Sachen Geldtransfer: den Markt zu ignorieren, negieren oder gar davon auszugehen, ihn gar überwinden zu wollen, hat schon viele Unternehmen die Existenz und viele Manager und Angestellte ihren Job gekostet.

Der Stadt Aachen wird nichts anderes übrigbleiben schleunigst an die fiskalische Grundstruktur herangehen zu müssen, zu sehen, wo man sinnvoll Geld sparen und punktgenauer einsetzen kann. Auch, zu vermeiden, dass durch unzureichende Planung so viele Projekte zum fiskalpolitischen Rohrkrepierer werden, die Kosten für die Bürgerschaft bedeuten.

Vor allem aber: schlechtes Finanzmanagement einer Stadt ist stets immer ein Abschreckungsinstrument für einen Standort, weil man nicht das tut, was man zu tun hat: sorgsam und weitsichtig mit dem Geld der Bürger und der Unternehmen umzugehen. Verschwendungsarm und fehlerarm im Vergleich zur Peergroup eben nicht die Spitzenpositionen anzustreben.

Man muss als Bürgerschaft und Unternehmerschaft Aachens hoffen, dass nicht der neue Resignationsspruch bei der nächsten Abgabenerhöhung in Aachen so lautet:

„Maine Güte,

die Abgaben steigen

und das Busfahren

kann man sich

immer weniger leisten!“

Klar ist haushalterisch auch, dass man das Prinzip nicht pervertieren darf und die Konsequenz in dem Managerspruch lautet:

„Wer mit Nüssen bezahlt,

der braucht sich nicht wundern,

Affen zu bekommen!“

 

Energiewende, Stromnetz und der teure Gegenverkehr

Durch die neuen Strukturen der Einspeiser von Strom und deren teilweiser Volatiltität, müssen Investitionen getätigt werden, die erheblich sind. Letztlich auch vom Bezieher elektrischen Stroms zu bezahlen sind:

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ausbau-der-erneuerbaren-erfordert-neue-infrastruktur-gegenverkehr-im-stromnetz-ld.27914

„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

Aachener Ztg.: Gro(Ko)ßinerview mit Fraktionsvorsitzenden der CDU, BAAL, Harald und SPD, SERVOS, Michael

Die heutige Ausgabe der Aachener Zeitung ist wichtig. In dem Interview von Robert ESSER und Albrecht PELTZER sind eine Reihe von Fragen gestellt worden, die offensichtlich zeigen, dass man in Aachen die Sachen nicht ganz so sehr im Griff hat.

So wird eingestanden, dass der Adalbertsteinweg in Sachen Luftverschmutzung hochbelastet ist, dass man der Campusbahn nachweint und viele Dinge, die ALLE Aachener und die Besucher Aachens wissen sollten.

In jedem Falle wichtig und unabhängig von dem Interview ist es, dass sich die gesamte Bürgerschaft Aachens mit dem

„Luftreinhalteplan für das Stadtgebiet Aachen – 1. Fortschreibung 2015 – Entwurf“

befassen und bitte unbedingt ihre Eingaben machen. Denn nur so gelingt es, Antworten auf Fragen zu bekommen und zu erfahren, was man sich seitens der Aachener CDU und SPD eigentlich „so“ denkt…

Manches scheint inkonsistent und nicht zu Ende gedacht, was alleine schon durch die Jammerei über die entgleiste Campusbahn zu erkennen ist. Die logische Schlußfolgerung: man scheint es also noch immer nicht begriffen zu haben, was die Bürgerschaft dem Rat und der Spitze in Aachen mit dem absolut erfolgreichen Bürgerbegehren gegen die Campusbahn gesagt haben.

Schade, wenn man „weiter so!“ als Position hat. Der politischen Zuversicht dient so etwas absolut nicht, da manches „erkenntnisinherentes“ politisches Verhalten ist.

