GROKO in Brüssel – Martin Schulz hält sich nicht an Abmachung

„Belastungsprobe für das EU-Machtkartell – Martin Schulz liebhäugelt mit einer weiteren Amtszeit als EU-Parlaments-Präsident – das widerspricht der Abmachung“:

http://www.nzz.ch/international/europa/grosse-koalition-in-bruessel-belastungsprobe-fuer-das-eu-machtkartell-ld.125483

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Ob die EU die Kulturschaffenden hören wird? EU-JUNCKER erhält Post…

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Sent: Monday, July 11, 2016 5:04 PM
Subject: ots: MakeInternetFair.eu: Urheber setzen sich mit Offenem Brief ...


>
> MakeInternetFair.eu: Urheber setzen sich mit Offenem Brief an die
> EU-Kommission für eine angemessene Vergütung im Internet ein
>
>   München (ots) - Kulturschaffende aus Europa appellieren in einem
> Offenen Brief an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Die
> Botschaft ist klar: Online-Plattformen wie YouTube, die
> wirtschaftlich von der Nutzung kreativer Inhalte profitieren, dürfen
> sich nicht länger ihrer Verantwortung entziehen, die Schöpfer der
> Werke fair an den Einnahmen zu beteiligen. Der Aufruf kann über die
> Webseite www.makeinternetfair.eu unterstützt werden.
>
>   Am Montag, den 11. Juli 2016, haben über 1000 Urheber aus Europa
> mit einem Offenen Brief an Jean-Claude Juncker, Präsident der
> Europäischen Kommission, gewandt. Sie fordern Juncker auf, für eine
> Urheberrechtsreform zu sorgen, die sich an den Interessen der Urheber
> und nicht vorrangig an den Interessen der Online-Plattformen
> orientiert.
>
>   Die GEMA ruft ihre Mitglieder dazu auf, den Offenen Brief zu
> unterstützen. Die Liste der Unterzeichner ist vielfältig und lang -
> unter anderem machen mobil: Andreas Bourani, Alex Christensen, Frida
> Gold, Helmut Lachenmann, Wolfgang Niedecken, Sasha, Klaus Meine
> (Scorpions), Smudo (Die Fantastischen Vier), Tocotronic und Rolf
> Zuckowski.
>
>   Die Komponisten und Textdichter üben Kritik an Online-Plattformen,
> die Urheber entweder überhaupt nicht oder deutlich unter Wert
> vergüten. An die Europäische Kommission richten sie den
> eindringlichen Appell, rechtliche Schlupflöcher zu schließen, hinter
> denen sich die Betreiber bisher verstecken können.
>
>   "Ein modernes Urheberrecht muss Urheber in die Lage versetzen,
> ihren Anteil an der digitalen Wertschöpfung gegenüber
> Plattformbetreibern geltend zu machen", so Dr. Harald Heker,
> Vorstandsvorsitzender der GEMA, die in Deutschland die Rechte von
> mehr als 70.000 Musikurhebern und ihren Verlegern vertritt. "Im Zuge
> der Urheberrechtsreform muss daher klargestellt werden, dass
> entsprechende Online-Plattformen aktiv an der öffentlichen
> Zugänglichmachung von kreativen Inhalten beteiligt sind und sich
> ihrer Verantwortung in Bezug auf Urheberrechte nicht länger entziehen
> dürfen", bekräftigt Dr. Harald Heker.
>
>   In einer Pressemeldung des Dachverbands der europäischen
> Verwertungsgesellschaften, GESAC, nimmt GEMA-Mitglied, Textdichter
> und Frontman der Scorpions, Klaus Meine, Stellung: "Die Kommission
> kann nicht die Chance verpassen, sich der größten Herausforderung des
> Jahrhunderts anzunehmen. Unsere Arbeit wird von Internetkonzernen
> genutzt, die sich jedoch hinter veralteten Rechtsprechungen
> verstecken, um nicht für den genutzten Content zu zahlen. Um
> künftiger Generationen von Künstlern Willen muss sich dies jetzt
> ändern."
>
>   Europaweite Online-Petition gestartet
>
>   Die GEMA begrüßt die europaweite Protestkampagne und ruft die
> Komponisten und Textdichter, die sie vertritt, sowie alle auch alle
> anderen Kultur- und Kreativschaffenden dazu auf, den Appell an die
> Europäische Kommission zu unterstützen. Der Dachverband der
> Europäischen Verwertungsgesellschaften, GESAC, hat auf der
> Aktionsseite www.makeinternetfair.eu eine Online-Petition gestartet,
> die Urheber und andere Unterstützer unterzeichnen können.
>
>   Der Offene Brief sowie die Online-Petition sind hier abrufbar:
> www.makeinternetfair.eu.
>
>   Die Liste der Erstunterzeichner aus Deutschland sowie aller
> europäischen Verwertungsgesellschaften können Sie hier einsehen:
> www.gema.de/makeinternetfair.
>
>   Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von rund 70.000
> Mitgliedern (Komponisten, Textdichter und Musikverleger) sowie von
> über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit
> eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik. Seit 2007
> ist die GEMA mit einem Verbindungsbüro in Brüssel vertreten.
>
> OTS:              GEMA
> newsroom:         http://www.presseportal.de/nr/35830
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>
> Pressekontakt:
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> E-Mail: nremus@gema.de, Telefon: +49 89 48003-583
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Änderungskündigung des Maastrichter-Vertrags | Prof. Dr. SINN, vorm. IFO-Institut

