„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

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Fast 3.000 € Ruhestandsbezügde Niedersächs. Beamter | fürstlich i.Ggs. zur gesetzlichen „Rente“

Presseinformation, auf die Bezug genommen wird, folgt dem schwarzen Text!

Die Zinsen sind bald ein Jahrzehnt auf Sinkflug. Für die private Altersvorsorge heißt das, im Grunde nichts mehr bekommen zu können, das eine Verzinsung bringen kann. Lebensversicherer ächtzen, quieken und krächzen massivst unter der Last der Mindestverzinsung.

Für Otto und Ottilie Normalverbraucher im Mittelstand gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten Geld von seinem Lohn abzuzwacken und dann auch noch mit Perspektive Alter sinnvoll anzulegen. Wenn zehn Zinsjahre verloren gehen, so errechnet sich das so:

Kapital (Ende Laufzeit) = Kapital (Anfang Laufzeit) * 1,0p(1) * 1,0p(2)* ….. 1,0p(End)

Wobei „p“ einfach der nominale Jahreszinssatz ist. Bsp.: 3% Verzinsung ist der Faktor 1,03. Hat man eine Laufzeit von 10 Jahren, so wird bei einmaliger Kapitalzahlung zu Anfang dieses Kapital entspr. verzinst. Bei einer Null-Zinspolitik heißt das zwischen 100% und 134% Kapital eine Lücke zu sehen.

Das bedeutet, dass die private Rentenvorsorge in seiner ursprünglichen Art konzipiert, der Anforderung nicht gerecht wird. Durch den Euro und die Teuerungssprünge bei vielen nicht-Luxus-Produkten heißt das, man kann oft gar nicht mal die Teuerung kompensieren.

Da der Staat sicher NICHT den Markt schlagen kann, bedeutet das, dass durch die „bezugsfähigen Ruhestandszusagen“ des Dienstherrn die Zinsverluste auch noch durch den Steuerzahler kompensiert werden müssen. Selbst wenn eine Splittung stattfindet, einen Teil der Kosten für den Ruhestand aus den laufenden Bezügen zahlen zu müssen: das Geld kommt vom Steuerzahler. Egal, wie herum man es berechnst.

Entlohnt werden soll jeder fair. Aber, dazu gehört es auch, dass die Öffentliche Hand mit Blick auf die Rentner mit Augenmaß an die Gestaltung der Bezüge nach der „Inruhestandversetzung“ gehen muß.

Hier nun die Pressemitteilung zu den Kosten der Beamtenbezüge Niedersachsens im Weser-Kurier:

Weser-Kurier: Kommentar von Michael Lambek über die Pensionen der
Beamten

  Bremen (ots) – Mit 2970 Euro alimentiert Niedersachsen den
Ruhestand jedes seiner ehemals beamteten Staatsdiener – im
Durchschnitt! Dafür gehen fast 13 Prozent des Landeshaushalts drauf.
Ein Rentner muss mit durchschnittlich 1070 Euro pro Monat hinkommen.
In Bremen dürften die Relationen ähnlich sein. Auf die Frage, ob
dieser Unterschied angemessen oder leistungsgerecht ist, wird es so
viele Antworten wie Diskussionsbeteiligte geben. Es ist trotz
zahlreicher Versuche nicht einmal gelungen, verlässlich auszurechnen,
ob der Staat über die gesamte Lebenszeit seiner Bediensteten mit
Angestellten oder Beamten besser fährt. Eine Frage aber muss
beantwortet werden: Wie sollen die Pensionen, die durch nichts als
Steuereinnahmen gegenfinanziert sind, angesichts der demografischen
Entwicklung künftig bewältigt werden? Die Politik hat die
Schuldenbremse erfunden, um sich perspektivisch ihre
Gestaltungsspielräume durch Zins- und Tilgungsverpflichtungen nicht
völlig zu verstellen. Wenn der Staat nicht beginnt, ernsthaft über
Sozialbeiträge für Beamte nachzudenken, werden nicht die Zinsen,
sondern Pensionslasten die künftigen Haushalte blockieren.

OTS:              Weser-Kurier
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