Münsterwald: Schreiben an den Oberbürgermeister Aachens, Marcel PHILIPP und die zuständige Fachbereichsleiterin Christiane MELCHERS

Die Taktzahl steigt im Münsterwald so, wie sich die Flügel der Windkraftanlagen drehen sollen.

Hier das Schreiben von Herrn Franz-Josef ZWINGMANN zur Veröffentlichung freigegeben

Monika Müller-Zwingmann 52159 Roetgen
Franz-Josef Zwingmann Müllergasse 19
_____________________ Tel. 02471-4534
fjzwingmann@gmx.de

An den An
Stadt Aachen
Oberbürgermeister der Stadt Aachen Frau Christiane Melcher
Herrn Marcel Philipp FB 61 / 000
Rathaus Verw.-Geb. am Marschiertor

Markt Lagerhausstraße 20
52062 AACHEN 52064 AACHEN
Gegen Empfangsbekenntnis:
Den genannten Vorgang habe ich heute erhalten (Umfang: 8 Seiten).

Ort / Datum / Uhrzeit Unterschrift des Empfängers.
Stand: 20150229 14:00 29.02.2015
Bürgereinwände und Anregungen
Windenergieanlagen im Stadtbezirk Aachen-Kornelimünster / Walheim
Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz
Öffentliche Bekanntmachung nach § 10 Abs. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz zur Öffentlichkeitsbeteiligung und
Öffentliche Bekanntmachung nach § 9 des Gesetzes über die Umweltverträglich-keitsprüfung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Melcher,

gegen das im Betreff genannte Vorhaben bezgl. der Errichtung eines Windparks im Münsterwald zur industriellen Stromerzeugung bringen wir folgende Einwände bzw. Anregungen gegen eine Realisierung des Vorhabens in der geforderten schriftlichen Form vor:

Bürger nutzen den vorhandenen Naturraum Münsterwald bereits schon seit Men-schengedenken in friedvoller Koexistenz zur Natur.
Es handelt sich um ein einzigartiges Waldgebiet, das auch die Bezeichnung als „Bel-gisch-Deutscher Naturpark Eifel-Hohes Venn‘“ mit seiner Vielzahl von Fledermausar-ten, Vögeln (u.a. Schwarzstorch, Rotmilan) und anderen seltenen Tierarten ( wie die Wildkatze), um nur einige zu nennen, und mehreren Biotopen wirklich verdient.
Es ist das einzige zusammenhängende Waldgebiet, das auf Aachener Hoheitsgebiet großflächig existiert und mit der Gemeinde Roetgen, an dessen Nordgrenze, eine gemeinsame Grenze bildet.
Den Münsterwald einer Zerstörung preiszugeben, käme einer Versündigung an Mensch und Natur gleich.

Beeinträchtigung des Landschaftbildes für die Tourismusgemeinde Roetgen.
Roetgen ist eine ländlich strukturierte Gemeinde, die gleichzeitig auch vom Tourismus abhängig ist. In unmittelbarer Nähe verläuft die RAVel-Route, ein absolut touristischer Anziehungspunkt, der erst im letzten Jahr mit großen finanziellen Anstrengungen fertiggestellt worden ist.
Der Bau eines Windparks beeinträchtigt in nicht unerheblichen Maße das Land-schaftsbild für Roetgen, das „Tor zur Eifel“, denn es ist nicht vermittelbar, dass künftig Touristen unter industriellen Stromerzeugern einher wandeln.
Die inzwischen vorgesehene Bebauung mit höheren WKA , nämlich von rd. 160 auf fast 200 Meter wird zu einer verstärkten Wahrnehmung durch den Menschen führen.
Und sie wird noch deutlicher spürbar werden, je höher diese Anlagen gebaut werden.
Die Höhenbegrenzung ist also `nach oben offen`. Leicht lassen sich zur Zeit auch WKA mit höheren Dimensionen bauen ( 250 Meter ?).
Abgesehen davon, dass sich die Stadt Aachen auf das sog. „Raskin-Gutachten“ bezieht, wird nicht Prof. Raskin hinzugezogen sondern ein bis dahin völlig unbekanntes Büro beauftragt, dieses heikle Thema zu begutachten.

Dabei liegt es auf der Hand, dass auch die störende Wahrnehmung durch den Men-schen zunimmt, je höher eine WKA gebaut wird.
Selbst die Befürworter von einst werden die „Höhenwirkung von WKA“ auf den Men-schen heute völlig anders bewerten als noch vor einigen Jahren.