Ex-ifo-Chef Hans-Werner Sinn plädiert für deutsche Änderungskündigung
des Maastrichter Vertrages

Bonn (ots) – Der frühere Chef des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn,
hat angesichts des Brexit deutlich gemacht, dass es seiner Meinung
nach im deutschen Interesse sei, den Maastrichter Vertrag zu
verändern, weil ansonsten die mediterranen Länder Frankreich, Italien
und Spanien zu viel Macht erhielten. „Wir müssen den Maastrichter
Vertrag im Sinne einer Veränderung kündigen, damit die
Entscheidungskriterien angepasst werden“, erklärte der Star-Ökonom in
der Sendung Unter den Linden im Fernsehsender phoenix (Montag, 04.
Juli, 22:15 Uhr) und fügte als Erklärung hinzu, dass mit dem Austritt
Großbritanniens die bislang geltende Sperrminorität der
freihandelsorientierten Länder dahin sei. „Das ist nicht mehr das
Europa, mit dem Deutschland groß geworden ist, das können wir nicht
akzeptieren“, so Sinn weiter.

In vielen Bereichen müssten die Konstruktionsprinzipien der EU
überprüft und nachjustiert werden. Fakt sei, dass es eine
Armutszuwanderung in Europa in die Staaten mit den ausgeprägtesten
Sozialsystemen gebe. „Man kann aber nicht die Freizügigkeit der
Menschen haben und gleichzeitig die Inklusion in die Sozialstaaten,
sodass die Menschen ihr Geld von dem Land erhalten, in das sie
einwandern, statt dass das Heimatland weiter zuständig ist. Das geht
in die Hose.“

Mit dem Brexit gebe es eine verstärkte Entwicklung zu einer
größeren Vergemeinschaftung von Schulden. „Wenn wir diesen Trend
durch die EZB, die tun und lassen kann, was sie will, so
voranschreiten lassen, wird Europa im Streit sein Ziel der
Vereinigung nicht erreichen“, war Sinn überzeugt. Gerade die
französischen Wünsche nach Einlagensicherung seien unerfüllbar. „Wenn
wir auf diese Wünsche eingehen, wenn Deutschland ein Anhängsel des
mediterranen Raums mit all seinen Problemen wird, dann sind wir
verloren“, mahnte der Wirtschaftswissenschaftler.

Angesichts aller negativen Folgen bei einem Austritt
Großbritanniens sei es kontraproduktiv, die Briten jetzt zur Eile zu
bewegen. „Es liegt in deutschem Interesse, das Ganze auf die lange
Bank zu schieben“, meinte Sinn.

