Kann oder will die Stadt Aachen nicht für Ordnung sorgen?

Mal auf der Straße, mal vor dem Haus, mal im Auto. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis derartiges Gerumpele Schaden verursacht.

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Die Stadt Aachen muß sich die Frage gefallen laßen, ob sie es nicht kann oder nicht will, offensiv gegen die Verslummung in der Stadt Aachen vorzugehen.

Wenn ein Idiot das Zeug in Brand setzt, dann fackelt die gesamte Fassade ab und das gefährdet Menschen und Güter. Die Stadt Aachen ist auf den Zusammenhang bereits hingewiesen worden.

Wie sieht es seitens der Behörden eigentlich damit aus, zu versuchen, die Verursacher zu ermitteln, ihnen eine Ordnungsstrafe aufzubrummen und die gesamten Kosten von ihnen bezahlt zu bekommen?

Die Müllwerker der Stadt Aachen sind zu bedauern, weil sie durch solchen Dreck in noch mehr Dreck ersticken.

Die Situation ist stellvertretend für den heute in der Aachener Zeitung, Ausgabe Aachen erschienenen Leserbrief von Dieter Knops zur Verwahrlosung:

„Warum keine verbindlichen Regeln? Dieter Knops schreibt zum Artikel ´Säufer und Drogensüchtige belagern Kinder-Spielpunkt“

Nun, wie bei allem, so liegt auch diese Sache im Kopf derer, die Handeln können. Ob sie es nicht können oder wollen, ist hier nicht Gegenstand der Frage. Eines ist aber unausweichlich: das Vertrauen in die Stadt erodiert weiter, die Spannungen steigen, weil sich viele Bürger, die Steuern zahlen, an den Rand gestellt werden.

Angst und Bange werden kann und muß einem vor der Perspektive, daß das Ignorieren und Nichtstun oder, das schleppende politisch-administrative Handeln Extremismus fördert.

Wie in „failed states“, nur auf anderer Eskalationsebene, verlassen die Bürger schleichend das Spielfeld, in dem sie von der Politik nur als Wahl-Clowns zur Stimme gesehen und behandelt werden, um für die pro forma-Legitimation etwas zu haben. Die Wahlbeteiligung nimmt ab, die Frustration über den Einheitsbrei des Nichtstuns steigt an, Extreme bekommen Auftrieb, weil sich diejenigen, die die Macht qua Amt haben, Dinge zu veranlaßen, vor ihrer von den Bürgern bei der Wahl übertragenen Verantwortung drücken.

„Politische Schißerei“, nicht durchzugreifen, stellt ein Risiko für die gesellschaftliche Ordnung dar. Wenn Parteien Personen auf das Schild heben, die der an sie gestellten Aufgabe nicht im Entferntesten gewachsen ist, dann muss man nicht nur die Personen, sondern auch die Parteien in Frage stellen. Dies, weil sie darüber bestimmen, wer auf den Schild gehoben wird.

Wenn aber politisch zementierte Bollwerke ihre Burgtore schließen, die Zugbrücke vor dem Volk hochziehen, dann brauchen sie sich absolut nicht zu wundern, wenn sie auf Ablehnung stoßen. Politische Ablehnung in der bürgerlichen Mitte, die von SPD über FDP bis zur CDU reicht, ist die Rote Karte für die Parteikader. Sind auch diese taub, so sollten die Mitglieder der Parteien in sich gehen und sich fragen, ob sie vom Verstand und  Bauch her gesehen, bereit und willens wären, just diese Positionen auf einem Podium auf dem Aachener Markt öffentlich zu vertreten, sie auszusprechen.

Tun sie das nicht – bis auf Delegiertenebene – dann sollten sich die Funktionäre überleben, ihr „politisches Personal“, das nicht so funktioniert, wie es sein sollte, nicht mehr wählen und gegebenenfalls abzuberufen, damit der Schaden eingegerenzt wird.

Und das ist vor allem das zerstörte Vertrauen in die politische Treuhänderschaft…

 

 

 

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