Wiedervorlage | 10. Dezember 2013 | Vollmundiges vom Kaiserplatz

Weil ein 59-jähriger Dealer am Kaiserplatz 15 Bubbles im Mund verstaute, verschlug es ihm wohl die Sprache. Denn, nachdem Bürger sein Verhalten auffällig empfanden, alarmierten sie die Polizei, die ihn dann „hopp nahmen“. Beim Hausbesuch fanden die Beamten dann noch mehr „amuse gueule“. Wohl bekomms!

Auf der Oberforstbacher Straße wurde ein Kinderwagen in Brand gesetzt. Siehe: räuberisches

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„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

Wiedervorlage aus 2014 (….) Drogenszene am Kaiserplatz kommt weg und von Verlagerung ist auszugehen

Antenne-ac.de strahlte heute früh [Fr. 21.11.] ein Interview mit einer Vertreterin des Aquis Plaza aus, die verlautbarte, dass mit der Eröffnung der Shopping-Mall die Szene am Kaiserplatz verschwinden werde.

[Nachtrag: mit dem Nothaushalt vor der Tür, dürfte es wohl unmöglich werden, sich Bewegungsraum für konstruktive Lösungen innerhalb von ca. zwölf Monaten zu schaffen. Dumm gelaufen, muss man konstatieren!]

Damit ist klar, dass eine Verdrängung stattfinden wird, wenn seitens der Stadt Aachen kein neues, integratives Konzept erstellt und umgesetzt wird. Davon ausgehen zu wollen, dass sich dann die Szene in angrenzende Bereiche um den Kaiserplatz verlagern könne oder möge, das wird sicherlich auf massiven Widerstand der Bürger stoßen.

Zudem würde es die von der Stadt Aachen propagierte und beispielsweise mit € 1,2 Millionen finanzierten Neugestaltung dreier Spielplätze im Rehmviertel ad absurdum führen.

Die Stadt Aachen und die Städteregion Aachen stehen somit spätestens per heute auf dem Schlauch. Denn, bis dato ging man allgemein davon aus, dass man wohl weiterhin irgendeine Lösung beibehalten könnte, die ein nicht zu umfangreiches strukturelles Umdenken erzwingen würde. Jüngst noch, wurde diese Position deutlich.

Es bewahrheitet sich wieder einmal das, was die Initiative Kaiserplatz e.V. seit Jahren predigt. Nämlich ein integratives Konzept zu entwickeln, aufzubauen und dann zu pflegen und nicht das rheinländische Mantra „es ist schon immer gut gegangen“ dauernd runterzuleiern.

Nun dürfte der Druck im politischen Entscheidungskessel massiv ansteigen. Denn im Zeichen des immer knapper werdenden Raumes und frei verfügbarer, adäquater Liegenschaften, wird die Stadt Aachen wie das Sandmännchen im Sand in seinen Hosentaschen dastehen. Sand in die Augen zu streuen, das gelang der Stadt Aachen nur sehr, sehr kurze Zeit, zu Anfang der Gründung der Initiative Kaiserplatz e.V.

Deren 1. Vorsitzender war im Übrigen Cyrill Clermont, der nun der Assistent des Städteregionspräsidenten Helmut Etschenberg ist. Damit hat der Städteregionspräsident, unter dessen amtlicher Zuständigkeit die Sucht steht, einen direkten personellen Zugriff auf einen absoluten Kenner der Szene.

Man darf nun auch gespannt sein, wie sich die Mitglieder des Stadtrates der Stadt Aachen die Zukunft vorstellen, denn bis dato waren sie zu großen Anteilen die absoluten Meister im sich Herausreden und Abtauchen.

Es wird nun sehr, sehr spannend und vor allem kann man sagen, dass das, was sich nun in dem kommenden Jahr abzeichnet, hervorsehbar war. Und, es gab Ende Oktober bereits das  erste Zeichen in diese Richtung, als der Oberbürgermeister in der Niederländischen  Limburgs Dagblad klar sagte, dass die Szene wegkommt.

