Diskriminierendes Rentenrecht in Deutschland durch unterschiedliche regionale Lebenserwartung

Die Bundesregierung dreht fleißig an der Rentenschraube und will das Alter für den Eintritt in die Rente hochsetzen.

Nimmt man nun an, dass es auf 67 Jahre festgesetzt wird, springt einem eine reale Ungerechtigkeit wie ein nackter Hintern ins Gesicht.

Denn, die Menschen, die durch den Ort, ihren Lebensmittelpunkt statistisch deutlich kürzer leben als andere Menschen, die einfach das Glück haben, zum Beispiel an einem Bayerischen See leben und alt werden zu dürfen, werden von denen rentenmathematisch gut alimentiert, die eben früher das Zeitliche segnen.

Der Blick in die Sterbetafeln zeigt, dass durch die massiven Unterschiede in der Lebenserwartung in den verschiedenen Regionen Deutschlands somit finanz-mathematisch de facto eine staatlich bewußt in Kauf genommene Sterbe- und Rentendsikriminierung in geltendes Recht gegossen wird.

Auf den Punkt gebracht, stirbt statistisch der „mittlere Nordrhein-Westfale“ mit 76 Jahren und stirbt der „mittlere Bayer“ in seiner Gemeinde mit statistisch 83 Jahren, dann ist klar, dass die ortsbedingte frühere Verabschiedung in das ewige Nichts eine von Staatswegen massive finanzielle und menschliche Diskriminierung bedeutet.

Diejenigen, die bis 67 Jahren arbeiten, haben bei einem angenommenen Sterbealter von 76 Jahren nur 9 Jahre, in denen sie statistisch und finanziell von ihrer Rente „etwas haben“.

Nimmt man nun den Bayern in seinen schönen und sauberen Städten, der mit 83 Jahren erst das Zeitliche segnet, so hab dieser dann einen „Rentenbezugsübernutzen“ im Vergleich mit dem Nordrhein-Westfalen von immerhin von – i.W. !!! – sieben = 7 Jahren.

Er kann also anstatt 9 Jahre 16 Jahre seine Rente genießen.

Da aber alles in einen Renten-Topf geworfen wird, ist die bittere Wahrheit für den Nordrhein-Westfalen, dass er – bedingt durch die Mathematik nachgewiesen – seinen „Clone von Bayern“ selbst sogar alimentiert, weil er auf Grund der so genannten „statsistischen Disparität“ in die Kasse zahlt, von der auch der langlebige Bayerische Freistaatsbürger profitiert.

Und, schaut man dann im Vergleich das sozial- wie auch wirtschaftspolitisch reichlich desolate Nordrhein-Westfalen an, vergleicht es mit den viel besseren Möglichkeiten, die in Bayern durch das positive Klima in vielerlei Hinsicht gegeben ist, wird eines deutlich, dass in NRW die Gelackmeierten leben.

Der frühe Tod als Subvention des längeren Lebens in Felix Bavaria.

Und aus diesem Grunde muss zwingend bei der Rentenberechnung, des Renten- und des Sterbealters unbedingt ein regionaler Ausgleichsfaktor in Bezug auf die Berechtigung des Eintretens in den Rentnerstatus erfolgen.

Denn: wenn man nur einmal lebt, darf man nicht der arme Gelackmeierte sein, der z.B. durch familiäre Gegebenheiten an NRW gekettet ist. Z.B. um Eltern zu pflegen.

Das Nord-Süd-Gefälle hat so etwas wie eine Art von „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ zu sein.

Interessant ist, dass diese heterogene Lebensqualität = Lebenserwartung von keiner einzige Wirtschafts- oder gar Sozialpolitik-Redaktion aufgegriffen worden ist. Dabei könnte genau aus diesen Redaktionsstuben der Impuls ausgehen, eine Diskussion in den politischen Raum hineinzureichen – vor den nächsten Bundestagswahlen 2017!!! damit das ätzt und Handlung erzwingt – die die Frage nach dem Sinn des Lebens in bestimmten Regionen zur Debatte stellt.

