Wiedervorlage vom 18. Juli 2014 |Fusion: AKW der zielführende Weg! Ansonsten: finis terrae!

Manch einer wird ob der Physik und den Naturgesetzen den Kopf schütteln und sich in Aachener Manier denken, dass „die vom Kaiserplatz wohl nun doch nachweislich  bekloppt sind und von nichts eine Ahnung haben“.

Pech gehabt! Denn mit „Fusion“ ist weder die subatormare Ebene der Energieumwandlung im Visier, noch Rotes Tuch der Grünen, ein Atomkraftwerk oder die Kernfusion…

Viel einfacher: AACHEN – KOHLSCHEID – WÜRSELEN ist AKW!

Und hinter der Fusion steht die Idee, diese drei Städte zu einer zu fusionieren!

Da die Stadt Aachen auf Grund ihrer besonderen Topologie – des sehr engen Talkessels – und seiner Gesamtgrundfläche wie auch der Flächenstruktur innerhalb des Talkessels, sehr beschränkte Möglichkeiten einer wirtschaftlich elastischen Expansion – damit Prosperität – hat, Kohlscheid und Würselen jedoch über viel „flaches Land“ verfügen, wäre die Fusion von Aachen, Kohlscheid und Würselen ein Weg, makrostrukturell Raum für Wirtschaft und Wohnen zu schaffen, der auch verkehrstechnisch betrachtet, tatsächlich sinnvolle Strukturen böte.

Denn da, wo es standorttechnisch und verkehrstechnisch noch viel Luft gibt, heisst es für Aachen: „finis terrae!“. Sprich, am Kaninsberg ist Aachen am Ende. Denn, wo das weiträumige Gewerbegebiet unmittelbar am Autobahnkreuz liegt, ist Würselen. Topologisch und „feinstaubtechnisch“ gesehen, ein exzellenter Standort, weil dies in der Anströmebene des anlandigen Windes aus West liegt. Die schlechte Luft wird in Richtung Braunkohlekraftwerk Weisweiler verteilt. Dank der Grosswetterlagen über das Jahr verteilt.

Würden die drei Gemeinden sich zügig daran begeben, die AKW-Region Aachen-Kohlscheid-Würselen zu einer Kommune zu vereinen, so wäre die Abkürzung AKW in NRW inhaltlich postiv besetzt. Denn man hätte nämlich neben dem „planerischen Flächengewinn“, der dann rechtlich neu zu betrachteten Topologie der Einheit auf einmal deutlich mehr Fläche ausserhalb des Talkessels. So könnten dann Unternehmen eine deutlich bequemere Perspektive innerhalb der rechtsnachfolgenden Körperschaft ÖR nutzen: Raus aus dem Kessel, ran an die Autobahn. Womit nicht nur zwei Fliegen mit der politischen Klatsche geschlagen werden könnten: Im Aachener Kessel würde es strukturell entzerrt werden können, ohne dabei aber die Entität zu schwächen. Der Kessel von Aachen könnte tendenziell eher wohnlicher werden, weil dann der Gewerbeverkehr, „auf dem platten Land“ von AKW direkt an den vielen Autobahnkilometern abgefangen werden würde, weil sich dort der Geschäftsverkehr abspielt.

Mit attraktiven Standortangeboten und der top-Verkehrsanbindung ausserhalb des Aachener Kessels hiesse das für die Unternehmen auch, Zeit zu sparen, weil sich der unvermeidbare Wirtschaftsverkehr von Teilen der Wirtschaft nicht mehr in das verkehrstechnsich bereits arg verkorkste Aachen bemühen muss. Kummuliert man über ein Jahr betrachtet alleine die zeitlichen Aufwendungen des Wirtschaftsverkehrs, der aus dem Kessel herausgeschoben und an die Verkehrsadern gelegt wird, so würde dies interessant sein, wirtschaftlich durchzurechnen.

Man sieht es an Baesweiler, ca. 15 km Luftlinie von Aachen entfernt: die Stadt hat es von der „strebenden Kohlegemeinde“ zum Technologiestandort gebracht, an dem die Unternehmen gefördert werden. In der Art, dass man ihren Bedürfnissen gerecht zu werden bemüht ist. Sprich, dort ist, was Wirtschaft benötigt: Landreserven, die in Aachen aufgezehrt sind! Die Anbindung an das Verkehrsnetz und auch das „flache Land“, sorgen dafür, dass es dort keine Probleme mit dem Feinstaub gibt.

