Wiedervorlage | Vorwurf: Die Initiative Kaiserplatz e.V. müsse sich gegen Parteien positionieren

Vorwürfe oder Vorhaltungen à la

„sie müssen sich doch als Bürgerinitiative gegen eine Partei richten“

sind sehr aufschlussreich und helfen bei wichtigen Entscheidungen unter Bürgern bei der engmaschigeren Reflexion. Dies mit dem Nutzen, noch präziser gemäß der Zielaussage, der Strategie, Taktik und Mittel der eigenen Bürgerinitiative (i.F.: „BI“) zu handeln.

Eine Bürgerinitiative oder ein Verein, die/der sich ex ante, also von vornherein auf die Seite einer politischen Partei – und zwingend gegen eine andere – schlägt, ist damit sofort in der Sache Partei. Damit unausweichlich stiller Wasserträger dieser Partei, beziehungsweise dessen sympathisierenden Umfelds. Wenn das öffentlich klar adressiert ist, dann ist das absolut in Ordnung, weil man weiß, welches Anliegen vertreten wird und, welche parteipolitischen Grundsätze man selbst „lebt“.

Adressiert man die politische Positionierung einer BI oder eines Vereins nicht, so ist dies im Sinne bürgerlichen Engagements einfach nicht koscher und es ist abzulehnen!

Eine Bürgerinitiative, die sich nicht auf die Seite eines speziellen politischen Lagers schlägt, aber in Bezug auf eine politische Partei ihre Ablehnung auf einem Meinungsbildungsprozess fußt und bekundet, ist deswegen längst nicht Partei derjenigen, die nicht adressiert sind. Der Unterschied zwischen der kaschierten Parteinahme – was man als ´politisches U-Boot ohne Flagge´ bezeichnet – und einer einer nach einem Meinungsbildungsprozess qualifizierten Ablehnung gegenüber einer Partei auf Grund deren aktueller Position, ist eine ex post – also nachfolgende – Positionierung.

Das bedeutet, wenn sich die aktuelle Auffassung einer Partei in einer für eine BI/einen Verein abzulehnenden Sache im Verlaufe der Zeit verändert und ein ehrliches Zusammenkommen deutlich wie auch ehrlich erkennbar ist, dann kann sich eben auch der Wind von seiten der BI / des Vereins drehen und einem anderen politischen Lager ins Gesicht blasen. Nur so kann man seine Verhandlungshoheit beibehalten und langfristig durchsetzen. Man muss auch bereit sein „NJET!“ zu sagen, wenn´s gegen den Strich geht…

Bürgerinitiativen und Vereine müssen sich den selbst gegebenen Prinzipien treu bleiben! Dies, um auf Grund der Klarheit der eigenen Position die eigenen Ziele in einem demokratischen Prozess einzufordern und besser durchsetzen zu können. Thema: Verhandlungsstärke und Authentizität!

Diejenigen, die von vornherein eine Brille mit parteipolitsch bestimmter Tönung tragen, blockieren sich in ihrer gedanklichen Freiheit, Lösungen ausserhalb eingetretener Trampelpfade selbst. Schnell drehen sich irgendwann im Kreise und verlieren den Blick auf das Wesentliche! Der Anfang vom Ende…

Die Sache ist und muss stets der Mittelpunkt des Handelns einer BI / eines Vereins sein und bleiben.

Wenn es zu große Divergenzen für ein Mitglied geben sollte, so steht es diesem frei, auszutreten und selbst eine neue BI zu gründen, was aber bei zu unklarer Zieldefinition in BIs zur Atomisierung des bürgerlichen Willens führt, weil die oberste Prioritätsebene des Zwecks verlassen wird und Friktionen die Folge sind. So manches bürgerliche Engagement zerbröselt durch Kleinstaaterei… Hier hat es sich als dienlich erwiesen – was in der Initiative Kaiserplatz und einer Reihe von vernetzten/befreundeten Initiativen gelebt wird – sich gegenseitig über die Organisation und notwendigen Strukturen auszutauschen, so dass nicht jeder das Rad neu erfinden muss…

Und genau das Verzetteln, „Ja-Abern“ Einzelner ist das, worauf die institutionalisierten Organe – also politische Parteien – gerne bauen: dass sich die Bürgerschaft „verzettelt“ oder in der Sache vielleicht durch untergeordnete Punkten in den Streit kommt, was unnötigerweise Kräfte bindet, die eigentlich für die Verhandlung und Durchsetzung der Interessen erforderlich wären. Das ist die so genannte „Zerreibungsmethode“ der Politik. Man muss als BI/Verein immer daran arbeiten, auf Kurs zu bleiben und sich auszutauschen, um Missverständnisse zu vermeiden, stets das Ziel im Mittelpunkt zu halten und es zu verfolgen!

