Gegenrede zu Rückzug vom BREXIT

Hier der andere Standpunkt in Sachen BREXIT-Diskussion. Anmerkung: interessant wäre die Frage, wie es politisch wie auch staatsrechtlich zu bewerten wäre, wenn die Wahlbeteiligung am BREGRET um – z.B. – 30 % höher läge und das Votum mit 70% für den Verbleib ausfiele. Wie wäre dann Folgendes zu beurteilen.

Wäre es nicht auch im Sinne der Versachlichung der Diskussion zwingend notwendig, dass seitend UK und der EU eine Website einzurichten wäre, die nicht im Sinne einer „Partei“ im juristischen Verständnis gestaltet wäre. Dann könnten sich die Bürger, wenn sie die Argumente studieren und die daraus ableitbaren Positionen bewerten wollen, wie ein Richter ein DIN A 4 – Blatt nehmen, parallel der langen Schnittkanten halb-auf-halb falten. Links ein „-“ und Rechts ein „+“ setzen, um in den Spalten Argument und eigene Position herauszukristallisieren.

Und unten dann, auf jeder Seite eine Tenorierung vornehmen, aus der sich die Tendenz abzeichnet, die letztlich zum höchstpersönlichen Urteil in der Sache führt.

Das Führen dieser positionsbefreiten Argumentations-Webseite – die man für alle wichtigen Entscheidungen staatlicherseits zwingend einzurichten hätte – würde viele Diskussionen und Entscheidungen zu versachlichen helfen, Zwist reduzieren und letztlich effektivere und punktgenauere Entscheidungen erwirken.

Was man jetzt sagen muss ist: die Phase der Ungewissheit, wie die vorgesehenen Austrittsverhandlungen ausfallen werden, kosten Geld, Nerven und implizieren das Risiko von im Grund vermeidbaren staatlichen Spannungen. Dies intra- wie auch extranational.

In der Diskussion, ob der BREGRET oder BREXIT die ultissima ratio ist, sollte dieser Zeitlauf und das jeweilige Schadenspotenzial nicht nur für UK, sonder die EU, Europa und global evaluiert werden.

Denn am Ende eines der beiden Verfahren, werden politische, volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Rabatt-Marken-Hefte eingelöst, die für einen politischen wie auch finanziellen sowie perspektivischen Preis stehen!

http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2016/2016_06_27_dav_aktuelles_brexit.html

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Maine Güte, Wettbewerb kommt in Aachen unter Spannung

Für die STAWAG wird der Wind stürmischer. Auch heute flogen die Flugblätter wieder aus den Briefkästen, die eine Stromkostenersparnis von rund 25% darlegten.

Wenn ein Konkurrent mit Preisen auf den Markt kommt, die derart geringer sind, als der energetische Platzhirsch, dann braucht es kein Orakel, um früher oder später feststellen zu müssen, dass das den Cash-Flow des kommunalen Unternehmens angreifen wird.

Für jeden gibt es eine Schmerzgrenze in der Geldbörse. Wenn man bis zu rund 25% weniger für Strom bezahlen kann, dann wird es ernst für den Platzhirsch!

Für jeden gibt es eine Schmerzgrenze in der Geldbörse.
Wenn man bis zu rund 25% weniger für Strom bezahlen kann, dann wird es ernst für den Platzhirsch!

Damit auch die Quersubventionen durch Transferzahlungen

– vielleicht besser auch als „indirekte Steuern Aachens“ –

beispielsweise für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) so abschmelzen, wie ein Eiswürfel im Cocktail zur Mittagszeit im Juni. Die Folgen ergeben sich aus der simplen Finanzrechnung in Kopplung mit der Fahrzeugflotte. Wobei man auch ehrlich sein muß und festlegen muß, will man tatsächlich den Mief in Aachen verringern, so muß man zwingend – also ausnahmslos – festlegen, dass auch sämtliche externen Dienstleister ausschließlich mit Bussen mit modernen Abgasreinigungssystem in das tiefe, manchmal arg dunkel erscheinende Aachen fahren dürfen.

