MUAP: Rentenpolitik – „unsere“ Bundesregierung holt sich die Weisungen aus Paris von der OECD – läßt MERKEL in Paris regieren?

Beim Essen hing die Gabel im Schlund fest, als auf einem der Aachener Lokalsender die Sprache darauf kam, dass sich die Bundesregierung in Berlin mit der OECD ins Benehmen setzen würde, weil der OECD die Rentenstrukturen Deutschlands wohl mißfallen.

Man wolle die Lebensarbeitszeit und damit den Rentenbezug an die Verlängerung der Lebenserwartung steigern, sei der Pariser Gedanke.

Da fragt man sich nicht nur, wer denn der Souverän ist und, ob man in den Dingen, die die Menschen höchstpersönlich betrifft – nämlich die Lebensdauer -, aufgegeben hat, sich als Staat für die Belange der Menschen einzusetzen.

Wohl nicht!

Und: was sagt denn die OECD zu dem Deutschen Beamtensystem, das für die „Inruhestandsversetzung“ nicht nur nach heutigem Stand und nominalen Werten 71% der letzten „Bezugsfähigen Ruhgeldbezüge“ vorsieht, sondern auch die Private Krankenversicherung, welche dann auch noch durch die Beihilfefähigkeit in Ruhestand versetzter Staatsdiener in eine höchst privilegierte persönliche Situation versetzt?

Der einzelnen Person ist es nicht zu verdenken, sich für das Beamtentum zu entscheiden.

Es sollte EU-weit grundsätzlich – also ausschließlich – Berufsgruppen wie den Mitgliedern der Organe der Rechtspflege vorbehalten sein.

Richter, Staatsanwälte, Polizei, Justizbeamte und sonst niemand!

Auch muss der Öffentliche Dienst – den die Menschen alimentieren, die in der Wirtschaft Werte schaffen und erst das Staatswesen mit seinen Finanzen ermöglichen – in Bezug auf die Reglementierungen der Arbeit genau den Menschen gleich gestellt werden, die in ganz normalen Arbeitsverhältnissen stehen.

Ein Angestellter, der krankheitsbedingt, zu oft fehlt, dessen Stelle ad interim zu sichern ist, dessen Tage sind auf jeden Fall irgendwann gezählt und es heißt dann, die soziale Leiter bis zum Tode hinunterzugleiten. Im Öffentlichen Dienst jedoch, ist die Entlassung eine Ausnahme.

Der soziale Frieden wird durch den Staat nur durch eine Gleichbehandlung sämtlicher Werktätiger, unabhängig von ihrem Arbeitgeber beibehalten werden dürfen. Das heißt auch, dass Deutschland zwingend ein Altersversorungssystem haben muss, dass die Gleichbehandlung der Menschen in Bezug auf die Bedingungen sicherstellt.

Was, wenn zum Beispiel Menschen „niederen Berufsranges“ oder „Selbständige, Kleinunternehmer“ durch Erkrankung oder Schicksal aus der Bahn geschossen werden, weil Krankheit zuschlägt, die Konkurrenz aus China für eine Aushölung des Marktes sorgt? Dann kommen viele nicht mehr auf die vorgeschlagenen Jahre für die „volle Rentenansprüche“.

Und, was bei Beamten auch nicht von unerheblichem, finanzmathematisch als sehr schwer gewichtiger Posten zu umschreiben ist, das ist der Umstand, wenn man auf Grund der dienstlichen Belastung wie z.B. Burn-Out am Ende seiner Batterien ist, dann können sich die Bediensteten der Öffentlichen Hand in der Sicherheit wiegen, dass ihr Dienstherr sie sie unabhängig davon, wie lange eine Abwesenheit dauert, stets wieder in Empfang nehmen.

Dies ohne Einbussen bei den Bezügen. Und, wenn das Alter stimmt, der Stress zu hoch ist, geht man in Kur, pilgert von einem zum anderen Facharzt, bis man „K.O.-geschrieben“ wird.

Sorgen um die Ruhestandsbezüge brauchen sich Beamte nicht machen.

Sie wissen oft überhaupt nicht, wie es Otto und Ottilie Normalbürger geht. Das befeuert die Unzufriedenheit mit dem Staatswesen.

Oder, die abgehobenen politischen Sozialgutmenschen, die über ihre Mandate über die normalen Menschen entscheiden, wie die Altersvorsorge aussieht. Sie brauchen sich nach zwei Legislaturen keinen Deut mehr drum zu scheren, was im Alter an Ruhestandsbezügen überwiesen wird.

Durch die Entkopplung von der Lebensrealität eines Großteils der Bevölkerung verliert man immer mehr Menschen, die den Politikern noch über den Weg trauen. Das Parlament und viele Verwaltungen als „prima SB-Markt“, wie jüngst ein 53-jähriger sagte, der gesundheitlich durch die Putzer-Tätigkeit lädiert war und nur noch rumknapsen kann.

Und wenn man dann noch bedenkt, dass man sich bei der Bundesregierung das Placet bei der OECD holt, dann darf man sich fragen:

„Habt ihr sie noch alle…?“

Solch ein de-solidarisiertes Verhalten des Staatswesens spaltet die Gesellschaft, sorgt für Neid, Misgunst, Unzufriedenheit, aber auch einer ganz ordentlichen Portion von politischer Arroganz, die Teile der Bevölkerung in politische Richtungen abgleiten lässt, die ein vernünftiger Mensch nicht als wählbar sieht.