Initiative Kaiserplatz e.V. – in Erinnerung gerufen!

Die Initiative Kaiserplatz e.V. vertritt – wie wohl andere BIs auch, für die wir natürlich nicht sprechen können, wollen und auch dürfen – die Bürger der „gesellschaftlichen Mitte“, die jede Art von Diskriminierung oder Extremismus striktest ablehnen. Das bedeutet, dass sämtliche persönlichen politischen Neigungen in dieser Spanne vertreten sind. Unbestreitbar ist fachlich-sachlich auch, dass Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung oben auf der Liste stehen. Dies der guten Ordnung halber, damit die Bürgerinitiative nicht in ein falsches Licht gerückt wird. Erinnert sei hier an die seinerzeitige Mitwirkung bei http://www.campusbahn-groessenwahn.de, die nicht alleine aus Gründen der Unfallgefahren zu Fall gebracht worden ist, sondern auch auf Grund ihrer auf wissenschaftlichen Studien fußenden Ökobilanz. Beim Aktionsbündnis http://www.campusbahn-groessenwahn.de konnte man hautnah erleben, wie es ist, wenn unterschiedlichste Menschen im Bürgerveständnis vereint die Mauern des Bollwerks „Politisches Fürstentum“ zu Fall bringen und man feststellen muss, dass hinter dem Burgfried anstatt einer Pfalz ein paar fachlich-argumentative Zelte stehen, die beim leichten Wind – dem äußerst erfolgreichen Bürgerbegehren im März 2013 – weggeblasen werden und die Mannschaft erstaunt war, was rationaler Bürgerwille im Sinne der Gemeinschaft politisch zu korrigieren vermag.

Wenn nun jemand meint, man müsse als BI / Verein doch bitteschön unbedingt gegen eine bestimmte Partei sein, dann heisst das also, bereits hier einen grundsätzlichen Gedankenfehler in Bezug auf die Rolle und die Funktion einer BI begangen zu haben. Denn, eine BI, die sich aus der bunten Vielfalt von Menschen, die mit einem Thema politisch nicht zufrieden sind, kommt alleine schon durch das Gründungsmotiv aus der politischen Orientierung heraus.

Kurz: es geht einzig um die Sache und keinesfalls die Ideologie oder die „politische Heimat“.

Politische Zerreibungs- und Zerlaberungmethode

In der Politiologie ist diese Methode, den Bürgerwillen in wichtigen Entwicklungsphasen durch derartige Beiträge/Statements etc. zu verunsichern ein sehr gern genutztes, methodisches Mittel, um die Bürger, die sich um ein Thema scharen und eine Initiative Betreiben, zum einen vom tatsächlichen Ziel – dem Grund der Formierung der BI – abzulenken. Durch die „Diffusion“, „Zerreiben“ wird das „Verzetteln“ und die „Lagerdebatte“ angeheizt. Wer diesen Weg beschreitet, hat als BI in der Regel sofort verloren, wenn nicht sofort der Rote Faden (politikfrei gemeint) aufgegriffen und verfolgt wird.

Wenn es um die Sache geht, bedeutet das, sämtliche Parteien als „politischen Gegner“ zu sehen! [Per Definition ist eine grundsätzliche Gegenposition einer Partei und deren Mandatsträger gegenüber Bürgern mit anderer Interessenslage eine inhaltliche Gegnerschaft… – was bei den Aachener GRÜNEN in Bezug auf die Aktivitäten der Initiative Kaiserplatz e.V. hinreichen manifestiert ist]

Es gilt, Parteien / Politiker mit dem Bürgerwillen zu konfrontieren, die Beteiligten in die inhaltliche Diskussion zu bewegen. Wenn Parteien allerdings meinen, sie könnten „ihr Ding weiter, wie bisher machen“, also „redet ihr doch, wir tun eh, was wir wollen!“, dann macht es nicht den geringsten Sinn, Zeit und Energie einzusetzen.Dies ist dann aber genau der Punkt, an dem man in abgewandelter Form sagen und handeln darf, dass es keinen Sinn macht mit jener Partei in eine Diskussion einsteigen zu wollen, weil diese sich Sach- und Fachargumenten verschliesst.

