USA: Hälfte der Haushalte kann kurzfristig keine $ 400,– auftreiben | Perspektive für Deutschland…

Schulden bis zur Halskrause. Und wenn nur eine nicht vorgesehene Ausgabe kommt, die höher als $ 400,– [i.W.: vierhundert US-Dollar] ist, dann ist in den USA für die Hälfte der Haushalte nicht imstande, dieses Geld kurzfristig aufzutreiben.

Es wäre für Deutschland und die anderen EU-Staaten sehr interessant, wenn Volkswirtschaftler diese Kennziffer auch für den Euro-Raum erheben und publizieren würden: wie sah es vor der Einführung des Euro aus, wie danach?

Man könnte in Analogie der $ 400,00 – großzügig – im Sinne des Euros gefutelt – sagen, man nähme € 250,– als Schwellenwert. Denn dann würde die Zahl sicher deutlich rosiger aussehen, als nähme man € 500,– an.

Oder aber, man perfektioniert dieses hervorragende fiskalpolitische Instrument dahingehend, dass man sogar eine Liste von „Schwellenausgaben“ veröffentlicht.

Also die Frage, ab wann man es nicht schafft, auf die Schnelle einen Geldbetrag mobilisieren zu können. So lautet unser Vorschlag, dass das Statistische Bundesamt folgende Werte jährlich in den bundesdeutschen Haushalten abfragt:

1.) € 250,–

2.) € 500,–

3.) € 750,–

4.) € 1.000,–

5.) € 2.500,–

6.) € 5.000,–

Was über € 5.000,– Schwellenwert läge, wäre für die Einkommensstruktur im normalen Leben logischerweise irrelevant.

Wichtig wäre es, dass das Statistische Bundesamt denselben Zeitraum von der Einführung des Euro bis zum Zeitpunkt der ersten statistischen Erhebung auch für die Zeit vor dem Euro, der D-Mark-Zeit anwenden würde. So könnte man – gerundet – sehr gut über eine Menschengeneration feststellen, wie sich der Lebensstandard – zumindest tendenziell – in Bezug auf den Euro verändert hat:

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/klamme-privathaushalte-in-den-usa-immer-nahe-am-anschlag-ld.88970

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