Wiedervorlage vom 14. Dezember 2013 | „Pocketparks“ Kongresszentrumspläne im Stadtpark: VDI-nachrichten über Stadtklima

Seitens des Eurogress – somit der Stadt Aachen – denkt man darüber nach, eine Erweiterung des Kongresszentrums im Stadtpark zu errichten.

In der Ausgabe der VDI-nachrichten [www.vdi-nachrichten.com] vom 13. Dezember 2013 wird ausführlich über die Wirkung und den Nutzen berichtet, der bereits von „Pocket Parks“ gestiftet wird. Damit in Zusammenhang werden auch die Probleme, die eine Verdichtung der Baustruktur einer Stadt mit sich bringt dargelegt. Ein Thema, bei dem sich die Stadt Aachen trotz seines PR-mässig gern hervorgehobenen ökologischen Anspruchs als Musterschüler in Sachen Nachhaltigkeit, nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Erinnert sei an die in den 1990er Jahren erstellten Wind- und Stadtbelüftungsgutachten am Fachbereich 6 der FH Aachen. Dort stand ein aerodynamisches Modell der Stadt Aachen, das es erlaubte, die Auswirkungen von Baumassnahmen in der Stadt in Bezug auf die Belüftung/den Luftaustausch beschreiben zu können. Man braucht hierfür nur in das Archiv der Tageszeitung zu steigen, um die seinerzeitigen Berichte finden und lesen zu können, um bessere Entscheidungen treffen zu können.

Nun wird sehr laut darüber nachgedacht, das aus allen Nähten platzende Eurogress auf dem Gelände des Stadtparks erweitern zu wollen. Die Größenordnung von angedacht 1.000 Plätzen bringt in Bezug auf die internationalen Tagungen von Instituten der RWT aber dennoch nicht den Hit. Wir berichteten bereits im Blog darüber.

Die Stadt Aachen sollte unbedingt überlegen, ob sie tatsächlich im Bereich des Kur- und Stadtparks weiter eine Linie der Bauerweiterung und -verdichtung vorsieht, ist doch dieser Bereich der Stadt das einzige größere und zusammenhängende Grünareal, das für circa 15.000 bis 20.000 Menschen für bessere Luft und die Möglichkeit der Erhohlung vor der Haustür sorgt.

Würde das Zentrum einen Teil des Stadtparks verschlingen, hieße das, negative Auswirkungen im Sinne des Erholungswertes für die Menschen – gleichgültig ob direkt oder indirekt – bedeuten. Auch wenn man nicht dort spazierengeht, so trägt die Luftverbesserung dazu bei, allen Menschen bis zum Kaiserplatz, bis in die Jülicher Trasse oder bis nach St. Ursula, etwas mehr O2 in die Blutbahn zu befördern.

Zudem, der steigende Tagungsverkehr würde kontraproduktiv im Sinne der Feinstaubdiskussion sein.

Geht es hier vielleicht einfach nur um die Möglichkeit zur Verbesserung der Wirtschaftsbilanz des Eurogress, das der Aachener Kämmerei „rapportieren“ muss?

Kongresserweiterung – im Sinne der Bürger muss man ein klares NEIN! sagen.

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