Wenn politischer Monolog als Diskussion verstanden wird, so ist das für eine Partei undemokratisch und in Teilen auch anmaßend, wenn gesagt wird, dass man als Bürger doch keine Ahnung habe und nur die instituionalisierte Politik das Recht des politischen Handelns für sich beanspruchen darf! Alle vier oder fünf Jahre ein Kreuz, heisst nicht, eine parteipolitische Flatrate für sich zu beanspruchen.

Hier ist die Bürgerschaft gefordert, dem politischen Establishment der unterschiedlichsten Couleur regelmässig, wenn Gründe dafür bestehen, auf die Füsse zu treten, denn ohne den durch Bürger provozierten politischen Schmerzreflex entwickelt sich der Habitus der politischen Schmerzfreiheit aus der dann letztlich in einem politischen Mutationsprozess eine Losgelöstheit vom eigenen Wahlvolk ergibt, die dann dazu führt, sich von denen, die einem die Stimme gegeben haben, bewußt abzuschotten, weil nun nur noch „the inner circle“ der Partei gilt, bei der es dann um das eigene politische Überleben und Fortkommen im „Parteiapparat“ geht. Das wiederum bindet so viel Energie und bedingt auch ein gerüttelt Mass an persönlicher Leidens- und Opferfähigkeit, dass der Kopf auf „Parteilinie“ fixiert ist und die Wählerschaft im günstigsten Falle noch als notwendige Claqueure für 15 oder 30 Sekunden-Statemants (vorzugshalber) im Fernsehn verstanden werden.

Oder, der „papagaio do pirata“, wie man in Brasilien spitz sagt. Dahinter steht die telegene Gesichtsmassage, sich beim Erscheinen von Kameralinsen in die Nähe eines politischen „leaders“ zu begeben. Denn, das Gesicht brennt sich ein, es wird durch seine Anwesenheit vertraut, ohne, dass man etwas sagen musste. Auf diese Weise stieg dereinst ein namenloser Politiker in Brasilien die Karriereleiter hoch – „O papagaio do priata!“

Nun gut, die Wechselwirkungen von politschen Strukturen und dem persönlichen wie auch kollektiven Handelnin diesem Kontext färben zwingend ab, denn man ist in „seiner community“ verankert und man ist „politically embedded“, benötigt die Strahlungswärme der politischen Mitstreiterschaft, die einen schnell zu ächten vermag, wenn man nicht bei der Stange – sprich dem politischen Roten Faden bleibt. Innerparteiliche Ächtung ist letztlich auch im eigenen Portemonnaie zu spüren…

Womit die Vorhaltung dann wiederum –  nur mittelbar und, konsistent gedacht – schon zu einem Teil stimmt, sich gegen eine politische Partei zu stellen. Dies kann ausschliesslich Ergebnis geführter Diskussionen mit Vertretern dieser sein. Also: am Ende der Bemühungen eines Dialogs. Von vornherein „contra zu geben“, wäre Blödsinn, der sich gegen sich selbst richtet und belegt, dass man selbst als BI nicht die Regeln der Demokratie und der Bürgermitwirkung verinnerlicht hat.

Aus diesem Grunde der Erkenntnis und des Sprechens – nicht politischen Diskutierens – kommt man seitens der IK ex post zu der Position, sich klar und eindeutig gegen die Politik der hiesigen Grünen auszusprechen. In anderen politischen Entitäten sind es halt andere Parteien. Wir haben unzählige Gespräche geführt – alle minutiös in selbstverständlich den Vertretern vorgelegten Protokollen dokumentiert –  und sind zu dem Schluss gekommen, dass es bei der derzeitigen personellen Struktur und politischen Ausprägung bedauerlicherweise absolut keinen Sinn macht, mit den Aachenern GRÜNEN derzeit zu diskutieren. Denn das, was am Kaiserplatz seit nunmehr 2000 „läuft“ und was hinlänglich bekannt ist, ist der Spiegel der Aachener Grünen-Sucht- und Gesellschaftspolitik.

So gesehen, danken wir der Einlassung, die zur Refelxion in einer weiteren Stufe geführt hat.