Da man in NRW davon ausgehen muss, dass weder die SPD, die CDU noch die Grünen auch nur ansatzweise fähig und willens sind, ihren eingeschlagenen Weg zumindest zu überdenken – vom daraus abzuleitenden Handeln ganz zu schweigen – muss man konstatieren:

„Leute, prüft die Sterbetafeln für Eure Region und überlegt dann mit Euren Lieben in Ruhe, ob es das überhaupt wert sein kann, in einer Gemeinde oder einer Region zu leben, wo man viel, viel weniger von seinen Rentenbeträgen hat, als an eine anderen Orte.“

Oh, einig deutsches Vaterland. Haha!

„Der Dank des Vaterlandes schleicht Dir ewig nach, doch nie wird er Dich erreichen!“

Leute: greift das Thema auf, treibt es in die Breite, tretet den beamteten Politikern!

Dann wird der Wahlkampf für den nächsten Bundestag mal nicht so gleichgeschaltet und „merkelisiert“, wie das seit Langem läuft!

A B E R !

Damit leider nicht genug: bedenkt man, wie die mittelfristige Erosion der Verzinsung auf den Finanzmärkten die private Altersvorsorge in ein Obligo treibt, da man nämlich nicht wissen kann, wie eigentlich garantierte Effektiverzinsung für Verträge aussieht, die in diesen Jahren unterschrieben werden, sieht es diesbezüglich um einen weiteren mathematischen Koeffizienten – sorry – noch beschissener für Ottilie und Otto-Normalverbraucher aus.

Zieht man dann die Besoldung von Beamten in den Verwaltungen in den Vergleich – auc in Bezug auf die Belastungen in der Arbeitswelt und in dem Bezug des jeweiligen, konkreten Arbeitsplatzes – dann ist die

„GERECHTIGKEITSFRAGE“

nicht etwa irgendeine „linke Klassenkampfpropaganda“ oder Ideologie, sondern die bittere Realität unserer vor allem Jugend und den jungen Erwachsenen.

Die Konseuqenz muß demzufolge sein, dass die Devise und die Forderung für unsere Gesellschaft, die immer stärker zusammenzuhalten ist, um nicht auseinanderzufliegen, auch für alle Bedienstete des Öffentlichen Dienstes, die nicht z.B. den Organen der Rechtspflege zuzuordnen sind (direkt und mittelbar), dass ausschließlich ein Rentenrecht zu gelten hat.

Es kann ja wohl nicht sein, dass der sowieso schon gelackmeierte Nordrhein-Westfale den Bayern für die „Plus-Jahre“ im Alter gemäß amtlichen Sterbetafeln alimentiert, nein, auch muss eine Gerechtigkeit in Bezug auf alle anderen Rentenbezüge – egal, wie man sie nennt – unverzüglich in die Bundespolitik gebracht werden.

Die Chancen, dass es hier zu einem  Thema im Bundestagswahlkampf 2017 werden wird, sie stehen nicht schlecht. Denn: denn der Anteil der „Rentengelackmeierten“ an der wahlberechtigten Bevölkerung wird immer größer. Es gilt – auch mit Blick auf die Objektivität der Berichterstattung in den Medien – im Sinne des Gleichheitsgrundsatzes des Systems – nicht in dem Sinne einer sozialistischen Einheitsrente – dieses Thema hochfahren zu müssen, weil unsere Gesellschaft immer stärker von Spannungen geprägt ist.

Auf jeden Fall muss zu den ersten Forderungen gehören, das „Wahlbeamtentum“ endlich abzuschaffen. Es ist schwer nachzuvollziehen – nein, gar nicht! – warum ein Anfang 40 Jähriger Bürgermeister in NRW mit rund € 8.000,– monatlichen Bezügen nach sechs Jahren sagen kann: „mir egal, ob ich ein drittes Mal gewählt werde, meine Pension ist bereits jetzt schon in trocknen Tüchern!“ Das befeuert die politisch-gesellschaftliche Frustration.

