Kommentar zur süddeutschen STAWAG-Konkurrenz von „SCHWIPP-SCHWAPP“

Das Schreiben lag tatsächlich heute ( 27.04.16) in meinem Briefkasten. Ich habe bereits vor einigen Jahren den Stromanbieter gewechselt. Zuerst zu einem nahen Konkurrenten und zuletzt auch in Süden. Ich unterstütze auch gerne regionale Unternehmen aus der Stadt Aachen, aber keine Abzocke. Sollte die STAWAG einen wettbewerbsfähigen Preis anbieten, wäre ich evtl. geneigt, wieder zurück zu wechseln. Aber dies wird in den nächsten Jahren sicher nicht passieren 😦

Kommentar:

1.) Vielen Dank, Schwipp-Schwapp!

2.) Diese Aktion ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Organschaft der STAWAG – der Aufsichtsrat und der Vorstand – wohl nun daran gehen müssen, das Wesen des Begriffs „Marktwirtschaft“ zu verinnerlichen und Wege zu finden, eine an sich sinnvolle Gesellschaft der Öffentlichen Hand so zu managen, dass sie wettbewerbsfähig bleibt, straff und nüchtern geführt führt, um letztlich nicht selbst Opfer zu werden und noch mehr an Handlungsfähigkeit im Sinne der Aachener Gesellschaft zu werden. Denn, wenn die STAWAG gezwungen ist – Abtretungsklauseln, ASEAG etc. – weiterhin die Geldströme sicherstellen zu müssen, aber weiterhin das Preisbildungsselbstverständnis eines Monopolisten vertritt, dann braucht sich das Unternehmen nicht zu wundern, wenn nicht nur 1.000 Leute = eine Viertel Million Euro pro Jahr abhauen, sondern vielleicht 10.000 oder noch mehr. Dann wäre es in Aachen geradezu

„strukturell kariös“

so, wie Aachen mittlerweile an vielen Stellen außerhalb des Touristen-Quartiers am Dom ausschaut.

Auch hier bot der DDR-Jargon unterhalb von SED und STASI einen sehr schönen Begriff:

„moralisch abgeschrieben“

Sprich: nur eines, ´nur noch gut für die Tonne´

Die STAWAG ist gezwungen, will sie nicht ertrinken, ihr gesamtes Geschäftsmodell und die Unternehmensstruktur unverzüglich und massiv zu revidieren, ansonsten wird sie vom Getriebenen zum Gejagten und vielleicht sogar zu wirtschaftlich Dahingestreckten, weil mangels Wettbewerbsfähigkeit und Cash-Flow einfach nur noch eine Wüste zu verwalten und nicht ein Unternehmen für das Wohl der Bürger und der Stadt Aachen ist.

Wollen Sie, dass die STAWAG in einem Strudel des Wettbewerbs untergeht oder so zu alimentieren ist, dass man sich fragt, warum man dies und jenes überhaupt noch „über Markt“ einkaufen will?

Es fehlt an unternehmerischer Ahnung. Denn anders kann man sich so manches nicht mehr erklären, was in der „Aachener Lombardei so abgeht“, wie jüngst ein Kenner der Szene flapsig meinte..

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Ein Gedanke zu „Kommentar zur süddeutschen STAWAG-Konkurrenz von „SCHWIPP-SCHWAPP“

  1. Seit Jahren glücklicher Kunde bei den Stadtwerken Düsseldorf.

    Mal was anderes! Weiß wer was über den Vorfall am 11. April auf dem Lousberg kurz vor dem geplanten Abschluß-Feuerwerk (Bend)? Das wird beharrlich in der Öcher Presse- und Medienlandschaft tot geschwiegen.

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