SPD als Sittenwächter + 30 Jahre Tschernobyl ||| Minister MAAS (SPD) nahe an Grenze der politischen Sittenwächterei?

Der Berliner Bundes-Tugendwächter vor neuer Baustelle:

Sexistische Werbung soll verbunden werden. Klar, es gibt Geschmackloses, bisweilen durchaus Verletzendes.

http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/verbot-sexistischer-werbung-mit-kanonen-auf-schmutzfinken-schiessen-ld.15617

Nur, wenn sich Bundesjustiziminister MAAS (SPD) aufschwingt, ein Verbot sexistischer Werbund gesetzlich zu verankern, dann ist er zwingend die Antwort in Form der präzisen Definition schuldig:

Der LINK:

http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/verbot-sexistischer-werbung-mit-kanonen-auf-schmutzfinken-schiessen-ld.15617

 

1.) Wann ist die werblich-geschmackliche Grenze denn bitteschön überschritten?

2.) Wer ist befugt, schlechten, manchmal verletztenden Geschmack abzugrenzen?

3.) Haben Herr Bundesminister und die SPD nicht genug Probleme, die massiv Zeit kosten?

4.) Ist in Berlin vielleicht immer noch nicht bekannt, dass man in Deutschland vor ein unabhängiges Gericht ziehen kann, wenn man eine Ehrverletzung oder Beleidigung erfahren hat?

5.) Wahrscheinlich wird mit diesem MAAS´schen Ansinnen der Boden fruchtbar gemacht, damit wieder ein Amt, dann ein Dezernat, ein Bundesministerium und schließlich für jedes Bundesland eine Landesbeauftrager zu installieren ist, um wohl verdienten Parteikadern eine gut dotierte Beamtenstelle für das professionelle Faseln und Labern zu gönnen.

Denn eines sollte klar sein: wenn Minister MAAS sein Bestreben, nun die „Sittenwächterei in Deutschland“ einzuführen bestrebt ist, dass er muss er zwingend festlegen, was unsittlich und was nicht unsittlich ist.

Nun: unsittlich heißt eigentlich, die Leute zu entmündigen. Somit auch, sich durch solch ein Bestreben auf die Ebene von Sittenpolizisten in anderen Ländern zu begeben. Wahrscheinlich ist ihm aber dieser Gedanke nicht gekommen, dass das Ziehen von Geschmacksgrenzen immer dem Mißbrauch Tür und Tor öffnet.

Wenn sich jemand über eine Geschmacklosigkeit auf einer Plakatwand ärgert und dies tatsächlich degouttant ist, dann gibt es bereits eine Institution, die nicht von Beamten besetzt ist:

Den Deutschen Werberat!

An ihn kann sich jeder wenden, der Einwände gegen Werbung hat.

Es dürfte also so sein, dass Bundesminister MAAS merkt, dass so viele schmerzende Baustellen zu beackern sind, dass ein Nebenkriegsschauplatz für die öffentliche Diskussion angezettelt werden muß, damit die Diskussion hierüber die Kräfte der Bürger bindet, die aber in ganz anderer Sache ihre Mitwirkung erbringen und erbringen müssen. Denn Europa steht mitten in einer Krise, in der es geradezu verantwortungslos und politisch instinktlos ist, eine derartige „Kropf-Diskussion“ eintüten zu wollen. Die vor allem auch deswegen, weil der Blick auf das Smartphone überall und auch von Minderjährigen problemlos jederzeit und jederorten – auch an der Ampel oder auf dem Markt einer Stadt – noch härtere Sachen zugänglich macht. Nicht selten durch die Kommunen oder lokalen Energieversorger betrieben.

Herr MAAS:

Ihre Idee ist einfach nur „Shit-so!“

Verplempern Sie nicht die Zeitressourcen für ein Geschmacksüberwachungskonzilium! Wir haben mehr Probleme in Deutschland und in der EU, als sich um nackte Haut oder Geschmacklosigkeiten in der Werbung zu kümmern.

Das Internet hat all das und auch Sie, Herr MINISTER MAAS bereits längst überholt!

4.) Bundes-SPD stellt Berliner Sittenwächter und reiht sich in die BÖHRMANN-Thematik ein!

Denn, deutscher Justizminister plant Verbot sexistischer Werbung.

Es gibt in Deutschland – das mag der Politik wohl anscheinend nicht präsent sein – die unabhängige Gerichtsbarkeit, die im Zweifel ein Urteil wegen Überschreiten von Grenzen sprechen darf. Wenn Minister MAAS meint, dass die Politik die Grenzen des Geschmacks gesetztlich verankern darf, dann ist eine Böhrmann´sche Tür geöffnet

VIEL WICHTIGER ist es, Herr Minister, sich, um das Thema der Vergewaltigungen von Frauen auf der Balkanroute zu befassen und sicherzustellen, dass die Ressourcen hierfür gebündelt werden, um nötigenfalls Schuldige vor ein Deutsches Gericht zu bringen und sie entsprechend zu verurteilen:

http://www.nzz.ch/international/naher-osten-und-nordafrika/fuenfsterne-haft-fuer-jihadisten-1.18730690

30 Jahre Tschernobyl:

http://www.nzz.ch/international/europa/die-sterbende-stadt-der-liquidatoren-ld.15314

http://www.nzz.ch/international/europa/verstrahlt-und-vergessen-ld.15307

http://www.nzz.ch/international/europa/neues-leben-in-der-sperrzone-ld.15319

und ein Blick nach Fukushima

http://www.nzz.ch/international/rueckkehr-in-die-sperrzone-um-fukushima-das-misstrauen-gegenueber-der-heimat-ld.6434

 

 

 

 

 

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