Sicherheit der Menschen nicht gewährleistet/Eisabwurf – eingeschränkte Nutzung
Das Rekreationsgebiet Münsterwald wird für Erholung suchende Bürger nur noch eingeschränkt nutzbar. Dies gilt besonders im Winter, wo der Eisabwurf an den Flü-geln der WKA ein erhebliches Gefahrenpotenzial darstellt. Gleiches gilt auch im be-sonderen Maße für den Verkehr auf der B258.
Eisbildung an den Flügeln der Rotorblätter lässt sich (so der Stand der heutigen Technik) auch nicht mit Rotor-Heizung verhindern. Eine Rotorblattheizung ist jedoch nicht vorgesehen sondern ein Eiserkennungssystem, das über Eigenfrequenzen den Eisansatz erkennen soll. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Zwischenfäl-len, weil sich Eis an den Flügeln gebildet hatte, das in Folge der Erwärmung schmolz, sich von den Flügeln löste und wie Geschosse mit Geschwindigkeiten von ca. 250 bis 300 Km/h mehrere hundert Meter weit flogen.
Gefährdung des Fahrzeugverkehrs auf der B258
Die neuen Abstandsvorschriften zwischen gebauten Anlagen und der B 258, dem verkehrsreichen Zubringer (Pendlerverkehr mit ca. 16.000 Fahrzeugen täglich), der an den Wochenenden weitere Höhepunkte wegen des Tourismusverkehrs erreicht, lassen beim Eisabwurf eine weitere Steigerung des Gefahrenpotenzials für den Stra-ßenverkehr befürchten.
Brandgefahr
Die hohe Brandgefahr stellt ein nur schwer zu kalkulierendes Risiko für Natur und Menschen dar. Ein möglicher Brand kann in der großen Höhe der Windkrafträder nicht wirkungsvoll bekämpft werden. Laut Fachleuten der Feuerwehr ist lediglich ein nicht wirklich kontrolliertes Abbrennen einer solchen Anlage möglich. Die potenzielle Gefahr für einen Waldbrand nimmt durch die Höhe einer WKA zu.
Hinzu kommt die Gefährdung durch bekannte Brände im Hohen Venn, dessen nörd-licher Ausläufer der Münsterwald ebenfalls bildet.
Naturschutzrechtliche Aspekte/Gefahren für Fledermauspopulationen
Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass Fledermäuse, die in die Nähe von WKA-Flügeln geraten, infolge des durch die Rotoren entstehenden Unterdruckes getötet werden.
Durch den entstehenden Unterdruck an den Rotoren platzen regelrecht die Lungen der kleinen Tiere, sofern sie nicht von den Rotorblättern erschlagen werden.
Die Ausrottung der kleinen Säuger wurde im Planverfahren bis heute nicht genügend berücksichtigt und untersucht.
Naturschutzrechtliche Aspekte/Gefahren für seltene, unter besonderem Schutz ste-hende Vogelarten
Vogelarten, wie der Rotmilan, spezielle seltene Spechtarten, Schwarzstorch und an-dere Vogelarten haben nicht die Möglichkeit, die Rotoren von WKA als „Gefahren-quellen unserer hochtechnisierten Neuzeit“ rechtzeitig zu erkennen und zu meiden. Da diese Tiere kein Vermeidungsverhalten an den Tag legen können, werden Sie immer wieder aufs Neue in diese Windkrafträder hineinfliegen und eines Schredder-Todes sterben.
Es ist z.B. inzwischen auch eine durch Beobachtungen belegte Tatsache, dass im unmittelbaren Bereich des Münsterwaldes Rotmilane ihren Horst haben. Das im Planverfahren vorgestellte Gutachten, das infolge einer fehlerhaften Beobachtung von der Nichtexistenz der Raubvogelart ausgegangen war, ist noch einmal entsprechend zu hinterfragen.
Die großen Umwelt- und Tierschutzverbände haben inzwischen diese Beobachtungen bestärkt.
Naturschutzrechtliche Aspekte/Gefahren für seltene, unter besonderem Schutz ste-hende andere Tierarten
Erfreulich ist die Tatsache, dass sich die vom Aussterben bedrohte Wildkatze wieder im Münsterwald ansiedelt. Auch hier wurde bisher immer wieder von der Planverfas-serin vorgetragen, dass dieses nicht der Fall sei. Dass es diesen Tieren trotz der – den Münsterwald durchschneidenden – B 258 gelingt, neue Populationen aufzubauen, wurde bislang ebenfalls nicht gutachterlich untersucht (zumindest nicht in einem ausreichenden Maße). Der Nachweis über das Vorhandensein der Wildkatze im Münsterwald wurde bereits belegt.