OTS:              PHOENIX
newsroom:         http://www.presseportal.de/nr/6511
newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_6511.rss2

Pressekontakt:
phoenix-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 192

WHY NOT? BREGET – BREXIT zurück: „Zeit für Reflexion und Demut“, NZZ.ch, und, Financial Times (das Blutgericht hat schon getagt…“

… Europäische Union die kalte Schulter. Diese muss sich nach dieser Demütigung neu erfinden. Der Kurs einer immer engeren Integration ist gescheitert. Peter RÁSONYI:

http://www.nzz.ch/international/brexit/brexit-und-europa-zeit-fuer-reflexion-und-demut-ld.91471

Hier der NZZ-Blog:

http://www.nzz.ch/international/brexit/abstimmung-brexit-live-ld.91250

Und: es lohnt sich, die Financial Times vom heutigen Tage zu lesen! Denn, das Blutgericht hat schon an den Börsen getagt!

Die gibt´s im Bahnhof! http://www.ft.com

http://www.ft.com/home/uk

 

Anmerkung: Das Schlimme ist, dass SCHULZ und JUNCKER es noch immer nicht begriffen haben, dass die vermeintliche Krisenbewirtschaftspolitik der EU aus der Sicht und dem Verständnis von Verhandlungsmethodik sogar noch mehr Öl in das Feuer gießt.

Denn, wer vor einer Verhandlung das „Entweder Oder“ stellt, der hat sowieso schon verloren und provoziert in erheblichem Maße durch die Zuspitzung auf eine bipolare Entscheidungssituation die unvermeidliche Verschärfung des Konfliks.

Durch die aus Brüssel bereits unmißverständlich zu hörenden Töne, daß Großbritannien keinerlei Pardon zu erwarten hat, ist klar, daß dieses Brüssler Verhalten auch in anderen Staaten wahrgenommen wird. Es ist wie ein Affront, der früher schon bei der Kriegsrethorik eingesetzt wurde und unweigerlich zu Elend geführt hat:

„Willst Du nicht mein Bruder sein, dann hau´ ich Dir den Schädel ein!“.

Dieselbe „Schwarz-Weiss“-Argumentation also in Brüssel. Man hat nichts gelernt, man wird nichts lernen. Man wird in Brüssel die EU weiter demolieren. Dies, weil man von einem falschen, zentralistischen Machtanspruch ausgeht und nichts anderes zu akzeptieren bereit ist:

„Die Musik spielt in Brüssel, Europa!“

Damit ignoriert man wesentliche kulturgeschichtliche Gesellschaftsformen, die über die Jahrhunderte, gar über Jahrtausend gewachsen sind:

  • Das Slawische
  • Das Romanische
  • Das Germanische
  • Das Baltische
  • Das Balkanische
  • Das Skandinavische
  • Das Westeuropäische
  • Das Südeuropäische

Geschichte ist wie ein Reisekoffer kollektiver Erfahrungen und mit dem Erbe der Erzählung in Familien, sozialen Gemeinschaften, dem, was Historiker – zumeist mit die gebildetsten Menschen einer Gesellschaft – das „Narrativ“ bezeichnen. Auch in den Zeiten digitaler Datenexplosion, haben gerade die Erzählungen in Familien über die Familien, das Leben in der Vergangenheit, die Erlebnisse, die Erfahrungen und dergleichen ihre Rolle und Funktion.

Sie nämlich prägen auch in nicht zu vernachlässigendem Masse – was Verwaltungen und die Politik ignoriert, weil es uneingeschränkte geistige Offenheit bedingt und die Fähigkeit, bereit zu sein über seine beschränkte Persönlichkeit hinwegreichend, das Große und das Ganze zu erahnen. Von „Verstehen“ sollte man nicht sprechen, weil es die Auseinandersetzung mit den Dingen zwingend bedingt. Und, den Willen zeigt, auch Abstriche in seiner Position aus der Erkenntnis heraus folgend bereit zu sein, einzugheen.

Das aber ist von Brüssel aus sogar noch weit weniger zu erwarten, als vor der Abstimmung.