Münsterwald: „Nachschlag“

Zuvor etwas Hörenswertes von Röhner Sauwänzt mit ihrem Lied auf http://www.sauwanzt.de 

das Lied Windkraftlied ist gemäß Posting der Band frei!

https://soundcloud.com/search?q=antiwindkraftlied

Hier der nächste Schriftsatz, der von Bürgern aus Roetgen an die Stadt Aachen ergangen ist:

Joachim Kreitz
Gabriele Kreitz
Im Winkel 8
52159 Roetgen 01. März 2015

Telefon: 02471 – 2750
e-Mail: joachim.kreitz@web.de

Stadtverwaltung Aachen
Fachbereich 36 (Umwelt)

52058 Aachen
Geplante Errichtung von 7 Windkraftanlagen im Münsterwald
Einwendungen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Bürger der StädteRegion Aachen und als Bürger der Gemeinde Roetgen erheben wir gegen die geplante Errichtung von 7 Windkraftanlagen im Münsterwald mit einer Gesamthöhe von 200 m, evtl. auch mehr, aus allen juristischen und ökologischen Gesichtspunkten hiermit Einspruch.
Begründung
1. Der Münsterwald
liegt in einem Landschaftsschutzgebiet. Der Oberlauf der Inde mit Nebental Prälatensief und die Talrinne des Fobisbaches bilden sogar zwei angrenzende Naturschutzgebiete. (siehe: geänderter Flächennutzungsplan der Stadt Aachen für den Bereich Münsterwald und B 258 vom 21.07.2010).
Im Prälatensief-Distrikt des Münsterwaldes liegt der einzige naturnahe Ausschnitt der Venn-Landschaft auf Aachener Stadtgebiet. Das Lebensraumspektrum reicht von offenen Zwischenmooren über Moorbirkenwälder bis hin zu Birken-Eichenwäldern mit landesweit gefährdeten und seltenen Biotop-Typen, Pflanzengesellschaften, sowie Pflanzen- und Tierarten.

Stellenweise sind als Relikte der historischen Kulturlandschaft Feuchtheiden ausgebildet (Quelle: Gutachten des Dr. Raskin über den Prälatensiefdistrikt erstellt für den Fachbereich Umwelt auf Anordnung der Stadt Aachen vom 2. Dezember 2009).
Münsterwald und Himmelsleiter bilden das sog. „Tor zur Eifel“ und befinden sich in direkter Grenzlage der Stadt Aachen zur Gemeinde Roetgen und zu Ortschaften des Königreiches Belgien, hier: Petergensfeld und Raeren (DG).

Es handelt sich hier um ein intaktes Öko-System bestehend aus Mischwald, schützenswerten Biotopen und Vogelarten. Dies wird durch Entfernung einzelner Waldflächen einschneidend geschwächt und es ist zu befürchten, dass beim ersten Starkwind immense Flächen dem Windbruch zum Opfer fallen werden.

Das Waldgebiet gehört zum Deutsch-Belgischen Naturpark Eifel – Hohes Venn und ist gleichzeit Vennvorlandschaft.

Tatsache ist, dass der Münsterwald ein wahres Refugium für Freizeit- und Erholungssuchende darstellt. So wird er von den Bürgerinnen und Bürgern aus dem ehemaligen Kreis Aachen, der Stadt Aachen und überörtlich zureisenden Touristen aufgesucht.

Unmittelbar am Münsterwald entlang führt der bekannte Premium-Wanderweg „Eifelsteig“. Der mit hohem finanziellen Aufwand (rd. 14,0 Mio. Euro) errichtete Rad- und Wander-Naturweg, der sog. „Réseau Autonome de Voies Lentes“ -verkürzt auch RAVeL-Route genannt- verläuft sogar durch ihn.

Die Dreilägerbachtalsperre befindet sich in unmittelbarer Nähe. Talsperre, Struffelt und Kuhberg im Osten des Münsterwaldes sind ein Rückzugsgebiet für seltene Vögel und für Zugvögel. Hier landen zweimal im Jahr die Kraniche auf den Waldwiesen, um sich für den Weiterflug auszuruhen.
2. Immerwährende Verschandelung des Landschaftsbildes

Die geplanten Windräder mit einer Höhe von insgesamt 200 m oder gar mehr, vor den Haustüren von Roetgen / Rott stellen eine nicht hinnehmbare und nicht mehr reparable Verschandelung des Landschaftsbildes dar. Hier entspricht das von der Stadt Aachen in Auftrag gegebene Gutachten nicht den Gegebenheiten und ist daher nicht glaubwürdig.

Die geplanten Windkraftanlagen würden sogar die Höhe „Fringshaus“ noch leicht überragen. Vom Kölner Dom mal ganz zu schweigen. Mit Sicherheit hätte dies auch negative Auswirkungen auf den Tourismus, von dem auch unser Ort Roetgen partizipiert.