Fehlende Höhenbegrenzung von Windkrafträdern im Verfahren
Innerhalb von 2 Jahren wurden die beabsichtigten WKA von ca. 156 Metern („höher als der Kölner Dom“) auf nunmehr (vorläufig) fast 200 Meter erhöht.
Diese rasante technische Entwicklung lässt in der Tat erneut die Frage auch nach einer sinnvollen Begrenzung der Anlagenhöhen offen.
Diese Höhenbegrenzung hätte im FNP erfolgen sollen, was jedoch unterblieben ist.
Denn gerade die Höhe einer WKA wirkt sich so gravierend auf das von den Menschen wahrgenommene Landschaftsbild und der damit einhergehenden Störungen aus, dass selbst ehemaliger Befürworter und Gutachter inzwischen eine Neubewertung fordern.
Schlagschatten werden größer und somit stärker wahrgenommen.
Auswirkungen auf niederländische, belgische und deutsche Nachbarkommunen
Die nachfolgenden Bezüge berühren die Errichtung des Windparks im Müns-terwald nicht unmittelbar. Sie sind aber geeignet, die konfuse Rechtssituation insgesamt zu beleuchten.
Niederlande und nordwestliches Gebiet der Stadt Aachen
Die niederländischen Kommunen Gulpen und Simpelveld haben Schadenersatzklagen angedroht für den Fall, dass Ihre Souveränität beeinträchtigt würde, wenn im Nordwesten von Aachen derartige WKA errichtet würden.
Die Planverfasserin hat sich daraufhin dem Protest der deutschen Bürgerschaft und der niederländischen Nachbarkommunen im Nordwesten des Stadtgebietes gebeugt und wird ein mögliches REPOWERING (gemeint ist die Erhöhung der dortigen, ca. 15 Jahre alten Anlagen) auf den neuesten Stand von ca. 200 Metern Höhe) nicht durchführen.
Nachbarn Roetgen, südlicher Stadtbereich Aachen und Belgien
Stattdessen kann angenommen werden, dass das südlichste Gebiet der Stadt Aachen nunmehr ausgewählt worden ist, weil von dort nur ein politisch äußerst schwacher Protest zu erwarten ist, da es sich um ein sehr dünn besiedeltes Gebiet handelt. Dennoch hat sich dort ebenfalls eine Bürgerinitiative gebildet und sich ebenfalls mit der BI Roetgen zumindest partiell vereinigt. Rund 4.500 Bürgerunterschriften haben den Protest bisher deutlich markiert.

Nachbargemeinde Raeren (Belgien)
Auch wurde das bisher völlig unzureichend informierte benachbarte belgische Raeren als – im politischen Sinne – widerstandsschwach eingeschätzt.
Von aufgebrachten Gemeinderatsmitgliedern und einer Bürgerinitiative aufgeschreckt, reagierten die politisch Verantwortlichen sehr spät (zu spät?) auf ein „Paket aus Aachen“, in dem sich Planungsunterlagen über den Bau von Windkrafträdern zur belgischen Grenze hin befanden.

StädteRegion Aachen wird aus dem Verfahren ausgeklammert/Rechtspositionen
Das Einvernehmen mit der StädteRegion Aachen wurde bislang nicht hergestellt. Dazu gibt es zumindest bis heute keinerlei definitive Zusagen bzw. Anhaltspunkte. Angeblich wird es im rechtlichen Sinne auch nicht eindeutig als erforderlich erachtet.
Es bleibt festzuhalten, dass sowohl die Stadt Aachen als auch die Gemeinde Roetgen der StädteRegion Aachen angehören.
Bisher ist lediglich bekannt, dass der Landschaftsbeirat der Stadt Aachen der Errich-tung eines Windparks im Aachener Münsterwald, in unmittelbarer Nähe zur Gemein-degrenze von Roetgen, widersprochen hat.
Unter Hinweis auf die Rechtsposition der StädteRegion Aachen fehlen im Verfahren verbindliche Stellungnahmen der betroffenen Kommunen und der StädteRegion Aachen. Dies widerspricht den Grundsätzen, auf denen die StädteRegion beruht.
Im Übrigen wird auf die Statuten der StädteRegion Aachen noch einmal deutlich hin-gewiesen, wonach derartige Planungen einer gemeinsamen Zustimmung bedürfen, zumindest aber ein informelles Einvernehmen herbeigeführt werden soll.
Die Stellungnahmen des Landschaftsbeirates der Stadt Aachen und der großen Umweltschutzverbände, wie z.B. NABU u.a., wurden bei der Planung des Windparks völlig unzureichend zur Kenntnis genommen. Diese hatten sich eindeutig gegen die Errichtung des Windparks ausgesprochen.