Nun stellt sich aber auch die Frage, wer zu diesem Zeitpunkt direkt oder indirekt Kenntnis dieser Planung gehabt hat. Das ist von Bedeutung, um abzugleichen, wer was mit welcher Position zu welchem Zeitpunkt selbst verlautbart haben könnte. Dies, um festzustellen, ob die Wahrheit gesprochen worden ist, oder nicht!

Raubüberfälle in Aachen / robberies in downtown Aachen

Bedauerlicherweise gibt es in den letzten Tagen wieder vermehrt Raubüberfälle im Innenstadtbereich zu melden. Vermutlich gut organisiert und nicht zimperlich schlagen die Täter zu. Die Polizei bittet sofort 110 anzurufen.

Downtown Aachen has moved again into the focus of robberies. During the last days, the number of robbieries has significantly increased again as local media reported. And, they can be considered as „tough“. Everyone is urged to immediately call 110 in case of observing a crime, suspicious people or, feeling unsafe.

Please note: if you call 110 on your cell phone, you automatically should be switched to the police.

 

Oberbürgermeister PHILIPP: „Der Schandfleck von Aachen ist mit der Entstehung des Aquis Plaza verschwunden.“

Das ist mal eine klare Aussage des Aachener Oberbürgermeisters Marcel PHILIPP (CDU) vom 28. Oktober 2014.

Allerdings war diese öffentliche Äußerung nicht in der Lokalpresse zu lesen, sondern in der Ausgabe vom 28. Oktober 2014 des in den Niederlanden erscheinenden „LIMBURGS DAGBLAD“.

Ganz unzweideutig steht in dem Artikel, dass kein Platz mehr für das Elend der Drogenabhängigen existieren werde. Von früherem Fehlmanagement ist in der Berichterstattung die Rede, aber auch davon, dass die Kommunikation schlecht gewesen sei wie auch Versprechungen gebrochen worden seien.

Nicht uninteressant ist die Statistik, die das Limburgs Dagblad zitiert, dass sich 95 % der Bürger im Viertel unsicher fühlt und, dass 6 von 10 Bewohnern das Viertel verlassen wollen.

Klarer kann politisches Mismanagement nicht beschrieben werden! Es lohnt eben doch, sich Medien zu Gemüte zu führen, in denen Amtsträger nicht auf heimischen Territorium präsent sind und dann Sachen „rauslassen“, die sie zu Hause par tout nicht öffentlich kund tun würden.

Mit dem Artikel im Limburgs Dagblad ist eines nun kristallklar: das was die Bürgerschaft und die Initiative Kaiserplatz e.V. der Politikerschaft seit über einer Dekade vorgehalten und angekreidet hat, traf genau den Nerv. Einen politischen Nerv, der aber gemäß den Wünschen der Aachener CDU, SPD, Grünen und der FDP bitte schön nicht berührt, sondern in Ruhe gelassen werden sollte. Auch die früheren Äußerungen des ehemaligen Polizeipräsidenten OELZE, bekommen so einen neuen Duktus. Erinnert sei, dass die Angst der Bevölkerung als subjektives Empfinden abgetan worden ist. So etwas stärkt absolut nicht das Vertrauen in die jeweiligen Amtsleitungen. Seien es der Oberbürgermeister, Polizeipräsident, Ordnungsdezernatsleitung und nicht die Parteileitungen, die im engsten Schulterschluss die Reihen dicht gehalten haben.

Die Situation hat im Übrigen dazu geführt – darüber wird auch nicht gesprochen – dass das Viertel um den Kaiserplatz unter Immobilieninvestoren sehr, sehr beliebt ist. So antworten auf Anzeigen unter Chiffre nicht selten 30 und mehr Interessenten, die man als ernsthaft und qualifiziert beschreiben kann. Der „Hebel“, der Basis des Kaufpreises ist, ist bereits definitiv spürbar über dem Mass, was als Berechnungsbasis üblich ist.

Die Preise der Häuser, die „über den Tisch“ gehen, belegen, dass dieses Viertel alsder Hotspot der nächsten Jahre angesagt ist. Weniger als 10 Minuten entfernt vom Markt, 5 Minuten weg von der Autobahn, 10 Minuten vom Stadtpark. Was will man mehr, um urban zu leben?