Ebenso ist zu befürchten das Immobilien – Häuser und Grundstücke – an Wert verlieren.
Roetgen würde mit Sicherheit als „Zuzugsgemeinde“ nicht mehr in Frage kommen. Im Gegenteil, es würde ein Abwanderungsprozess – wie bei vielen anderen Eifelgemeinden – in Gang gesetzt (siehe auch Eifeler Nachrichten vom 27.02.2015).

3. Artenschutz

3.1 Der Münsterwald gehört zum „Naturpark Eifel – Hohes Venn“ mit seiner wunderbaren und einmaligen Vegetation, Tierwelt und Landschaft und stellt das „Entree zur Eifel“ dar ( siehe auch Label „Roetgen – Tor zur Eifel“ ).
3.2 Der Münsterwald ist Habitat des äußerst seltenen Schwarzstorches, ( lt. NABU gibt es in der Eifel insgesamt nur noch 3 bis 4 Brutpaare ). Zum Wechsel der Futterplätze muss der Schwarzstorch die geplante Konzentrationsfläche kreuzen. Er gehört nicht zu den Vögeln, die die WKA meiden und ist dadurch sehr gefährdet.

Der Schwarzstorch zählt zu einer in NRW streng geschützten Tierart nach BArtSchV, siehe auch Anhang I der Vogelschutzrichtlinie, sowie „Rote Liste“ der gefährdeten Tiere Deutschlands. In dessen Habitatbereich ist die Errichtung von Windkraftanlagen gesetzlich nicht zulässig.

3.3 Der Münsterwald ist das Jagdrevier und Zuhause des Rotmilans (dort haben – nachweisbar – 2 Brutpaare ihr Jagdrevier). Der Rotmilan gehört gemäß §10 Absatz 2 Nr. 10 des Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu den besonders geschützten Arten und ist darüber hinaus von der VSRL in Anhang A gelistet, womit er gemäß BnatSchG als streng geschützt eingestuft wird.

3.4 Der Münsterwald ist Lebensraum für zahlreiche und schützenswerte Fledermausarten (Bartfledermaus, Fransenfledermaus, Großes Mausohr, Großer Abendsegler, Kleiner Abendsegler, Zwergfledermaus, Rauhautfledermaus, Braunes Langohr und Langohr).

3.5 Der Münsterwald ist das Jagdrevier des Uhus, der seinen Horst ca. 2,5 km entfernt hat. Das Jagdrevier eines Paares kann bis zu 40 Quadratkilometer umfassen. Er ist ebenfalls streng geschützt und durch die WKA massiv gefährdet.

3.6 Der Münsterwald ist Populationsgebiet der Wildkatze.

3.7 Der Münsterwald ist Nistplatz und Jagdrevier des Kolkraben. Der Nistplatz ist bekannt, wurde aber im Gutachten vernachlässigt. Diese Vogelart ist ebenfalls massiv gefährdet und gilt auch als besonders schützenswert. Er zählt nachweisbar mit zu den häufigsten Schlagopfern, da er kein Meidungsverhalten zeigt.

3.8 Kraniche

Der Kranich ist gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 14 a) Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) eine streng geschützte Art und in Anhang 1 der Vogelschutzrichtlinie gelistet. Er war Vogel des Jahres 1978.

Die European Crane Working Group koordiniert den Schutz des Kranichs in Europa, insbesondere in einigen Nationen Arbeitsgruppen. Sie wird durch die Lufthansa, einige Ministerien, NABU und WWF unterstützt.
Der Münsterwald liegt im Zentrum eines Zugkonzentrationskorridors für Kraniche der den Raum Aachen, Roetgen und Stolberg umfasst.

Belegt ist dies u.a. durch die vom NABU Aachen seit langem gesammelten Kranichbeobachtungen, die im Internet veröffentlicht sind (Nabu Aachen Land Kranichmeldungen). Dort werden Uhrzeit, Datum und Anzahl der beobachteten Tiere regelmäßig erfasst.

Der Frühjahrszug erstreckt sich somit im Durchschnitt auf 51 Tage und der Herbstzug auf 65 Tage.