Rat der Stadt Aachen unvollkommen informiert
Der Rat der Stadt Aachen wurde u. E. unvollkommen informiert.
Dies wird auf angebliche zusätzliche mündliche Informationen an die dort vertretenen Mitglieder und Fraktionen zurückgeführt. Die Frage nach transparenten und sachge-rechten Informationen, die bei den Mitgliedern der Aachener Entscheidungsträger auf Drängen der Bezirksregierung Köln zur „Legalisierung des Planverfahrens“ führten, bleiben noch immer in der Fragestellung verhaftet.
Aus diesem Grunde ist das gesamte Verfahren erneut dem Rat der Stadt Aachen zur Beschlussfassung vorzulegen.
Anmerkung: Nach der Genehmigung des FNP durch den RP hat der Rat am 18.09.2013 einen sogenannten Beitrittsbeschlusses gefasst und in diesem Zusam-menhang auch die Informationsdefizite nachträglich legalisiert.

Natura 2000-Gebiet“/Rechtsposition der EU
Der Münsterwald befindet sich in völliger Grenznähe zum belgischen Raeren. Dort wurden auch „Natura 2000-Gebiete“ errichtet, die gleichzeitig auch EU-Rechtspositionen beinhalten. Auch diese Positionen wurden bisher in keiner Weise berücksichtigt, so dass auch hier mit einem Rechtsstreitverfahren der EU mit der Stadt Aachen zu rechnen ist.
Bisher ist eine entsprechende Stellungnahme der Stadt Aachen hinsichtlich dieser Nichtbeachtung jedenfalls nicht bekannt.
Wohn- und Lebensqualitäten
Nur wenige hundert Meter vom Münsterwald befinden sich Wohngebiete sowohl im belgischen Raeren als auch auf Roetgener Seite.
Die Wohnqualität der Bürger in beiden Bereichen ist durch die Errichtung eines Windparks gefährdet. Die dort lebenden Bürger sehen darin auch eine Minderver-wertbarkeit ihrer teils bebauten Grundstücke.
Da die Immobilien der dort lebenden Menschen in der Nähe der WKA eine entspre-chend hohe Wertminderung zu erwarten haben, ist dies einer faktischen Enteignung gleichzusetzen.
Gesundheit der Bürger / Unverletzlichkeit von Wohngebäuden
Die Gesundheit der betroffenen Bürger und mögliche Beschädigungen von Gebäuden durch imissionierende Windkraftanlagen in Form des Infra-.Schalles scheint auch bisher nur von den Bürgern selbst ernsthaft und beunruhigend in Betracht gezogen zu werden.
Die Medien in Deutschland hingegen berichten immer mehr von
Schäden an der Gesundheit der Bürger (Schlaflosigkeit, Hypernervosität, Schlafstö-rungen etc.,
Beschädigungen an Gebäuden (Rissbildungen im Mauerwerk u.a.)
Bodendenkmalschutz/Kupferstraße
Der Münsterwald enthält besonders auch im Aachener Bereich Relikte der zum Teil sehr gut erhaltenen alten Kupferstraße, den sog. Stolberger Strang. Es ist fraglich, ob die derzeit laufenden Untersuchungen, den Bau des Windparks überhaupt noch zu-lassen.
Ein Wald wird abgeholzt
Den Verlautbarungen nach sollen etwa 10.000 Bäume, welche die CO2-Minderungen bisher gesichert haben, gefällt werden. Selbst wenn eine Neuanpflanzung erfolgen würde, wird es mindestens 20 Jahre dauern, bis diese Anpflanzungen soweit ge-wachsen sind, dass sie die gleiche Filterung von CO2 vornehmen können, wie bisher.
Sprengungen gefährden die Bürger, Natur-, Tier- und Umwelt
Aufgrund der Vorkommen von besonders harten Felsschichten werden Sprengungen vermutlich unabwendbar sein, um WKA zu fundamentieren und zu verankern.
(Anmerkung: Sprengungen sind nach den Unterlagen zwar nicht vorgesehen bzw. nach Auskunft der Stadt grundsätzlich nicht beabsichtigt. Dennoch bleibt die Frage im Raume stehen:“ Werden Sprengungen erfolgen, wenn mit mechanischen Mitteln kein Durchkommen zu erreichen ist?
Es ist bisher nicht aufschlussreich untersucht, welche Auswirkungen derartige Sprengungen auf die dortige Natur- und Tierwelt, auf Gebäude der dort lebenden Menschen haben werden.
Außerdem fehlt der Nachweis, dass die Durchführung von Sprengungen in hydrolo-gischer und geologischer Hinsichtlich unbedenklich ist.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
aus den genannten Gründen bitten wir von der Errichtung eines Windparks im Müns-terwald Abstand zu nehmen und sehen Ihrer Stellungnahme gerne entgegen.
Mit freundlichen Grüßen