Die Stadt und die nachgeschalteten Einrichtungen, die sich mit dem Thema Sucht zu befassen haben, sind gut beraten, wenn sie im Rahmen von Szenarioanalysen Optionen für das Thema Sucht, Elend und Kriminalität entwickeln um dann nicht „kurz vor Zwölf“ darüber nachzudenken, was passiert, wenn die Glocken läuten. Dann ist es nämlich zu spät.

Auch hier hat die Initiative Kaiserplatz e.V. seit Beginn ihres Bestehens immer im Klartext darauf gedrängt und das mit Eigenengagement gefordert, qualifizierte Lösungen zu entwickeln.

So gesehen, dürfen wir von der Initiative Kaiserplatz e.V. konstatieren, dass wir vollumfänglich im Recht gewesen sind und, dass unsere Mahnungen, sich zu besinnen und strukturell zukunftsorientiert und -fähig zu planen, nun in Stein gemeißelt worden sind.

Mal sehen, wann in den Aachener Medien die Statements des OB, die im LD veröffentlicht worden sind, zu lesen sein werden. Denn: das würde zweifelsohne auch für die Suchthilfe von nicht unbedeutendem Belang sein. Übrigens im Niederländischen auch ein sehr guter Begriff: „het belang“. So könnte man sagen „Het belang van Aken is…“.

 

 

 

 

 

 

Aachen – es war einmal die zehntsicherste Stadt in Deutschland!

„Ja, ja, die guten alten Zeiten“. In Anbetracht der aktuellen Kriminaltätswelle durch nunmehr über 50 Raubüberfälle in ca. sechs bis acht Wochen, bekommt die melancholische Redewendung eine besondere Bedeutung für Aachen. Es ist nicht der Ausdruck des biologischen Alterns, der den Blick sehnsüchtig auf die Vergangenheit richtet, sondern viel mehr Ausdruck der Zukunftssorgen der Aachener. Denn so langsam hat man den Eindruck, dass unsere Stadtoberen wirklich keinen Plan haben, die Stadt Aachen wieder sicherer zu machen. Denn seit Beginn der Serie gab es keine Verlautbarungen oder auch nur Andeutungen, dass auch nur irgendetwas aus dem Rathaus kommt, das man „Idee“, „Konzept“, „Plan“ oder dergleichen nennen darf. Ansonsten wäre bereits über den Lauf der Zeit eine Ansage aus dem Rathaus erschallt, die klare Linie und auch klare Kante zeigt. Wer jetzt erst an den Start geht, der braucht eigentlich keinen zierenden Latz mit Startnummer überzuziehen um beim Wettlauf gegen die Kriminalität durch die Ziellinie zu kömmen.

http://www.klenkes.de/meldungen/5775.wenig-kriminalitaet-in-aachen.html

Es ist zu hoffen, dass das neue Sicherheitskonzept für Fussballspiele, das NRW-Minister Jäger gestartet hat, so richtig zündet, so dass keine Bengalos mehr in Stadien abfackeln. Dann könnten nämlich mehr Polizisten im Sinne des alten Schutzpolizisten (SchuPo) durch die Strassen unserer Stadt wandeln und ein Auge auf die dunklen Flecken unserer Stadt zu richten.

Aber, vielleicht ist das so wie dem Zeitlauf der Zellregeneration: alle rund sieben Jahre sollen sich sämtliche Zellen des Menschen erneuern. Geht es biologisch plausibel nun weiter bergab, weil bei Genen hier und da einmal ein DNA-Fragment verlorengeht? Oder, gibt es endlich die politische Verjüngungskur? Anstatt den Aachener Schwefelquellen die Lethequelle, die die besseren alten Zeiten in Aachen zurückzuolen vermag?

Oder, vielleicht hat man ja das politische Wasser Aachens falsch bestellt: anstatt das Wasser aus der Lethequelle zu ordern, hat irgendjemand das Kreuzchen bei der Lethargiequelle gemacht?

So geht es nicht weiter – „wie bei Hempels unter dem Sofa“, sieht das ordnungspolitische Chaos derzeit in Aachen aus…