 

 

 

 

 

 

 

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Wiedervorlage, 8. April 2014 | +++ AZ-Forum Oberbürgermeisterwahl – 13.05., 18h00m, im Zeitungsverlag –

Am 13.05.2014 veranstaltet die Aachener Zeitung das AZ-Forum zur Oberbürgermeisterwahl. Es werden sich dort alle Kandidatinnen und Kandidaten der Diskussion stellen.

Anmelden können Sie such bei der Aachener Zeitung unter Telefon: (02 41) 51 01 – 360 oder per Email unter: az-lokales-aachen@zeitungsverlag-aachen.de

 

Wiedervorlage vom 15. April 2014 | neu: BI N.o.W.! Naturpark ohne Windräder in Neu-Anspach

Neue BI gegen Windkraft:

BI N.o.W.! Naturpark ohne Windräder in Neu-Anspach:

s.: Kapitel: 2.2.:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/adressen-nutzliches-fur-die-burgerschaft/

Wiedervorlage, 2. Mai 2014 | „Sozialistische Wartegemeinschaften“

In der DDR gab es vor allem vor Lebensmittelgeschäften wie dem Konsum – weniger dem Exquisit oder Intershop – die „sozialistischen Wartegemeinschaften“.

Heute gibt es Aachen die ökologischen, „stadtplanerischen Wartegemeinschaften“, sprich, ein Kollektiv von Wartegemeinschaften, deren Keim die Aachener Planungskompetenz und Planungspolitik in Aachen ist!

Wiedervorlage | 17. Juli 2014 | CDU | Ein Leserkommentar aus St. Vith/Belgien

Liebe Leserschaft!

Wir möchten es nicht versäumen, den uns zugesandten Kommentar der Familie WERNET aus St. Vith/Belgien zusätzlich zentral zu veröffentlichen. Denn, dieser Kommentar zeigt, woran es in Aachen krankt und hapert und wo der Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Herr Marcel PHILIPP (CDU) endlilch einmal den Augias-Stall ausmisten muss.

Inge und Dieter Wernet, Militärhistorische Studien, St. Vith / Belgien sagte am 16. Juli 2014 um 12:05 : Bearbeiten

All die Fakten wie Lärm und Erschütterungen, die jetzt Nervosität und Ratlosigkeit erzeugen, hätten von einem kompetenten Baudezernat vor Erteilung der Abrissgenehmigung erkannt und mit entsprechenden Auflagen in diese eingebracht werden müssen. Schließlich gibt es das Immissionsschutzgesetz (BImschG) nicht erst seit gestern. Stattdessen wurden die Auflagen in der Abbruchgenehmigung offensichtlich im Sinne der Investoren in unzulässiger Weise minimiert. Es ist daher nachvollziehbar, wenn sich daraus Widerstände der Anwohner formieren. Es wirft außerdem ein bezeichnendes Bild auf die Akteure, wenn die Anwohner, im vorliegenden Fall ein Einzelner – pars pro toto – die Einhaltung der gesetzlichen Normen erst vor dem Verwaltungsgericht erstreiten müssen.

Inge und Dieter Wernet

Militärhistorische Studien

St. Vith / Belgien

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Das hilft, die politoadministrative Diskussion in und für Aachen zu intensivieren. Und, Themen in die Bürgerschaft zu bringen. In so mancher Beziehung muss man resümieren – und als Bürgerschaft empfehlen – dass sich Teile der Politik und der Verwaltungsspitze die Frage gefallen lassen müssen, ob denn das, was im Rat und den Ausschüssen wie dem Mobilitätsausschuß – um nur ein Beispiel hervorzuheben – entschieden wird, wirklich der Mehrheit der Bürgerschaft dient?

Abgesehen von dem Campus-Projekt, das ein von der Wissenschaft initiiertes und gemanagtes (!) Projekt ist und somit planerisch/organisatorisch höchstens mittelbar etwas mit der Stadt und Städtregion Aachen zu tun hat, muss man sich die Frage stellen, was ist in den vergangenen fünf Jahren eigentlich in die Richtige Richtung bewegt worden? Hier sind Kommentare sehr willkommen! Bald kratzen wir übrigens die Zahl 40 bei der internationalen Besucherschaft unseres Blogs an!

Welchen Kontrapunkt hat Oberbürgermeister Marcel PHILIPP (CDU) in seiner letzten Amtszeit gesetzt? Welche wird er setzen?