Monika Müller-Zwingmann Franz-Josef Zwingmann

WEITERES in Sachen Windkraft:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2015/01/29/faz-de-schlechte-nachricht-fur-stromkunden-uberraschend-viele-windkraftanlagen-gebaut/

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Die Tr-Ampel –> Tram | Strassenbahn | Verkehrstechnik in Wallisellen

Wenn es um die Durchsetzung der Schienentechnik in städtischem Gebiet geht, wird es in puncto Argumentation, Logik und Konsistenz der Argumente schon interessant. Gleichgültig, ob es sich um Aachen oder eine Gemeinde im Umfeld Zürichs handelt.

Derzeit ist das Gebiet von Wallisellen im Visier verkehrstechnischer wie auch verkehrspolitischer Argumentation.

So denkt man dort allen Ernstes nach, innerstädtisch Schranken einführen zu wollen. Eisenbahntechnisch hat man sich bereits vor Jahrzehnten von diesem Gedanken aus sicherheitstechnischen Gründen gelöst. So resultierte aus den Risiken die verkehrspolitische Direktive, beschrankte übergänge durch Unter- oder Überführungen zu ersetzen, um sicherzustellen, dass sich Verkehrswege nicht kreuzen können und so das Risiko von Unfällen maximal durch den baulich-strukturellen Eingriff reduziert wird. Nun denkt man bei den VBG über die Schranke nach…

Tr-Ampel und Grünasphalt. So könnte man also sagen, dass möglicherweise auf kommunalem Gebiet bald tatsächlich auch „Tr-Ampeln“ – Tram-Ampeln – installiert werden könnten.

Interessant ist auch die sicherheitstechnische Auffassung zu glauben, dass Grüne Farbe auf dem Strassenbelag hülfe.

Weit gefehlt! Denn GRÜN ist – verkehrstechnisch – die Farbe, die freie Fahrt signalisiert. Und ROT ist die Farbe der existenziell relevanten Gefahr im Verkehr. Putzig ist auch, dass man sich auf „giftgrün“ geeinigt habe.

Damit aber nicht genug:

1.) Haben die Verantwortlichen, die die Farbgebung veranlasst haben, daran gedacht, dass es in der Schweiz auch schonmal schneit und das Giftgrün unsichtbar bedeckt oder bei Starkregen dieser Bereich überhaupt nicht zu identifizieren ist?

2.) Fahrverhalten: Der Blick von Fahrzeuglenkenden ist im Wesentlichen horizontal ausgerichtet. Und deswegen werden Schiler auch in der Regel an Pfosten montiert, damit sie grosso modo in Sichtrichtung der Verkehrsteilnehmenden orthogonal zu sehen sind. So stechen die Dinge ins Auge. Warnschilder und Farben auf die Fahrbahn zu pinseln, hat auch etwas mit der Geometrie und der Wahrnehmungsdistanz zu tun. Erinnert sei hier an den „Sinus“ und den „Cosinus“, der im Schulunterricht in der 5. oder 6. Klasse vermittelt wird. Im wahrsten Sinne des Wortes ist die Betrachtung eines möglicherweise lebenswichtigen Verkehrszeichens/einer Verkehrswarnfarbe eine tatsächlich „schräge Sache“. Denn, ab welcher Distanz vermag man diese „Bodenmalerei“, bei ordnungsgemässem Blick auf die Fahrbahn eigentlich zuverlässig sehen? Dies vor allem bei allen Zuständen: trocken, nass, Schnee und Nebel. Und, alle Verkehrsteilnehmer müssen gleichermassen im Stande sein, die Wahrnung erkennen zu können. Egal, ob man ökopolitisch korrekt mit dem Liegefahrrad oder dem Camion fährt. Hier gibt die Geometrie, die so genannte „Winkelfunktion“ Sinus/Cosinus bereits einen wichtigen Hinweis, der möglicherweise von rechtlichem Belang sein könnte, wenn ein Fahrradfahrer auf einem Liegerad verunfallt und zu protokoll gibt, er habe die giftgrüne Fläche zu spät wahrgenommen. Auf den möglichen Einwand der Gegenpartei kann man dann auch kontern und fragen: ist es verkehrssicherheitstechnisch und verkehrsplanerisch so zu planen, dass man mit der Situation vertraut sein muss, oder, dass jeder Benutzer des öffentlichen Raumes ohne Vorkenntnis die vollumfängliche Information erhält? Dies ist nämlich dann interessant, wenn beispielsweise ein Tourist, der das erste Mal eine derartige Kreuzung queren muss, auf diese einfährt. Er darf sicher nicht „sicherzeitstechnisch benachteiligt“ werden. Überspitzt formuliert, es muss eine Verkehrsraum- und wegegestaltung garantiert sein, die in keiner Form eine Art von „Sicherheitsdiskriminierung“ im dem Sinne des frei zu wählenden und für den Strassenverkehr zugelassenen Verkehrsmittels sowie die Frage der Herkunft des Wegebenutzers/der Wegebenutzerin zulässt.

