Baustellen behindern Senioren und Behinderte

Schlecht geplante Baustellen in Bürgersteigen führen zu persönlichen Einschränkungen von Passanten, die tatsächlich das Leid verstärken können. Gute Bauplanung dient den Menschen! Und so soll es sein!

Aachen, Friedrichstraße: Baustellen behindern Senioren und Behinderte wegen zu schmaler Passagen.

Für ältere Menschen, Behinderte und Kranke Menschen, kann jeder Schritt schmerzen, wenn es einem gut geht. Das Leiden hängt wie Blei am Bein und zieht und zerrt  jedes Mal am Bein.

Da hätte möglicherweise besser gemacht werden können: man blicke bei dem Foto aus der Draufsichtperspektive auf den Abstand des Seitengitters zum von den Platten befreiten Teil.

Hier ist ein Beispiel dafür, das man als „prioritäre Tagesbaustelle mit Leithilfen“ bezeichnen darf: wenn gebaut werden muss, dann sind alle Arbeitskräfte so einzusetzen, dass die Dauer des Arbeitsauftrages so kurz wie möglich ist. UND / ABER: man muss auch bei der Ausschilderung für die Fußgänger daran denken, dass es gute und gefährliche Punkte zum Überqueren gibt.  DESWEGEN – als Element der Prävention und Reduktion von Mühsal – muss eine Ausschilderung angemessen örtlich angelegt werden. Nicht, wie gerade der Pritschenwagen sein Material an der Sammelstelle abgelegt hat. HIER GILT: ÜBERLEGEN UND KORRIGIEREN!

 

 

 

Hier hätte man nach Links Luft gehabt, damit das Gitter nicht die Leute wegschubst

Warum ist das so gestaltet? Bitte schauen Sie doch mal das Bild genau an!

Sind nun Baustellen so ausgelegt und abgegrenzt worden, dass Senioren mit Krücken, Behinderte mit Rollstuhl, Menschen mit Rollator – aber auch Eltern mit dem Kinderwagen!!! – gezwungen, an einer Baustelle zu wenig Passagebreite für ein sicheres Voranschreiten vorzufinden, dann stellt sich diese Frage:

„Hat man alle möglichen bausicherungstechnischen Vorkehrungen getroffen, die Menschen nicht diskrimitorisch zu behandeln, in dem man zuvor z.B. gemessen hat, wie weit die Einschränkung tatsächlich zu beschränken ist?

Wer selbst das Leid erlebte, leidet mit!

Der Spruch, "das sieht doch jeder mit Krückstock" sollte hier an den beiden Bildern festzuhalten doch mal auf seinen Wahrheitsgehalt und die Sicherheit der "auu Lüütt" geprüft werden! Nachsitzen? Wäre und sollte möglich sein.

Der Spruch, „das sieht doch jeder mit Krückstock“ sollte hier an den beiden Bildern festzuhalten doch mal auf seinen Wahrheitsgehalt und die Sicherheit der „auu Lüütt“ geprüft werden!
Nachsitzen? Wäre und sollte möglich sein.

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Auch gertenschlanke Senioren, die einen Sportunfall erlitten haben, könnten eine Krücke zur „Wutstange“ werden lassen, wenn sie durch Schmerzen eines Bruchs oder Sportverletzung darauf achten müssen, nicht noch mit dem rechten Fuß ins Abseits zu kommen. Und noch „einen Unfall draufgelegt zu bekommen“. Messinstrumente des Bauwesens sind seit über 6.000 Jahren nachgewiesen. Die ägyptischen Pyramiden lassen auch heute noch jeden, der mit dem Einmessen einer Baustelle zu tun hat, staunen. Und damals gab es wohl noch keine Laser und Theodoliten, Mikroprofessoren.,.

Selbst wer schon einmal mit gebrochenen Knochen des Gehapparates und Krücken zu tun gehabt hat, weiß, wie jeder unnötige Schritt zur Anstrengung, gar zur Qual werden kann. Es dauert manchmal für ältere Herrschaften elend lange, eine Straße wie die Friedrichstraße zu passieren, wenn sie alleine und auf sich gestellt sind.

Von dem Lebensmittelgeschäft in Richtung Lothringer Straße wohnend, kann das zu einem qualvoll ermüdenden Gang werden, um seine elementaren Grundbedürfnisse organisatorisch abdecken zu können.

Vorgaben durch die Stadt bei Vergabeverfahren festlegen!