Vielleicht eine „antriebstechnische Zweiklassengesellschaft“ aus Haushaltserwägungen andenken und möglicherweise zulassen zu wollen, wird sich als schmerzhafter Boomerang erweisen: denn dann werden die Grenzwerte NOx u.a. weiterhin spürbar hoch bleiben, während der Individualverkehr längst weniger spezifische Emissionen verursacht, als der Busverkehr mit „alten Fleischschleudern“, wie alte Kisten gerne genannt werden.

Die Konsequenzen lassen dann auch nicht lange auf sich warten: die nächsten Maßnahmen werden auf den Weg gebracht und führen dazu, dass eine wesentliche Schmutzquelle – alte Busse ohne EURO 6 – weiterhin für Niveausteigerungen verantwortlich sein werden. Man schlägt den Esel anstatt den Eselstreiber…

Derzeit sollte ein genereller Busfahrerstreik laufen. Dies aus dem Grunde, weil nicht nur die Luft beim Streik spürbar geschmacksneutraler auf der Zunge abging, sondern auch eine herrliche Ruhe zu genießen war, weil nämlich das niederfrequente Dröhnen, das auf Grund der Konstruktion von Bussen und damit untrennbar zusammenhängend der technischen Akustik unvermeidbar ist, verstummte. Der Bus-Lärmstress war für einen Tag kein Thema. Für die Anschaffung neuer Busse und der Beauftragung von externen Dienstleistern im straßengebundenen ÖPNV heißt das, die Stadt Aachen muß auch schalltechnisch garantieren, den Stand der Technik ausnahmslos sicherzustellen. Denn – Achtung! – Lärmschutz wird zu häufig unterschätzt, beziehungsweise ignoriert, kann aber sehr wohl auf Basis geltenden Rechts durchgesetzt werden. Was zu kompensatorischen Maßnahmen führen kann.

Die Innenstadt Aachens ist in vielen Bereichen ein „Lärmkessel“

von dröhnendem Busverkehr und von harsch klingenden

Einsatzhörnern mit extrem scharfen akustischen Signaturen

durchtränkt. Lärmstress macht krank und tötet!

Nun, in Sachen Geldtransfer: den Markt zu ignorieren, negieren oder gar davon auszugehen, ihn gar überwinden zu wollen, hat schon viele Unternehmen die Existenz und viele Manager und Angestellte ihren Job gekostet.

Der Stadt Aachen wird nichts anderes übrigbleiben schleunigst an die fiskalische Grundstruktur herangehen zu müssen, zu sehen, wo man sinnvoll Geld sparen und punktgenauer einsetzen kann. Auch, zu vermeiden, dass durch unzureichende Planung so viele Projekte zum fiskalpolitischen Rohrkrepierer werden, die Kosten für die Bürgerschaft bedeuten.

Vor allem aber: schlechtes Finanzmanagement einer Stadt ist stets immer ein Abschreckungsinstrument für einen Standort, weil man nicht das tut, was man zu tun hat: sorgsam und weitsichtig mit dem Geld der Bürger und der Unternehmen umzugehen. Verschwendungsarm und fehlerarm im Vergleich zur Peergroup eben nicht die Spitzenpositionen anzustreben.

Man muss als Bürgerschaft und Unternehmerschaft Aachens hoffen, dass nicht der neue Resignationsspruch bei der nächsten Abgabenerhöhung in Aachen so lautet:

„Maine Güte,

die Abgaben steigen

und das Busfahren

kann man sich

immer weniger leisten!“

Klar ist haushalterisch auch, dass man das Prinzip nicht pervertieren darf und die Konsequenz in dem Managerspruch lautet:

„Wer mit Nüssen bezahlt,

der braucht sich nicht wundern,

Affen zu bekommen!“

 

Standort Deutschland: Industrie 4.0, Mathe 6

Der Deutsche Arbeitgeberverband berichtet heute über Wunsch und Wirklichkeit des Standortes Deutschland in Bezug auf die Wissensgesellschaft:

http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2016/2016_04_20_dav_aktuelles_industrie_4_0_und_mathe_6.html

Verordnete Zwangsebilität | Neues vom Deutschen Arbeitgeberverband

Eine Lektüre, die einem das Blut in den Adern erfrieren läßt:

http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/textezurfreiheit/2016_04_13_dav_freiheit_zwangs-debilitaet.html