MUAP – Standpunkt Rente: Ein Staat, ein System

Die Auffassung der MUAP in Bezug auf das Rentensystem ist einfach:

„Ein Staat – ein Rentensystem“

Keine Ausnahmen – auch nicht für die Öffentliche Hand!

Deckelung der Beitragssteigerung

bei Jahreseinkommen von € 250.000,– Stand 1.1.2020

Wer meint, das sei sozialistische Spinnerei, der irrt: in dem Geld-freundlichen Lande ist die Plafonierung in der Grössenordnung!

FRAGE:

Warum dürfen sich Beamte aus diesem System herausschleichen?

Warum darf der Staat für seine Bediensteten Extrawürste auflegen?

Warum gilt nicht für sämtliche Arbeitenden in Deutschland ein System sicherzustellen,  das für den Fall gesundheitlicher Schicksalsschläge vor einem „Bürokratiemonster“ und „Rechtsstreitirrgaren“ schützt?

Warum hat man in Deutschland eine Dschungel von Zuständigkeiten, zig Leuten, die einen Vorgang bearbeiten, obgleich es sich auf wesentliche Stellen reduzieren ließe?

Das Rentensystem ist ineffizient und ungerecht!

Nicht wegen irgendwelcher politischer Strömungen, sondern nur wegen der Bürokratie und Aufteilerei von Zuständigkeiten.

Der Staat muß effizienter werden – auf sämtlichen Ebenen!

Das heißt, dass bei einem Vorgang stets eine Amtsperson zuständig ist.

Zuständig heißt, dieser Amtsperson obliegt es, in ihrer dienstlichen Verantwortung, sämtliche für die Festlegungen erforderlichen Schritte zu verantworten, durchzuführen und zu einer Festlegung/einem Bescheid zu führen. Dies auch mit klar geregelten Fristen.

Dies hätte für die Amtspersonen den Vorteil, dass sie ihr Amtsgeschäft in Form ihres amtspersönlichen Amtsgeschäft zu führen hätten.

Da sich Dinge immer wiederholen, ist klar, dass die Menschen, die das Amt bekleiden von selbst deutlich mehr schaffen und, was elementar für das Arbeiten und die Gesundheit ist: zufriedener sind.

Erfolg muss auch entlohnt werden!

Wie kann es angehen, dass es Beamte gibt, die nicht wissen, wie sie ihren Arbeitstag totschlagen und die noch mehr als eine Dekade bis zur erlösenden Inruhestandversetzung haben?

Psychisch ist das so etwas wie eine emotionale Einzelhaft, die Seelen zersetzt, Menschen kaputtmacht.

Öffentlich Bedienstete müssen Arbeitsvoraussetzungen haben, bei denen sie etwas leisten können, sie nicht in die Mühlen blödsinniger Organisationsstrukturen getrieben werden und irgendwann versauern.

Nicht wenige Bedienstete im Öffentlichen Dienst starten mit Freude, Einsatz und dem guten Willen, etwas zu bewegen,  erkennen dann aber irgendwann – und wenn vielleicht für eine Behördenleitung ungeeignetes politisches Verwaltungspersonal für Unordnung in Verwaltungsstrukturen sorgt – dass die Menschen versauern.

Arbeit heißt ungeachtet vom Arbeitgeber auch: respektvoll und fair mit dem Menschen umzugehen.

Respektvoll und fair heißt auch, die Leute nicht durch unsinnige Überflüssigkeiten tagtäglich zu verschleißen.

Preussen ist erfreulicherweise vorbei!

Viele Teile der Aachener Verwaltung sind bereits so strukturiert, dass die Menschen, die für die Gesellschaft arbeiten, offen, hilfsbereit, freundlich und zielorientiert arbeiten.

In manchen Bereichen – die hoffentlich schrumpfen werden – möglicherweise nicht.

Die Binsenweisheit „Wie der Herr, so´s gescherr“ hat auch heute noch ihre Gültigkeit.

Dies in besonderem Maße, weil die Leistungsverdichtung am Arbeitsplatz auch durch die IT eine auf die Psyche nicht ohne Einfluss seinende Struktur mit sich bringt. Und auch dieser technische Wandel ist noch nicht überall in den Strukturen angekommen.

Arbeit jeder Art soll voller Respekt, Achtung und von Effizienz und Effektivität geprägt sein. Auch soll jeder Arbeitnehmende, der sich nicht auf die Faule Haut legt, gewahr dessen sein, dass er im Alter nicht als Bettelmönch bei „bewilligenden Behörden“ vorzusprechen hat, um um staatliche Almosen bitten zu müssen!

Schaut man sich – Entschuldigung – das mittlerweile strukturell „arg verschissene“ Rentensystem für Otto und Ottilie Normalverbraucher in Deutschland an, vergleicht es mit den Schweiz und den Niederlanden, dann muss man sich fragen, was manche Parlamentarier alles nicht gelesen haben… OECD, oh weh?

Man darf nie beim Anvisieren eines Ziels auf diejenigen schauen, die schlechter als man selbst sind – z.B. Britisches Rentensystem – sondern stets auf das, was tatsächlich mehr erbringt. Ansonsten ist man auf der „Seite der Looser“.

Und „unsere“ Bundesregierung ist in Bezug auf die sozial- und wirtschaftlich strukturellen Dinge bereits auf der Looser-Seite mit Blick auf höhere Liga-Position.

Das liegt daran, dass unser Staat immer öfter zum  Testlabor von „Reformen“ geworden ist und von Legislatur zu Legislatur zum Versuchstier mutiert ist.

Jede Regierung will sich durch Re-Formen ein Denkmal setzen.

Tja, wie bei Kriegen, gibt es auch Denkmäler für den unbekannten Soldaten, dessen Trost einzig ein ewiges Licht ist, von dem er nichts wissen kann…

Die EU muss aufpassen, dass sie den Zeitpunkt nicht verpasst, sich zu erneuern, sonst könnte Britannien der Anfang einer Bewegung sein.

Und das wäre die absolute Katastrophe: ein Europa, das sich durch Intransparenz der Politik, Club-Wirtschaft und Kompliziertheit ins Aus katapultiert…

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