Und so darf man aus Sicht von Verhandlungsmethodik sagen, daß, sobald das Postulat für eine Verhandlung seitens einer Partei ist, ausschließlilch

„ENTWEDER ODER“

zu vertreten, bereits die Kapitulation ist. Die Kapitulation davor, Realitäten anzuerkennen, sie in einer

ERGEBNISOFFENEN VERHANDLUNGSWEISE

zu einem von allen zu tragenden und tragbaren Ergebnis zu führen. Das, was dann beschlossen ist, ist nicht der unterirdisch weiter

gärende KOMPROMISS,

sondern eine

TRAGFÄHIGE VEREINBARUNG

mit

hoher Bestandswahrscheinlichkeit,

da durch

Akzeptanz

getragen. Das FATALE der bereits verlautbarten EU-Position ist somit in der logisch brutalen Analyse das, daß man mit derselben Rhetorik politische Lösungen erzwingen will, wie das bei kriegerischen Auseinandersetzungen zumeist ein wesentliches Eskalationsinstrument ist. Beim Militär ist davon auszugehen, dass Entscheidungen, deratige Kommunikationsordnungen festzulegen, sie zu kommunizieren strategisch-taktisch durchdacht sind.

Aber in Sachen Brüssel kann und darf man nicht davon ausgehen, dass diese so genannte

„Bipolare Verhandlungsführung“

zu einem konstruktiven Ziel führen kann und wird. Man somit bereits seitens der „EU-Generalität“ eine sprachlich implizit wahrzunehmende „Kriegserklärung“ gegenüber „Verrätern“ festgelegt und öffentlich gemacht hat.

À la Sir Winston CHURCHILL: „We do not surrender!“

Daran anschließend, durchaus die geschichtliche Rede von „Blood, Sweat and Tears“ im Ohr klingelnd.

Ipso facto: wenn eine Partei einer Verhandlung der anderen, der so genannten „Gegenpartei“ abspricht, mit ihren Positionen in die Verhandlungen einsteigen zu können (in Brüssel zu „dürfen“), dann ist klar, daß die ganze Sache aus der rationalen Ebene in die emotionale Ebene transponiert wird.

Dies auf individueller, sozialer und somit kollektiver Ebene.

Für die EU bedeutet dieses – Entschuldigung!!! – der anderen Seite in breitem Wienerisch zu bekunden: „Ach geh doch scheißen!“, mutwillig an der Eskalationsschraube zu drehen.

Dann aber ist es egal, ob dies vorsätzlich, überheblich oder realitätsverkennend ist, weil sich die in dem Verhandlungskomplex befindliche „passive“ Seite als „ausgeladen“ sieht, entsprechend nicht anders kann, als auch die Meldodie der Eskalation auf der Klaviatur zu spielen.

Und so spaltet man die EU. Und deswegen muß in der EU schleunigst disktiert werden, ob SCHULZ und JUNCKER überhaupt noch die Leute sein können, die ein Zusammenkommen in unterschiedlichen Positionen und Sichtweisen zu erreichen vermögen.

Da man hier nach den Verlautbarungen nach der Veröffentlichung der Amtsergebnisse des Referendums keine Signale der Konsilianz vernehmen konnte, bleibt nur eines, um ausufernde separatistische und nationale Strömungen in sich kollabieren lassen zu können, dass JUNCKER und SCHULZ das Verhandlungsmandat zu entziehen ist. Sprich, beide zurückzutreten haben.

Dass ein geistig-kulturell offenes Verhandlungskollektiv der Parteien gebildet wird, um die Versatzstücke des Malaise herausarbeiten zu können und nicht noch dazu zu führen, dass Schottland und Nord-Irland den Fanfarenstoß zum Verlassen der Union geben müssen; mit den fatalen Folgen in anderen Regionen.

Vielleicht probieren es die Verwaltokraten Brüssels, den Gedanken einer Art „europapolitischer Sonderwirtschaftszone“, um zu deeskalieren, zu klären und nicht zu polarisieren, was unweigerlich zum  Showdown und Shoot out führt, bei dem einer im Sand liegenbleibt.

Europa ist in seiner Vielfalt so schön, dass es schade wäre, dass ein kleines Gremium von Apparatschicks als Folge ihre fehlenden Kompromissfähigkeit der anderen Seite einfach – Entschuldigung – bei der Begrüßung im Hause „Sofort in den Koffer scheißt und klar signalisiert, dass die Gegenseite einem den Buckel runterrutschen könne“, wie es Handwerker praktisch und frei sagte.

Eitelkeiten haben nicht zu zählen.

Wenn man sich vergalloppiert hat, dann soll man im Schritt rückwärts gehen, um nicht selbst noch an einem Baumstamm zu enden.

