Wiedervorlage, 18. Juni 2014 | „No Glassholes allowed!“ Ja sag mir einer doch mal, was sind das denn für Leute? Datensicherheit

Die Amerikaner sind höchst kreative Menschen, wenn es um Wortschöpfungen geht, die prägnant und eingänglich sind.

So gibt es nun in den USA den treffenden Begriff des Glassholes. Gemeint sind damit die Personen, die eine Brille tragen, die es gestattet, sein Umfeld auch elektronisch zu dokumentieren, ohne dass das für Dritte erkenntlich ist.

1.) Man nehme im Zweifel ein Englisch-Wörterbuch

2.) Dann nimmt man das Wort, denkt sich das Wort in seiner Einzahl/Singular ohne das „G“.

3.) Was überbleibt ist ein anderes Wort, das nicht stubenrein ist.

4.) Aber, was dann letztlich unendlich harmloser ist, als Träger solcher Brillen, weil die einen ausschnüffeln ohne dass man das merken kann!

5.) Erich H. aus Ostberlin und andere „Wissenszentralisten“ der Geschichte würden bei solchen Mitteln und Methoden liebend gerne aus ihrer Gruft entsteigen und wiedergeboren werden, um Macht über die Menschen zu bekommen.

6.) Vielleicht erfindet ja jemand eine App, die im Stande ist, ein Glasshole-Brille automatisch zu detektieren und dem die Brille tragenden Glasshole in einer automatisierten Dauereinspielung den Stinkefinger zu zeigen! Aber so, dass der so dynamisch projiziert wird, dass es der dieser „Agentenbrille“ tragenden Person so schwindlig wird, dass sie dieses Teil nur noch loswerden will, weil eine Schifffahrt auf einem Seelenverkäufer bei Windstärke 12 ein Kindergartenausflug dagegen ist.

BERLIN und BRÜSSEL: STOPPT DIE SPITZELTECHNIK FÜR JEDERMANN! Stellt diese Spitzeltechnik unter Strafrecht!

 

 

 

 

 

 

 

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Cyber, Sicherheit, Atem und das Odem-o-Skop

Nachdem nun der CCC veröffentlicht hat, dass man die Fingerabdrücke der Bundesministerin für Verteidigung, Frau Dr. med. Ursula von der Leyen fotografisch aufgenommen hat und nun damit die elektronische Identifikation/Authentifizierung vornehmen kann, hakt es aber ganz gewaltig. Man denke zum Beispiel an Zugangssysteme oder den Bundes-Reisepass mit Fingerabdruck.

Das Problem der Authentifizierung zwecks Eineindeutigkeit der Persönlichkeit kann man deswegen streng genommen nicht mehr mit elektromagnetischen Wellen vornehmen, weil man die emulieren kann. Somit steckt man von der systemischen Betrachtung in einer Sackgasse, aus der man raus muß. Zumal, wie im Fernsehen berichtet worden ist, auch das Risiko zu bestehen scheint, dass Fingerabdrücke zum Beispiel und nicht auszuschließen gezielt an Tatorte verbracht werden könnten um so falsche Spuren zu legen. Dann heißt es nicht mehr „aus Mangel an Beweisen wird der Beklagte freigesprochen“, sondern „aus Mangel an systemtechnischer und systemischer Integrität, kann der Fingerabdruck nicht mehr uneingeschränkt als Beweis gewürdigt werden…“. Man stelle sich vor, einen Anbieter, der über das Internet Fingerabrdücke von Zielpersonen „von der Rolle“ anbietet, die man dann wie Kaugummiaufkleber überall ´dranpappen´ kann, wo man meint, man könnte einem eins auswischen. Oder direkt die Handausdrucke auf einer Silkonhand – das „shake-hand“ der unangenehmen Sorte. Das reicht für mehr als einen Krimi und mehr als einen Agentenfilm im Fernsehen, der nichts mit einem Interview zu tun hat.

Reliquie 2015

Man stelle sich das mal vor: ein Gruppenfoto der G 20-Teilnehmer und der clevere Fotograf ruft: „please, ladies and gentleman, raise your hands!“. Schwuppdiwupp, die Handteller samt Fingern fotografiert… Dann noch in 3-D-Auflösung durch das Morphen verschiedener Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven und man kann dann noch auf seinem 3-D-Printer aus dem Elektronikmarkt für 1000 Euro direkt das „Hand-Faksimile“ für den eigenen Schreibtisch ausdrucken. Nicht so ganz zu Gast in der Pathologie…

Zehenabrücke als Authentifizierung könnten vielleicht eine Behelfslösung sein, was aber nicht aus verschiedenen Gründen so praktikabel ist.

Was bleibt dann noch übrig?

Etwas Chemisches? Etwas, das mit einer Person in eineindeutigem Zusammenhang steht? Nicht die Haare, nicht das Blut? Der Atem?

Die Biochemie und die organische Analytik, unterstützt von der Spektroskopie dürften so einen individuellen Katalog von Markern im Atem festlegen können, so dass man vielleicht zukünftig nicht mehr mit der Fingerspitze Zugang zu Hochsicherheitsbereichen bekommt, sondern Pusten muß. Genau so wie bei einer Polizeikontrolle. Mit einer hoffentlich gesicherten Datenbank verbunden.

Da man beliebige Moleküle nicht emulieren kann – im Gegensatz zu Fotos oder anderen Signaturen, die man elektromagnetisch immateriell replizieren kann – es sei denn, man hätte die Universal-Chemieküche in freiem Zugriff, könnte der Einsatz der „Individual-chemischen-Signatur“ ein Plus an Sicherheit bieten.

Odem-o-skop deswegen, weil – „skopein“ lässt grüssen – ein Sensor einem vielleicht auch noch beim Blasen in das Röhrchen in das Auge schaut und sicherheitshalber abgleicht? Stimmen die Iris und die chemischen Marker des Odem überein, dann öffnen sich die Tore.

Wenn man dann aber mal weiterdenkt in Sachen „Hacks“ und die ganze dunkle digitale Welt, dann sollten sich die Energieversorger nochmal hinsetzen und überlegen, ob sie denn tatsächlich das smart-grid haben wollen. Denn, wenn Identitäten emuliert werden – siehe o.g. „vdL-Finger“ – dann ist es nicht auszuschliessen, dass sich strategisch empfindliche Netzmaschen attackieren lassen. Sei es die Netzdestabilitation durch Aufschaukeln oder das gezielte Ansteuern von Gebäuden oder technischer Infrastruktur…

Wie beim Würfelspiel kann es dann bei nicht unmaßgeblichen Investitionen heißen: „raus!“. Wobei aber nicht geringe Investitionen dranhängen, die wertlos werden können.

Oder, wie soll die Verkehrsinfrastruktur samt Verkehrsmitteln sicher betrieben werden können…? Vielleicht lässt sich dann ein E-Auto von der Ladestation des örtlichen EV über ein Tablet-Phone fahren?

Fahrerlos durch die Stadt, fahrerlos, fahrerlos… Ja wo soll das noch alles hingehen?

Mal sehen, wie sich die Phantasie das politische Jahr 2015 ausmalen wird…