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Salamitaktik oder Katze im Sack gekauft?

Nun sind die Wellen der Empörung der Bevölkerung über die Müllgebührenreform gerade abgeebbt, da kommt bereits die nächste Gebührenanpassung auf die Tagesordnung. Denn eine Reduzierung der Annahmemengen ist nichts anderes als eine weitere Preiserhöhung.
Wertet man dieses Verhalten von Politik und Verwaltung so ergibt sich: Entweder ist es eine unverschämte Absicht oder zeigt die Unfähigkeit, ein Thema zeitgleich komplett zu bearbeiten.
Wenn die Politik im Zusammenhang mit dem Haushaltsplan 2017 sich brüstet, es gäbe keine Steuererhöhungen, so mag das richtig sein. Aber Leistungs- und Gebührenänderungen gibt es zuhauf!

Mit freundlichen Grüßen

Egbert Form                             Tel  0241-521540     form-aachen@gmx.de

Stettiner Str. 125                      Fax 0241-1809962

52078 Aachen

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„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

Rodungen – Leserbrief zu AZ-Artikel von Peter PHILIPPEN-LINDT

Peter Philippen-Lindt
Am Lütterbüschgen 11
52072 Aachen

Aachen , den 04.03.2016

Leserbrief zu :

Aachener Zeitung, vom 22.02.2016 „Gottes Schöpfung“ oder ein Gotteshaus? und diversen Leserbriefen hierzu.

-Leserbrief-:

Anthropogenes Baumsterben in Aachen

Man muss nicht den „lieben Gott“ bemühen, um das „Geschmäckle“ zu erkennen, das manche Wege der Verwaltung umgibt. Die „vorzeitigen“ Rodungsarbeiten für das neue „Gotteshaus“ auf der ehemaligen „Ausgleichsfläche“ an der Vaalser Straße ohne rechtsverbindlichen Bebauungsplan wären bei einem privaten Bauvorhaben förderungsschädlich und auch strafrechtlich bedenklich, da der Bau und alle seine Nebenarbeiten nicht vor erteilter rechtsverbindlicher Baugenehmigung begonnen werden dürften. Für die Äußerung des Presseamtes, der Sachverhalt sei „rechtssicher genug“, findet sich juristisch z.B. im Baugesetzbuch keine belastbare Definition. Sollten für dieses Projekt entsprechende Fördermittel beantragt worden sein, so müssten diese nun versagt werden.

Interessant und für die Stadt Aachen sehr nützlich ist allerdings die Berechnung des Mehrwertes aus den Ausgleichsmaßnahmen in Verlauternheide für die Vernichtung der Baufläche für die evangelischen Kirche an der Vaalser Straße. Nach der im Artikel angeführten Meinung der Verwaltung, des Gesamtpresbyteriums und des Pfarrers wird durch dieses Vorgehen die Ökobilanz in Aachen durch die Vernichtung dieser Fläche verbessert bzw. fast verdoppelt!

Wer A sagt, sollte auch B sagen. Man stelle sich nach diesen Grundsätzen der formalen Logik einmal vor, wie Aachen ökologisch und auch ökonomisch wesentlich besser da stehen könnte, wenn man in der Stadt Aachen alles Grüne vernichten und irgendwo anders in der Peripherie (doppelt) ausgleichen würde. Dann hätte Aachen mehr investitionsförderndes Bauland in der Innenstadt und trotzdem eine, oh Wunder: „fast verdoppelte“ positive Ökobilanz. Dieser Ansatz würde auch international als exzellent und innovativ Anerkennung finden. Zudem könnten in allen zukünftigen Planungen die digital nur schwer darstellbaren Bäume, Sträucher und alles weitere Grünzeugs entfallen.

Ich könnte daraus auch noch viele weitere phantastische Visionen spinnen, käme dann aber der Wirklichkeit der Planungen in Aachen allzu gefährlich nahe.