3.) Aus den Punkten 1.) und 2.) ergibt sich zwingend ein aus Sicht der Verkehrssicherheit und Unfallprävention, dass die Sichtbarkeit der von den Protagonisten forcierte Art und Weise der unfallrelevanten Farbahnfarbmarkierung nicht regelmässig – juristisch für: „immer“ – und zuverlässig in GLEICHEM MASSE zu sehen und entsprechend zu erkennen ist.

Da stellt sich die Frage, ob eine „saisonale“ oder „wettermässige“ Varianz in der Erkennbarkeit denn strassenverkehrsrechtlich überhaupt zulässig ist?

Denn, wenn es um Leib und Leben geht, dann kann und darf die möglicherweise lebensrettende Information für Verkehrsteilnehmer nicht eine Frage des Wetters und des Sonnenstandes sein.

4.) Da aber auch in der Nacht gefahren wird – ober gibt es an den Trassees ein „Nachtfahrverbot“ für den Indivitualverkehr? – steht verkehrssicherheitstechnisch auch im Raume, wie es denn in realiter mit der regelmässigen Erkennbarkeit, somit über die Sichtbarkeit im Sinne von „Informationsfähigkeit“ der Teilnehmenden aussieht?

Sagt man nicht „nachts sind alle Katzen grau!“? Wäre es somit bereits auch aus diesem Punkte heraus zwingend erforderlich, um bei einem Unfall nicht in Regress genommen zu werden, ausschliesslich mit Schildern arbeiten zu müssen?

Sind bei „Buntfahrbahnen“ überhaupt hinreichend qualifizierte und sicherheitstechnisch vollumfänglich GLEICHE Erkennbarkeit bei allen möglichen Situationen bei Tag und Nacht geprüft und verifiziert worden?

Liebe Bürgerschaften: fragt doch mal SCHRIFTLICH bei den Vorständen der Gesellschaften an und bitten Sie um eine so genannte „rechtsverbindliche Auskunft“!

Ach ja, am Mittwoch gab es wieder einen Crash – diesmal in Dübendorf! 

„Are you really sure to be safe?“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+++ Lesen! +++ Verkehrspolitik +++ Über 600 Bürger von Altstetten bei Zürich machen Druck gegen Tram-Pläne +++ Solidaritätsbekundungen +++

Straßenbahnpläne sorgen für immer mehr Widerstand bei den Bürgern.

In Altstetten bei Zürich ging es gestern, Donnerstag, 3. Juli 2014 so richtig hoch her. Es kamen über 600 Bürgerinnen und Bürger, um der Politik den Tarif durchzugeben. Offensichtlich haben die zuständigen Politiker mit einem dermassen klaren Bürgersinn nicht gerechnet. Die Idee – wie zum Beispiel in Aachen – „die Nummer durchzuziehen“, die ist gestern definitiv gefloppt!

Es scheint wohl überall, wo es um den Schienenverkehr in Städten geht so zu sein, dass die Protagonisten meinen, „das Volk wird´s schon schlucken“. Selbst im Mutterland der Demokratie und der Liberaliät. Leider Fehlanzeige! Denn, neben Dietikon und Schlieren, hat sich nun auch in Altstetten eine Front gegen die Pläne von oben aufgebaut.

Der angesehene TAGESANZEIGER.ch berichtet in seiner heutigen Ausgabe darüber:

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Grossaufmarsch-in-Altstetten-gegen-die-geplante-Tramverlegung/story/28186980

Nicht uninteressant ist bei diesen Diskussionen im Zürcher Raum, dass die Aachener Campusbahn doch schon einen gewissen „Aha-Effekt“ verursacht hat, weil durch die seinerzeitige Initiative http://www.campusbahn-groessenwahn.de, die in ein Bürgerbegehren mit über 45% Bürgerbeteiligung und einer Ablehnung von über 66% sowie mittelbar den Kollaps der Schwarz-Grünen Koalition im Rat der Stadt Aachen mit sich brachte, auch Fragestellungen behandelte, von denen nun die Bürger im Zürcher Umland direkt betroffen sind.

