Wäre es eine Fernsehserie mit bissigem englischem Humor,

dann könnte man sie

The Run“

The Run. The political run. Oh, what a shit!

nennen. Diese in der typische britisch-bissigen Machart, die niemanden verschönt. Ein Almauftrieb des Sarkasmus´, der Ironie, des Galgenhumors, kurzum, das Destillat der künstlerischen Umsetzung massivster Stimmungsumbrüche, die die Nationalpolitik der diversen Länder mit altem Selbstverständnis – das Volk bis auf die Wahltermine möglichst draußen zu halten – aussitzen zu wollen.

Getrieben, will man sich auf den „letzten Drücker“ retten, aber das Stille Örtchen hat nun einmal nur eine Tür…

Wer das Volk zu lange ignoriert, sich des offenen Diskurs´ verweigert und versucht, wie Brüssel eine Käseglocke des „Weiter so!“ zu stülpen, der braucht sich nicht zu wundern, wenn das Pendel nicht in den Bereich der gesellschaftlichen pendelt, sondern ausschwingt. Teilweise in nicht unerheblichem Maße. Und genau diese politischen Folgen sind es, die der Beweis dafür sind, daß die Politik eigentlich nichts gelernt hat, wie Gesellschaft im Zeitalter des Internets funktioniert.

Dümmliche Sprechblasen, das Repetieren von bestens insezenierten Dialogen auf dem politischen Parkett und den Scheindebatten. Wenn jeder mit praktisch jedem in das politische Bett steigt, um seine persönliche Mandatschaft zu sichern, der braucht sich nicht davor zu wundern, dass er wertemäßig politisch erpressbar wird.

Der politologische Begriff „politischer Erpressbarkeit“: euphemistisch „Kompromiss“!

Man wahrt das Gesicht, verkauft den Verlust des eigenen Wertekanons der Partei und vor allem seines eigenen Standpunktes gegen die Brosamen, weiterhin am Tische der Macht sitzen und von den süßen Speisen naschen zu dürfen.

Anstatt mit wechselnden Mehrheiten sein Profil zu wahren, und somit Position zu bezeichnen.

Zurück zum bitteren britischen Humor, der leider immer weniger zu sehen und zu erleben ist nun diese Szene zu IHRER persönlichen Verankerung des politischen Europas, dessen Menschen erfreulicherweise viel, viel näher beieinander sind. Denn, nicht wenige Politapparatischiks scheinen in ihren Lebensläufen oft nichts weiteres bieten zu können, als durch Linientreue durch Pöstchen und Posten manifestierte Wegmarken in der brutalen Hackordnung des jeweiligen Parteiapparats Gehorsam geleistet und „angemessenen“ Widerstand für das Publikum dokumentiert zu haben.

Man braucht sich deshalb nicht wundern, dass gerade Standortentscheidungen mehr Fragezeichen, denn positiv stimmende Ausrufezeichen setzen. Die Wurzel standörtlicher Schwäche ist unter anderem stets auch die Besetzung der Gremien, die darüber entscheiden, wo welche Unternehmen sich ansiedeln dürfen. Erinnert sei hier, dass erst durch eine funktionierende Wirtschaft Prosperität möglich ist, damit auch ein ordentliches soziales Fundament für die Menschen tragfähig ist.

Sozial- und Wirtschaftspolitik sind enger miteinander verschränkt, als viele Mandatsträger das wahrhaben oder eingestehen wollen.

Eine gute und gesellschaftsdienliche Partei zeichnet sich dadurch aus, dass sie in den maßgeblichen Gremien heterogen besetzt ist und somit arbeitende aus dem Sozialsektor wie aus dem Unternehmertum vorzuweisen hat. Eine professionelle Verwaltung, die wird oft auch unterschätzt. Denn, professionell und effizient gestaltet, vermag sie für eine Stadt oder Region wahre Wunder zu bewirken, weil sie so etwas sein kann wie die

Logistikabteilung der Erfolgsfaktoren.

Ist allerdings eine Partei im Grunde nur durch mehrheitlich „einzig-artige“ Gruppierung von Personen repräsentiert, dann kann man eine Wette darauf eingehen, dass sie die Herausforderungen der Zukunft für den Standort nicht meistern wird. Eher noch durch die Homogenität des Denkens und Handelns, wie eine Monokultur massiv geschwächt wird, wenn auch nur ein neuer Keim auf den politischen Acker kommt. Mit den alten politischen Pestiziden wird man nichts bewirken können. Und, man verschlimmert die Sache noch, weil man wider besseren Wissens weiter so bisher agiert.

Für Wettbewerber ideal, weil nämlich die Kräfte gebunden sind und sich die Akteure der Wirtschaft mit Verhandlungspartnern an einen Tisch setzen, die ähnlich gelagerte Interessen haben: Betriebe anzusiedeln, Menschen Arbeit zu geben und das alles mit einem ehrlichen Ansatz der Nachhaltigkeit.

Wer das politisch nicht geschnackelt hat, dem ist eben nicht zu helfen. Er wird, wie in der Landwirtschaft auf Grund der fehlenden „politischen Dreifelderwirtschaft“, die den Nährboden dauerhaft in Balance hält, so schädigen, dass er immer unter normalen Flächenerträgen bleiben wird.

Der politische Hunger manifestiert sich letztlich dadurch, dass nach einer meist längeren politischen Toleranzphase innerparteiliche Aufstände greifen und die Dethronisation die Folge ist. Und daran haben Parteien vor Ort immer lange zu kämpfen, weil sich erst herausstellen muss, welche Köpfe letztlich den Druck aushalten, um anerkannt zu werden, den politischen Kampf um Mandate und – hoffentlich – Ideen und Werte überleben zu können.

So manche Partei mit manchen Figuren, ist so etwas wie ein perpetuierendes Blutgericht, welches mehr Freude daran zu scheinen hat, als sich um die Zukunft zu kümmern.

Die Monate Mai und Juni 2016 werden europageschichtlich zu denen gehören werden, die für Forschergenerationen der diversen wissenschaftliche Bereiche tausende von Promotionen und zig Lehrstühle herforbringen werden.

Denn:

1.) die Österreichische Präsidentenwahl im Mai

2.) die BREXIT-Veranstaltung im Juni

3.) Neuwahlen in Spanien, weil  man nicht koalieren kann und Podemos Kante zeigt.

Aller schlechten Dinge für Europa sind im Spätfrühjahr derer DREI in DREI Ländern.

Da hilft auch nicht der Besuch des US-Präsdienten OBAMA…

 

 

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