Hat die Stadt Aachen in Bezug auf ihre baulichen Vergabeverfahren und die in den Verträgen und einzuhaltenden Vorschriften auch den Passus mit eingearbeitet, daß Auftragnehmer sicherzustellen haben, dass sie regelmäßig nicht die Bewegungsfähigkeit von Menschen einzuschränken haben. Dass sie im Zweifelsfalle mit den Beauftragten der Seniorenschaft und Behinderter Rücksprache zu nehmen haben – also im Klartext AUSNAHMSLOS – um Diskriminierung zu vermeiden.

Das heißt auch für den Fall, dass z.B. ein Bürgersteig bautechnisch zu wenig Breite ermöglicht – was technisch selbstverständlich auch nicht zu verhindern und zu negieren ist – muß eine Lösung im Sinne von Menschen, die schwächer gestellt werden umgesetzt werden.

Das kann zum Beispiel auch durch die Bauorganisation festgelegt werden: Wird eine Straße durchgängig zu Bearbeiten sein, so dürfen nur die Bauorte mit Baustellen versehen werden, die hintereinander liegen. Und, dass zwingend getaktet gearbeitet werden muss. So, dass die Aufgabenstellung ist, die Baustelle grundsätzlich und ausnahmslos baulich so operativ zu gestalten, dass sie tatsächlich während der organisatorisch kürzesten Zeit betrieben werden muss.

Also: Schlafbaustellen nicht nur „aufwecken“, also „aufdecken“, sondern, ihnen qua Vorgabe den Garaus zu machen.

Schnelle Baustelle, mehr Gewinn!#

 

 

Hüpf, hüpf, mein Frosch!

Hüpf doch, Opi! Du schaffst das schon! Und wenn dann rechts noch ein Haufen Hundescheiße und Erbrochenes liegt, dann wird es zu einem richtigen Eiertanz ! Denn dann kann es für Omis, Verletzte und Menschen, an die niemand gedacht hat, werden: weil die physiologische Bewegungsfreiheit des Bewegungsapparates medizinisch-physilogisch diktiert, eingeschränkt ist, heißt es, mit der Krücke und den Gummistopfen und vielleicht mit dem therapeutischen Spezialschuh mit Klettverschluss durch die vielfach leider in Aachen omnipräsente – Entschuldigung!!! – Scheiße und Kotze zu waten. Oder zu warten, bis man „wundergeheilt“ wurde. Sprich, eine Spontanheilung im Antlitz des Widerlichen erfuhr. Der alte rheinische Karnevals-Reim „Scheiße auf dem Autoreifen gibt beim Bremsen braune Streifen“, könnte so beim Arztbesuch in der Praxis auch seinen „Futt-Print“ hinterlassen. Tja, in Aachen ist eben immer Zeit für „Alaaf“ und „Narretei“!

Arbeitsorganisatorisch wirft es nämlich die Fragestellung auf, wie viel Zeit und Geld dadurch einzusparen sind, wenn ein beauftragtes Bauunternehmen, mehrere offende und ruhende Baustellen bewirtschaftet und „mal hier und mal da gearbeitet“ wird.

Ein suboptimales Arbeiten erkennt man an einem solchen Baustellenmanagement.

Im Sinne der Seniorenschaft, gesundheitlich eingeschränkter Menschen, aber auch Menschen mit Kindern, die im Kinderwagen zu transportieren sind, muss zwingend  amtlich das Grundprinzip durchgesetzt werden stets sicherzustellen sein – und somit von den zuständigen Ämtern im Rahmen der Baustellengenehmigung/ Baustellenabnahme vor Ort zu begleiten – dass Baustellen grundsätzlich so zu bewirtschaften sind, dass sie in einem Vorgang mit seinen Schritten abzuschließen sind.

Wie überall im Leben, geht manchmal was daneben…

Denn: ein Bräutigam, der meint mit mehreren Bräuten tanzen zu können, geht immer irgendwann leer aus. Nicht, weil er den Drehwurm bekommt, weil dieser nämlich durch sein unnötiges Hin- und Her Zeit und Energie vergeudetet, die man nicht zu vergäuden braucht.

Dann ist auch eines klar: man erspart sowieso schon geplagten Menschen die Mühsal, sich durch parkende Autos in Unsicherheit zu schlängeln, angestrengt auf den Verkehr achten zu müssen, um die andere Straßenseite zu erreichen und zu guter Letzt, die Anzahl der schmerzenden Schritte, des Leids und der Qual, auf das absolute Minimum zu begrenzen!

Professionelles Baustellenmanagement ist somit:

praktizierter Humanismus!

So etwas lernt man halt nur in einem Ordenlichen Bauunternehmen  mit ordentlicher Lehrlingsausbildung. Und: Führung des Personals!

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