Arbeitsplatzexport = Patentrezept für Extremisierung links und rechts | Distanzierung fängt im Kleinen an und ist dann nur noch schwer zu bremsen!

In den USA hat der Export von rund 2 Millionen Arbeitsplätzen nach China zur Radikalisierung auf dem rechten und linken Ende der politischen Skala geführt:

http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/wahlkampf-und-wirtschaft-in-den-usa-zwei-millionen-us-arbeitsplaetze-sind-abgebaut-worden-ld.83975

Im Grunde eine logische Konsequenz, weil zum einen der Umkehrschluß der ist, daß die Parteien und Politiker, die Teile der Bevölkerung bis dato nach eigenem Bekunden vertreten haben wollen, just zu der Zeit im Amte waren und dies auch sind, zu der es zur Abwanderung von Arbeit aus Regionen oder einem Staat führt. Also ist evident: man hat es nicht vermocht, Menschen in die politische Meinungsbildung einzubeziehen, um ihnen einen politischen Heimathafen anbieten zu können.

In den USA sei an den „Rust Belt“ erinnert. Dort, wo früher die Industrie angesiedelt war, herrscht teils Hoffnungslosigkeit. Stellvertretend hierfür Detroit, MI oder Allentown, PA.

Analog in Deutschland das Rurgebiet und Teile des Saarlandes, wo Zechen schlossen, man sich aber nicht mehr erholen konnte. In Bochum die Schließung eines Autowerks vor wenigen Jahren mit all den Folgeschäden für die Gesellschaft.

Plausible politische Ziele – Visionen helfen nicht – die Perspektive geben, damit Kraft entfalten können, gibt es in der Regel justament nicht an krisengeschüttelten Standorten, weil kluge Politik heißt, nicht auf einen Gaul zu setzen und zu diversifizieren. Das reduziert das Risiko einer schroffen Bauchlandung. Naiv ist, wer glaubt, das Geschäftsmodelle etwas für die Ewigkeit sind. Solche Politikerschaft braucht es nicht, man sollte sie lieber direkt in die politische Ewigkeit befördern – das spart viel Geld und vermeidet viele Enttäuschungen.

Die Ursache für derartige politische Tektonik ist unter anderem darin zu finden, dass sich im Laufe der Dekaden eine Art von „Polit-Schickeria“ vor allem im linken Teil des Parteispektrums entwickelt hat – SPD und GRÜNE – die zu einem nicht unerheblichen Teil ihr Politkader aus dem Öffentlichen Dienst rekrutiert hat – weil man sich vom Dienstherrn leicht freistellen lassen kann –  und die die Schmerzen der Unterschicht und die Perspektivlosigkeit nicht erleben, aber sie teils argumentativ als Wahlkampfinstrument nutzen.

dann brauchen sich selbst aufmüpfig scheinende Piraten an Bord zu begeben und im Dienste aller ins politische Gefecht ziehen, sondern können gleich den zahmen Wellensichtich im Wohnzimmer der Macht machen und schön still zwitschern. Hat einer die Aachener Piraten gesehen? Sind sie abgetaucht oder politisch abgesoffen? Egal: weg ist weg... auch wenn man da ist.

dann brauchen sich selbst aufmüpfig scheinende Piraten an Bord zu begeben und im Dienste aller ins politische Gefecht ziehen, sondern können gleich den zahmen Wellensichtich im Wohnzimmer der Macht machen und schön still zwitschern.
Hat einer die Aachener Piraten gesehen?
Sind sie abgetaucht oder politisch abgesoffen?
Egal: weg ist weg… auch wenn man da ist.

Der Beweis?

Nun: wann hat sich in den letzten Jahren

auch nur eine SPD– oder Grüne Person,

die mandatstragend war oder ist,

um den Kaiserplatz in Aachen oder das Ostviertel gekümmtert?

Ihre Namen sind:

1.) „Unbekannt“

2.) „Jittetnitt“

3.) „Dorttraueichmichnichthin“.

Aber auch die Aachener CDU und FDP braucht sich auch nicht schadenfroh zu freuen. Denn, sie können sich absolut locker mit ihren linken Spiegelbildern auf die Schalen einer Waage setzen und somit das absolut perfekte Gleichgewicht der politischen Ignoranz garantieren:

1.) „Dawohntdochkeiner“

2.) „Daarbeitetdochkeiner“

3.) „Problemnixmitmir“

Außer elendiger, peinlicher Laberei und Spitzenwerten bei der Beurteilung in Bezug auf negative Akzeptanz, haben die Vertreter nichts zu bieten.

Würden so manche Politikerpersonen wenigstens Fachkompetenz in manchen Bereichen vorweisen können und sie gegen Widerstände eines – fiktiven, da nicht realen – Gegenlagers einsetzen müssen, dann wäre garantiert, daß wenigstens etwas in Bewegung kommt, das besser als das Negative ist. Wenigsens etwas Kraft für Aachens Bronx freizusetzen helfen.

Und wenn man sich die säbelrasselnden Piraten in Aachen anschaut: dereinst mit mächtig dicker Hose in See gestoßen, viel Getöse und Lärm machend, in den Stadtrat gewählt.

Und danach?