Pro Europa!

Contra Verwaltokratur!

Contra bipolaren Verhandelns!

Contra Amtsträgern ohne Weitsicht und sozialem Sensorium!

Die Sovietunion ist daran gescheitert, die kulturelle Vielfalt einem standardisierten Gesellschaftsmodell unterzuordnen!

Will Brüssel 2017 das Moskau von 1989 werden?

Anscheinend ja, gerieren sich doch so manche wie Vorsitzende des Politbüros oder des Staatsrates…

 

 

 

„Wenn man Europa kaputtmachen will, dann braucht man nur mehr Referenden zu veranstalten“

so der luxemburgische Aussenminister Jean ASSELBORN.

Zitiert in der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, vom 18. Mai 2016 in dem Artikel:

„Wem die Stunde schlägt“:

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-eu-unter-dem-druck-der-populismen-wem-die-stunde-schlaegt-ld.82381

von Udo di FABIO,

Bundesverfassungsrichter a.D. und Dozent für Öffentliches Recht an der Universtität Bonn

Konträr zu Römischen Signalen: „Europa ohne Volk – Die Ohrfeigen für die EU…“

EU, eu, eu…

Das Eine ist, zu feiern, innezuhalten, sich zu versammeln und Hoffnung durch Visionen auszudrücken.

Das andere ist die nüchterne Bilanz der EU und ihrer dysfunktionalen, gar spaltenden Struktur, die auf einem absolut anachronistischen, somit nicht heilbaren Staaten- und damit Gesellschaftsmodell aufbaut. Der vermeintliche, somit inexistente Zentralstaat Brüssel hat eine destabilisierende, die Dysfunktionalität stärkende Wirkung.

So lange man in Brüssel staatspolitisch nicht anerkennt, dass Europa die Vielfalt von Kulturen und Mentalitäten, damit über Jahrhunderte gewachsenen Traditionen ist, solange wird Europa kontinuierlich geschwächt werden. An einem kritischen Punkt angekommen, sollten die Brüssler Eurokraten wirklich in sich gehen, um nicht den Point of no return zu übersehen und die eurpapolitische Demarkationslinie überschreiten, der Fanfahrenstoß sicherlich ein Austritt Englands aus der EU wäre. Die Schotten müßten der Logik ihres Volkes folgend, eine Abspaltung vom Vereinten Königreich initiieren, weil sie nämlich glühende Befürworter der EU sind. Gerade in Zeiten sinkender Ölpreise und damit schwächelnder Konjunktur, bedeutet das für das Volk nördlich des Hadrian Walls, ist man dort mehr denn je auf eine funktionierende EU angewiesen. Und somit stehe man per se der EU-Position Englands diametral gegenüber. Für das Vereinigte Königreich eine ´not amusing position´…

Ist das Fundament schief, dann kann man den Suppenteller eben nicht ganz nutzen…

Ohne die Anerkennung der Heterogenität, die sich in den paneuropäischen Strukturen widerspiegelt, bleibt der Besuch des Aachener Karlspreis-Kuratoriums ein Besuch, der eine gute und anstrebenswerte Vision bedeutet, der aber von der Brüssler Bockbeinigkeit der Bürokraten schleichend vergiftet worden ist und weiterhin wird. 

Die etablierten, geradezu ossifizierten Administrationsstrukturen Brüssels mit ihren „Platin-Beamten“ in Sachen persönlicher Bezüge und folgender Ruhestandsbezüge, wird ein von der Politik nicht zu korrigierender Hemmschuh sein. Denn die „Amtokraten“ haben „ihr“ System entwickelt, von der Politik legitimiert und sie werden stets beim Politpoker gegen die Politikerschaft gewinnen, weil sie die administrativen Strukturen und Spielmöglichkeiten aus dem FF beherrschen. Ja, Politiker bisweilen geschickt vor sich hertreiben oder ganz diskret in die Deichsel ihrer gar güldenen Verwaltungskutsche setzen.

Hier der Link zum Artikel in Anlehnung an die Berichterstattung der Aachener Gesandtschaft nach Rom:

„EUROPA OHNE VOLK“

http://www.nzz.ch/gruende-fuer-das-eu-demokratiedefizit-europa-ohne-volk-ld.18363

NZZ.ch: „Masseneinwanderung“ |“Abschied von Deutschland? … droht dieses Erfolgsmodell nun in Frage zu stellen.

