Maine Güte, Wettbewerb kommt in Aachen unter Spannung

Für die STAWAG wird der Wind stürmischer. Auch heute flogen die Flugblätter wieder aus den Briefkästen, die eine Stromkostenersparnis von rund 25% darlegten.

Wenn ein Konkurrent mit Preisen auf den Markt kommt, die derart geringer sind, als der energetische Platzhirsch, dann braucht es kein Orakel, um früher oder später feststellen zu müssen, dass das den Cash-Flow des kommunalen Unternehmens angreifen wird.

Für jeden gibt es eine Schmerzgrenze in der Geldbörse. Wenn man bis zu rund 25% weniger für Strom bezahlen kann, dann wird es ernst für den Platzhirsch!

Für jeden gibt es eine Schmerzgrenze in der Geldbörse.
Wenn man bis zu rund 25% weniger für Strom bezahlen kann, dann wird es ernst für den Platzhirsch!

Damit auch die Quersubventionen durch Transferzahlungen

– vielleicht besser auch als „indirekte Steuern Aachens“ –

beispielsweise für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) so abschmelzen, wie ein Eiswürfel im Cocktail zur Mittagszeit im Juni. Die Folgen ergeben sich aus der simplen Finanzrechnung in Kopplung mit der Fahrzeugflotte. Wobei man auch ehrlich sein muß und festlegen muß, will man tatsächlich den Mief in Aachen verringern, so muß man zwingend – also ausnahmslos – festlegen, dass auch sämtliche externen Dienstleister ausschließlich mit Bussen mit modernen Abgasreinigungssystem in das tiefe, manchmal arg dunkel erscheinende Aachen fahren dürfen.

Vielleicht eine „antriebstechnische Zweiklassengesellschaft“ aus Haushaltserwägungen andenken und möglicherweise zulassen zu wollen, wird sich als schmerzhafter Boomerang erweisen: denn dann werden die Grenzwerte NOx u.a. weiterhin spürbar hoch bleiben, während der Individualverkehr längst weniger spezifische Emissionen verursacht, als der Busverkehr mit „alten Fleischschleudern“, wie alte Kisten gerne genannt werden.

Die Konsequenzen lassen dann auch nicht lange auf sich warten: die nächsten Maßnahmen werden auf den Weg gebracht und führen dazu, dass eine wesentliche Schmutzquelle – alte Busse ohne EURO 6 – weiterhin für Niveausteigerungen verantwortlich sein werden. Man schlägt den Esel anstatt den Eselstreiber…

Derzeit sollte ein genereller Busfahrerstreik laufen. Dies aus dem Grunde, weil nicht nur die Luft beim Streik spürbar geschmacksneutraler auf der Zunge abging, sondern auch eine herrliche Ruhe zu genießen war, weil nämlich das niederfrequente Dröhnen, das auf Grund der Konstruktion von Bussen und damit untrennbar zusammenhängend der technischen Akustik unvermeidbar ist, verstummte. Der Bus-Lärmstress war für einen Tag kein Thema. Für die Anschaffung neuer Busse und der Beauftragung von externen Dienstleistern im straßengebundenen ÖPNV heißt das, die Stadt Aachen muß auch schalltechnisch garantieren, den Stand der Technik ausnahmslos sicherzustellen. Denn – Achtung! – Lärmschutz wird zu häufig unterschätzt, beziehungsweise ignoriert, kann aber sehr wohl auf Basis geltenden Rechts durchgesetzt werden. Was zu kompensatorischen Maßnahmen führen kann.

Die Innenstadt Aachens ist in vielen Bereichen ein „Lärmkessel“

von dröhnendem Busverkehr und von harsch klingenden

Einsatzhörnern mit extrem scharfen akustischen Signaturen

durchtränkt. Lärmstress macht krank und tötet!

Nun, in Sachen Geldtransfer: den Markt zu ignorieren, negieren oder gar davon auszugehen, ihn gar überwinden zu wollen, hat schon viele Unternehmen die Existenz und viele Manager und Angestellte ihren Job gekostet.

Der Stadt Aachen wird nichts anderes übrigbleiben schleunigst an die fiskalische Grundstruktur herangehen zu müssen, zu sehen, wo man sinnvoll Geld sparen und punktgenauer einsetzen kann. Auch, zu vermeiden, dass durch unzureichende Planung so viele Projekte zum fiskalpolitischen Rohrkrepierer werden, die Kosten für die Bürgerschaft bedeuten.

Vor allem aber: schlechtes Finanzmanagement einer Stadt ist stets immer ein Abschreckungsinstrument für einen Standort, weil man nicht das tut, was man zu tun hat: sorgsam und weitsichtig mit dem Geld der Bürger und der Unternehmen umzugehen. Verschwendungsarm und fehlerarm im Vergleich zur Peergroup eben nicht die Spitzenpositionen anzustreben.

