„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

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Esotherische Landesregierung? Keine Impfpflicht gegen Masern?

Die NRW-Landesregierung scheint wohl Angst davor zu haben, dass ihr bestimmte Wählerkreise abhanden kommen, wenn sie für eine Impfpflicht gegen Masern stimmten. Man steht nur kopfschüttelnd vor der heutigen Berichterstattung der Aachener Zeitung…

Vielleicht sollte sich die Landesregierung NRW einmal mit der semiotischen sowie semantischen Dekodierung von Begrifflichkeiten befassen und überlegen – besser „sich besinnen“ – worin der Unterschied zwischen „Pflicht“ und „Zwang“ besteht.

Aber, wenn „esotherische Anwandlungen“ Wege zur Landesnorm erhoben werden, dann braucht man sich nicht darüber zu wundern, wenn unvergorenes Zeug abgenickt wird. Da die rot-grünen Privatversicherten in Düsseldorf sicherlich ihren präferenziellen heißen Draht zum Leibarzt haben, sollten sie vorher einmal einen von ihrer Privatkasse bezahlten Termin zum Schutze der Bevölkerung bei ihrer ÄrtzIn des Vertrauens geben lassen, um sich zu orientieren, wie denn bitteschön der heutige Stand der medizinischen Kunst und Pharmazeutik ist. Dort ist das Thema „Risiko“, „Unverträglichkeit“, „Freistellung“ [nicht steuerlich…] oder „Ausnahme“ sicherlich medizinisch-wissenschaftlich nicht unbekannt…

Irgendwie wähnt man sich langsam in das Mittelalter zurückkatapultiert, als es bei den Eisengiessern Regeln [sic!] gab, wie etwa die, dass man Urin nur bei klarer Vollmondnacht verwenden dürfe, um Klingen besonders widerstandsfähig werden zu lassen.

Wie bei Monty Phython kommt einem diese Filmsequenz „hoch“: vor sich hinstammelnde Mönche in verschlißenen Kutten knallen sich rythmisch und gemäß einem Kanon befreiend ein Holzbrett vor den Kopf. Im Kino mußte man lachen, als Bürger von NRW kann man sich nur noch vor Entsetzen die Hände gegen das Gesicht werfen und inniglich um Ereluchtung durch Erkenntnis hoffen…

Was sagen eigentlich die Ärzte im Landtag? Wurden und werden sie konsultiert?