Auf unserem Blog haben wir bereits hierüber berichtet und auch Pläne gezeigt, wie man sich die „intrakommunale Schienenwelt“ von offizieller Seite vorstellt.

Der fachliche Gedankenaustausch zwischen der Schweiz und Deutschland funktioniert perfekt – Demokraten und Demokraten Hand in Hand. Nicht aus Lust an Nörgelei, sondern Lösungen, die nachhaltig und sozialverträglich sind.

Man kann nur eines in Sachen Bürgerschaftsengagement sagen: „CHAPEAU!“, so viele Menschen mobilisiert zu haben und zu gewinnen.

Es ist auch ein grundsätzliches Signal in Richtung der Politik, sich in anderer, ergebnisoffener Form mit der Fragestellung des Wohnens und des Verkehrs zu befassen.

Ohne Bürger geht nun einmal gar nichts!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Windkraftanlagen verursachen niederfrequenten Schall | Belästigung | Prof. Dr.-Ing. KRAHÉ Verein Deutscher Ingenieure, Krefeld

Von wegen, Windkraftanlagen, Biogasanlagen oder Blockheizkraftwerke würden keine akustischen Störungen verursachen! Professor Detlev KRAHÉ, federführend bei der VDI-Springer-Verlag-Zeitschrift „Lärmbekämpfung“, berichtete im Rahmen einer VDI-Veranstaltung des Bezirksvereins Krefeld über die Belästigung und akustischen Folgen niederfrequenten Schalls. Manch einer Politikerin und einem Politiker dürfte das nicht schmecken.

Hier der in den VDI-nachrichten vom 6. Juni 2014 erschienene Artikel zum Thema:

http://www.vdi-nachrichten.com/Aus-VDI/Laermproblem-im-Wohngebiet

Interessant könnte das Thema für Aachen im Bereich Aachen Süsterfeld werden, wo eine Anlage zur Energieumwandlung wohl im Gespräch ist…

 

 

Strassenbahn-/Tram-Umbenennung: DIE SchLimmattalbahn

Die Limmattalbahn – die Schweizer Schwester der Campusbahn-groessenwahn.de – ist von den Schlierenern und Dietikern in „SchLimmattalbahn“ umbenannt worden.

Im Land des Schienenverkehrs, rollt das Rollmaterial wohl auch nicht mehr „soooo“ rund…

Wenn man aber das sieht: https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2014/04/08/limmattalbahn-nicht-ist-wie-es-mal-gedacht-war/

weiss man warum. Man spricht sogar von Enteignungen. Von 1´000 Millionen Franken.

Und, man spricht von Alternativen.

Schweizer Fernsehen!!! Hier sehen Sie echte Tram-Unfälle und hören Argumente.

Grün gestrichene Fahrbahnbeläge verbessern also nicht die Sicherheit beim Verkehr mit Strassenbahnen/Trams.

Wer diesen Filmbericht des Schweizer Fernsehens anschaut, wird der Bürgerinitiative http://www.campusbahn-groessenbahn.de im Nachhinein dankbar sein:

http://www.srf.ch/player/tv/videoembed?id=9dcbf0b4-8428-48b2-a429-5d0e4a69e29a&width=640&height=360&mode=embed&autoplay=true

Das hört sich im ersten Moment sicherlich keck und überheblich an.

Aber, wenn man sich die Zeit nimmt, den Bericht sorgfältig anzuschauen, dann wird sofort klar, warum man das so deutlich sagen darf und muss. Man erinnere sich noch an die frommen Sprüche der Straßenbahnprotagonisten in Aachen, dass es überhaupt nicht gefährlich sei, wenn die Straßenbahn durch die Stadt führe. Nein, „bohren tut nicht weh“, könnte man an eine alte Fernsehreklame erinnert werden…

Nunmehr 40 Unfälle mit der Tram der Glatttalbahn in den vergangenen Jahren beweisen, dass Strassenbahnen überhaupt nicht so ungefährlich sind, wenn sie die Verkehrswege mit Autos, Fahrräder und Fussgänger teilen muss. Eine Tote, mehrere Schwerverletzte sprechen ihre eigene Sprache. Die Schäden gehen schnell in die Hunderttausende.

Was beim Interview-Part mit dem Verantwortlichen der Gesellschaft angetönt worden ist, zeigt eines: es ist eine POLITISCHE Entscheidung gewesen, dass die Bahn so und nicht anders gebaut und in Betrieb genommen worden ist. Klar: Stelzen oder unterirdische Passagen kosten sehr viel Geld.

