„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

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Die Nebeneinkünfte der Abgeordneten… Klar, dass Deutschland im Chaos steckt!

Einfach nur lesen und seine persönlichen Schlüsse ziehen:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/interaktiv-so-viel-verdienen-unsere-abgeordneten-nebenher-13148777.html

 

Bundestagsabgeordnete – merkwürdiges Kommunikations-Verständnis

In der Aachener Zeitung, Ausgabe Aachen Stadt, erschien ein Artikel der Redakteurin Madeleine GULLERT, die die „Mandatsträger“ dankenswerterweise auf ihr „Tihange-Schweigen“ hin befragte.

Die Antworten kann man implizit so verstehen: „lasst uns in Ruhe unser Ding machen, wir wollen nicht gestört werden“.

Eine Ausführung lautete sinngemäß, man führe Gespräche.

Nun ja, all diese Nichtkommunikation „unserer“ stummen Mandatsträger drängt die Frage auf, ob es nicht angezeigt wäre, zum Beispiel freiwillig – da ein AbgeordneterIn nur „seinhrem“ Gewissen verpflichtet ist – monatlich ein Bulletin herauszugeben, in dem in Stichworten kommuniziert wird, an welchen Baustellen man besonders arbeitet und welche im Prozess sind.

Wer meint, ein Mandat und der Schutz des Grundgesetzes erlaube ihn, sich auch von der Kommunikation mit dem Volk da unten entbunden zu sehen und zu verstehen, der trägt aktiv dazu bei, dass die Distanz zum Politapparat im Volke weiter wächst, viele sich nicht verstanden und vor allem ernstgenommen fühlen.

Dann wundern sich die etablierten Parteien auch noch darüber, dass es Parteien gibt, die „krachledern“ aktiv werden.

Es ist gerade in Zeiten des Umbruchs von Nöten, dass politische Mandatsträger informieren anstatt zu schweigen.

Phänomenal ist es, wenn die Morgenröte anstehender Wahl am Horizont abzeichnet, dann nämlich erwachen die Mandatsträger aus ihrem kommunikativen Winterschlaf. Der Begriff der „Hibernation“ für den Winterschlaf verleitet geradezu, Wortspielereien mit dem Begriff der „Nation“ zu kreiieren.

Als Bürger sieht man mittlerweile den politischen Apparat – bereits schon bestens praktiziert auf dem Kommunalebene – wie die Heißluftballons eines Heißluftballonfestivals, die dann publikumswirksam ihre Präsenz zeigen, „wenn a Gaudi g´macht weard!“.

Aber, ein Gaudi ist es beileibe nicht, wenn das Volk entkoppelt wird oder, nur Parteitagsbeschlußkommunikation vollzogen wird. Manchmal notgedrungen.

Etwas Tröstliches hat es aber: es gibt doch noch die Meinungsfreiheit. Die sollte man vielleicht grundsätzlich im Sinne und durch die Bürgerschaft forcieren, damit der Schallpegel in Stadtrat, Landes-, Bundes- und Europaparlament steigt und die Menschen vor Entscheidungen eingebunden werden.

Ansonsten manifestiert sich dann wieder das Bild des „Clubobmanns“ – s.a. früherer Beitrag unter Suchwort „Clubobmann“…

Jetzt vor Weihnachten braucht man auch nicht mehr zu kommunizieren…