„Opfer einer ´rechtswidrigen Tötung´“, so Gericht über Fußballkatastrophe von 1989 in Liverpool, die 96 Menschen tötete!

Die Tragödie im Hillsbourough-Stadion in Sheffield mit 96 toten Fussballfans war kein Unfall – das ist das Urteil des Geschworenengerichts, das über das Horror-Unglück vom 15. April 1989 zu urteilen hatte.

Der Link

http://www.nzz.ch/international/aktuelle-themen/untersuchungskommission-hillsborough-desaster-war-kein-unfall-ld.16239

Vielleicht wird es dereinst eine vergleichbare Aufarbeitung in Sachen

Duisburg und Love Parade

geben, um den Opfern und den Angehörigen der Opfer irgendwann einmal Genüge zu tun. Die Würdelosigkeit, wie nach derartigen Unglücken – auch im Brüssler

Fußballstation Heysel   [   https://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Heysel  ]

mahnt dazu, staatlicherseits vor allem im Hinblick auf das Vertrauen in das Rechtssystem und das politische System, in besonders hohem Maße verantwortungsvoll zu handeln. Sprich: nicht nach einem Unfall oder einer Katastrophe ein gigantisches „Wooling“, wie man in der DDR sagte, aufzuarbeiten und nicht zu klaren Schuldsprüchen zu kommen, sondern vorab sicherzustellen, lieber zu vorsichtig, als zu leichtfertig in Bezug auf das Risikomanagment zu planen.

Im Sinne des Risikomanagements und der Statistik, kann man zwar sagen:

„Die Eintretenswahrscheinlichkeit ist minim“

(hier den bisweilen leichtfertig abgegriffenen Begriff „unwahrscheinlich“ in den Mund nehmen zu wollen, um möglicherweise ein Geld- und Image-bringendes Projekt durchzusetzen, wäre höchst höflich und freundlich formuliert, ein Affront gegen die bisherigen Opfer).

Denn bei dem Eintreten des Restrisikos, das man ex ante keinesfalls sachlich qualifizieren kann, weil man das Eintreten des Risikos dann nämlich im Sinne des Risikomanagements hinreichend präzise qualifiziert hätte, somit Maßnahmen hätte treffen können, muß man stets vom schlimmsten anzunehmenden Schaden rechnen.

Dies allein auch im Sinne der Zurverfügungstellung von Rettungskräften und Ressourcen.

Somit muss zwingend und zur Vermeidung von Schaden an Leib und Leben, auch die Folgekosten für die Opfer und deren Angehörigen, klar sein, dass Risikomanagement im Öffentlich-Staatlichen Rahmen heißen muß, die Risk-Map restriktiv auslegen zu müssen.

Denn, was fragen die Rettungskräfte zuerst beim Eintreten an einer Unglücksstelle?

„Sind Menschen in Gefahr?“

Sachen – somit möglicherweise entgangener, materieller Gewinn oder Imagegewinn – zählen somit absolut zu Recht nicht, wenn ein Unglück passiert ist. Auch nicht im Kleinen. Stets hat man in einem Unglücksfall eigentlich IMMER zu wenig Ressourcen, um zu helfen. Zudem, bei der Planung kann niemand qualifizieren, wie hoch das Schadenspotenzial in Bezug auf Verletzungen und Tod ausfallen kann, da Unglücke stets auch so etwas wie „Zufall“ oder „statistsiches Risiko“ in sich tragen.

Schaut man sich

„Dom im Licht“

vom letzten Herbst an, so stellt sich die Frage, wo die Rettungskräfte im direkten „Wirkbereich“ der Veranstaltung auf dem Katschhof stationiert gewesen sind? Wenn Sie dort gewesen sein sollten: „Haben Sie Ersthelfer, einsatzbereite Einsatzfahrzeuge und freie Einsatzwege sowie Notfallbehandlungsstellen gesehen?“. 

Die Rettungskräfte werden bei unübersichtlicher Sachlage bei einem

„NEIN!“

am Unglücksort zur nächsten Stelle EILEN, um sicherzustellen,

möglichst viele Menschen zu retten und zu schützen!

Und so, sollten Verantwortliche aller beteiligten Parteien ihre Risikoplanung in diesem Lichte genau dieser Frage umsetzen:

„Kann meine Entscheidung mittelbar oder unmittelbar dazu beitragen,

im Eintretensfalle eines Unglücks

das Risiko für Leib und Leben

vermeidbar zu erhöhen?“

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