Wenn man sich nun die jüngste Veröffentlichung zum Thema Limmattalbahn in Schlieren und Dietikon auf unserem Blog anschaut, muss man sich fragen, welche Prioritäten die Politik an sich setzt:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2014/04/08/limmattalbahn-in-schlieren-so-etwas-soll-nach-auffassung-der-betreiber-moglich-sein/

Es wäre für Herrn SPD-Oberbürgemeisterkandidaten Björn JANSEN sicherlich erhellend, den SF-Beitrag aufmerksam zu verinnerlichen. Ebenso wie die Stadtplanerschaft Aachens…

Man stelle sich einmal vor, wie es am Elisenbrunnen aussähe, wenn der Rote Schienenexpress auf der Normspur des internationalen westeuropäischen Schienennetzes plötzlich anrauscht, schwerhörige Senioren oder unruhige Kinder oder meditierende Kopfhörer tragende Mitbürger das Anrollen nicht mitbekommen… Dann hilft weder die rote Farbe der ASEAG, der SPD, sondern nur noch die blutrote Farbe der Aachener Feuerwehr, die dann vermutlich mit schwerem Gerät anrücken muss, um zu bergen.

Das klingt gallig. Nur, bereits bei der http://www.campusbahn-groessenwahn.de Initiative wurden die Verantwortlichen in Aachen selbstverständlich auch auf diesen lebensentscheidenden Aspekt des Lebens in Aachen hingewiesen.

Schneepflüge wie sie im Winter in Norwegen bei der Bahn eingesetzt werden, wären auch keine Lösung. Dies einfach mal präventiv kommuniziert, damit keiner mehr auf die dummen Gedanken kommt, für irre viel Geld die Stadt Aachen, – damit die Bürger – in die roten fiskalpolitischen Zahlen zu tunken…

 

 

 

 

 

Die Hits der Seite: SPD schießt den Vogel mit dem Eurogress-Erweiterungsbau ab!

Liebe Leserschaft,

eindeutig hat die Aachener SPD mit ihrer Idee, auf dem Parkhaus im Kurpark das Eurogress baulich zu erweitern, den Vogel abgeschossen!

Klickzahl: s.u. Und dies bei 5.000 (fünftausend) verteilten Zetteln, die auch dazu führten, dass sich die Aachener SPD genötigt sah, sich in der AZ zu Wort zu melden. Das Eurogress ist, so könnte man sagen, in den Mittelpunkt der politischen Dikussion gerückt. Es hat das Zeug, Wahlkampfthema zu sein!

Wir können allen Bürgern, die Bürgerinitiativen gründen, die Menschen informieren wollen, sich auch heute noch des alt gedienten und bisweilen politisch geschmähten Flugblatts zu bedienen. Die Wirkung ist enorm und, man kommt mit den Menschen ins Gespräch. Pro tausend Zettel sicherlich mit 80 bis 120 Leuten, je nach Kontext.

5.000 Blatt liegen deutlich unter der 100 EURO-Grenze, A5, schwarz-weiss, einseitig bedruckt. Die Initiative Aachen wird sicher vor der Wahl nochmal Mittel aus der Kasse freigeben für neue Blätter. Mit „BürgerInnen für Aachen“ dürfte der Wahlkampf in Aachen auch noch neue „Klänge“ bekommen. Hierzu wird in Kürze eine offizielle Verlautbarung von „BürgerInnen für Aachen“ kommen. Wer sich darüber nicht freuen wird, darf man vermuten. Wer sich über „BürgerInnen für Aachen“ freut: das werden die BürgerInnen der Stadt sein! Mehr verraten wir jetzt aber nicht;-).

Sollte jemand bei der Stadt vielleicht auf die Idee kommen, Flugblätter verbieten zu wollen oder gar eine Gebühr dafür zu verlangen, dann ist eines klar: das würde dann zu einem Flugblatt in Rekordauflage für Aachen werden. Politik, Parteien und Verwaltung müssen den Schmerz von Flugblättern aushalten; sonst hätten wir ein staatsrechtliches Problem als Bürger!

Tja, wenn man seit einer Weile schon im 5-stelligen Klickbereich nach einem halben Jahr (Sept. 2013 begonnen) gelandet ist, dann ist es Zeit für eine Hitliste, um zu sehen, „was läuft“. Hier der Reihe nach die Themen (Adressen/Impressum-Klicks nicht berücksichtigt).

1. Flugblatt Eurogress – 982 Aufrufe!

2. Adlerhorst (Fotostrecke)

3. Räuberisches

4. Offener Brief an OB PHILIPP vom November 2013

5. Videodokumentation vom windanlagengeshredderten Geier

6. Gesundheit und Lärm

7.Shisha-Bar und geklaute Blanko-Zeugnisse.