Der Höhepunkt des Ost-West-Durchzugs liegt in der zweiten Oktober- und ersten Novemberhälfte, wobei größere Zuggruppen aus dem Osten noch bis Mitte Dezember und bei ungünstigen Wetterlagen sogar bis in den Januar hinein ziehen können. Der Zug wird in südwestliche Richtungen fortgesetzt, wobei sich die nördlichen und östlichen Zugkontingente sowie die Flüge von den verschiedenen Rastplätzen westlich des Rheins vereinigen, d.h. die hiesige Region als Flugkorridor nutzen.

Die Anzahl der Kraniche über dem Raum Aachen beträgt im Frühjahr ca. 35.000 – 50.000 Kraniche und im Herbst ca. 45.000 – 70.000 Kraniche.

Aufgrund der europäischen Vogelschutzrichtlinie und der Empfehlungen der Länder- Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten sind solche Zugkonzentrationskorridore von WEA frei zu halten (siehe „Helgoländer Papier“ 2007, Tabelle 1, und LAG-VSW 2014).

Eine Gefährdung dieser Art wurde durch den Gutachter mit der Begründung ausgeschlossen, dass aufgrund des artspezifischen Verhaltens der Vögel in der Regel ein gefahrloses Ausweichen gegeben sei.

Irreführend beruft sich der Gutachter bei den Flughöhen der Vögel auf WEA im Flachland, nämlich auf Niedersachsen. Beim hiesigen „Münsterwald“ handelt es sich jedoch topographisch um den Anstieg eines Mittelgebirges, der daher mit Niedersachsen nicht zu vergleichen ist.
Auf ihrem Herbstzug stoßen die Tiere von Nordosten kommend erstmalig auf den Anstieg zur Eifel, der auf der Kuppe des Münsterwaldes eine Höhe von ca. 420 m aufweist. Die Formationen versuchen, am Anstieg zur Eifel den Abstand zum Boden mühsam auszugleichen. Gerade am höchsten Punkt des ersten Anstiegs der Zugvögel stellen sich ihnen nochmals die geplanten sieben 200 Meter hohen WEA als Barriere in den Flugweg, womit sie ca. 600 m an Höhe zu erreichen hätten.

Die von der Stadt Aachen geplanten 7 WEA befinden sich somit –wie Eingangs schon erwähnt – im Zentrum bekannter Kranichflugkorridore von NO nach SW während des Herbstzuges und von SW nach NO während des Frühjahrzuges.

Bei ihren Flügen in die Herbstquartiere (Südfrankreich, Spanien usw.) rasten die Kraniche in den umliegenden Wiesen des Münsterwaldes (unterhalb Relais Königsberg, Struffelt und Kuhberg. Ebenso geschieht dies auf ihrem Rückflug in die Brutgebiete.
Allein a.G. vorgenannter Darstellungen ist die Installation von WKA im Münsterwald nicht zulässig.

4. Naherholungsgebiet

Der Münsterwald bietet seit Menschengedenken ein Naherholungsgebiet für alle Generationen, ebenso wie der „Aachener Stadtwald“ !

Letztendlich würden ca. 10.000 i.W. zehntausend Bäume, 7 Windkraftanlagen geopfert .

Bisher haben sich über 4.000 Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der „Bürgerbeteiligung“ – per Unterschrift – gegen diesen nicht mehr wieder gut zu machenden, sinnlosen und unwirtschaftlichen Eingriff in die Natur ausgesprochen resp. in Listen eingetragen.
5. Windhöffigkeit / Wirtschaftlichkeit

Der Münsterwald ist – letztendlich auch a.G. einer Studie der RWTH / FH Aachen, einer der am wenigsten geeigneten Standorte. Unter diesen Umständen und unter Hinzuziehung von Ausfallzeiten ist eine Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben. Die Zeche zahlen dann – wie immer – die Bürgerinnen und Bürger.

6. Rückstellungen für Rückbau

Hier stellt sich die Frage hinsichtlich der Höhe der Rückstellungen für die gesamte Beseitigung des Betonfundamentes für den Fall das eine Baugenehmigung erteilt wird. Oder spielt man hier mit dem Gedanken nur den obersten Meter abzutragen und dann …. Erde drüber ?

