Wiedervorlage | 13.09.201 | Buchempfehlung für Bürgerinitiativen: Wie Veränderungen in Organisationen bewirkt werden können

Liebe Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren:

nichts ist und bleibt statisch – auch nicht die Politik einer Kommune!

Mit den Instrumenten des „Change Mangements“ – das international in der Wirtschaft längst gängige Praxis ist – vermögen auch die engagierten Bürger es, auf politische Strukturen und Handlungweisen nachhaltig einzuwirken. So, dass die politischen Akteure aus ihrem gewohnten Trott gebracht werden und wenn man es richtig macht, nicht mehr dahin zurückfallen können. Die Politik wird so in den „kontinuierlichen Veränderungsmodus“ im Sinne der Bürgerschaft gebracht. Und sie wird ergebnisorientiert tendenziell besser.

Die Notwendigkeit der Veränderung können politische Parteien z.B. auch daran feststellen, dass ihnen die Wähler von der Fahne gehen. Mal schleichend wie ein Ausbluten und mal schockartig, weil ihnen der Boden unter den Füssen weggezogen wird. Wer auf politischer Führungsebene meint, dennoch bei einem der Modi stur das „politische weiter so!“ beibehalten zu können, der sollte von der Parteibasis zunächst etwas intensiver auf den Prüfstand gestellt werden um eine Anpassung an die neue Situation zu gewährleisten. Ansonsten ereilt einen früher oder später die Abwahl.

Aus der Managementsicht kann man das mit Managern vergleichen, die die Verschiebungen ihres Umfeldes nicht hinreichend sorgfältig wahrgenommen und falsch agiert/reagiert haben, also ihre beste Zeit in „ihrer Organisation“ bereits hinter sich gebracht haben und die, wenn sie nicht bereit oder im Stande sind, sich zügig zu verändern,  den Hut nehmen (sollten)!

Change Management ist keine „Hexenkunst“ oder „Schwarze Magie“, für die man zum Beispiel Akademiker sein muss, sondern eine Philosophie von Führung, die mit einer ordentlichen Portion Neugierde und der eigenen Bereitschaft zur Veränderung erlernbar und zu verinnerlichen ist.

Klaus DOPPLER, http://www.doppler.de, einer der taktangebenden Organisationsentwickler hat verschiedene Standardwerke über das Changemanagement veröffentlicht. Hier zwei Titel, mit denen man starten sollte:

1.) Change Management – Den Unternehmenswandel gestalten. Campus Verlag. ISBN 3-593-35324-5

2.) Unternehmenswandel gegen Widerstände. Change Management mit den Menschen. Campus Verlag. ISBN 3-593-36992-3

Viel Spaß bei der nutzbringenden Lektüre!

H2J

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„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

„Das ist ja DDR!“, so einer Ratsperson – der Freibrief für dumme Entscheidungen!

Schieres Entsetzen bestimmte die Tonlage einer Ratsperson, als diese darüber in Kenntnis gesetzt worden ist, dass in NRW ein eigenartiges Rechtsverständnis in Bezug auf das Wesen von Dienstaufsichtsbeschwerden besteht.

Vereinfacht darf man sagen, so lange Murks rechtskonform gestaltet ist, ist er aufsichtsrechlich nicht beanstandbar. Und das selbst beim allergrößten Unfug.

Denn, das Land NRW hat bei seiner letzten, diesbezüglichen Reform beschlossen, dass eine Aufsichtsbehörde, der eine Dienstaufsichtsbeschwerde vorgelegt worden ist, einzig die Rechtmäßigkeit eines Amtshandelns prüfen darf, nicht aber die Sache selbst.

So hat der Gesetzgeber es geschafft, ein rechtlich gültiges Konstrukt zu installieren, das es bei professionell gestaltetem Rechtswesen einer KÖR erlaubt, den größten Zinober und andere Dinge im Grunde unangreifbar zu machen.

Wenn so der Instanzenweg nicht mehr dazu dienen kann und darf, das Sachgeschäft qualifiziert zu prüfen und gegebenenfalls falsche Entscheidungen zu heilen oder, falsches Amtshandeln zu sanktionieren, so darf man sagen:

„Es weht ein Hauch von DDR durch NRW!“

Denn, so eine Art von Politbüro muss auf einen solch Trichter gekommen sein, die Demokratie auf ausgebuffte Weise amtlich sauber auszuhebeln.

Die Bürger zu zwingen, das Gericht  anrufen zu müssen, um eine Sache rechtlich bestreiten zu dürfen und letztlich auch zu können, ist die Verletzung des Gebots einer Art von „rechtlicher Waffengleichheit“.