Die Stadt Aachen muss wirtschaftspolitisch vorsichtig sein und weitsichtiger werden, wenn die wirtschaftliche Kraft – die Gewerbesteuern für das Stadtsäckel mit sich bringt – gestärkt werden soll. Bedenkt man, dass mittlerweile Unternehmen aus Aachen wegziehen und sich z.B. in Baesweiler niederlassen, weil man dort das Land hat, was in Aachen durch den Talkessel nicht mehr möglich ist zu bebauen und man seitens der städtischen Verwaltung pragmatisch agiert, so sollte dies zu denken geben.

Die Verbindung von mangelnder Fläche, „interessantem verkehrspolitischem Entwicklungsverständnis“ und den „Hebesätzen“ bei der Gewerbesteuer, lassen jeden Kaufmann und Kostenrechner im Unternehmen aufhorchen und nachrechnen.

Mit spitzem Stift nachzurechnen dürfte zukünftig tendenziell intensiver werden. Und das bedeutet auch, dass Kommenen – nicht wie in Berlin gemeint – „sexy“ sind. Oder, es werden!

Da Aachen ein Flächenproblem hat, das sich mittlerweile auf die Wohn- und Arbeitsstruktur auswirkt, müssen in Aachen zukunftsfähige Perspektiven durchdacht und im städteregionalen Bereich durchgerechnet werden.

Ein interessanter Aspekt wäre zudem bei „AKW“, dass die administrativen Strukturen so organisiert werden können, dass für die Mitarbeitenden der Verwaltungen im Mittleren und Unteren Dienst, die operative Arbeitsbelastung entspannt werden kann.

Bedenkt man die Alters- und Strukturentwicklung in Deutschland und der Region, dann ist klar, dass auch zur nachhaltigen Erbringung von Verwaltungsleistung Strukturen überdacht und neu konfiguriert werden müssen. Das „Harzen“ in Ämtern ist im Wesentlichen nicht der Arbeit der Mitarbeitenden vor Ort geschuldet, sondern der Organisation, die auf Amtsleiterebene definitert und geführt wird. Und hier gibt es im Sinne der Finanzwelt gesprochen, in unserer Region doch einen gewissenen „Spread“, will heißen, eine Bandbreite…

Da ja gerade der Flächennutzungsplan (FNP) auf sehr großen Widerstand stößt, da Aachen limitiert ist, könnte die Diskussion „AKW 2025“ ein Perspektive sein, die dann heilt, was in dem Geiste des jetzt in der Entwicklung befindlichen Flächennutzungsplanes überhaupt nicht vorkommt [sic!], die Vernetzung mit dem Umland zu bewerkstelligen.

Nach heutigem Stande endet die Welt Aachens im Selbstverständnis der Stadtentwickler an der heutigen Stadtgrenze Aachens.

Irgendwie kommt man sich hier politoadministraitv verstanden wie im Mittelalter vor, als Grafen und Fürsten rein auf ihr Territorium fixiert waren. Entsprechend handelnd, das Grosse und Ganze ausser acht liessen. Ausser die Statthalter des Kaisers, der doch eher das Grosse und Ganze im Blick hatte.

So gesehen, könnte der Geist von Karl dem Grossen vielleicht Hoffnung bedeuten, würde sich die politische Weitsicht im tiefen Aachener Stadtkessel auf die gesamte Städtregion Aachen, den Ostkanton Belgiens mit seiner Hauptstadt und mit Parlament, Eupen und Süd-Limburg mit seiner dynamischen Stadt Maastricht beziehen und nicht alleine auf den – topologisch – doch arg beschränkten Talkessel!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu „Wiedervorlage vom 18. Juli 2014 |Fusion: AKW der zielführende Weg! Ansonsten: finis terrae!

  1. Pingback: Kommentar zu Luftschutzbunker Rütscherstrasse von Familie WERNET aus Belgien | Kaiserplatz Aachen

  2. Sehr geehrte Aachener Bürger,

    (diese Mail wurde an mehrere Stellen der Stadt Aachen und an verschiedene Pressestellen in Aachen von uns versandt.)

    warum setzten wir uns aus Belgien seit über einem Jahr für den Erhalt des Luftschutzbunkers in Aachen am Lousberg zwischen der Rütscher- und der Försterstraße ein?