Na, dann kommen sie auf ihrem karnevalistischen Mottowagen,  finster – sprich demokratisch – dreinkommend mit großem Tamtam, das Kapern des gegnerischen Lagers fest vor Augen, haben sie irgendwie den Mut zum politischen Kampf drangegeben. Und wenn dieser sie freundlich zum Gespräch bittet, ist von Freibeuterei nichts mehr zu finden. Handzahm, still, wie ein verstummter Pirol ist nichts mehr zu erwarten.

Sie haben sich von ihrem Piratenschiff in einem lustigen Kinder-Gummiboot für die Badeanstalt ausbooten lassen und sind nur noch preiswert politisch eingekaufter politischer Zierrat, der politisch nichts Nütze ist. Denn was haben die Freibeuter für die Aachener bewegt – außer ein paar Wellen? Die politischen Hände gehoben und sich dann freiwillig politisch ergeben. So, wie es die anderen auch so tun…

Niemand von der Aachener politischen Meschpoke packt auch nur ansatzweise die unzähligen sozialen und konfliktträchtigen Probleme in der Stadt  an. Und, je länger man das aussitzt, umso schlimmer werden die Folgen sein, wenn´s einfach nicht mehr zu halten ist.

Und das dürfte eintreten, wenn der Nothaushalt – endlich – verordnet wird. Dann ist es nämlich so, dann sitzen alle in einer Badewanne, aus der das molligwarme Kommunalwasser abgelassen wurde und man nur noch in kaltem, höchstens lauwarmen Wasser hockt und obenrum friert.

Aachen hat nicht kein Geld!!!

Aachen hat das Problem, dass mit dem Geld vorne und hinten nicht richtig gewirtschaftet wird. Man muß damit umzugehen wissen. Nicht mehr und nicht weniger.

Aachen hat das wirtschaftliche Problem, eine der unzähligen, schrunzeligen kommunalen Schönheitsköniginnen in NRW aus vergangenen Dekaden zu sein, die meinen, die Titelseite von Glamour-Magazinen besiedeln zu müssen.

Aber, wer eine chronische Arbeitslosenquote deutlich über dem Landes- und dem Bundesdurchschnitt, nicht bekämpft, der braucht sich nicht zu wundern, wenn in rauer werdenden politischen Zeiten die extremen Lager Fuss fassen.

Dann aber, ist das Gejaule gross. Vieles von dem, was für Unbill sorgt, ist selbst im heimischen Kellern der Politik im Gärbehälter aufgezogen und tol(l)eriert worden, denn für die Aachener Seele gilt auf ewig dieser Spruch

„Es hat schon immer gut gegangen“

halt idiomatisch…

Wer politisch bewusst vom Ostviertel und dem Kaiserplatz wegschaut, dann aber, wenn es kracht und selbst Polizeibeamte im Dienst – wie in den Aachener Medien zu lesen war – um ihre persönliche Sicherheit laufen müssen, dann demonstrativ diniert, dann darf und muss man sagen, fehlt der politische Realitätssinn vollends.

Extremismus jedweder Art kann und darf sich eine Gesellschaft nicht „leisten“. Und das bedeutet im Sinne der Stadt Aachen, nicht immer nur wegzuschauen, sich politisch selbst belächelnd zu belügen – noch mehr die Bürger – sondern schlicht und einfach zu handeln.

Ostviertel. Letzte Kommunalwahl.

Wie irrwitzig die Aachener CDU den letzten Kommunalwahlkampf durchzug, war an unzähligen Kommentaren festzumachen. Kurz vor der Wahl tauchte auf einmal ein Mann auf, der sagte er kandidiere für die Aachener CDU und wolle alles verbessern. Auch ward Herr Philipp kurz gesehen und dann nicht mehr.

Laber, laber, laber, eben: Nach der Wahl war – natürlich – nichts mehr vom Kandidaten zu hören und zu sehen.

„Aachener Jeck-in-the-box-Politiker“

in Anlehnung an die

„Jack-in-the-Box“-Figur,

die einmal kurz die Gäste zum Lachen bringt, wieder in ihrer Tüte verschwindet – und das war´s bis zur nächsten Wahl.

Wenn eine Partei solche Leute mit einem solchen Selbstverständnis ins Rennen schickt, dann braucht sie sich nicht zu wundern, dass sie sich zum Gespött macht.

Schlimmer noch: per se geht man davon aus, dass die CDU in Aachen gar nichts am Ostviertel und dem Kaiserplatz ändern will – weil man nämlich dort die sozialen Brandnester weit weg von seinem schmuddeligen Polithinterhof halten kann und unter seinesgleichen sich die Welt weiter schönreden.

Es sind dieselben Mechanismen politischen Ignorantentums, politischer Überheblichkeit und persönlicher Selbstüberschätzung, die immer schon in der Geschichte darüber entschieden, wie sich ein Land entwickeln konnte. Und da sind sich SPD, CDU, FDP und PIRATEN in Aachen eins, Tür zu und in Ruhe gelassen werden…

Der Sache dienen, heißt den Menschen dienen!

Wäre es nicht so schlimm – politisch zutreffender formuliert: „gefährlicher“, so könnte man intonieren:

„Tri, tra, trullallaa…!“

Den Rest malt sich eh jeder Aachener jeder Couleur für sich aus.

 

 

 

 

 

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