Längst Geschriebenes über den Templergraben, das nicht die Öffenlichkeit fand

Siegfried Klinkhammer                                                                         Aachen, 25.11.2013

Rosfeld 5

52074 Aachen

Tel. : 0241-94 36 47 90

Email: Siegfried.Klinkhammer@t-online.de

 

 

 

Ihre Berichte zum Templergraben:

„Tempo null am Templergraben oder: Vietnam legt uns (keine) Steine in den Weg!“ (AZ 21.11.2013) sowie „Die Lachnummer der Woche? Klar: der Templergraben“ (AZ 23.11.2013)

sollte in einigen Punkten ergänzt und damit das Ärgernis des  Luxus-Aus- bzw. Umbaus

von 180 m Templergraben dauerhaft in Erinnerung bleiben:

Also:

Baukosten Fahrbahn 1,2 Mio €; Gehweg, Fahrradweg, Plätze 1,3 Mio €; Kanalsanierung 1,3Mio€, also insgesamt 3,8 Mio € für 180 m Templergraben.

 

Dann der erste Baustopp

 

Es gab  „erhöhten Gesprächsbedarf zwischen der Stadtverwaltung und der am Templergraben tätigen Baufirma“, denn die Baufirma hatte nachweislich nicht die vertraglich vereinbarten Baustoffe bei den Bauarbeiten eingesetzt.

Kurz darauf stellte Björn Gürtler vom städtischen Presseamt fest, dass es nunmehr „keine Probleme mehr“ gibt.

Auf eine detaillierte Erläuterung wartet der Mobilitätsausschuss bis heute noch. Dies würde sicherlich auch die Staatsanwaltschaft Aachen interessieren, denn diese hat m.W. nach diesem Vorfall alle Akten beschlagnahmt, aus welchem Grund kann diese sicherlich kompetent erläutern.

 

Zu diesem Zeitpunkt zweifelte die „am Templergraben tätigen Baufirma“ die Tragfähigkeit des Unterbaus an. Und dies zu Recht, denn bei einer Verkehrsbelastung (DTV) von 7.800 Fahrzeugen und einem Anteil von 5% Schwerlastverkehr (gleich 390 Fahrzeugen pro Tag) ergibt sich als Ausbaustandard die Bauklasse 2 und nicht die vom verantwortlichen Fachabteilung gewählte Bauklasse 3.

Da das bekannte Regelwerk von der Stadt und dem beauftragten Ingenieurbüro einfach ignoriert wurde, wird es in wenigen Jahren zu massiven Schäden an der Fahrbahn kommen und damit vorzeitige Reparaturen erfordern.

 

Nun das fehlende Baumaterial:

 

Die Wahrheit ist, es gibt keine gravierende Änderung der Bauflächen. Es fällt seit Beginn der Bauarbeiten dem interessierten Baustellenbeobachter auf, dass es so gut wie keine anforderungsgerechte Baustellensicherung (gegen Diebstahl von Baumaterialien) gibt. Die über Hamburg bzw. Antwerpen importierten „Blausteine“ waren an der Schinkel- bzw. Eilfschornsteinstraße so gelagert, dass jedweder Bedarf an Blausteinen für eigene Bauarbeiten für weniger gesetzesgetreue Mitbürger bequem erreichbar war.

Es sollte vorab bei erneuten Importen geprüft werden, ob zum Zeitpunkt des geplanten Imports nicht zufällig die genannten Häfen bestreikt werden und es damit zu weiteren Verzögerungen der Bauarbeiten kommen könnte.

 

Die Lachnummer der Woche? Klar: der Templergraben. Jetzt sind es die Vietnamesen schuld, dass das Bautempo auf null gestellt wurde. Weil diese nicht die so dringend benötigten Blausteine liefern können. Still ruht der Graben. Wer sich in diesem Semester neu an der TH eingeschrieben hat, hat gute Chancen, sein Bachelor – Examen eher abzuschließen als die Bauarbeiter den Templergraben fertig stellen können.

 

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