Man muss als Bürgerschaft und Unternehmerschaft Aachens hoffen, dass nicht der neue Resignationsspruch bei der nächsten Abgabenerhöhung in Aachen so lautet:

„Maine Güte,

die Abgaben steigen

und das Busfahren

kann man sich

immer weniger leisten!“

Klar ist haushalterisch auch, dass man das Prinzip nicht pervertieren darf und die Konsequenz in dem Managerspruch lautet:

„Wer mit Nüssen bezahlt,

der braucht sich nicht wundern,

Affen zu bekommen!“

 

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„Opfer einer ´rechtswidrigen Tötung´“, so Gericht über Fußballkatastrophe von 1989 in Liverpool, die 96 Menschen tötete!

Die Tragödie im Hillsbourough-Stadion in Sheffield mit 96 toten Fussballfans war kein Unfall – das ist das Urteil des Geschworenengerichts, das über das Horror-Unglück vom 15. April 1989 zu urteilen hatte.

Der Link

http://www.nzz.ch/international/aktuelle-themen/untersuchungskommission-hillsborough-desaster-war-kein-unfall-ld.16239

Vielleicht wird es dereinst eine vergleichbare Aufarbeitung in Sachen

Duisburg und Love Parade

geben, um den Opfern und den Angehörigen der Opfer irgendwann einmal Genüge zu tun. Die Würdelosigkeit, wie nach derartigen Unglücken – auch im Brüssler

Fußballstation Heysel   [   https://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Heysel  ]

mahnt dazu, staatlicherseits vor allem im Hinblick auf das Vertrauen in das Rechtssystem und das politische System, in besonders hohem Maße verantwortungsvoll zu handeln. Sprich: nicht nach einem Unfall oder einer Katastrophe ein gigantisches „Wooling“, wie man in der DDR sagte, aufzuarbeiten und nicht zu klaren Schuldsprüchen zu kommen, sondern vorab sicherzustellen, lieber zu vorsichtig, als zu leichtfertig in Bezug auf das Risikomanagment zu planen.

Im Sinne des Risikomanagements und der Statistik, kann man zwar sagen:

„Die Eintretenswahrscheinlichkeit ist minim“

(hier den bisweilen leichtfertig abgegriffenen Begriff „unwahrscheinlich“ in den Mund nehmen zu wollen, um möglicherweise ein Geld- und Image-bringendes Projekt durchzusetzen, wäre höchst höflich und freundlich formuliert, ein Affront gegen die bisherigen Opfer).

Denn bei dem Eintreten des Restrisikos, das man ex ante keinesfalls sachlich qualifizieren kann, weil man das Eintreten des Risikos dann nämlich im Sinne des Risikomanagements hinreichend präzise qualifiziert hätte, somit Maßnahmen hätte treffen können, muß man stets vom schlimmsten anzunehmenden Schaden rechnen.

Dies allein auch im Sinne der Zurverfügungstellung von Rettungskräften und Ressourcen.

Somit muss zwingend und zur Vermeidung von Schaden an Leib und Leben, auch die Folgekosten für die Opfer und deren Angehörigen, klar sein, dass Risikomanagement im Öffentlich-Staatlichen Rahmen heißen muß, die Risk-Map restriktiv auslegen zu müssen.

Denn, was fragen die Rettungskräfte zuerst beim Eintreten an einer Unglücksstelle?

„Sind Menschen in Gefahr?“

Sachen – somit möglicherweise entgangener, materieller Gewinn oder Imagegewinn – zählen somit absolut zu Recht nicht, wenn ein Unglück passiert ist. Auch nicht im Kleinen. Stets hat man in einem Unglücksfall eigentlich IMMER zu wenig Ressourcen, um zu helfen. Zudem, bei der Planung kann niemand qualifizieren, wie hoch das Schadenspotenzial in Bezug auf Verletzungen und Tod ausfallen kann, da Unglücke stets auch so etwas wie „Zufall“ oder „statistsiches Risiko“ in sich tragen.

Schaut man sich

„Dom im Licht“

vom letzten Herbst an, so stellt sich die Frage, wo die Rettungskräfte im direkten „Wirkbereich“ der Veranstaltung auf dem Katschhof stationiert gewesen sind? Wenn Sie dort gewesen sein sollten: „Haben Sie Ersthelfer, einsatzbereite Einsatzfahrzeuge und freie Einsatzwege sowie Notfallbehandlungsstellen gesehen?“. 

Die Rettungskräfte werden bei unübersichtlicher Sachlage bei einem

„NEIN!“

am Unglücksort zur nächsten Stelle EILEN, um sicherzustellen,

möglichst viele Menschen zu retten und zu schützen!

Und so, sollten Verantwortliche aller beteiligten Parteien ihre Risikoplanung in diesem Lichte genau dieser Frage umsetzen:

„Kann meine Entscheidung mittelbar oder unmittelbar dazu beitragen,

im Eintretensfalle eines Unglücks

das Risiko für Leib und Leben

vermeidbar zu erhöhen?“