Kindesarmut: Peinlicher Leistungsausweis für Stadt Aachen und Städteregion Aachen

inreIn der Städteregion Aachen gelten 36.000 Kinder unter 18 Jahren gelten als arm

Die sozial- und wirtschaftspolitische peinliche Zahl prangt heute – Sonntag, 18.09.2016 auf der Titelseite des Super Sonntag.

Die Stadt Aachen und die Städteregion sollten ob dieser erschreckenden Zahl für einen Raum von einer halben Million Menschen in Sack und Asche gehen, deutlich mehr Bescheidenheit und weniger politische Überheblichkeit zeigen und leben.

Schlechte Sozialpolitik ist IMMER der Indikator für schlechte Wirtschaftspolitik.

Denn: wenn eine Region wirtschaftlich floriert, durchdringt der Bedarf  an Arbeit die Gesellschaft.

Offensichtlich ist das wieder einmal nicht gelungen, einen Schwenk zu erreichen.

Auf der Titelseite stehen u.a. folgende Globalzahlen:

1.) „Aachen, Städteregion“: 17.113 junge Menschen

2.) „Düren“: 7.471 junge Menschen

3.) „Heinsberg“: 6.016 junge Menschen

Die Quelle: Bertelsmann-Stiftung. Wer tieferen Einblick bekommen will, um faktisch differenziert zu analysieren, sich ein Bild zu machen, um dann seinerseits als Person oder Mensch in einem Verein oder anderen Gemeinschaft den Druck zur Reform im

„Großkreis Aachen“

aufzubauen, kann die Publikation unter folgender Webadresse bestellen:

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/kinder-armut-familie/

Der guten Ordnung halber: die Initiative Kaiserplatz e.V. macht in KEINER Form von Vorteilen geprägt Werbung! Sondern, sie will einzig auf die chronische Struktur- und Wirtschaftspolitik unseres sich oft zu sehr selbst lobenden Bereichs informieren. Die Studie könnte helfen, die richtigen Fragen an Rat und Verwaltung zu adressieren…

Das Motto der Initiative Kaiserplatz e.V. lautet für diese Malaise:

„Gute Arbeit, guter sozialer Status!“

Die Schlußfolgerung ziehen Sie bitte für sich persönlich! Unsere bitte: werfen Sie sich besonders in die Riemen in der Sache, diskutieren Sie, hinterfragen Sie und, nutzen Sie auf jeden Fall die Möglichkeit der Bürgerfragestunde, um herauszufinden, ob die Menschen im Stadtrat nach Ihrer Meinung in der Lage sind, das Ruder herumzureißen. Oder eben nicht. Jeder möge für sich und in seiner Familie darüber sprechen, welche konkreten Folgen die Situation auf sein politisches Wahlverhalten hat.

Wie in der Wirtschaft, „Wer´s nicht bringt, der fliegt!“, so sollte es auch in der Politik und den entsprechenden Leitungsgremien der 0. und 1. organisatorischen Ebene gehen.

Denn: je niedriger – nicht die Menschen bewertend, sondern die Organisationsstruktur und die daraus ableitbare Entscheidungsbefugnis – eine Person angesiedelt ist, umso weniger vermag sie im System Dinge zu verändern.

Bei den nächsten Kommunalwahlen müssen nach Auffassung der Initiative Kaiserplatz die Themen:

  • Wirtschaft und Arbeit
  • Umwelt
  • Soziales

die Kernherausforderungen sein, denen sich die Parteileitungen zu stellen haben. Generell sollte vielleicht auch in den verschiedenen Ecken Aachens, wo es politsich im Volk rumort, überlegt werden, Menschen mit Werten, Position und der Bereitschaft, ihre Position durchzusetzen, als parteilose in den Stadtrat wählen und entsenden.

Denn egal welcher Couleur: „Die Partei hilft niemandem; nur seinen Mitgliedern“. Getreu der alten Weisheit „An der Quelle saß der Knabe“, erweitert durch „, … das Mädel“:

Die Stagnation in Aachen und der Städteregion Aachen ist der unumstößliche Beweis dafür, dass es die als Treuhänder der Bürger Entsandten und Tätigen nicht geschafft haben, Prosperität in die Region zu bringen.

Nur mit HiTech, Wissenschaft und Medizin, ist es nicht getan. Denn: nur ein verhältnismäßig geringer Anteil der Menschen ist in diesen beruflichen Bereichen tätig.

Es mangelt an den so genannten „gewerblichen Arbeitsplätzen“ mit einer Mittel- und Langfristperspektive.

Und das bedeutet, attraktiv für Ansiedlungen zu sein. Nur, wenn man sehr, sehr nah mit seinen so genannten „Hebesätzen“ der Gewerbsteuer ganz nah an dem – sehr erfolgreichen – München kratzt, aber keine richtigen Erfolge zu fassen vermag, dann sollten sich die „Aachener Wirtschaftsweisen“ mal überlegen, ob sie nicht doch selbst Verursacher der Malaise sind. Denn: wer sparen kann, der zieht weiter. Zum Beispiel in das pfiffige Baesweiler.

Wirtschaftspolitisch und standortpolitisch ist Aachen in Bezug auf das untere Lohnsegment gegen die Wand gefahren.

Dass „Arbeiter“ und „Hilfsarbeiter“ sehr wohl im Stande sein können, vom Staat unabhängig ihr Leben zu bestreiten, das sieht und merkt man im prosperierenden Süddeutschland und in Hamburg.

Gesellschaftlich hilft „High Tech“ nun einmal nicht allen Teilen der Bevölkerung, die alle (!) denselben Respekt und Massnahmen verdienen, wie die hervorragenden und nicht zu missenden Forschungsinstitute und die mit ihnen verbundenen Unternehmen aus allen Ecken der Welt Aachen erst auf die Weltkarte gesetzt haben.

Es wäre geradezu zum Jubeln, würde man es schaffen, in Aachen bis 2021 wenigstens zum deutschen Mittelmaß in Bezug auf Arbeit und damit Armut gehören zu dürfen. Bis dahin aber, ist es noch ein steiniger und bisweilen verwirrend anmutender Weg…

Tschö, wa!

 

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