Kampf um die Windräder

Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche /
„Exclusiv im Ersten“ am 1. August 2016, 21:45 Uhr in Das Erste / Eine
Recherche von „Report Mainz“ (FOTO)

Mainz (ots) –

– Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/pm/75892/3386800

Die Windkraft ist eines der emotionalsten Streitthemen unserer
Zeit: politisch forciert, finanziell hochsubventioniert, getragen von
weitreichenden ökonomischen und ökologischen Erwartungen – und
zugleich mit großen Ängsten besetzt.

Für die einen bedeutet Windkraft saubere Energie, die Atomkraft
und Kohle ersetzen und unser Klima retten soll, für die anderen steht
sie für die rücksichtslose Zerstörung von Naturlandschaften und für
Profite Einzelner auf Kosten der Allgemeinheit. Die Dokumentation der
Filmautoren Claudia Butter und Achim Reinhardt „Der Kampf um die
Windräder – Die Auswüchse der Boombranche“ beleuchtet das Thema am 1.
August 2016, 21:45 Uhr im Ersten.

Kosten für Bürgerinnen und Bürger explodieren Fast 26.000
Windräder stehen schon in Deutschland. Während immer mehr
Windkraftanlagen gebaut werden und die Branche boomt, explodieren die
Kosten für die Bürger: Rund acht Milliarden Euro an Subventionen
müssen sie dieses Jahr über die EEG-Umlage allein für die Windkraft
zahlen. Dabei macht der Strom aus Windkraft immer noch einen nur
geringen Bruchteil im Energiemix Deutschlands aus. Auch deshalb
beginnt bei den Bürgern die Stimmung zu kippen. Zunehmend formiert
sich Widerstand gegen den Hauruck-Ausbau. Anwohner klagen über die
Zerstörung der Landschaft, über Gefahren für die Tierwelt, über
Licht- und Lärmbelästigung. Trotzdem wird weiter ausgebaut, teilweise
bis dicht an die Wohnbebauung oder sogar mitten in Naturparks. Denn
nicht nur die Windkraftindustrie, auch andere wollen von den
Subventionen profitieren. „Report Mainz“-Recherchen zeigen, dass
Lokalpolitiker Flächen für Windräder ausweisen, um sich eine goldene
Nase zu verdienen.

Politisch ist die Windkraft hart umkämpft. Im Juli hat der
Bundestag das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) reformiert. Damit
sollen der weitere Ausbau gebremst und die Kosten für die Stromkunden
gesenkt werden. Exklusive Recherchen des ARD-Politikmagazins zeigen,
wie die mächtige Windkraftlobby bis zuletzt versucht hat, Einfluss
auf das Gesetz zu nehmen, um die Subventionen auch weiterhin zu
erhalten. Und sogar Umweltschützer stehen dabei eng an der Seite der
Windkraftindustrie.

Wer kämpft wofür? Die Dokumentation untersucht die Frontlinien des
Kampfs um die Windräder und wirft ein Schlaglicht auf die Auswüchse
der Boombranche. Die Autoren gehen der Frage nach, was beim Ausbau
der Windkraft schief läuft, und zeigen, wie falsche Anreize und
fehlgeleitete Subventionen die Akzeptanz der Energiewende aufs Spiel
setzen.

„Exclusiv im Ersten: Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse
der Boombranche“,  Film von Claudia Butter und Achim Reinhardt,  1.
August 2016, 21:45 Uhr, Das Erste

Fotos auf ARD-Foto.de

Film vorab für akkreditierte Journalisten auf presse.daserste.de
und presseportal.SWR.de

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755,
sibylle.schreckenberger@SWR.de

OTS:              SWR – Das Erste
newsroom:         http://www.presseportal.de/nr/75892
newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_75892.rss2

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4 Gedanken zu „Kampf um die Windräder

  1. Ich bin Eigentümer einer denkmalgeschüzten Gutsanlage die mit 17 Windkraftanlagen zerstört wurde. Obwohl die Denkmalbehörden der Genehmigung widersprachen, wurde im Landkreis Cuxhaven mit behördeninternen Tricks gegen das Denkmalrecht mit dem Vermerk genehmigt:
    “ laß uns ruhig genehmigen, klagen kann er dagegen nicht“
    Dieser Fehler wurde erst durch eine Klage beim Bundesverfassungsgericht korrigiert. Zwischenzeitlich haben sich deutschlandweit Bürgerinitiativen in dem Verein „Vernunftkraft e. V.“ zusammengeschlossen um sich gegen die unsauberen Machenschaften der Windindustrie öffentlich zu wehren. Durch diese Windkraftplanungen sind tausende Bürger große Not geraten.

    Infos unter
    http://www.vernunftkraft.de

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  2. Eckhard Göttler
    e@goettler-net.de

    Mich würde interessieren, wieviel % der deutschen Energiegrundlast mit diesen fast 26.000 Windkraftwerken erzeugt werden.

    (Was nicht grundlastfähig ist, muss anderweitig bereit gestellt werden und führt somit zu doppelten Investitions-Kosten –
    bzw. Unter- aber auch Überproduktionen führen zu höheren Kosten)

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  3. Der wetterwendische Wind- und Sonnenstrom kann kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzen. Wir haben heute schon eine installierte Leistung von Wind- und Solaranlagen, die weit über den deutschen Bedarf liegt. Bei Starkwind und Sonnenschein wird zuviel Ökostrom produziert, der dann unter Zuzahlung entsorgt werden muss. Nachts und bei Flaute müssen die Kohle- und Gaskraftwerke und die noch laufenden Kwernkraftwerke die gesamte Versorgung übernehmen. Ökostrom ist etwa viermal teurer als konventioneller Strom. All dies sollten Sie Ihren Fernsehkunden einmal klar machen. Ohne Subventionen und ohne Zwangseinspeisung hätten wir keinen Ökostrom zu zahlen.

    Prof. Dr. Hans-Günter Appel
    Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
    http://www.naeb.de

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