Kommentar von Cora STEPHAN beginnend mit roter Überschrift unten!

ungeachtet jedweder persönlichen Auffassung in Bezug auf die Flüchtlingspolitik Berlins, ist die vollständige Lektüre dieses Gastkommentars im Grunde „zwingend“ für die Debatte und Diskussion der Zukunft des Berliner Umgangs mit der Flüchtlingsthematik. Dies auch, weil sie eine mittlerweile paneuropäische Tektonik in Gang gesetzt hat, die mit den bisherigen politischen Spielregeln und Instrumenten nicht mehr geradezuzurren ist.

Die Zerrissenheit, die auseinanderstrebenden Kräfte politischer Akteure und Standpunkte der verschiedenen Wahlvölker quer durch Europa – Eu sowie nicht-EU – hat eine Dimension und Massivität bereits seit Längerem erreicht, die Politikern kaum noch eine Handlungsfähigkeit beibehalten läßt, weil sich die Diskussion verselbständigt hat.

Das anstehende Frühjahr, die sehr stark voneinenader abweichenden Auffassungen quer durch die EU und weiter, quer durch Europa, haben das Institut der EU in die Enge getrieben, in die europapolitische von mehreren Fronten definierte Defensive, weil ihr polito-administrativer Apparat teils von der Welt – sehr gut persönlich EU-beamtenrechtlich alimentiert, da auf Lebenszeit – sehr, sehr weit entfernt ist.

Der „organische Fehler“ dieses zentraladministrativen Apparats, der einen höchst heterogenen Kontinent vertritt, ist, in der Vergangenheit auf „Vorgaben und Kontrolle“, statt auf „supranational-föderale Freiheit“ gesetzt zu haben.  Die Kräfte, die sich durch Leitlinien im Lauf der Zeit selbst gefunden hätten, sind durch harte Leitplanken, die teilweise kulturell-staatlich eingengen, eingezwängt worden und sie lassen nun die Verspannungskräfte zu Tage treten.

Wer hört eigentlich von den echten Europäern den „Schönwetter-Apparatisten“ noch zu? Vom Alltag selbstisoliert, wird abstrahiert, wie man sich die „Formation“ i.S. des Französischen Begriffs „des europäischen StaatsBürgerIn“ vorstellt. Die Menschen Europas sind einander näher, als die Gruppe der „Administratores“ dies durch ihr Verwalten und zentralisieren realisieren können. Die freien Grenzen, der Austausch junger Menschen und dergleichen bewirkt mehr als die unzähligen, viel Geld erfordernden Sonntagsreden, die  jeder schon als „Sermon“ kennt. Auch deswegen, weil bedauerlicherweise keinerlei paneuropäsche, konstruktive Linie zur Lösung der Tektonik auch nur im Ansatz erkennbar ist…

Die Zerrissenheit Europas binnen weniger Monate ist der Belegt dafür, dass das Handeln einzelner Personen auf Staatsebene auch heute noch belegt, dass andere eben anders denken.

„Propaneuropäisch“ gedacht, bedeutet das, Spielregeln gerade für Krisenzeiten wie die der Flüchtlingssituation in der Schublade zu haben, um beim eintreten einer Krise – die oft in Stunden kommt – Krisenreaktionsmechanismen zu aktivieren. Aber, das gibt es offensichtlich nicht. Und so ist dann die politische Konsequenz für Europa und die Menschen, dass man dann liest: „Propan Europäisch“: C3 H8… Bedauerlich …

Und, die „Heilung“ der Zerrissenheit auf europäischer Ebene, dürfte mindestens eine halbe, wenn nicht gar gesamte Menschengeneration erfordern, weil viel Mißtrauen, verbunden mit Fehlverständnissen und auch Verletzungen zu heilen ist.

Gastkommentar von Cora STEPHAN, Buchautorin, Kolumnistin und Essayistin in der Ausgabe vom 3. Mai 2016.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-folgen-der-masseneinwanderung-abschied-von-deutschland-aber-von-welchem-ld.16818