7. Brandschutz und andere Gefahren

Es kommt immer wieder vor, das WKA in Brand geraten z.B. durch Blitzeinschlag, technischen Defekt, Eiswurf usw. Da dies wegen der großen Höhe von der Feuerwehr nicht gelöscht werden kann, hätte dies katastrophale Auswirkungen.

Eine ausgedehnte Waldbrandkatastrophe wäre somit vorprogrammiert. Bei meist vorherrschendem Westwind müsste die B 258 gesperrt werden. Der landwirtschaftliche Betrieb „Marienbildchen“ wäre höchst gefährdet.
Weshalb sind hier von der Fa. Juwi keine automatischen Löschvorrichtungen eingeplant worden ?

8. Infraschall

Infraschall von Windkraftanlagen als Gesundheitsgefahr !
von Prof. Dr. iur. Erwin Quambusch1 und Martin Lauffer2

siehe Anlage 1

Zur sozialen Verantwortung des Staates gehört der Schutz vor Gefahren für die Gesundheit.

Im Hinblick auf den Schutz vor Lärmimmissionen sehen sich Verwaltung und Rspr. einer neuen Herausforderung gegenüber. Sie ist mit dem Begriff Infraschall verbunden und wird zunehmend im Zusammenhang mit den zahlreichen Windkraftanlagen diskutiert, die in der Nähe der Wohngebiete errichtet worden sind.

Windkraftanlagen erzeugen unzweifelhaft Infraschall.

Im Gegensatz zu den Äußerungen von Behörden und den den Anlagenbetreibern nahe stehenden Institutionen, Infraschall sei „völlig harmlos“, verweist eine zunehmende Zahl von Wissenschaftlern auf die gesundheitliche Gefährlichkeit des Infraschalls. Die Gefahr stellt sich inzwischen als so hinreichend wahrscheinlich dar, dass an die Stelle der bisher gepflegten Ignoranz staatliche Maßnahmen der Gefahrenabwehr und der Gefahrenvorsorge treten müssen.

Solange und soweit die Gesundheitsgefahren nicht durch technische oder ähnliche Vorkehrungen abgewehrt werden können, können Errichtungen und Betrieb der Anlagen nur zulässig sein, wenn diese außerhalb der Sichtweite zu Wohngebieten liegen.
Auf Grund der vorgenannten Ausführungen resp. Begründungen bitten wir, die geplanten Anlagen

nicht in den Münsterwald

sondern auf Freiflächen, wo Bürgerinnen und Bürger, sowie Flora und Fauna am wenigsten in Mitleidenschaft gezogen werden

z.B. an Autobahnen, Bahnlinien oder auf Wiesen

zu errichten !

Mit freundlichen Grüssen
Joachim Kreitz Gabriele Kreitz

WEITER in der Sache Windturbinen:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2015/03/02/munsterwald-schreiben-an-den-oberburgermeister-aachens-marcel-philipp-und-die-zustandige-fachbereichsleiterin-christiane-melchers/

 

 

Wiedervorlage, 2. November 2013 | „Wollt ihr in Aachen kein Geld verdienen?“ Der Verkehrsfrust über Aachen

Kurzmitteilung

Anstatt sich in einem gemütlichen Restaurant zu treffen, hieß es zunächst irritierend „Fastfoodrestaurant“. Nach wenigen Minuten war sofort klar, warum dies nun der Ort der Wahl war. „Weißt Du, ehrlich gesagt mir hängt Euer Verkehrschaos in Aachen einfach nur noch aus dem Hals heraus! Ich habe wirklich keinen Bock mehr darauf, mich nochmal in die Innenstadt zu quälen!“, so die Worte eines befreundeten Niederländischen Unternehmers aus der Grenzregion, der das letzte Ehemaligentreffen im Sommer in einem Restaurant sausenlassen musste, weil er nach über einer Stunde Baustellengewirr – das natürlich nicht im Navi vermerkt sein kann – und erfolgloser Parkplatzsuche enerviert abbrach. Sein Fehler war: er kam mit dem Auto und nicht dem ÖPNV oder Fahrrad…

Pointiert meinte er: „Heute, am 1. November ist ja, wie Du vielleicht weißt der ´Tag der Deutschen´. Bei uns sind die Geschäfte brechend voll gewesen und die Leute lassen ihr Geld bei uns! Und das freut uns…“.

Er bedauerte, dass Aachen verkehrstechnisch so abschreckend sei.