„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

Politikversagen treibt Menschen in extreme Richtung

Die Bilanz der Politik seit dem Herbst auf lokaler, regionaler, bundesstaatlicher und europäischer Ebene im Zeichen der Flüchtlingskrise sieht so aus, dass durch das in großen und wesentlichen Teilen erfolgte internationale Staatsversagen eine Unordnung Einzug gehalten hat, die die politische wie auch soziale Mitte der Gesellschaft massiv verunsichert. Die Frage der „Existenzangst“ durch Arbeitslosigkeit und des sozialen Abstiegs, wie das in Spanien, Griechenland oder auf Frankreich existent ist, birgt die Gefahr in sich, die Menschen in die Arme Extremer auf beiden Seiten des Spektrums zu treiben.

In Zeiten, in denen der Sozialismus als Staatsdoktrin nach dem Zusammenbruch der Sovietunion weniger „en vogue“ ist, gilt es, den Umtrieben auf der rechten Seite zum Beispiel durch die AfD udgl. vertreten, Einhalt zu gebieten.

Um das zu erreichen und sicherzustellen, ist es allerhöchste Eisenbahn, dass sich die politisch etablierten Parteien der Mitte, die viel zu oft an das bequeme, damit eigentlich untätige Einsammeln von Wählerstimmen aus Gewohnheit gewöhnt sind, gerade durch ihre Kandidatinnen und Kandidaten im Sinne des Staatswesens verpflichtet sind, in besonderem Maße als Garanten der staatlichen Ordnung auftreten und durch ihr Mandat alles in ihrer Macht stehnde unternehmen, einfach nur dem geltenden Recht gerecht zu werden. Nicht mehr, nicht weniger.

Dazu gehört es aber auch, dass sich „der Staat“ von seinem Zerrbild moderner Kommunikation verabschiedet und die Dinge tatsächlich schonungslos beim Namen nennt, sie aufarbeitet und dann  in einem ehrlichen Prozess mit der Bürgerschaft umsetzt.

Offensichtlich und das zeigt betrüblicher Weise der Kölner Silvester 2016, hat man es bis dato – auch im Sinne der laufenden Aufbereitung – in den Parteispitzen immer noch nicht begriffen, dass die Zeiten Gutenbergs, während derer man selbst schon die Drucker einsperrte und ihre Maschinen konfiszierte, längst vorbei sind.

Gerade die Geschwindigkeit und die Professionalität im Umgang mit ekklatanten Mißständen, wie diese in Köln zu Tage getreten sind, zwingen „den Staat“, damit die politsch verantwortlichen, mit ihrer Schönfärberei aufzuhören und an die nüchterne, sachliche Aufbereitung und Aufarbeitung zu gehen, damit die Gesellschaft nicht weiter auseinanderreißt, sondern zusammenkommt. Mit allen rechtschaffenden Menschen.

Klar ist auch, dass dazu gehört, Ross und Reiter präzise und keinesfalls „allgemein“ ausgedrückt nennen zu müssen, weil derartige Unschärfen Gerüchte in das Kraut schießen lassen. Die Klarheit ist alleine schon deshalb von Nöten, weil die Menschen heute viel schneller und intensiver auch kurzfristige Informationen auszutauschen vermögen.

Die Kriminalität mit all ihren Umtrieben am Kaiserplatz in Aachen ist ein wesentlicher Beleg dafür, was unzureichendes, blindes politisches Handeln, das eine Klientelpolitik widerspiegelt für ein sehr großes Umfeld bedeutet: auch die Stigmatisierung der dortigen Wohnbevölkerung, die à priori als kriminell, von niedrigem sozialen Stande und schiefgelaufener Integration gesehen werden. Damit wird die Politik Aachens und nun auch der Städteregion Aachens, die das Gesundheitsamt auch für Aachen in ihrer Körperschaft verantwortlich ist, nicht ihrem politischen Anspruch gerecht.

Wenn man nicht kann, dann ist das eine Sache. Wenn man, wie seit 15 Jahren belegt, nicht will, dann ist das eine Sache in voller Absicht.

Sehr aufschlußreich ist diesbezüglich übrigens auch, dass sich der gesamte Bereich zwischen Jülicher Straße und Adalbersteinweg zu „Investors Liebling“ entwickelt. Durch die so genannte „Gentrifizierung“ eines Viertels fährt man es runter. Die Durchmischung löst sich auf. Die soziale Struktur leidet. Damit auch die Struktur der Wohnimmobilien, die in diesen Bonanza-Zeiten ideal sind, um zum Schnäppchenpreis einkaufen und spekulieren zu können.

