Wer kann mit 40 Jahren eine Pension von 3.000 Euro und Privatversicherung bekommen, ohne in der Wirtschaft gearbeitet zu haben?

Sie reiben sich die Augen ob der Überschrift? Sie sind verdattert? Sie denken, das sei die „Polemik vom Kaiserplatz“?

I R R T U M  – das ist der deutsche Alltag in Verwaltungen und „Stadtregierungen“.

Der Begriff lautet „WAHLBEAMTE“. Dahinter steht, dass sich sehr viele Bürgermeister und Oberbürgermeister auch schon als „Jungspunde“ mit Anfang 40 eine Pension genehmigen können, die ihnen über 40 oder 50 Jahre hinweg eine gar fürstliche Appange sichern. Ein Leben im Bürgerlichen Wohlstand für ein paar Jahre Buckeln, Opportunismus und politischen Basar-Handel.

Sich in NRW zu sagen „… komm, die 6 Jahre beiße ich die Zähne zusammen…“, ist eine sinnvolle Individualstrategie zur Sicherung einer opulenten Existenz. Da spielt es keine Rolle, ob man Roter, Grüner oder Schwarzer ist – da herrscht über die Parteigrenzen hinweg sehr, sehr kollegialer Schulterschluß.

Man stelle es sich vor, wenn ein Anfang-40-Jähriger mit 5.500 Euro „Ruhestandsbezügen“ und Privatversicherung, „Pension“ und der so genannten „Beihilfefähigkeit“ ausgestattet, die auch den Eigenanteil der Krankenversicherung oppulent abdeckt, erhält, welchen persönlichen politischen Preis man dafür bezahlen, um durch die Destillationskolonne des politischen Apparats gespült zu werden.

Kostenfrei sind solche Anstrengungen politisch sicher nicht. Es ist wie die Saat des politischen Kompromisses, der zwingend zur strukturell immer stärker werdenden Paralyse und somit Niedergang der Demokratie – weil irgendwann jeder mit jedem in das politische Bett hüpfen muss, um eine „Regiering“ bilden zu können; so kleinkarriert sie auch sein mag – einhergeht.

Und wenn dann noch Bedientstete des Öffentlichen Dienstes bei einer kürzeren als der gesetzlich vorgeschriebenen vor dem Problem stehen, nicht das rettende, „fette Ufer“ erreichen zu können, bedient man sich in den Amtsstuben Gesetzen, Verwaltungsvorschriften und Urteilen, um irgendwelche nicht weiter erkennbaren, vorangegangenen Dienstzeiten plötzlich als „anrechnungsfähig“ umzuettiketieren.

Sie glauben, das sei eine Fieseigkeit von unserer Initiative, um Ihren Frust zu befeuern? Nein, hoch geschätzte Leserschaft, das ist die Realität, der eiskalte Zynismus der politischen Meritokraten, die in der Grauzone zwischen politischem Mandat, politischen Klimmzügen und Verbrüderungsorgien mit Verwaltungskadern eine Pakt mit dem „Steuerteufel“ geschlossen haben: das Volk für Appanagen zahlen zu lassen, die mehr als ein Anachronismus aus monarchistischen Epochen – als man sich für seinen Fürsten „verdingte“ und ihm sein Vertrauen erwies, dafür im

Ritterschlag der „Bürokraten“

Wahlbeamte – zum Ritter von Gremien geschlagener Politadel – es fehlt nur noch die irre Idee, dass es politisch-dynastische Erbhöfe geben soll. Nein, das ist realitiätsfern zu denken, psychotische Tendenzen, die vom Psychater zu therapieren sind – oder doch nicht…?

Na, wenn Sie zweifeln, hier die aktuelle Berichterstattung in PLUSMINUS in der ARD, die mal mutig Flagge gegegen den Politikfilz gezeigt hat:

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sofortpensionen-fuer-wahlbeamte-100.html

Zu dienen (ja wem denn wohl…?), zunächst, den Gremien und den erforderlichen faulen Kompromissen, einem Kuhhandel stets postitiv zugeneigt zu sein, wegzuschauen, wenn es der eigenen Gelbörse dient und zu tun, was man ethosch-moralisch normalerweise nicht bereit ist zu tun bereit zu sein, scheint die Ausgeburt – nein „gesellschaftliche Mißgeburt“ (sorry wegen Begriff – wer einen besseren Begriff kennt: „immer gern her damit“) – eine die Gesellschaft und vor allem das Staatswesen regelrecht zersetzenden Struktur zu sein.

Wie in einer Petriechale in einem Gen-Technik-Labor fängt nämlich ein toxischer Keim sich zu potenzieren und den so genannten „Bakterien-Teppich“ erkennbar werden zu lassen, bis man nach ein oder zwei Tagen die Schale aus dem Brutschrank zieht, sie mikroskopiert und dann einen matt schimmernden, gräulich-grässlichen, filzigen Rasen komplexer Verflechtungen sehen muss. Mal schwärzlich, mal gräulich, mal rötliche, mal grünlich – je nachdem, welcher Keim als erstes in die Nährstofflösung geträufelt worden ist, um dann zu wuchern.

Wer die Mathematik bemüht – eigentlich reicht schon der Dreisatz – wird feststellen, dass sich „Begzüge-technisch“ ein nicht einmal als „Meritokratie“ zu bezeichnendes System durch unseren Staat und vor allem unsere Gesellschaft gezogen hat, das ein Umkippen unausweichlich werden läßt, da viel zu viele Personen durch die

„Oppotrunokratie“

rechtlich perfekt und sauber, sich an den Trögen des Steuersubstrats zu laben weiß. Und, sich über das Volk hinwegsetzt, weil sie ihren Standard als Selbstverständlichkeit des Standards für das Volk ansieht, aber verkennt, dass die Realitäten für nicht-Beamtete in der Mitte der Gesellschaft in Bezug auf die Altersversorgung von Ottilie und Otto Normalverbraucher auch nur im Entferntesten an dieses Alimentierungssystem für wengi – und zu oft kaum Nutzen ´stiftende´ Tätigkeit gereicht.

Geschätzte Leserschaft: machen Sie Druck, sammeln sich und setzen Sie sich bitte – wenn Sie sich unfair vom Staat behandelt fühlen und beginnend gerade auf dem kommunalen Niveau – dafür ein, dass die Appangen und Alimentationen unverzüglich zum Halt gebracht werden und es keine Ungleichbehandlung vom System her mehr geben kann: in Ihrer Kommune, in Ihrem Bundesland, in der Bundesrepublik und nicht zu vergessen, im „verspeckten Brüssel“, wo „Kanzleidiener“ durchaus in die Besoldungsstufen eines deutschen Professors gelangen können. Analog der „Saftschubsen“ (sorry, geschätzte Flight Attendants, hier ist es aber sinnvoll zu gifteln…) irgendwas von A nach  B zu rollen, ein Schwätzchen zu halten und sich auf den nahenden Feierabend einzustellen.

Tschö wa! Und: Leute, zeigt endlich Zähne! Denn IHR BLECHT für den Wohlstand der Wahlbeamten und dürft bei Eurer Rente in den Auspuff gucken und „Dreck fressen“ – à la „so, buddy, you can eat shit“.

Oh, F…

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