    Lassen Sie uns zunächst einiges über uns und unsere Interessen schreiben:
    Seit mehr als zwei Jahrzehnten haben wir uns der Erforschung und dem Erhalt historischer militärischer Anlagen verschrieben. Wir sind Mitglieder des deutschen Studienkreises Interfest e.V. der amerikanischen Coast Defense Study Group, der englischen Fortress Study Group und der französischen ADFM. Unsere weltweiten Forschungsreisen führten uns u.a. zu den Forts und Befestigungen der Hochalpen entlang der französisch-italienischen Grenze, aber auch zu den russischen Küstenbefestigungen von Sewastopol, Wladiwostok und Kronstadt sowie zu den amerikanischen Küstenforts in der Bucht von Manila und rund um die Weltstadt New York. Unsere Schwerpunkte der letzten Jahre lagen bei den kaiserlichen Großfestungen Straßburg und Metz und ihren französischen Gegenstücken entlang der neuen Staatsgrenze nach 1871. Dabei erwies sich die ehemalige französische Festungsstadt Toul als ausgezeichnetes Studienobjekt. Die Ergebnisse unserer jahrelangen Studien in und um Toul haben wir in unserem viel beachteten, 2009 erschienen Buch „Toul die Geschichte einer französischen Lagerfestung“ zusammengefasst. Darüber hinaus setzen wir uns aktiv für den Erhalt eines Teils der ehemaligen kaiserlichen Großfestung Metz, der „Feste Wagner“ ein und haben auch hierrüber zu Gunsten der französischen Organisation ADFM ein Buch mit dem Titel „Die Feste Wagner“ und „La Feste Wagner“ in zwei Sprachen veröffentlicht.

    Zugegeben, Hochbunker sind reine Zweckbauten und im Allgemeinen architektonisch keine Schönheiten. Sie haben aber als Schutzbauten zahllosen Frauen und Kindern in den furchtbaren Bombennächten das Leben gerettet. Auch ich – Dieter Wernet – Jahrgang 1942 verdanke einem Luftschutzbunker mein Leben. Über seine Bestimmung als Schutzraum hatte der besagte Bunker noch eine für die Stadt Aachen und für Deutschland ausschlaggebende Historie. Als letzten Gefechtsstand des Oberst Gerhard Wilck ging von hier im Oktober 1944 die Kapitulation der Stadt Aachen, der ersten Stadt auf deutschem Reichsgebiet aus und läutete damit das Ende des Zweiten Weltkriegs ein. Es ist für uns unverständlich, dass ein derartig historisch herausragendes Bauwerk nicht unter Denkmalschutz gestellt und in der Folge unwiederbringlich beseitigt wurde.

    Die Erfahrung zeigt, dass die Bedeutung vieler historischer Bauten oftmals erst Generationen später erkannt wird. So dienten in der Vergangenheit zahlreiche Burgen den näheren Anwohnern als Steinbrüche. Heute hingegen würde niemand mehr ihren historischen Wert in Frage stellen. Ebenso sind inzwischen große Teile der Reste des Westwalles erfreulicherweise ebenfalls unter Denkmalschutz gestellt worden. Sie sind und bleiben ebenso wie die nur in Deutschland vorhandenen Hochbunker ein Teil der deutschen ja sogar der europäischen Geschichte.

    Mit freundlichen Grüßen aus Belgien

    Inge Wernet und Dieter Wernet Dipl.-Ing.

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    • – Denkmalschutz in Aachen –

      Im Rahmen unserer Unterstützungsaktionen haben wir alle zuständigen Abteilungen der Stadt Aachen sowie alle Stadträte und zahlreiche Adressaten im Bereich der Hochschule RWTH angeschrieben, um den Abriss des Luftschutzbunkers zu verhindern. Parallel dazu versuchten wir auch die lokalen Zeitungsredaktionen für unsere Initiative zu gewinnen.

      In einem zweiten Schritt machten wir die Denkmalbehörden aller Bundesländer und den Bundespräsidenten, in seiner Eigenschaft als Schirmherr des Denkmalschutzes auf die Vorgänge in Aachen aufmerksam. Das Bundespräsidialamt verwies in einer schriftlichen Stellungnahme auf die Zuständigkeit der oberen Denkmalbehörde von NRW und diese wiederum auf die Zuständigkeit der unteren Denkmalbehörde, in diesem Fall also der Stadt Aachen. Während die Medien durchweg passiv reagierten, erhielten wir aus den Kreisen der Stadtverwaltung, aber auch der RWTH zahlreiche Zuschriften, zusammengefasst mit dem Tenor:

      „Endlich kommt das alte nutzlose Gemäuer weg, das ohnehin ein Schandfleck im Stadtbild sei. Schließlich sei Aachen ja eine Universitätsstadt und benötige daher jede Menge bezahlbaren Wohnraums.“

      Das war eine eklatante Verkennung der Fakten und der tatsächlichen Absichten des Investors. Er hatte nämlich auf seiner Web-Seite:

      http://www.leben-am-lousberg.de

      – allen zugänglich – angekündigt, anstelle des Luftschutzbunkers
      50 hochpreisige (Eigentums-) Wohnungen errichten zu wollen. Wohnungen also, die für den normalbemittelten Studierenden wohl kaum erschwinglich wären.

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