Ein wichtiger Indikator dafür ist der so genannte „Multiple“, der Verkaufspreis auf Basis der Jahresmieten, der klar indiziert, dass immobilientechnisch „etwas im Busche“ ist.

Einigkeit dürfte sicherlich darin bestehen oder herzustellen sein, dass es notwendig ist, nach mindestens 15 jähriger „Schludrigkeit“ der Stadt im Großraum Kaiserplatz Aachen mit all den sozialen und kriminellen Kollateralschäden, mit behördlicher Klarheit und Konsequenz so zu handeln, wie das auch in anderen Stadtbezirken geschieht.

Im Klartext bedeuten „klare Entscheidungen“ mit der notwendigen Konsequenz von Ordnungsamt und Polizei dem Recht überall dieselbe Kraft zu verleihen, wie das nicht am Kaiserplatz der Fall ist. Ein konsequentes Durchgreifen der Staatsmacht kann und darf überhaupt nicht zur Disposition stehen oder, in Frage stehen. Es muß einfach durchgesetzt werden.

Daß man aber auf dem „Kaiserplatz-Auge“ seitens der Aachener Verwaltung und Politiker politisch bewußt blind ist, belegen die amtlichen Karten, die den Kaiserplatz im Bezug auf das Stadtplanerische als „terra incognita“ ausweist. Sprich: dort sieht man bewußt keinerlei Restrukturierungen vor, die bedeuteten, dass man sich strukturell und interlektuell eben anstrengen müßte, für eine angemessene Ordnung zu sorgen.

Die Städteregion Aachen freut sich doch ein super Loch in den Bauch, hat sie das Gesundheitsamt einkassiert, die Steuerung maßgeblich definiert, was ihr den Hebel in die Hand gab, das Thema Sucht und Drogen sehr leicht aus der Region zu halten und der Stadt Aachen als Ausgleich dann wenigstens die Sozialkosten zu überlassen.

Eine derartige Zweiklassengesellschaft ist eine politisch ideologisch-induzierte, geförderte Diskriminierung von etlichen tausenden Menschen, die dort leben.

Es ist unumgänglich und zwingend erforderlich, sicherzustellen, dass die Städteregion Aachen zum Garanten einer der Wissenschaft und ärztlich-therapeutisch dem Stand der Erkenntnis entsprechenden Suchtmanagements wird.

Bei über 3.000 Schwerstabhängigen in der Stadt Aachen kann man es sich nicht leisten, zu wenig Mittel einzusetzen, inkonsistente Programme aufzusetzen, die nicht den 365/7/24-kapazitäten entsprechen.

Frydryk, gebürtig aus Lodz, zeigte jüngst seine Besorgnis über die ihm seit Jahren bekannte Situation in Aachen.

Seine rhetorische Kernfrage war die, warum man in Aachen sehenden Auges die Menschen ihrer seelisch-moralischen Verwahrlosung überläßt, sie preisgibt. Derartige Entwicklungen in einer Gesellschaft sieht er auch als ein Element der Basis der Extremisierung von Teilen der Bevölkerung. Sie würden, wie in Polen und anderen mittelosteuropäischen Staaten zu einer Polarisierung beitragen.

Die Ergebnisse sich polarisierender Gesellschaften in unsicherem persönlichen Umfeld „sieht man ja durch den Marsch durch die Instanzen der PiS“, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, für Recht und Gesellschaft zu stehen.

Nur: „Für welchen Teil der Gesellschaft und für welches Recht? Klarheit ist geboten!“

Strukturell sieht er durch die politische Zerfaserung in der EU Anzeichen und Parallelen, wie sie zu Zeiten der Weimarer Republik Türen und Tore öffneten, die ein unsägliches Kapitel der Menschheitsgeschichte in Deutschland wie auch der Sovietunion als Resultat erbrachten. Teils heute noch als politisch-strukturelle Nachbeben zu erleben.“.

Für Suchtkranke bedeutet Hilfe auch, wenn sie nicht mehr Herr ihres eigenen Lebens sind, dass „Betreuung“ so verstanden wird, im Sinne eines Mündels für dessen Wohl zu sorgen und das zu müssen, von ihm Schaden abzuwenden und nicht, wie das oft zu sehen ist, sich selbst zu überlassen. Bis zur Verwahrlosung. Dazu gehört es auch, den kranken Menschen manchmal verdeutlichen zu müssen, dass sie aufrichtig und in bestem Willen nun geführt werden, um die Option eingeräumt zu bekommen, zu gesunden oder zumindest, dass ihr Leiden reduziert wird.

