Bürger(be)fragung als Information – Herrman TÜCKS nimmt Stellung

Hermann Tücks – Tel.: (02 41) 9 55 18 10, hermann.tuecks@ingema.de merkt folgendes zur Veranstaltung / Berichterstattung in den Aachener Nachrichten, Ausgabe, Donnerstag, 18. Juni 2015 – Nummer 138 – Seite 17 A1, Lokales, „Mehr Bürger(be)fragung als Information“ von Wolfgang Schumacher folgendes an:

Übersendet am 18. Juni 2015 an den Zeitungsverlag Aachen als Leserbriefstellungnahme

„Mehr Bürger(be)fragung als Information“
Thema Altstadtquartier Büchel: Nach 50 Minuten war schon Schluss … von Wolfgang Schumacher

Traut man sich an einem diesigen, regnerischen Tag auf die oberste Parkebene des Parkhauses Büchel und richtet seinen Blick auf „Aachens Sündige Meile“ kommt einem zwangläufig in den Sinn: So muss es in Sodom und Gomorra ausgesehen haben nachdem der Herr sein Strafgericht abgehalten hat. Jetzt wird es vollendet indem ein Erzengel mit flammendem Schwert für Ordnung sorgt und die gewachsene, kleingliedrige, vornehm ausgedrückt absolut heruntergekommene Struktur durch ein zentrales Eros-Center oder auch Laufhaus auf seinem eigenen Grundstück ersetzt. Von Seiten der Stadtverwaltung, mit der offensichtlich schon wiedermal alles in „trockenen Tüchern ist“, wird dies dem staunenden Bürger umfangreich, mit viel vorgeschobenem Sachverstand für die Lage der Betroffenen beschrieben und beworben. Man fragt sich, wofür noch der ganze Aufstand mit dem städtebaulichen Wettbewerb? Markthalle, Parkhaus, Eros-Center, Hotel. Wofür hält man mit großem Getöse eine Informationsveranstaltung ab zu der man schon über Fakten berichtet aber weiter keine Informationen beisteuern kann und offensichtlich auch nicht beisteuern wollte? Will man hier nur die entsprechenden Regularien erfüllen indem man es in noch nicht einmal einer Stunde einfach abhakt? Geht man so mit dem mündigen, interessierten Bürger um der sich für sein Stadtviertel interessiert, gut durchdachte Vorschläge zur Gestaltung unterbreitet, auf Fehler der Vergangenheit hinweist oder berechtigte Fragen stellt? Schließlich wohnt er ja seit vielen Jahren hier und möchte es auch bleiben. Für ein zentrales Eros-Center braucht man nicht die Nähe der Antoniusstraße. Dafür kann an vielen Stellen der Stadt ein weitaus besserer Standort gefunden werden.
Ein Hoffnungsschimmer bleibt allerdings: Der Düsseldorfer Architekt Faltin spricht von schon nach der Umplanung wertvollem Immobilienbestand in der Antoniusstraße. Hier kann nur eine ganz andere Stadt gemeint sein und man war einfach nur auf der falschen Veranstaltung!
Aachen, 18. Juni 2015
Hermann Tücks

 

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