Wer eine Pension beziehen wird, der kann nicht über Renten entscheiden!

So einfach ist das. Und wenn man dann noch nach Paris telefonieren muss, um sich die Weisungen im Schatten der Null-Zins-Politik abzuholen, dem darf man ins Stammbuch schreiben, die Belange der Menschen in keiner Weise ernst zu nehmen!

 

 

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„Behördenkommunikation“ – angreifbare, im sozialbereich tätige Behörden

Die Neue Zürcher Zeitung vom 24.03.2016 titelt unter „Meinung & Debatte“:

„Kommunizieren, bevor es brennt“

Die Fälle „Flaach“ und „Carlos“ führen vor Augen, wie angreifbar im Sozialbereich tätige Behörden sind und wie schnell sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Sind sie tatsächlich so machtlos?“ Von Dorothee Vögeli

Die Quintessenz dieses Artikels – die für die gesamte Öffentliche Hand zu gelten hat! – lautet (Zitat):

„Je weniger die Behörden informieren,

umso mehr geben sie Gerüchten

und Verunglimpfungen Raum.“

Also: packt es an, um nicht zuscheitern und stellt Transparenz in der Politik und Verwaltung absolut sicher!

 

 

Fast 3.000 € Ruhestandsbezügde Niedersächs. Beamter | fürstlich i.Ggs. zur gesetzlichen „Rente“

Presseinformation, auf die Bezug genommen wird, folgt dem schwarzen Text!

Die Zinsen sind bald ein Jahrzehnt auf Sinkflug. Für die private Altersvorsorge heißt das, im Grunde nichts mehr bekommen zu können, das eine Verzinsung bringen kann. Lebensversicherer ächtzen, quieken und krächzen massivst unter der Last der Mindestverzinsung.

Für Otto und Ottilie Normalverbraucher im Mittelstand gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten Geld von seinem Lohn abzuzwacken und dann auch noch mit Perspektive Alter sinnvoll anzulegen. Wenn zehn Zinsjahre verloren gehen, so errechnet sich das so:

Kapital (Ende Laufzeit) = Kapital (Anfang Laufzeit) * 1,0p(1) * 1,0p(2)* ….. 1,0p(End)

Wobei „p“ einfach der nominale Jahreszinssatz ist. Bsp.: 3% Verzinsung ist der Faktor 1,03. Hat man eine Laufzeit von 10 Jahren, so wird bei einmaliger Kapitalzahlung zu Anfang dieses Kapital entspr. verzinst. Bei einer Null-Zinspolitik heißt das zwischen 100% und 134% Kapital eine Lücke zu sehen.

Das bedeutet, dass die private Rentenvorsorge in seiner ursprünglichen Art konzipiert, der Anforderung nicht gerecht wird. Durch den Euro und die Teuerungssprünge bei vielen nicht-Luxus-Produkten heißt das, man kann oft gar nicht mal die Teuerung kompensieren.

Da der Staat sicher NICHT den Markt schlagen kann, bedeutet das, dass durch die „bezugsfähigen Ruhestandszusagen“ des Dienstherrn die Zinsverluste auch noch durch den Steuerzahler kompensiert werden müssen. Selbst wenn eine Splittung stattfindet, einen Teil der Kosten für den Ruhestand aus den laufenden Bezügen zahlen zu müssen: das Geld kommt vom Steuerzahler. Egal, wie herum man es berechnst.

Entlohnt werden soll jeder fair. Aber, dazu gehört es auch, dass die Öffentliche Hand mit Blick auf die Rentner mit Augenmaß an die Gestaltung der Bezüge nach der „Inruhestandversetzung“ gehen muß.

Hier nun die Pressemitteilung zu den Kosten der Beamtenbezüge Niedersachsens im Weser-Kurier:

Weser-Kurier: Kommentar von Michael Lambek über die Pensionen der
Beamten

  Bremen (ots) – Mit 2970 Euro alimentiert Niedersachsen den
Ruhestand jedes seiner ehemals beamteten Staatsdiener – im
Durchschnitt! Dafür gehen fast 13 Prozent des Landeshaushalts drauf.
Ein Rentner muss mit durchschnittlich 1070 Euro pro Monat hinkommen.
In Bremen dürften die Relationen ähnlich sein. Auf die Frage, ob
dieser Unterschied angemessen oder leistungsgerecht ist, wird es so
viele Antworten wie Diskussionsbeteiligte geben. Es ist trotz
zahlreicher Versuche nicht einmal gelungen, verlässlich auszurechnen,
ob der Staat über die gesamte Lebenszeit seiner Bediensteten mit
Angestellten oder Beamten besser fährt. Eine Frage aber muss
beantwortet werden: Wie sollen die Pensionen, die durch nichts als
Steuereinnahmen gegenfinanziert sind, angesichts der demografischen
Entwicklung künftig bewältigt werden? Die Politik hat die
Schuldenbremse erfunden, um sich perspektivisch ihre
Gestaltungsspielräume durch Zins- und Tilgungsverpflichtungen nicht
völlig zu verstellen. Wenn der Staat nicht beginnt, ernsthaft über
Sozialbeiträge für Beamte nachzudenken, werden nicht die Zinsen,
sondern Pensionslasten die künftigen Haushalte blockieren.

OTS:              Weser-Kurier
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