Wenn ein Mensch nicht mehr im Stande ist, aus eigener Kraft und eigenem Willen aus dem Morast des eigenen Lebens herauszukommen, dann bedarf es durchaus des Moments, in dem man die Person an die Hand nimmt, die Verantwortung übernimmt und auch als ehrlicher Makler für den Menschen bestimmt, was dieser zu tun und zu lassen hat, um vermeidbaren Schaden abzuwenden… Wenn derartiges Handeln im Sinne Kranker als unangemessen verstanden wird, dann ist die Frage berechtigt, ob dann der Mechanismus verstanden worden ist, Menschen in Not zu helfen…

Klar ist auch, die Städteregion würde, wenn sie die 3.000 Schwerstabhängigen Aachens professionell betreuen würden, viel, viel Geld aus ihrem Säckel nehmen müssen, das woanders hin geleitet wird…

Die große Koalition muß mit all ihren Kräften sehen, Deutschland und Europa zusammenzuhalten und um zu vermeiden, dass die Bundesregierung platzt und die anstehenden Landtagswahlen im März zur desorientierten politischen Konfusion führen.

Denn dieses Brechen der Regierungskoalition würde als unausweichliche Konsequenz der derzeitigen Unruhe in der Gesellschaft dazu führen, dass keine soliden Mehrheiten und klaren Linien mehr gestaltbar oder formbar sein könnten und das Auseinanderbrechen der EU weiter voranschritte. Und die Aushandlung einer neuen Koalition auf Bundesebene wäre schlimmer als jeder Naturalienbasar. Zudem noch dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Monate ein politisches Impassée den letzten Rest von Handlungsfähigkeit zum Stillstand brächte.

Großbritannien und Griechenland würden stimmungsmäßig hierdurch noch weiter an ihren EU-Exit getrieben werden, andere gleichermaßen anstacheln, politische Eigensinnigkeiten zu exerzieren!

Die Zeit der politischen Abrechnung mit Berlin und dem EU-Parlament muß im Sinne der Einheit und staatlichen Effizienz auf einen anderen Zeitraum verschoben werden.

In der Alternative für Deutschland! politisch eine tatsächliche Alternative für Deutschland und Europa zu sehen, das ist nicht  zielführend.

Vielmehr gilt es, der politischen Not gehorchend, die Pferde in der Deichsel nicht an der nächsten Poststation zu wechseln, weil sie aus dem Tritt gekommen sind.

Aber, sie genau deswegen umso mehr mit allem Einsatz voranzutreiben, was selbstverständlich auch bedeutet, dass die Peitschenhiebe schmerzen können müssen. Die politischen Gespanne müssen endlich merken, begreifen und verinnerlichen, dass sie dem Kutscher – dem Volk – gehorchen müssen.

Und das heißt, verantwortungsvoll und offen mit ihm umzugehen und nicht wie in der klandestinen Art und Weise des Kölner Sylvester 2015 wie bisher zu glauben, man könne die Menschen erfolgreich-manipulativ für dumm  verkaufen, weil man Informationen nicht rausläßt.

Dies heißt nichts anderes, als dass sich die politische Kaste über das Volk stellte. Hier könnte – etwas boshaft – der alte Bauernspruch zur Anwendung kommen: „Wenn´s dem Esel zu wohl geht, geht er auf´s Eis“.

Die Alternative für Deutschland! als ein politisches Surrogat für das chaotische, wirklich hilflos-chaotische politische Handeln auf Bundesebene zu  sehen, würde sicher nicht zu einer nationalen wie auch internationalen Lösung beitragen können.

Es ist wie auf Hoher See: wenn das Schiff in Seenot ist, ist klar, dass alle anpacken müssen, um in ruhige Gewässer und dann in einen sicheren Hafen zu gelangen. Zu glauben, die Besatzung würde den Sturm wegblasen können, ist und bleibt Illusion.

Und dann erst, nachdem man sicher an Land ist, dann erst kann das Seegericht tagen, seinen Spruch fällen und den Degen von den Angeklagten weg oder mit der Spitze auf sie gerichtet auf den Tisch legen.

Das Unwetter wird noch lang die Disziplin an Bord bedingen!