Schlechte Nachricht für die Lungen in Aachen

Die vollständige Sicherhstellung des gesamten Linienbetriebs auf EURO-VI dürfte dennoch Zukunftsmusik bleiben…

Die ASEAG.de ist durch das http://www.lanuv.nrw.de im Dokument der Grundlage für die Durchsetzung der Umweltzone mit 27% an den Emissionen beteiligt, der größte Luftverpester Aachens.

Nun, nachdem man die folgende Überschrift liest, wird einem klar, dass die Lungen in Aachen auch in den nächsten Jahren nichts zu lachen haben. Menschen denen ihre Lungengesundheit wichtig ist, sollten es sich deshalb wirklich ernsthaft überlegen, ob sich auch in Aachen selbst arbeiten wollen.

Denn bei der Frage der Luftqualität wird immer vergessen, dass man auch als Eifler Aachener Luft einzuatmen hat, wenn man sich im Stadtkessel befindet. Man kann so sagen, dass also auch die arbeitende Bevölkerung aus den

„Aachener Besserluftgebieten“

gleichermaßen den für die Gesundheit miserablen Luftzusammensetzungen einzuatmen hat. Das wird von der Stadt ausgeblendet.

Zudem: rechnet man nach, wie viele Menschen pro Tag wie viele Kilometer im Stadtgebiet, das die Umweltzone umfaßt mit den Bussen, aber auch der Eurregiobahn fahren – die immerhin ein stolzes Prozent der Emissionen beiträgt – und das dann mit den 22% Emissionen und der Transportleistung durch den Autoverkehr vergleicht, sollte man in Aachen ins Grübeln kommen.

Auch die Menschen, die aus den „Besserluftgebieten“ neun oder zehn Stunden den Aachener Mief am Arbeitsplatz zu inhalieren haben, werden erkennen und zwangsläufig erleiden, dass ihnen das Aachener Klima nicht gut tut, es sie phyisch schädigt und somit sich die Katze in den Schwanz beißt: eine reichlich technisch subobtimalen „Abgasturbo“ vor der Nase zu haben, ohne dass er so erkannt und benannt worden ist.

Und so kann man sich in Anbetracht der Berichterstattung – auch als „Besserluftgebietler“ – nur noch mit den Händen vor´s eigene Gesicht klatschen. Denn, alle Gedanken, durch das Leben am Stadtrand oder außerhalb des Talkessels sei für die Gesundheit förderlich und man lebe gesünder, löst sich dadruch in Russ auf, weil man halt solidarisch mit den „Aachener Talkesslern“ dieselbe Luft demokratisch zu inhalieren hat.

Das Einzige, was zu einer Verbesserung in Sachen Dicker Luft führt ist, daß das Aachener Bussystem auch finanziell-strukutrell so umzugestalten ist, dass es nicht mehr möglich ist, NICHT-EURO-6-BUSSE, im Linienverkehr mehr betreiben zu dürfen.

Nötigenfalls mit einer Klage, den Betrieb von NICHT-EURO-6-BUSSEN für den Linienverkehr qua Gericht zwangsweise unterbinden zu lassen, da er in nicht unerhblichem Maße Ursache der hohen Luftverschmutzungswerte ist. Ein Blick in die amtliche Dokumentation des LANUV spricht eine klare Sprache, die manche nicht hören wollen.

Hier nun der Titel in der Aachener Zeitung vom 27.10.2016 in Bezug auf die desaströse Situation der Kämmerei, die dazu führt, dass Aachener Lungen weiterhin gequält entflammen – Inflammation – und so etwas werden auch Babys, Kleinkinder, Schulkinder und Jugendlichen ausgesetzt. Kann eine angeblich grüne, ökologische Stadt so etwas verantworten? Bilden Sie sich bitte Ihre Meinung, schauen Sie sich die Ergebnisse des LANUV.NRW.de an, die Grundlage des Verfahrens zur Durchsetzung der Umweltzone in Aachen gewesen ist und die durch die Initiative Kaiserplatz e.V. und den 89 Eingaben erst die notwendige Schlagkraft erhielt, die dazu beitrug, dass sich die Stadt nicht der Einführung erwehren konnte:

Etatentwurf 2017: Stadt muss Millionen in die Aseag pumpen

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2016, 22:32 Uhr

 

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