Bei solchen fürstlichen Appanagen für Gefügigkeit und Konformität eines ossifizierten Administrativ-System, ist es dann auch absolut unerheblich, ob der Ärmste denn „nur“ zu 50% sofort bezugsfähige Altersbezüge genießt, oder, ob sie 60 % betragen.

Ein normaler Bürger, der nicht den politischen Kotau vollzogen hat, um die demokratische Krone aufgesetzt bekommen zu haben, wird versicherungstechnisch auf demselben prozentualen Algorithmus selbst nicht nach 100 Jahre Buckeln die Höhenluft der Wahlbeamtenschaft atmen können.

Bedenkt man dann das Lebensalter und die private Kankenversicherung in Verbindung mit der so genannten „Beihilfeberechtigung“ und „Beihilfebehfähigung“, dann muss man sich mal allen Ernstes fragen, warum darüber nicht geschrieben und berichtet wird.

Dann aber auch so, dass das Thema nicht runtergeschraubt wird, sondern ein zentrales Thema der nächsten Bundestagswahl ist. Mit Neid hat das nichts zu tun. Vielmehr ist das die praktische Umsetzung der Weisheit:

„An der Quelle saß der Knabe“.

Na, dann fragen Sie doch mal die amtierenden „Knaben“, was sie von sozialer Gerechtigkeit einzig in dem Bezug der Gleichbehandlung halten.

Bitte nicht in dem vermeintlich gerechten sozialistischen Ansatz, alles zu vergemeinschaften – zumindest nur nach außen hin posaunt – denn der führt nur dazu, dass das Staatswesen noch weiter in das Leben eingreift, die Menschen noch mehr erstickt, denkt man an die kontinuierlichen Knall-Kaskaden mach notwendigerweise zu hinterfragender Gesetze.

Die Medien – auch das Staatsfernsehen ARD und ZDF – sind in der Pflicht, sich des Themas im Sinne einer tatsächlich und nicht geheuchelten sozialen Gleichheit in Freiheit mit dem notwendigen Nachdruck beschäftigen zu müssen.

Sonst nämlich, wird die Säuerlichkeit die Menschen weiter vom Staat entfernen, als das bis jetzt schon der Fall ist.

Deutschland muss zum Mitmach-Staat!

werden! Bei dem die Bürger eingebunden und nicht zum schieren „Abhaken“ vorgesehen werden.

Und auch nicht zum Bürger von

„schleichend Administratistan!“

werden zu müssen.

Leute: „Tschö wa! Und redet mit den Menschen die Ihr kennt genau über das Thema. Denn jetzt ist noch genügend Zeit, aus einem unter der gesellschaftlichen Decke schwelenden Moorbrand ein leuchtendes Fanal der politischen Besinnung werden zu lassen, das einen wesentlichen Punkt in dem kommenden Bundestagswahlkampf bedeuten wird.

Jetzt können SIE PERSÖNLICH Sorge dafür tragen, dass das Thema nämlich auch auf die obersten Ränge der Themenliste vor den Parteitagen landen wird.

Abducken gilt nicht: weder für die Bürger, noch für die Politik!

 

 

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Ein Gedanke zu „Diskriminierendes Rentenrecht in Deutschland durch unterschiedliche regionale Lebenserwartung

  1. Dieses Thema haben wir in der inzwischen untergegangenen Rentnerinnen und Rentnerpartei seit ihrer Gründung in 2007 behandelt. Leider mit wenig Resonanz der über 20 Millionen Rentner. Beim Bundeswahlleiter wurden seit 1997 über 400 Parteien gemeldet, die bei Wahlen bis auf die Grünen alle an der 5 % Grenze gescheitert sind. Unser politisches System verwaltet den immer schlechter werdenden Istzustand in den sozialpolitischen Tehmen, wie Altersversorgung, Gesundheitssystem und Bildung. Dennoch wollen wir übriggebliebenen wenigen ehemaligen RRP-Mitglieder diese Entwicklung nicht wahrhaben und thematisieren die Ungerechtigkeiten auf den folgenden Homepages:
    http://www.elsa-eu.de/
    http://www.berliner-spitzen.de/

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